Regionalverkehr: BeNEX: Finanzierung für zwölf Stadtbahn-Züge unterzeichnet

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Für den Betrieb des Netz Stadtbahn Berlin-Brandenburg kauft die BeNEX GmbH zwölf neue Schienenfahrzeuge. Die Investitionssumme in Höhe von über 74 Millionen Euro finanziert ein Bankenkonsortium aus Hamburger Sparkasse und KfW IPEXBank. Die entsprechenden Verträge wurden heute in Hamburg unterzeichnet.
BeNEX-Geschäftsführer Peter Steinhart: „Für die erfolgreiche Betriebsaufnahme ist die Finanzierung des Fahrzeugparks ein ganz entscheidender Meilenstein. Wir sind daher sehr zufrieden, dass die Finanzierung unserer Investition erfolgreich abgeschlossen werden konnte.“
Die Investition umfasst insgesamt zwölf Fahrzeuge: acht vierteilige elektrische Doppelstocktriebzüge vom Typ Stadler Dosto, drei zweiteilige Dieseltriebwagen vom Typ GTW 2/6 sowie ein Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle RS1. Alle Fahrzeuge werden von der Stadler Pankow GmbH gebaut.
Im Sommer 2009 hatte die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG), ein Beteiligungsunternehmen der BeNEX GmbH, eine Ausschreibung für das Netz Stadtbahn Berlin-Brandenburg gewonnen: mit einer Verkehrsleistung von 7,2 Millionen Kilometern pro Jahr war dies der bislang größte Ausschreibungserfolg der ODEG (Pressemeldung BeNEX, 25.08.10).

Bahnhöfe: Empfangsgebäude für Bahnhof Gesundbrunnen Überspringen: Empfangsgebäude für Bahnhof Gesundbrunnen Deutsche Bahn AG setzt Planungen fort – Millioneninvestition (Berlin, 24. August 2010) Die Deutsche Bahn setzt ihre Planungen für ein Empfangsgebäudes auf dem Hanne-Sobek-Platz in Gesundbrunnen fort.

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presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20100824.html

(Berlin, 24. August 2010) Die Deutsche Bahn setzt ihre Planungen für ein Empfangsgebäudes auf dem Hanne-Sobek-Platz in Gesundbrunnen fort. Berlins größter und wichtigster Umsteigebahnhof im Norden soll einen kundenfreundlichen Zugang erhalten.

„Wir erstellen zur Zeit die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einschließlich der Kostenberechnung,“ so Uwe Marxen, Leiter des Regionalbereiches Ost der DB Station&Service AG. „Für die mehr als 100.000 Reisenden, die täglich am Bahnhof Gesundbrunnen ein-, aus- oder umsteigen, wollen wir mit dieser Investition in Millionenhöhe mehr Reisekomfort und Aufenthaltsqualität schaffen.“ Neben elektronischen Fahrtzielanzeigern in der Bahnhofshalle sind auch Kundenserviceeinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie in den Planungen
enthalten.

Die Bahnhofsplatte über den S- und Fernbahngleisen ist seit dem Neubau des Fern- Regional- und S-Bahnhofs vor vier Jahren nur mit einem kleinen Servicepavillon belegt. Eine Reihe von Konzepten konnte aus wirtschaftlichen Gründen nicht verwirklicht werden.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Regionalverkehr + Bahnverkehr: Eisenbahnausbau nach Polen bekräftigt

