Bahnhöfe: Hauptbahnhof mit Kinderkrankheiten, aus Signal

https://signalarchiv.de/Meldungen/10002887

Mit viel Pomp, Feierei und Feuerwerksraketen wurde er #eingeweiht – der neue Berliner #Hauptbahnhof. Die Pressemeldungen überschlugen sich vor Begeisterung für den #Glaspalast, der eine Keimzelle für ein weiteres Berliner Zentrum werden soll.

Viele Neugierige, die ihren Wochenend- oder Ferienausflug zu dem Kaufhaus mit Gleisanschluss legten, sorgten in den ersten Tagen für drangvolle Enge auf den fünf Ebenen. Zum „Bahnhof gucken!“ rief eine Boulevardzeitung auf. Inzwischen hat sich der Menschenzustrom auf ein erträglicheres Maß eingepegelt, und wie er sich im Alltag entwickelt, wird man erst nach der Fußball-WM absehen können.

Der #Fahrplanwechsel und die betriebliche #Inbetriebnahme verliefen recht unspektakulär und ohne große Pannen. Klar ist, dass ein solches Bauwerk nicht sofort alle Belange der Nutzer erfüllen kann, es bleibt im täglichen Betrieb immer noch etwas nachzubessern. In diesem Falle ist es auf den ersten Blick tatsächlich ganz gut gelungen, im Vorhinein an (fast) alles zu denken. Aber eben nicht an alles.

In den ersten Tagen erlangten vor allem die langen Warteschlangen vor der #Toilettenanlage, vor der #Gepäckaufbewahrung und im #Reisezentrum große Aufmerksamkeit. Eine halbe Million Menschen täglich im Bahnhof waren kurz nach der Eröffnung deutlich mehr als erwartet, und so gab es Engpässe. Die Bahn hat inzwischen nachgesteuert: Weitere Toiletten wurden freigegeben, die Gepäckaufbewahrung bekommt ein zweites #Durchleuchtungsgerät

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