Mit ihren 60 Tonnen Gewicht sind die beiden Dieselloks wahrlich keine Spielzeuge. Dennoch sind sie und ein Zugwaggon vom Außengelände des Deutschen Technikmuseums an der Monumentenstraße in Schöneberg verschwunden. Möglicherweise wurden sie gestohlen, möglicherweise aber auch nicht. Klar ist derzeit nur: Das schwere Zuggerät ist weg. Die Polizei ermittelt. Die Loks und der Waggon gehören zur Röbel/Müritz Eisenbahn GmbH. Das Unternehmen hatte seine Fahrzeuge Ende September beim Technikmuseum zeitweise untergestellt, wie Rainer Zache vom Verein „Hei Na Ganzlin“, aus dem die GmbH entstand, der Berliner Zeitung gestern sagte. Eine der vereinseigenen Loks sei auch ein …
BERLIN. Der Brandanschlag auf Kabelanlagen der Berliner S-Bahn ist offenbar von militanten Atomkraftgegnern verübt worden. Der Grund ist wohl der Castor-Transport, der am kommenden Wochenende das Atommüll-Endlager im niedersächsischen Gorleben ansteuern soll. Im Internet bezichtigten sich gestern mutmaßliche Linksextremisten der Tat, mit der sie die Deutsche Bahn (DB) als einen der „Profiteure der Atommafia“ schädigen wollten. Die Verfasser des Schreibens bekannten sich auch dazu, in derselben Nacht einen Transporter der Firma Siemens „den Flammen übergeben“ zu haben. Auch nach dem Castor-Transport ins Wendland werde man der Industrie und den Verantwortlichen „einheizen“, drohten sie. In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte an der Ringbahn in …
Weil Abschnitte der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover im kommenden Jahr vier Monate lang saniert werden, müssen viele Fahrgäste der Deutschen Bahn (DB) für diese Zeit deutlich längere Reisezeiten einplanen. Nachdem es bislang nur Zirka-Werte gab, steht jetzt bis ins Detail fest, wie groß die Verzögerungen ausfallen. Seit gestern ist der neue Fahrplan auf der Website www.bahn.de abrufbar. Danach wird eine Reise im Intercity Express (ICE) vom Berliner bis zum Hannoveraner Hauptbahnhof im Regelfall fast zwei Stunden und zehn Minuten dauern – rund eine halbe Stunde länger als derzeit. Die ICE-Fahrt von Berlin nach Köln wird sich sogar um rund …
Berlin (Reuters) – Neben neuen ICE-Verbindungen ins Ausland will die Bahn auch in Deutschland im Fernverkehr wieder in die Offensive.
„Die Aufgabe von Verbindungen führt nicht weiter“, sagte Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg in einem am Donnerstag veröffentlichten Presse-Gespräch. „Wir wollen das Fernverkehrsnetz dort, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, wieder erweitern.“ Im Auge habe er dabei Ersatz oder die Ergänzung von Nahverkehrszügen durch schnelle Fernverkehrszüge. Das Konzept könne bereits im nächsten Jahr in Kooperation mit den Länder auf einigen Strecken verankert werden. In den vergangenen Jahren unter Ex-Vorstandschef Hartmut Mehdorn hatte die Bahn eine Strategie zulasten der Fernverkehrsstrecken verfolgt: Zahlreiche Verbindungen wie etwa die Interregio-Züge wurden …
Wie die Bundesregierung am 04.11.10 bekannt gab, wird sie auf die 2007 vom damaligen Verkehrs-minister Wolfgang Tiefensee initiierte Einrichtung einer Pilotstrecke zur Fahrradmitnahme im ICE verzichten. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert Schwarz-Gelb für diese Verhinderung des Tests, die Verbindung von Rad und Bahn im innerdeutschen Fernverkehr zu erleichtern. Statt sich der Verantwortung zu entziehen, müsse der Bund für ein attraktives Angebot sorgen – dazu gehöre auch die Fahrrad-mitnahme. Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Mit dem heute verkündeten Stopp der von der Vorgänger-regierung geplanten Einrichtung einer Pilotstrecke zur Fahrradmitnahme im ICE wird die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber Radfahrern erneut verdeutlicht. Der VCD fordert schon seit Langem, die Kombination der beiden umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn und Rad auch auf längeren Strecken zu vereinfachen. Die Attraktivität beider Verkehrsmittel kann weiter gesteigert werden, wenn die Fahrräder auch im Fernverkehr mitgenommen werden dürfen.“ Durch den Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG im Dezember werde dagegen zunehmend das Gegenteil der Fall sein: „Es werden IC-Verbindungen gestrichen oder durch ICEs ersetzt, so dass die Fahrradmitnahme in der Bahn auf vielen Strecken unmöglich wird“, so Ziesak weiter (Pressemeldung Transnet, 05.11.10).