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„Ich stehe voll zu den Verabredungen der Vergangenheit“. Das bekräftigte Vogelsänger beim Arbeitsgespräch in Zielona Gora am 24.08.10 gegenüber Marschall Marcin Jablonski. Jörg Vogelsänger: „Ich setze mich weiter dafür ein, zwischen Brandenburg und Lubuskie mehr Zugverbindungen und attraktivere Angebote anbieten zu können. Die ersten realisierten Schritte stimmen optimistisch und zeigen, dass das Potenzial vorhanden ist.“
Folgende Projekte wurden besprochen:
• Eisenbahnverbindung Zielona Góra–Guben–Cottbus
Für diese Relation ist es geplant, zwei direkte Zugpaare anzubieten. Die Finanzierung des jeweiligen Abschnitts wird von jedem Partner selbst gesichert. Eine Ausschreibung für diese Relation wird nach der Übertragung der Organisationskompetenzen von der Zentralregierung an die Wojewodschaften in Polen starten.
• Direktverbindung zwischen Berlin und Gorzów Wielkopolski
Für diese Relation wird eine Direktverbindung zwischen Berlin und Gorzów Wlkp. angestrebt. Als Erstes sollen die bestehenden Verbindungen zwischen Berlin und Kostrzyn weiten nach Gorzów Wlkp. verlängert werden. Ein attraktives, grenzüberschreitendes Tarifangebot wurde bereits eingeführt. Nach dem Auslaufen des jetzigen Verkehrsvertrages wird ab 2014 die gemeinsame Organisation der durchgehenden Verkehre mit den polnischen Partnern angestrebt. Die Vorbereitungen hierfür haben bereits begonnen.
• Verbesserung der Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Zielona Góra
Auf der Relation Berlin – Frankfurt/O. – Zielona Góra soll die Schienenverbindung verbessert werden. Zuerst soll eine günstige Umsteigeverbindung mit attraktivem Tarif angeboten werden. Bei einer entsprechenden Nachfrageentwicklung ist eine Direktverbindung das langfristige Ziel.
• Abschnitt Berlin – Cottbus – Zary – Legnica – Wroclaw
Die Verbindung zwischen Berlin – Cottbus – Zary Legnica – Wroclaw im Personenregionalverkehr soll verbessert und in die Gesamtüberlegungen für eine attraktive Verbindung zwischen Berlin und Wroclaw eingebunden werden. Eine gemeinsame Machbarkeitsstudie soll hierfür die Potenziale ermitteln und ein gesamtwirtschaftlich tragfähiges Konzept entwickeln. Der Startschuss für diese Untersuchungen wird noch im Herbst dieses Jahres erfolgen (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 25.08.10).

Obus + Bus: Liebeserklärungen für eine 70-Jährige Eberswalde (moz) „Strippi“ hat das Rennen gemacht. Auf diesen Namen, der am häufigsten vorgeschlagen wurde, hört fortan das Maskottchen der Barnimer Busgesellschaft (BBG), die am Sonnabend gemeinsam mit den Eberswaldern den 70. Obus-Geburtstag feierte., aus MOZ

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artikel-ansicht/dg/0/1/250977/

Eberswalde (moz) „Strippi“ hat das Rennen gemacht. Auf diesen Namen, der am häufigsten vorgeschlagen wurde, hört fortan das Maskottchen der Barnimer Busgesellschaft (BBG), die am Sonnabend gemeinsam mit den Eberswaldern den 70. Obus-Geburtstag feierte. Unter den Einsendungen wurde Klaus-Rainer Zierach als Gewinner ermittelt. Er darf sich über eine Jahreskarte für den Obus freuen. Und da am 6. November das erste Fahrzeug der neuen Generation in Betrieb geht, kann der Sieger sogleich einsteigen und den Nachfolger des heutigen Trolleys testen.
„Mach‘s gut!“, „Bleib so wie du bist“, „Danke für all die Jahre mit Dir“, „Obus – ich mag dich“, „Es war eine schöne Zeit mit Dir“. Auf dem Obus findet sich schon zur Mittagszeit kaum noch ein freies Plätzchen. Das Fahrzeug wird förmlich überhäuft mit Komplimenten und Liebeserklärungen. Auch Bürgermeister Friedhelm Boginski und Vize-Landrat Carsten Bockhardt wollen dem Strippenbus zum …

