_Zur zweiten Themenfahrt in diesem Jahr lädt der Denkmalpflegeverein Nahverkehr alle Straßenbahnfans am 15. Juni ein, die Marzahner und Hohenschönhausener Neubaugebiete mit einer „Oldie-Tram“ zu erkunden. Vielen Berlinern sind die orangefarbenen alten Tatras vom Typ KT4D noch gut in Erinnerung. Los geht’s um 11 und 14 Uhr an der Haltestelle Alexanderplatz, Dircksenstraße, der Fahrpreis beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Am 28. Juni kann wieder die Sammlung historischer Fahrzeuge auf dem ehemaligen Straßenbahnhof …
… dann testen die Berliner Verkehrsbetriebe den Kraftstoff der Zukunft: Wasserstoff _Am 1. Juni wurde in Berlin der Tag der Umwelt gefeiert, mit der schon traditionellen Sternfahrt der Fahrradfahrer, vergünstigten Fahrpreisen für Busse und Bahnen und einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen. Die Stadt war fest in der Hand von Radlern, und auch die Verkehrsmittel der BVG konnten sich über mangelnden Zuspruch ob der günstigen Fahrpreise nicht beklagen. An diesem Tag wurde wieder deutlich: Der Schutz der Umwelt und unseres Lebensraums geht uns alle an. So führt die Debatte um Nachhaltigkeit auch in der deutschen Hauptstadt zu immer strengeren Luftreinhaltungsvorschriften und zunehmenden Restriktionen für den städtischen Verkehr. Das ist in Berlin nicht anders als in vielen anderen Metropolen und Ballungsräumen. Gerade die Berliner Verkehrsbetriebe müssen da als Betreiber von Bussen und Bahnen Maßstäbe setzen. Täglich sind immerhin rund 1200 große und kleine „Gelbe“ in der Stadt unterwegs, nimmt man alle gefahrenen Buskilometer zusammen, umrunden sie pro Tag achtmal die Erde. Bei der Entwicklung der Abgasgrenzwerte konnte bei unseren Bussen mit der Einführung der EURO 5-Motoren bereits ein entscheidender Schritt vollzogen werden. Ab dem Jahr 2012 mit der voraussichtlichen Einführung der EURO 6-Norm sind die Abgaswerte nochmals deutlich zu reduzieren. Bis dahin sind noch viele Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung notwendig. Die Berliner Verkehrsbetriebe testen deshalb insgesamt 14 mit Wasserstoff …
Berlin kann sich vom Bund keine Zuschüsse für den Kauf von Erdgasbussen erhoffen. Eine solche Bitte hatte Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gerichtet – und sich eine Abfuhr, verbunden mit einem Rüffel für Berlins Umweltpolitik, geholt. Derartige Fördermaßnahmen kämen nur in Betracht, wenn entsprechende Voraussetzungen, wie der Einsatz von Erdgasbussen bei der BVG, auch erfüllt würden, teilte Gabriel der Senatorin mit. Die Wut des Umweltministers geschürt hat der Beschluss der landeseigenen BVG, den Vertrag mit dem Spandauer Busunternehmen Haru Ende März zu kündigen. Haru hatte im Auftrag der BVG neun Erdgasbusse im Linienverkehr eingesetzt. Die BVG lässt jetzt wieder Dieselbusse fahren. Haru hatte die Erdgasbusse erst 2005 angeschafft. Zur Übergabe war der damalige Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) gekommen, der auch viel Lob verteilte. Im vergangenen Jahr erhielt Haru noch einen …
BERLIN – Venedig, Paris und London haben sie längst – Wassertaxen, die Fahrgästen quälende Straßenstaus durch die überfüllten Innenstädte ersparen. In Berlin bemüht sich der Unternehmer Gerhard Heß seit mehr als sechs Jahren vergeblich um die Eröffnung einer City-Linie auf der Spree. Mal eben vom Ostbahnhof zum Reichstag oder vom Schloss Charlottenburg zur Museumsinsel schippern – das bleibt in der Hauptstadt vorerst ein Traum. „Wir planen 35 Anlegestellen. Eine Fahrt würde fünf Euro kosten“, sagt Heß, der für das Vorhaben mit seinem Geschäftspartner Nils Clausen eigens die Firma „Spreecab“ gründete. Eigentlich wollten beide Anfang Mai in die erste Saison starten. Doch statt auf die Spree gerieten beide in die Wassermühlen der Bürokratie. Mehr als 30 Gesetze, Richtlinien und Ausnahmegenehmigungen haben Heß und Clausen zu beachten. Bei der Genehmigung des knallgelben Kahns haben viele Behörden ein Wörtchen mitzureden: Beteiligt sind unter anderem das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin, der Senat, die Wasserschifffahrtsdirektion Ost in Magdeburg und sogar das …
Die Resonanz des Autofreien Sonntags war bescheiden. Aber auch die große Sternfahrt lockte offenbar nicht so viele Radler auf die Piste wie erhofft. Die Schätzungen von Polizei und Fahrradklub klaffen weit auseinander. Nur eines ist immer anders bei der Fahrradsternfahrt: das Wetter. Nach Jahren mit Sturmböen und Dauerregen oder mit radlerfreudlicher leichter Bewölkung brannte die Sonne gestern gnadenlos vom Himmel. Die begehrtesten Orte waren also Zapfstellen für kaltes Wasser. Spätestens nach 30, 40 Kilometern war der Liter Wasser in der Flasche alle. Schlapp gemacht hat wohl trotz der 30 Grad niemand, bei Tempo 13 im Schnitt kommen auch Ältere und Kinder mit – und das macht die Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) so erfolgreich. Jeder kann ohne Anmeldung mitmachen und zeigen: Radfahrer sind gleichberechtigte Verlehrspartner. Das Motto lautete: Berlin fährt Rad. „Platte Reifen gab es, aber sonst …
