Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Ein Beruf steht vor dem Aussterben: Bahnsteigaufsichten, die Züge abfertigen, soll es bei der S-Bahn in naher Zukunft nicht mehr geben. Das sehen Planungen vor, die das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nach rund drei Jahren Pause wieder aufgenommen hat. Der Fahrgastverband IGEB protestiert – er will keine personalfreien S-Bahnhöfe. „Uns geht es um die subjektive Sicherheit der Fahrgäste“, sagte der Vize-Vorsitzende Jens Wieseke. Wenn sich auf einem S-Bahnhof kein Personal mehr befinde, sinke die Hemmschwelle für Straftaten. Heute gibt auf vielen S-Bahnsteigen noch die Aufsicht das Signal zum Abfahren. Doch diese Beschäftigten sollen bald überflüssig werden. Dann soll sich das Fahrpersonal überall selbst auf die Reise schicken – mit Hilfe einer neuen Technik für die …
Eine schlechte Nachricht für U-Bahn-Fahrgäste: Die Bauarbeiten am Bahnhof Gleisdreieck, die viele von ihnen zum Umsteigen zwingen, dauern länger als geplant. Das teilte Ralf Baumann, der Infrastruktur-Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), am Freitag mit. Das fast 99 Jahre alte Gleisdreieck ist ein Sanierungsfall – das bekommen die Fahrgäste in diesem Jahr erneut zu spüren. Wegen Bauarbeiten fährt die U2 seit Mai nur zwischen Pankow und Gleisdreieck. Wer von dort weiter will, muss umsteigen. Jeder zweite Zug kehrt schon am Potsdamer Platz um, was einen weiteren Zugwechsel erfordert. Vom 14. November an sollte die U2 wieder bis Ruhleben verkehren. Aber daraus wird nichts. „Wir gehen davon aus, dass wir die Baumaßnahme bis zum …
BERLIN. Schön, dass die Deutsche Bahn den Kiosk am Bahnhof oder auf Bahnsteigen wiederentdeckt hat. Auch wenn aus dem kurzen Namen ein umständlicher Servicestore geworden ist. Der Kunde trägt es gelassen: Immerhin gibt es in mehr als 130 Bahnhöfen wieder einen Kiosk – pardon: Servicestore. Und künftig sollen es noch viel mehr werden. „Wir wollen kräftig expandieren und jährlich 20 bis 25 neue Standorte eröffnen“, sagte Servicestore-Chef Jörn Grote der Berliner Zeitung. In den nächsten Jahren soll sich die Zahl der Geschäfte auf rund 300 verdoppeln. Schließlich gebe es genug Wartende auf den Bahnhöfen, für die ein Besuch im Store durchaus eine Abwechslung sein kann. „Wir haben jährlich 16 Millionen Kunden und 200 Millionen Reisende, die zumindest mal reinschauen ins Geschäft“, so Grote. Für die soll es bald noch größere Servicestores und mehr …
Die riesige, sattgrüne Rasenfläche ist frisch gemäht wie ein Golfplatz. Vereinzelte Baumgruppen werfen darauf Schatten. Wege aus Beton führen hin zu Spielplätzen, zu einem Wäldchen, zu Boulebahnen und langen Holzbänken. Wo mehr als hundert Jahre Güterzüge fuhren, ist eine grüne Oase entstanden – Berlins jüngster Park am Gleisdreieck. Dessen erster Teil, der 17 Hektar große Ostpark zwischen Kreuzberg, Schöneberg und Tiergarten, wird morgen offiziell eröffnet. Einer der Initiatoren des Parks ist der 63-jährige Norbert Rheinlaender. Der Architekt und überzeugte Radfahrer aus Kreuzberg hat sich seit gut 30 Jahren für einen Park am Gleisdreieck eingesetzt. Als in den 1970er-Jahren der West-Berliner Senat beschloss, auf der alten Bahntrasse eine Autobahn zu bauen, war Rheinlaender Gründungsmitglied der Gegenbewegung – Grüntangente statt Westtangente hieß ihr Motto. Doch erst nach dem …
Der Bahnhof: Fast 150 Jahre lang, bis 1952, war das 35 Hektar große Gelände zwischen Landwehrkanal und Monumentenstraße Bahngelände. Im östlichen Teil befand sich der Anhalter Güterbahnhof, im Westen der Potsdamer Güterbahnhof.