Bus: Am frühen Montagmorgen ist in Lichtenberg ein Bus der BVG ausgebrannt. Das Fahrzeug befand sich auf einer Überführungsfahrt. Verletzt wurde niemand. Erneut ist bei der BVG ein Bus vom Typ Mercedes-Citaro ausgebrannt. Bei der Fahrt ohne Fahrgäste zum Betriebshof hatte der Fahrer gegen 3 Uhr auf der Treskowallee in Lichtenberg Rauch aus dem Motorraum bemerkt., aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
schon-wieder-bvg-bus-ausgebrannt/1909506.html;
jsessionid=1ACC5008857A6EC6CDA7862C02B48283

Erneut ist bei der BVG ein Bus vom Typ Mercedes-Citaro ausgebrannt. Bei der Fahrt ohne Fahrgäste zum Betriebshof hatte der Fahrer gegen 3 Uhr auf der Treskowallee in Lichtenberg Rauch aus dem Motorraum bemerkt. Nachdem der Versuch, den Brand zu löschen, gescheitert war, alarmierte der Fahrer die Feuerwehr, die nicht verhindern konnte, dass der Bus ausbrannte. Seine persönliche Habe konnte der Fahrer noch rechtzeitig in aus dem Bus holen.
Nach Angaben der BVG ist es bereits das sechste Fahrzeug dieses Typs, das seit 2002 Feuer gefangen hat. Nach den ersten Bränden hatte die BVG Umbauten vorgenommen und begonnen, Brandmelder einzubauen. Im jetzt ausgebrannten Bus war noch keiner vorhanden. Das Fahrzeug hatte erst am 13. August eine Hauptuntersuchung erhalten.
Die BVG besitzt noch knapp 100 Busse dieser Baureihe. Auch nach dem erneuten Brand bleiben sie im Einsatz. Erst wenn die Ursache des Feuers ermittelt worden ist, …

Straßenverkehr + Radverkehr: Wettkampf der fahrenden Litfaßsäulen Velotaxi-Fahrer suchten im Olympiapark ihren Meister, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0823/berlin/
0051/index.html

Wie es sich für eine Weltmeisterschaft gehört, hatten die Veranstalter ein internationales Teilnehmerfeld angekündigt. Zur ersten Velotaxi-WM am Sonnabend traten dann auch Fahrer aus 40 Nationen im Olympiapark gegeneinander an. Dass einige der ausländischen Starter sowieso in Berlin leben und vorher noch nie im Sattel eines Fahrradtaxis saßen, sollte den Spaß nicht schmälern.
Es galt, das dreirädrige, mit bunter Werbung beklebte Gefährt über eine Sprintstrecke von 300 Meter zu katapultieren. Um es den Sportlern nicht zu leicht zu machen, nahmen zudem je zwei Zuschauer im Fonds eines jeden Velotaxis Platz. „Alles nur Spaß hier“, sagte einer der Fahrer, der unter iranischer Flagge antrat. Till Rumohr aus Schleswig-Holstein sah das anders. Er legte die 300 Meter in weniger als 40 Sekunden zurück und konnte die Meisterschaft als …

Straßenverkehr + Bahnverkehr: Umbau von drei Bahnübergängen in Cottbus beginnt Überspringen: Umbau von drei Bahnübergängen in Cottbus beginnt Übergänge in der Sachsendorfer Straße und in der Klein Gaglower Straße bis Ende November zeitweise nur für Radfahrer und Fußgänger

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/
presse/verkehrsmeldungen/bbmv/
bbmv20100823.html

(Berlin, 23. August 2010) Im Zusammenhang mit dem Aufbau einer modernen Sicherungs- und Stellwerkstechnik auf dem Bahnhof Cottbus baut die Deutsche Bahn ab heute den ersten von zwei Bahnübergängen in der Sachsendorfer Straße um. Die kreuzende Straße wird hier auf fünfeinhalb Meter erweitert und erhält einen zwei Meter breiten Gehweg. Für die Arbeiten muss die Straße vom 6. bis 20. September in beide Richtungen gesperrt werden.

Der zweite Bahnübergang in der Sachsendorfer Straße ist voraussichtlich vom 21. September bis 1. Oktober für den Autoverkehr gesperrt. Mit einer einheitlichen Breite von fünfeinhalb Metern wird die Straßenführung angepasst und der Gehweg mit eineinhalb Meter Breite bis zur Straße „An der Werkstatt“ verlängert.