Zum Abschluss der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) ist am Sonntag mit einer symbolischen Aktion an den 60. Jahrestag der Berliner Luftbrücke erinnert worden. Das größte Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A380, überflog am Nachmittag in nur rund 200 Metern Höhe den Flughafen Tempelhof. Die Maschine war auf der ILA eine der Attraktionen und nahm auf ihrem Rückflug nach Toulouse die Route über Tempelhof. Über diesen Flughafen hatten die Alliierten bei der größten humanitären Luftoperation aller Zeiten in den Jahren 1948/1949 in mehr als 278 000 Flügen rund 2,3 Millionen Tonnen Fracht in die geteilte Stadt gebracht und damit das Überleben Westberlins während der sowjetischen Blockade gesichert. Auch am letzten Tag der ILA 2008 gab es wieder einen Besucheransturm. Bei sommerlichen Temperaturen strömten am Sonntag nochmals Zehntausende Menschen …
Schäden an mehr als 100 Zugeinheiten gemeldet Peter Neumann
Farbschmierereien, Türstörungen, ausgefallene Klimaanlagen: S-Bahner berichten, dass sich der Zustand der Fahrzeugflotte verschlechtert hat. Vor kurzem waren für etwas mehr als hundert Zwei-Wagen-Einheiten Schäden gemeldet. Das geht aus einer internen Aufstellung hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt. Damit wies rund ein Sechstel der „Viertelzüge“, wie die Verbände aus je einem Trieb- und Beiwagen heißen, Mängel auf. Zwar war die Sicherheit in keinem Fall gefährdet – „sie hat für uns die oberste Priorität“, sagte ein S-Bahner. Doch am Komfort und der Funktionalität der Züge gebe es teilweise spürbare Abstriche. Nicht nur für die Fahrgäste, denen zum Beispiel Graffiti die Sicht versperren, sondern auch für das Personal. „Tür 8 gestört“, „Türfreigabe wird beim Halt des Zuges zurückgenommen“, „ca. 36 Quadratmeter Graffiti“, „Ausfall Klimagerät“, „Antrieb gestört“: Das sind nur einige der Schäden, die für Züge der Berliner S-Bahn gemeldet worden sind. Für rund ein Dutzend der aufgelisteten Mängel waren Graffitischmierer und Vandalismustäter verantwortlich. Allein im vergangenen Jahr musste das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn rund fünf Millionen Euro aufwenden, um die Folgen dieser kriminellen Handlungen zu beseitigen. Aber in vielen Fällen handele es sich um Schäden, die …
POTSDAM / BABELSBERG – Busfahren wird demokratischer – Dank der neuen Gelenkbus-Flotte des Verkehrsbetriebs in Potsdam (Vip). Die neuen Niederflurfahrzeuge von Volvo verfügen über einen zusätzlichen Rollstuhlplatz samt Rampe, sie belasten die Umwelt weniger und sind mit einer Klimananlage ausgestattet. Bislang war die kühle Brise nur den Busfahrern in ihrer Kabine vorbehalten. Die Klimananlage reguliert sich automatisch und soll im Fahrgastraum angenehme 22 bis 24 Grad halten. Elf der je 280 000 Euro teuren Busse werden in den nächsten Tagen auf Tour gehen, zwei sind schon seit vier Wochen erfolgreich im Testbetrieb. Die 18 Meter langen Fahrzeuge waren in einer europaweiten Ausschreibung angeschafft worden. Sie ersetzen bis zu 13 Jahre alte Busse, die nur die Abgasnorm Euro 2 erfüllten. Die neue Flotte hält den höchsten europäischen Abgasstandard …
Am Flughafen Schönefeld ist für Berlin- und Brandenburg-Touristen ein Informationsschalter eingerichtet worden. Den Service gibt es das ganze Jahr über und täglich in der Zeit von 8 bis 24 Uhr. Geboten werden Zimmervermittlung, der Verkauf von Nah- und Regionalverkehrstickets sowie die Buchung von Stadtrundfahrten. Der Service wird auch in englischer Sprache angeboten. Das Land Brandenburg erhofft sich von dem Informations-Schalter …
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden Mitte September die ersten zwei Straßenbahnen des Typs „Flexity Berlin“ in Dienst stellen. Das sagte der zuständige BVG-Direktor Klaus-Dietrich Matschke. Geplant ist ein „Roll-out“ – also eine feierliche Inbetriebnahme – der neuesten Tram-Generation unmittelbar vor der Fachmesse Innotrans, die vom 23. bis 26. September auf dem Messegelände am Funkturm stattfindet. Die vom kanadischen Hersteller Bombardier entwickelten Niederflur-Straßenbahnen werden dann auf den Metro-Linien M2, M4, M5 und M10 eingesetzt. Die BVG hat bisher vier Vorserienfahrzeuge des Typs Flexity Berlin bestellt. Die Züge, die im Bombardier-Werk Bautzen in je zwei verschiedenen Längen und Ausführungen gebaut werden, sollen mindestens ein halbes Jahr lang intensiv in der Praxis getestet werden. Anschließend will die BVG darüber entscheiden, ob weitere Fahrzeuge dieses Typs angeschafft werden. Ein Optionsvertrag mit Bombardier sieht eine Auslieferung von bis zu …