Eine Woche nach den Sturmschäden am neuen Hauptbahnhof hat sich der Unglücksort als Attraktion etabliert Peter Neumann
Hier ist es also passiert. Karl Heck hat sich vor seiner Rückfahrt von der Grünen Woche Zeit genommen, um sich die Unglücksstelle an der Südwestseite des neuen Hauptbahnhofs anzusehen. „Als großes Wunderwerk hat man dieses Gebäude angepriesen. Und nicht einmal ein Jahr nach der Eröffnung geschieht so etwas. Das verstehe ich nicht“, sagt der Mann aus Hessen. Der 66-Jährige schaut auf die Stufen der Freitreppe, die bei dem Absturz eines 1,35 Tonnen schweren Stahlriegels in viele Stücke zersprengt worden sind. Dann betrachtet Heck kopfschüttelnd die Lücken in der Fassade darüber. Er steht nicht allein in der Kälte. Neben ihm schießen Reisende schnell noch ein Foto, bevor sie zum Zug gehen. Damit die Lieben daheim wissen, welche Gefahren in der Hauptstadt lauern. Eine Woche nach dem Unglück ist klar: Berlin hat eine neue, wenn auch ziemlich düstere Attraktion.
PUTLITZ Die Übernahmeangebote sind ausgehandelt, die Verträge unterzeichnet, und wenn jetzt noch der niedersächsische Landtag, der gestern Abend nach Redaktionsschluss über das Geschäft beriet, zustimmt, dann gehört die Osthannoversche Eisenbahngesellschaft (OHE/Celle) ab sofort zum Verkehrskonzern Arriva Deutschland. Mit der Übernahme von 85,3 Prozent der Anteile für rund 30 Millionen Euro ist der in Putlitz (Prignitz) ansässige deutsche Ableger der britischen Holding auf rund 3000 Beschäftigte angewachsen, allein 1300 Menschen arbeiten bei der OHE. Die OHE engagiert sich im Frachtverkehr und im öffentlichen Personennahverkehr. Werkstätten, Binnenhäfen, eine Spedition, diverse Infrastruktur sowie eine Vielzahl kleiner Gesellschaften bringt die OHE mit in die Ehe. „Die Übernahme ist für uns strategisch ein wichtiger Schritt“, sagt …
Woltersdorf (MOZ) Heiraten in einem historischen Straßenbahnwagen – das ist ab diesem Jahr in Woltersdorf möglich. Die erste Trauungszeremonie dieser Art in der Randberliner Gemeinde soll es im Mai geben, so Standesbeamtin Ingrid Engel-Miesen, die sich schon sehr auf diese Premiere freut. Ein junges Paar aus Berlin will sich dort das Ja-Wort geben. Die Idee für den originellen Trauungsort sei im Rathaus entstanden, sagt Ingrid Engel-Miesen. „Der Gedanke kam uns, weil sich unter den Paaren, die sich bisher bei uns trauen ließen, eine ganze Reihe nach der Zeremonie den …
2006 war mit insgesamt 375 Millionen Fahrgästen, der Fußball-WM und der Realisierung des Vollring-Konzepts ein Rekordjahr für die S-Bahn Berlin GmbH. punkt 3 sprach darüber mit Günter Ruppert, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH.
Wie können Sie auch 2007 an diese Erfolge anknüpfen?