Fußgänger und Radfahrer können beide Überwege auch während der Bauarbeiten weiter benutzen. In den Umbau der beiden Bahnübergänge werden rund 915.000 Euro investiert.

Baubeginn am Bahnübergang „Klein Gaglower Straße“ ist am 7. September. Der Fuß- und Radweg wird im Kreuzungsbereich für rund 300.000 Euro auf dreieinhalb Meter erweitert.

Alle drei Bahnübergänge werden gemeinsam mit dem Elektronischen Stellwerk Cottbus am 22. November dieses Jahres in Betrieb gehen. Dann werden die gesetzlichen Anforderungen an Bahnübergänge, wie zum Beispiel die Anordnung der Lichtzeichen über dem Andreaskreuz, erfüllt sein.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Schiffsverkehr: Geliebte Baustelle Vom neuen Schiffshebewerk ist noch nicht viel zu sehen. Aber immer mehr Touristen kommen Jens Blankennagel NIEDERFINOW. Früher blieb der erste Blick auf Brandenburgs bekanntestes Technikdenkmal oft erfolglos. Die Straße zum Schiffshebewerk Niederfinow führt vom Höhenzug des Barnim über Serpentinen ins Oderbruch., aus Berlinr Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0821/brandenburg/
0040/index.html

NIEDERFINOW. Früher blieb der erste Blick auf Brandenburgs bekanntestes Technikdenkmal oft erfolglos. Die Straße zum Schiffshebewerk Niederfinow führt vom Höhenzug des Barnim über Serpentinen ins Oderbruch. Hinter Hohenfinow öffnet sich nur in einer Kurve die Baumreihe am Straßenrand, um in die Landschaft zu schauen, in der der graue Stahlkoloss nur schwer vom Wald ringsum zu unterscheiden war. Nun aber fällt die Orientierung leicht, denn Europas größter Schiffsfahrstuhl wird von vier noch höheren gelben Kränen überragt. Mit ihrer Hilfe entsteht neben dem alten Schiffshebewerk für 285 Millionen Euro ein neues.
Von dem neuen Bauwerk ist bislang nur eine gigantische 15 Meter tiefe Baugrube zu sehen. Rostig sehen die Stahlwände aus, die das fußballfeldgroße Becken mit seinen 22 Ecken umschließen. Von oben senkt ein Kran alle paar Minuten eine „Betonbombe“ in die Tiefe: der mannshohe Kübel ist gefüllt mit grobkörnigem Beton, den unten …

Bahnverkehr: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn, Cornelia Behm, Hans- Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/2724 – Ausbaustufen der ABS Berlin–Dresden, künftiger Ausbaubedarf Dresden–Prag

