Zahlreiche S-Bahn-Fahrgäste kamen gestern zu spät, weil sich von der Swinemünder Brücke am Gesundbrunnen Betonbrocken gelöst hatten und auf die Gleise gefallen waren. Am Mittag durften die Züge dort nur Tempo 10 fahren. Auch an diesem Wochenende müssen die Reisenden vielerorts erheblich mehr Reisezeit einplanen. So wird der Ring, eine der am stärksten frequentierten Trassen im S-Bahn-Netz, heute gegen 22 Uhr unterbrochen. Bis Montagmorgen verkehren zwischen Ostkreuz und Greifswalder Straße keine S-Bahnen, sondern nur Busse. Ein Anlass dafür: Auf der Dauerbaustelle Ostkreuz gehen die Arbeiten in die nächste Etappe- mit einer spektakulären Kran-Aktion. An die Hobby-Fotografen, die regelmäßig zum Ostkreuz kommen, hat sich Mario Wand inzwischen gewöhnt. „Einige schlagen sich bei uns …
(Berlin, 17. November 2010) Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger, die Bürgermeisterin der Stadt Strausberg, Elke Stadeler, und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, weihten heute das energetisch sanierte Empfangsgebäude des Bahnhofs Strausberg ein. Das fast hundert Jahre alte Empfangsgebäude verbraucht nun, nach Dämmung von Putzfassade und Kellerdecke sowie durch die Fenstererneuerung, fast 35 Prozent weniger Energie. Das bedeutet 25 Tonnen weniger Kohlendioxid-Emissionen im Jahr. Die neugestaltete Bahnhofshalle gibt der Station, die täglich von knapp 10.000 Reisenden und Pendlern im Regional- und S-Bahnverkehr genutzt wird, ein frisches Erscheinungsbild und sorgt für einen angenehmeren Aufenthalt.
Die Bauarbeiten begannen im II. Quartal dieses Jahres. Das Vorhaben wurde zu zwei Dritteln aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung und zu einem Drittel von der Deutschen Bahn finanziert. Insgesamt wurden rund 468.000 Euro investiert.
Neben dem Einsatz von Verbund-Sicherheits-Glas für Fenster und Außentüren erhielt die Außenfassade ein modernes Wärmedämmverbundsystem mit Putzoberfläche. Die Treppe am Haupteingang wurde vollständig erneuert. In der Empfangshalle wurden die Fensterelemente der Vermietungsbereiche hin zur Empfangshalle ersetzt. Ein abgesetzter Fliesensockel verziert nun die Wandflächen. Weitere Arbeiten betrafen den Fußboden mit Fußbodenbelag, die Unterdecke mit Beleuchtung und die Beplankung der Wandflächen.
Bereits vor dem Konjunkturprogramm war das Dach des Empfangsgebäudes saniert und der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet worden.
Für Fernreisende und die Berliner wird es am Hauptbahnhof zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Denn die Deutsche Bahn beginnt im Jahr 2011 mit der Verwirklichung des S-Bahnprojektes S21, sagte gestern Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Für 230 Millionen Euro soll eine Verbindungsstrecke vom nördlichen Berliner Ring zum Hauptbahnhof errichtet werden. Schon ab 2011 wird deshalb das Friedrich-List-Ufer für mindestens zwei Jahre für den Autoverkehr gesperrt. Auch der Kurzzeitparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs muss für neun Monate aufgehoben und vorübergehend auf die Südseite verlegt werden. Beeinträchtigt sind zudem Zu- und Abfahrten für …
(Berlin, 5. November 2010) Seit heute, 15 Uhr, kommen Reisende im S-Bahnhof Adlershof schneller und bequemer zu den Zügen. Ein neuer Zugang am südlichen Bahnsteigende wurde nun auch Richtung Osten zum Adlergestell hin geöffnet und kann genutzt werden.
Voraussetzung für die Öffnung war die Inbetriebnahme der Lichtsignalanlage über das Adlergestell durch die Senatsverwaltung.
Der Personentunnel ist Teil des Bahnprojektes Neubau der S-Bahn-Station Adlershof, die bereits im Wesentlichen fertig gestellt ist. Das Tunnelbauwerk wurde komplett einschließlich der S-Bahn-Gleisbrücken erneuert. Die Farbgebung des Tunnel entspricht der des neuen Bahnhofs und erinnert an die alte Station. Eine neue Beleuchtungsanlage und ein Wegeleitsystem vervollständigen den Neubau. Der Durchgang ist zum Adlergestell hin barrierefrei möglich. Das Westbauwerk wird bis zum zweiten Quartal nächsten Jahres verschönert.