Die Gebäude: Teile wurden im Krieg zerstört, 1963 verschwand im Zuge der Bauarbeiten am U-Bahn-Abschnitt Möckernbrücke-Yorckstraße auch die Durchfahrt zur Ladestraße. 1983 wurde auf Teilen des Anhalter Güterbahnhofs das heutige Technikmuseum eröffnet. Im erhalten gebliebenen Kopfbau der Bahnhofsverwaltung ist heute das Science Center Spectrum. Die Ladestraße wird derzeit für das …
(Berlin, 15. August 2011) Die Deutsche Bahn setzt das Projekt zur umfassenden Ausstattung der 168 Berliner und Brandenburger S-Bahnhöfe mit einem modernen Fahrgastinformationssystem weiter fort. Seit Dienstag, 9. August, ist mit der Aufnahme des Testbetriebs der Zugzielanzeiger an der Station Botanischer Garten der gesamte Nord-Süd-Abschnitt zwischen Humboldthain und Nikolassee (Linie S1 und teilweise S2 und S25) mit LCD-Anzeigern ausgestattet. Damit verfügen 19 weitere S-Bahn-Stationen über die neuen Anzeigetafeln, die bereits mit Aufnahme des Testbetriebs die Fahrgäste unter anderem minutengenau über die Abfahrt der nächsten S-Bahn informieren. Bis Mitte 2013 wird es auf allen 168 S-Bahn-Stationen in Berlin und Brandenburg Echtzeitangaben zur Zugbetrieb geben. Derzeit sind auf 78 Stationen blaue LCD-Anzeiger in Betrieb. Im laufenden Jahr sind bereits die Stationen Spandau, Stresow und Hohen Neuendorf damit ausgestattet worden.
135 S-Bahn-Bahnhöfe werden mit solchen LCD-Anzeigern mit Angaben zu Zwischenstationen und freier Programmierung von Infotexten ausgerüstet. Diese Anzeiger informieren die Fahrgäste über die nächsten Zugfahrten. Nur 33 Stationen mit einer Linie und geringerem Fahrgastaufkommen erhalten andere digitale Anlagen zur minutengenauen Verspätungsmeldung: Diese sogenannten einzeiligen dynamischen Schriftanzeiger (DSA), die auch auf vielen Nahverkehrsbahnhöfen im Einsatz sind, werden im Störungsfall die Kundinnen und Kunden schnell und aktuell informieren. Zudem wird ein neues Beschallungssystem die Fahrgäste über die aktuelle Lage im S-Bahn-Verkehr auf dem Laufenden halten. Neben dem automatischen Abspielen vorproduzierter Standardansagen ist damit auch eine gleichzeitige zentrale Durchsage an allen Stationen möglich, zum Beispiel im Großstörungsfall. Die Deutsche Bahn AG investiert rund 36 Millionen Euro in die Modernisierung der Reisendeninformation der Berliner S-Bahn.
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat auf Initiative des Berliner Senats die Einführung eines „Ermäßigten Schülertickets“ in Berlin beschlossen. Ab sofort können Berliner Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung haben, ein ermäßigtes Schülerticket erwerben. Das „Ermäßigte Schülerticket“ gibt es ausschließlich für Berlin AB und kostet als Monatskarte 15, Euro und im Jahresabonnement 145 Euro im Jahr (ohne Ermäßigung: Monatskarte Schülerticket Berlin AB 27 Euro, im Jahresabonnement 260 Euro). Damit ist der Preis des „Ermäßigten Schülertickets“ noch über einen Euro günstiger als die Geschwisterkarte für Berlin AB. Berechtigt zum Erwerb des Tickets sind alle Berliner Schülerinnen und Schüler, deren Schulweg länger als drei Kilometer ist und die selbst oder deren Eltern Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) dem SGB XII (Sozialhilfe), dem Asylbewerberleistungsgesetz, einen Kinderzuschlag nach § 6 a gemäß Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz erhalten. Um das „Ermäßigte Schülerticket“ zu beantragen, wird ein gültiger „berlinpass BuT“ mit Lichtbild, auf dem das Merkmal B1, B2 oder L gekennzeichnet ist, benötigt. Den „berlinpass BuT“ gibt es in den Leistungsstellen (zum Beispiel im Jobcenter) oder in der zentralen Leistungsstelle für Asylbewerber. Dort wird auch bestätigt, dass der Schulweg länger als drei Kilometer und der „berlinpass BuT“ entsprechend mit einem Hologramm gekennzeichnet ist. Das „Ermäßigte Schülerticket“ kann an den Verkaufsstellen der BVG oder der S-Bahn Berlin GmbH erworben werden. Der Wechsel aus bestehenden Abonnements Schülerticket und Geschwisterkarte für Berlin AB in das Abonnement „Ermäßigtes Schülerticket“ Berlin AB ist möglich (Pressemeldung VBB, 05.08.11).