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/027/1702782.pdf

Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
äußerte sich der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister,
Jan Mücke, am 18. Juni 2010 zum Fortgang der Bauarbeiten bei
der Ausbaustrecke Berlin–Dresden. Dabei erklärte er: „Ab 2012/2013 sollen
weite Teile der Strecke schon mit 200 km/h befahrbar sein, so dass 2012/2013
deutlich höhere Fahrzeitgewinne als ursprünglich geplant realisiert werden können.
Der Ausbau verzögert sich also nicht, im Gegenteil, der Bahnkunde profitiert
schon deutlich früher von den kürzeren Fahrzeiten.“
Durch die Äußerung des Parlamentarischen Staatssekretärs und die Presseberichterstattung
konnte der Eindruck entstehen, die Eisenbahnstrecke Berlin–
Dresden sei tatsächlich zumindest abschnittsweise bald mit einer Streckenhöchstgeschwindigkeit
von 200 km/h befahrbar. Tatsächlich erfolgt in einer
ersten Ausbaustufe allerdings zunächst ein Ausbau auf 160 km/h.
Nach § 15 Absatz 3 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) müssen
Strecken, auf denen die Höchstgeschwindigkeit über 160 km/h liegt, mit Zugbeeinflussung
ausgestattet sein. Außerdem sind nach § 11 Absatz 2 EBO Bahnübergänge
bei einer Geschwindigkeit von mehr als 160 km/h unzulässig. Zwingende
Voraussetzung für die Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf
200 km/h sind also die Ausrüstung der Strecke mit einer Linienzugbeeinflussung
sowie die Beseitigung der Bahnübergänge.
Die Strecke (Berlin–)Dresden–Prag ist Bestandteil des paneuropäischen Korridors
IV sowie des TEN-Projekts 22. Die Tschechische Republik und die sächsische
Staatsregierung verweisen auf die hohe Bedeutung der Strecke und haben
sich für den Bau einer Neubaustrecke im Korridor Dresden–Prag ausgesprochen.
Berlin–Dresden
1. Welche Streckenabschnitte zwischen Berlin und Dresden sind ab 2012/2013
mit einer Streckenhöchstgeschwindigkeit von 200 km/h befahrbar?
Erst kurz nach der angesprochenen Pressemitteilung teilt die Deutsche Bahn AG
mit, dass die Fahrzeitgewinne erst 2014 realisiert werden können. Ende 2014
sollen rund 80 Kilometer der insgesamt 125,3 Kilometer langen Strecke mit
200 km/h befahrbar sein. Es handelt sich dabei um die Abschnitte Wünsdorf–
Doberlug-Kirchhain und Doberlug-Kirchhain–Hohenleipisch.
2. Ist die Geschwindigkeit betrieblich tatsächlich zu fahren, und wird sie damit
fahrplanwirksam?
Ja
3. Gehen die vom Parlamentarischen Staatssekretär angesprochenen kürzeren
Fahrzeiten tatsächlich auf die Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit
auf 200 km/h zurück?
Neben Anhebung der Streckengeschwindigkeit in den oben genannten Streckenabschnitten
werden weitere punktuell bestehende Langsamfahrstellen beseitigt
und dadurch eine kürzere Fahrzeit erzielt.
4. Ist die Ausrüstung der vom Parlamentarischen Staatssekretär angesprochenen
Abschnitte mit einer Linienzugbeeinflussung bis 2012/2013 abgeschlossen,
und sind damit die Anforderungen nach § 15 Absatz 3 EBO erfüllt?
Auf den oben genannten Abschnitten soll bis 2014 die signaltechnische Ausrüstung
der Strecke mit ETCS-Technik abgeschlossen sein, damit ist die Anforderung
nach § 15 Absatz 3 EBO erfüllt.
5. Ist die Beseitigung sämtlicher Bahnübergänge in den mit 200 km/h zu
befahrenden Streckenabschnitten bis 2012/2013 abgeschlossen, und sind
damit die Anforderungen nach § 11 Absatz 2 EBO erfüllt?
Bis 2014 sollen alle Bahnübergänge in den mit 200 km/h befahrbaren Streckenabschnitten
beseitigt sein, damit sind dann die Anforderungen nach § 11 Absatz
2 EBO erfüllt.
6. Wie viele Bahnübergänge müssen beseitigt werden?
Im Abschnitt Wünsdorf–Hohenleipisch gibt es 21 Bahnübergänge. Die gesamte
Ausbaustrecke Berlin–Dresden hat 35 Bahnübergänge.
7. Für welche Bahnübergangsersatzmaßnahmen zwischen Berlin und Dresden
wurden bereits Eisenbahnkreuzungsvereinbarungen zwischen dem Vorhabenträger
und den jeweiligen Straßenbaulastträgern nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz
abgeschlossen?
Es wurde noch für keine Bahnübergangsmaßnahme eine Eisenbahnkreuzungsvereinbarung
abgeschlossen.
8. Für den Ersatz welcher Bahnübergänge befinden sich Kreuzungsvereinbarungen