Insgesamt wurden mehr als 1,1 Millionen EUR Landesmittel in dieses Vorhaben investiert.
Leider hat sich die DB AG immer noch nicht durchringen können, die Fernzüge auf der Berliner Stadtbahn wieder am wichtigen Umsteigepunkt Bahnhof Zoo halten zu lassen. Seit der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofes am 26. Mai 2006 fahren fast alle Fernzüge ohne Halt durch. Ausschlaggebend für diese damalige DB-Entscheidung war nach Meinung des DBV die Befürchtung, dass die Einnahmen aus der Verpachtung der Gewerbeflächen am Hauptbahnhof nicht den Einnahmeplanungen entsprechen. Die letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass diese Befürchtung unbegründet ist. Inzwischen ist es sogar so, dass die beiden Bahnsteige auf der Stadtbahn zu den Zeiten des Berufsverkehrs am Rande ihrer Kapazitäten angekommen scheinen. Wer mit Gepäck oder Kindern (oder sogar beidem!) auf dem Bahnsteig unterwegs ist, muss einen Slalomlauf durch Reisegruppen und vorbei an anderen wartenden Fahrgästen abslovieren. Auch die S-Bahn-Züge, die die Fahrgäste zum Hauptbahnhof bringen, bieten häufig nur noch wenig Platz. Verspätungen sind vorprogrammiert und führen nur zu neuem Ärger. Der DBV Berlin-Brandenburg erinnert deshalb daran, wieder an die Fahrgäste zu denken. Deshalb wäre es ein richtiger Schritt, die DB-Fernzüge auf ihrer Fahrt auf der Stadtbahn wieder am Bahnhof Zoo halten zu lassen. Dadurch wird es eine spürbare Entlastung des Hauptbahnhofes geben – nicht mehr alle Fahrgäste aus den westlichen Bezirken müssen bis zum Hauptbahnhof fahren. Das Argument gegen den Halt am Bahnhof Zoo, dass jeder zusätzliche Halt drei bis vier Minuten Fahrzeit zusätzlich bedeuten würde, ist inzwischen keines mehr. Denn heute reichen oftmals die Haltezeiten am Hauptbahnhof nicht aus, damit alle Fahrgäste ein- und aussteigen können. Ein zusätzlicher Halt am Bahnhof Zoo würde sogar zur Stabilisierung des Fahrplans beitragen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 02.11.10).
(Berlin, 29. Oktober 2010) Die Deutsche Bahn AG hat heute in Zepernick einen neuen Personenaufzug zum Bahnsteig in Betrieb genommen. Seit dem 17. Mai dieses Jahres war hier gearbeitet worden. Jetzt können Reisende die Züge der S-Bahn barrierefrei erreichen. Andreas Bürgler, Leiter Bahnhofsmanagement Berlin, Bodo Ihrke, Landrat Landkreis Barnim, und Rainer Fornell, Bürgermeister Gemeinde Panketal, weihten den Aufzug feierlich ein und begrüßten den ersten Benutzer.
Zusätzlich zum neuen Aufzug war umfangreich an Elektroanlagen und am Gebäude gearbeitet sowie das Wegeleitsystem angepasst und erneuert worden.
Die Investitionsmittel von rund 700.000 Euro kommen überwiegend aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung und von der Deutschen Bahn.
In den Ländern Berlin und Brandenburg werden insgesamt rund sieben Millionen Euro in neue Aufzüge investiert. Noch in diesem Jahr sind neue Aufzüge in Nicolassee, Altglienicke und Biesdorf und im kommenden Jahr in Wuhlheide, Schönholz und Grunewald geplant.
Für den stufenfreien Zugang zu Bahnsteigen werden bundesweit rund 55 Millionen Euro in den Neubau, Austausch und Sanierung von Aufzügen sowie für den Einbau von Rampen investiert.
Ein Bombenfund am Ostkreuz hat gestern Abend für ein Verkehrschaos gesorgt. Bei Gründungsarbeiten für die Ringbahn fanden Bauarbeiter gegen 13.40 Uhr direkt neben dem Bahnhof einen 500 Kilogramm schweren amerikanischen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Polizei sperrte das Gelände in einem Radius von rund 500 Metern ab. Am Nachmittag begann die Polizei, die umliegenden Wohngebäude und Büros zu evakuieren. Nach Schätzungen der Polizei waren etwa 9 600 Menschen betroffen. Auch Betriebe und die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte wurden geräumt. Mehrere hundert Polizisten klingelten an Hausaufgängen und baten die Bewohner aus den Häusern. Gesperrt wurden auch zahlreiche Straßen. Unter anderem lag die im Berufsverkehr wichtige …