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sucht für sein Fahrgastforum neue Mitglieder, die sich ehrenamtlich für den Öffentlichen Personennahverkehr einsetzen möchten. Das Fahrgastforum gibt Empfehlungen zur Verbesserung des bestehenden und zukünftig geplanten Nahverkehrsangebots. Bewerben können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Berlin und Brandenburg. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2010. Das Fahrgastforum besteht insgesamt aus 24 Mitgliedern. Davon werden acht Mitglieder von Verkehrs- und Umweltverbänden sowie den Verbraucherzentralen in Berlin und Brandenburg entsandt. 16 Mitglieder sind Bürgerinnen und Bürger aus Berlin und Brandenburg, die nicht aktiv in Verkehrs- und Umweltverbänden tätig sind. Vertreten sein sollen mobilitätseingeschränkte Menschen, Schüler und Jugendliche, Studenten und Auszubildende, erwerbstätige und nicht erwerbstätige Erwachsene sowie Senioren. Ziel ist es, das Fahrgastforum mit Frauen und Männern im gleichen Verhältnis zu besetzen. Die Tätigkeit im Fahrgastforum ist ehrenamtlich. Das VBB-Fahrgastforum bietet eine wichtige Plattform für die Belange der Fahrgäste. Die Mitglieder diskutieren über Probleme und Schwachstellen des Bus- und Bahnverkehrs in der Region und bringen ihre Wünsche, Anregungen und Kritik ein. Entwicklungen im Berlin-Brandenburger Nahverkehrssystem können so aus Fahrgastsicht beeinflusst und mit gestaltet werden. Ein wichtiges Ergebnis war beispielsweise die Einführung des erfolgreichen Tarifangebots VBB-Abo 65plus nach Anregung des Fahrgastforums. Rund 70.000 Menschen nutzen dieses Angebot seit April 2009. Das Fahrgastforum trifft sich viermal im Jahr. Die Sitzungen finden in den Geschäftsräumen der VBB GmbH, Hardenbergplatz 2, in 10623 Berlin statt. Die Mitgliedschaft im Fahrgastforum beträgt zwei Jahre. Wer Mitglied im VBB-Fahrgastforum werden möchte, kann sich bis zum 30. November 2010 beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin, Stichwort: „Fahrgastforum“ oder per E-Mail an Fahrgastforum@VBBonline.de bewerben. Der Bewerbungsbogen kann auch im Internet unter www.VBBonline.de/Fahrgastforum heruntergeladen oder über das VBB-Infocenter 030-25 41 41 41 angefordert werden. Die ausgewählten Mitglieder werden schriftlich über ihre Ernennung benachrichtigt (Pressemeldung VBB, 03.11.10).
Leider hat sich die DB AG immer noch nicht durchringen können, die Fernzüge auf der Berliner Stadtbahn wieder am wichtigen Umsteigepunkt Bahnhof Zoo halten zu lassen. Seit der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofes am 26. Mai 2006 fahren fast alle Fernzüge ohne Halt durch. Ausschlaggebend für diese damalige DB-Entscheidung war nach Meinung des DBV die Befürchtung, dass die Einnahmen aus der Verpachtung der Gewerbeflächen am Hauptbahnhof nicht den Einnahmeplanungen entsprechen. Die letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass diese Befürchtung unbegründet ist. Inzwischen ist es sogar so, dass die beiden Bahnsteige auf der Stadtbahn zu den Zeiten des Berufsverkehrs am Rande ihrer Kapazitäten angekommen scheinen. Wer mit Gepäck oder Kindern (oder sogar beidem!) auf dem Bahnsteig unterwegs ist, muss einen Slalomlauf durch Reisegruppen und vorbei an anderen wartenden Fahrgästen abslovieren. Auch die S-Bahn-Züge, die die Fahrgäste zum Hauptbahnhof bringen, bieten häufig nur noch wenig Platz. Verspätungen sind vorprogrammiert und führen nur zu neuem Ärger. Der DBV Berlin-Brandenburg erinnert deshalb daran, wieder an die Fahrgäste zu denken. Deshalb wäre es ein richtiger Schritt, die DB-Fernzüge auf ihrer Fahrt auf der Stadtbahn wieder am Bahnhof Zoo halten zu lassen. Dadurch wird es eine spürbare Entlastung des Hauptbahnhofes geben – nicht mehr alle Fahrgäste aus den westlichen Bezirken müssen bis zum Hauptbahnhof fahren. Das Argument gegen den Halt am Bahnhof Zoo, dass jeder zusätzliche Halt drei bis vier Minuten Fahrzeit zusätzlich bedeuten würde, ist inzwischen keines mehr. Denn heute reichen oftmals die Haltezeiten am Hauptbahnhof nicht aus, damit alle Fahrgäste ein- und aussteigen können. Ein zusätzlicher Halt am Bahnhof Zoo würde sogar zur Stabilisierung des Fahrplans beitragen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 02.11.10).