in Vorbereitung, und welche Kreuzungsvereinbarungen sind
nach § 13 des Eisenbahnkreuzungsgesetzes vom Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bereits genehmigt?
Im Abschnitt Wünsdorf(a)–Hohenleipisch(a) befinden sich 18 Kreuzungsvereinbarungen
nach §§ 3, 13des Eisenbahnkreuzungsgesetzes (EKrG) in Vorbereitung,
für drei weitere Bahnübergänge werden zurzeit die Planungsvoraussetzungen
für die Kreuzungsvereinbarungen nach §§ 3,13 EKrG geschaffen.
Dresden–Prag
9. Wie beurteilt die Bundesregierung mittel- bis langfristig den Ausbaubedarf
bei der Eisenbahnstrecke Dresden–Prag?
Die Bundesregierung hält an dem stufenweisen Ausbau der Strecke Berlin–
Dresden–Prag fest. Für die erste Baustufe der Ausbaustrecke Berlin–Dresden
sollen Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
beantragt werden. Ein weiterer Ausbaubedarf im Streckenabschnitt Dresden–
Grenze D/CZ(–Prag) ist langfristig vorstellbar. Bei Vorliegen eines entsprechenden
verkehrlichen Bedarfs wird der Ausbau auf deutscher Seite in Abstimmung
mit der tschechischen Seite in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel
erfolgen. Hierfür ist der Abschluss einer deutsch-tschechischen Vereinbarung
erforderlich.
10. Welche Kapazität hat die Strecke durch das Elbtal im Personen- und Güterverkehr,
und welche Auslastung wird heute erreicht?
Dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung liegen keine
Aufschreibungen zu den Ist-Kapazitäten von Eisenbahnstrecken der DB Netz
AG vor. Dies betrifft auch die Beantwortung der Frage 11.
Auf Nachfrage hat die DB Netz AG mitgeteilt, dass die zweigleisige Strecke
Pirna–Bad Schandau–Grenze D/CZ(–Prag) eine Kapazität von 144 Zügen pro
Tag und Richtung hat. Die Auslastung dieser Strecke beträgt zurzeit an einem
mittleren Werktag neun Fernverkehrszüge pro Tag und Richtung, 36 Nahverkehrszüge
pro Tag und Richtung und 37 Güterzüge pro Tag und Richtung.
11. Wie hat sich die Streckenauslastung seit 1989 entwickelt?
Die DB Netz AG hat mitgeteilt, dass die entsprechenden Fahrplanunterlagen für
den angefragten Zeitraum nicht vollständig vorhanden sind. Für die DB Netz
AG besteht die Pflicht zur Aufbewahrung dieser Daten für einen Zeitraum von
sieben Jahren, das heißt maximal könnten die Daten für einen Zeitraum ab etwa
2003 erhoben werden. Gleichwohl würde dies nach Einschätzung der DB Netz
AG einen erheblichen manuellen Zeitaufwand erforderlich machen. So geht die
DB Netz AG allein für die Jahre 2009 und 2010 von ca. 15 Manntagen aus. Für
den davor liegenden Zeitabschnitt bis 1989 sei ein deutlich höherer Zeitbedarf
erforderlich. Deshalb hat die DB Netz AG bislang von der Aufbereitung der in
der Anfrage geforderten Daten Abstand genommen.
12. Wie wirkt sich der mittelfristig geplante Einsatz von Neigetechnikfahrzeugen
auf die Streckenkapazität aus?
Nach Einschätzung der DB Netz AG hat ein Einsatz von Neigetechnikfahrzeugen
im konventionellen Betrieb keine nachteiligen Auswirkungen auf die
Streckenkapazität. Sofern jedoch im Neigetechnikbetrieb und damit schneller
als die anderen Züge gefahren wird, verringert sich in gemeinsam genutzten
Streckenabschnitten die Kapazität aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeitsprofile.
13. Welche Bedeutung kommt der Strecke Dresden–Prag im internationalen
Schienengüterverkehr insbesondere mit Blick auf die südosteuropäischen
Länder zu?
Die Strecken Dresden–Prag gehört zu den bedeutendsten Schienengüterverkehrsverbindungen
nach Südosteuropa.
14. Welche Prognosen für das Güterverkehrsaufkommen sind der Bundesregierung
für die Strecke Dresden–Prag bekannt?
In einer Verkehrsprognose für das Jahr 2025 wurde für die Strecke Pirna–De˘c˘ín
ein Güterverkehrsaufkommen von 1,99 Mio. Tonnen pro Jahr ermittelt.
15. Sind in absehbarer Zeit Kapazitätsengpässe zu erwarten?
Nach Einschätzung der DB Netz AG werden in absehbarer Zeit keine Kapazitätsengpässe
auftreten.
16. Wie beurteilt die Bundesregierung vor dem Hintergrund der vorliegenden
Verkehrsprognosen die Notwendigkeit einer Neubaustrecke für Mischverkehr
im Korridor Dresden–Prag?
Es wird auf die Antwort zu Frage 9 verwiesen.