Günter Ruppert: 2006 war tatsächlich das erfolgreichste Jahr der S-Bahn Berlin GmbH. Wir konnten einen Zuwachs von 19 Millionen Fahrgästen erzielen. Die Fußball-WM brachte allein 7,9 Millionen zusätzliche Fahrgäste. Dies zeigt, dass wir den Zuwachs nicht nur diesem Event zu verdanken haben. Wir konnten einen nachhaltigen Fahrgastzuwachs verzeichnen, zu einem großen Teil durch den …
Parallel zum Stadtbahnviadukt verläuft zwischen den Bahnhöfen Jannowitzbrücke und Hackescher Markt die Dircksenstraße. Danach gefragt, wer denn Dircksen war, weiß kaum ein Passant eine Antwort. Dabei verdankt ihm die Stadt Berlin die Hauptschlagader ihres Verkehrssystems – die Stadtbahn. Seit 1874 leitete Ernst August Dircksen die Bauarbeiten jener Eisenbahntrasse, von der später eine Zeitung zu berichten weiß, dass Dircksen ihr „mit echt preußischer Gründlichkeit“ jene Festigkeit …
Die neugebaute nördliche S-Bahnbrücke Schlichtallee zwischen den Bahnhöfen Rummelsburg und Betriebsbahnhof Rummelsburg ist wie geplant am Wochenende 13./ 14. Januar ans S-Bahnnetz angeschlossen worden – nun rollen die S-Bahnzüge in diesem Bereich eingleisig auf dem hergestellten stadteinwärts führenden Gleis. Bisher fuhren sie auf dem Gleis stadtauswärts, das nun gesperrt ist, um die südliche S-Bahnbrücke Schlichtallee abzutragen und neu zu errichten. Der Neubau dieses Gleises und auch des Fernbahngleises Richtung Ostbahnhof beginnt im April 2007 und dauert bis Ende Oktober 2007. Danach wird es in Ostkreuz weiterhin einen eingleisigen Abschnitt geben. Das Fernbahngleis geht eine Woche später ans Netz zurück, anschließend folgt …
Auch Regionalzüge fahren nicht am Wochenende 27./28. Januar
Am Wochenende 27. und 28. Januar fahren zwischen Ostkreuz und Karlshorst keine S-Bahn-Züge: An diesen Tagen werden die Brückenreste des alten Überführungsbauwerks für Züge vom Stadtinnenring über die Gleise Ostkreuz – Karlshorst nahe des S-Bahnhofs Rummelsburg abgetragen. Betroffen sind diesmal auch die Züge des Regionalverkehrs, so dass diese als schnelle Ersatzmöglichkeit für Reisende mit entfernteren Zielen entfallen. Der Ersatzverkehr mit Bussen wird auf bekannte Weise – zuletzt am Wochenende 13./14. Januar praktiziert – vom Freitag, dem 26. (22 Uhr), bis Montag, dem 29. Januar (1.30 Uhr) zwischen den S-Bahnhöfen Nöldnerplatz und …
Den eigentlichen Umbau leitet der Neubau der Kynaststraßenbrücke ein
Derzeit laufen die im vergangenen Frühjahr begonnenen bauvorbereitenden Maßnahmen auf Hochtouren: Das Fällen von Bäumen auf den künftigen Bauflächen in zwei Etappen im Frühjahr und Herbst 2006 ist jetzt abgeschlossen. Derzeit befindet sich die Nordkurve zwischen den S-Bahnhöfen Warschauer Straße und Frankfurter Allee im Rückbau. Ein Gleis ist weitgehend demontiert. Ein Teil des Bahndamms und des Brückenbauwerks zur Überquerung der Wriezener Bahn im Bahnhofsbereich Ostkreuz ist abgetragen. Verschwunden ist die alte Bahnhofsbaracke am Ausgang Sonntagstraße. Einen umfangreichen Teil der bauvorbereitenden Arbeiten nimmt …
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: Die Kleine Anfrage betrifft zum Teil Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) um eine Stel-lungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwor-tung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie wurde der Beantwortung zugrunde gelegt. 1. Wie hoch waren die gefahrenen Nutzwagenkilome-ter (bitte getrennt für Bus, Straßenbahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben) bei der BVG im Jahr 2004? Zu 1.: Die BVG hat im Jahr 2004 folgende gefahrene Nutzwagenkilometer (Nwkm) bzw. Nutzzugkilometer (Nzkm) erbracht: Bus: 91,0 Mio. Nwkm Straßenbahn: 21,0 Mio. Nzkm U-Bahn: 20,4 Mio. Nzkm Gesamtsumme: 243,5 Mio. Nwkm (die Gesamtsumme der Nwkm ergibt sich aus der Um-rechnung der Nzkm von Straßenbahn und U-Bahn über deren Behängungsgrade in Nwkm). 2. Wie hat sich die Zahl der Nutzwagenkilometer bei der BVG (bitte getrennt für Bus, Straßenbahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben) nach Umsetzung des Konzeptes BVG 2005 Plus verändert? Zu 2.: Nach Umsetzung des Konzeptes BVG 2005 plus hat sich die Zahl der Nutzwagenkilometer bzw. Nutzzugkilometer wie folgt verändert: Bus: – 1,9 Mio. Nwkm Straßenbahn: – 0,5 Mio. Nzkm U-Bahn: – 0,2 Mio. Nzkm Gesamtsumme: – 4,0 Mio. Nwkm