VBB stellt Verbundbericht 2010 vor

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Trotz der Krise bei der S-Bahn Berlin GmbH gab es 2009 einen Rekord bei den Fahrgastzahlen. Auch unter den schwierigen Bedingungen, denen sich vor allen die Fahrgäste der S-Bahn ausgesetzt sahen, haben sie dem Öffentlichen Personennahverkehr die Treue gehalten. 3,45 Millionen Menschen fuhren täglich mit den Bussen und Bahnen im Verbundgebiet. Dementsprechend entwickelten sich auch die Fahrgeldeinnahmen positiv.
Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen haben sich bei stabilen Fahrpreisen um 2,6 Prozent auf rund 1.023 Millionen Euro erhöht. Eine wichtige Rolle bei gestiegenen Einnahmen spielt der große Erfolg des neu eingeführten VBB-Abo 65plus. Mehr als 66.000 Senioren erwarben seit April 2009 das verbundweit gültige Abonnement.
VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: „Durch die Probleme bei der S-Bahn mussten wir 2009 massive Qualitätseinbrüche erleiden. Gleichzeitig aber verzeichnen wir einen neuerlichen Fahrgastrekord. Das zeigt, dass selbst in schwierigsten Situationen eines einzelnen Verkehrsunternehmens das ganze Nahverkehrssystem im Verbundgebiet gut funktioniert und den Menschen hier ein hochwertiges Bus- und Bahn-Angebot zur Verfügung steht. Das solidarischen Verhalten der anderen Verkehrsunternehmen hat seine Wirkung nicht verfehlt: Unsere Stammgäste sind uns erhalten geblieben und wir konnten sogar neue Kunden gewinnen.“
Nach wie vor sei die S-Bahn Berlin GmbH mit etwa 71 Prozent der Fahrleistung allerdings noch weit von einem Normalbetrieb entfernt, so Franz weiter. Derzeit werden nicht einmal die vom Unternehmen angestrebten eigenen Hochfahrstufen erreicht.
Bei der Vorstellung des Verbundberichts ging Franz auch auf das im vergangenen Jahr abgeschlossene Vergabeverfahren „Netz Stadtbahn“ ein. Bei der bislang umfassendsten Ausschreibung für den Nahverkehr auf der Schiene in Deutschland wurden 16 Regionalexpress- und Regionalbahnlinien mit einem jährlichen Volumen von mehr als 20 Millionen Zugkilometern und einem Auftragsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro vergeben.
Die an der Ausschreibung beteiligten Länder Berlin und Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden mit Abschluss der neuen Verkehrsverträge insgesamt rund 55 Millionen Euro pro Jahr einsparen – bei höheren, vorgeschrieben Qualitätsstandards, wie z.B. einem Zugbegleiter pro Zug oder durchgehende Klimatisierung. Eine branchenübliche Bezahlung wurde für die Mitarbeiter ebenfalls fixiert.
Weitere Themen im VBB-Verbundbericht 2010 sind Vertragsmanagement und Qualität, Wettbewerb, Infrastruktur, Fahrgastinformation und Fahrgastsicherheit. Der Bericht wird im Internet unter www.VBBonline.de veröffentlicht (Pressemeldung VBB, 18.08.10).