3. Wie hat sich die Zahl der Nutzwagenkilometer bei der BVG (bitte getrennt für Bus, Straßenbahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben) zwischen der Um-setzung des Konzeptes BVG 2005 Plus und der folgenden Fahrplanänderung verändert? Zu 3.: Zwischen der Umsetzung des Konzeptes 2005 plus und den folgenden Fahrplanänderungen hat sich der Umfang der geleisteten Nutzwagenkilometer bzw. Nutz-zugkilometer wie folgt verändert: Bus: + 0,3 Mio. Nwkm Straßenbahn: – 0,4 Mio. Nzkm U-Bahn: + 0,3 Mio. Nzkm Gesamtsumme: 0,0 Mio. Nwkm (aufgrund von gegenläufigen Auswirkungen der Ver-änderungen von Wagenumläufen und Zuglängen ergibt sich eine neutrale Gesamtsumme der Nwkm). 4. In welchem Umfang haben sich die geleisteten Nutzwagenkilometer zum Fahrplanwechsel am 10. De-zember 2006 verändert (bitte getrennt für Bus, Straßen-bahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben)? Zu 4.: Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 haben sich die geleisteten Nutzwagenkilometer bzw. Nutzzugkilometer in folgendem Umfang geändert: Bus: – 0,4 Mio. Nwkm Straßenbahn: + 0,1 Mio. Nzkm U-Bahn: + 0,1 Mio. Nzkm Gesamtsumme: – 0,1 Mio. Nwkm 5. Entspricht das Angebot der BVG nach den drasti-schen Angebotskürzungen der BVG zum Fahrplanwech-sel 2006 noch den im Verkehrsvertrag mit der BVG ver-einbarten Leistungen? Zu 5.: Zwischen der BVG und dem Land Berlin wurde im Jahr 1999 ein Unternehmensvertrag geschlossen, der die Sanierung der BVG zum Vertragsgegenstand hat. Das Land Berlin hat sich in diesem zur Unterstützung der Sanierung der BVG durch die Gewährung finanzieller Mittel, die BVG zur Verkehrserbringung im Berliner ÖPNV im Rahmen des Nahverkehrsplans verpflichtet. Zum Fahrplanwechsel 2006 hat es – wie aus der Be-antwortung der Frage 3 ersichtlich – insgesamt keine drastischen Angebotskürzungen gegeben. Das Angebot bei U-Bahn und Straßenbahn liegt derzeit unter den im Unternehmensvertrag mit der BVG vereinbarten Leistun-gen. Das resultiert daraus, dass die im Unternehmensver-trag zugrunde gelegten Streckenverlängerungen (z.B. U-Bahn-Verlängerung U5 bis Hauptbahnhof, Straßen-bahn-Anbindungen Adlershof, Hauptbahnhof, Kulturfo-rum u.a.) bisher nicht realisiert sind und deshalb diese Leistungen von der BVG nicht erbracht werden können. 6. Wenn nein: Wie bewertet der Senat solche ver-tragswidrigen Angebotskürzungen, und wie wird er Ver-tragstreue durchsetzen? In welchem Umfang werden die Betriebskostenzuschüsse bei der BVG aufgrund der Min-derleistung gesenkt? Zu 6.: Die von der BVG erbrachten Leistungen wur-den ordnungsgemäß beantragt; die Zustimmungen des Aufgabenträgers und der Genehmigungsbehörde liegen für alle Linien und Fahrpläne vor. 7. Welche Konsequenzen haben solche Vertragsver-letzungen im Hinblick auf Vorgaben der EU? Zu 7.: Wie dargelegt, besteht keine Vertragsverlet-zung. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang zwischen dem Unternehmensvertrag und den hierin geregelten Betriebsleistungen sowie etwaigen Vorgaben der EU nicht gesehen. Berlin, den 16. Januar 2007
In Vertretung Almuth N e h r i n g – V e n u s ……………………………………………. Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 25. Januar 2007)
2009 könnte Ausbau der Niederschlesien-Magistrale beginnen
Es gibt leichte Hoffnungen auf Investitionen für bislang verschleppte wichtige sächsische und brandenburgische Schienenprojekte. Auf der Fünfjahresplan-Liste der Bundesregierung sind unter 22 bundesweiten Vorhaben zwischen 2006 und 2010 auch der Ausbau der Niederschlesien-Magistrale zwischen Hoyerswerda und der Grenze zu Polen sowie der traditionsreichen Transitstrecke Berlin – Elsterwerda – Dresden in der 1. Baustufe zu finden. Allerdings stehen beide Projekte dort in abgespeckter Form und auch die Finanzierung ist bislang nicht geklärt. Unter dem Titel „Laufende Vorhaben des VB Schiene“ ist die Ausbaustrecke Berlin – Dresden in der ersten Baustufe für 160 km/h im Investitionsrahmenplan (Fünfjahresplan) für den Ausbau der deutschen Schienenwege aufgeführt. Das gesamte Investitionsvolumen ist mit 359,2 Millionen Euro angegeben. Der Bedarf zwischen 2006 und 2010 beträgt demnach 266 Millionen Euro.
Nicht viel passiert Aus dem sächsische Verkehrsministerium indes werden begründete Bedenken laut. Auch in vorhergehenden …