Der Verdacht hat sich bewahrheitet. Die beiden S-Bahn-Achsen, die vor kurzem bei einer regulären Werkstattuntersuchung aufgefallen sind, weisen tatsächlich gravierende Schäden auf. Eine Nachprüfung bei der Deutschen Bahn (DB) Systemtechnik im brandenburgischen Kirchmöser habe die ersten Befunde bestätigt, teilte ein Bahnsprecher der Berliner Zeitung mit. „Jede Achse hat einen Riss“, erklärte ein Techniker. Es handele sich offenbar nicht um aktuelle Schäden. Das heißt: Die Züge der Baureihe 480, zu denen die rissig gewordenen Achsen gehörten, waren damit länger unterwegs – glücklicherweise ohne dass dabei etwas passiert ist. Bislang hatten vor allem die Baureihen 481 und 485 den S-Bahnern Kopfzerbrechen bereitet – vor allem deshalb, weil ihre …
Die S-Bahner und ihre Fahrgäste sind wirklich nicht zu beneiden. Ist ein Problem halbwegs gelöst, kommt schon das nächste um die Ecke. Nun ist es wieder passiert. Bei regulären Untersuchungen kam zufällig heraus, dass auch der dritte Fahrzeugtyp des pannengeplagten Unternehmens ein grundsätzliches technisches Problem hat. Für manche Kunden ist es ein mulmiges Gefühl: Zwei Züge waren offensichtlich tage- oder wochenlang mit rissigen Achsen unterwegs. Aus Rissen können Brüche werden – Unfälle sind oft die Folge. Die S-Bahner werden sich kaum wohler fühlen. Denn das Achsen-Tauschprogramm, das nun ansteht, könnte den mühsam hochgepäppelten Zugbetrieb stark beeinträchtigen. Wenn von den 140 Wagen des betroffenen Typs viele in die Werkstatt müssen, können sie so lange keine Fahrgäste befördern. Doch so unangenehm die Vorfälle sind, sie zeigen auch, dass die …
SCHÖNEFELD. Das Infrastrukturministerium in Potsdam hat die Entgeltordnung für den künftigen Flughafen BBI in Schönefeld gestern mit Auflagen genehmigt. Laute Maschinen und solche, die mehr Schadstoffe ausstoßen, seien höher veranlagt worden, sagte Staatssekretär Rainer Bretschneider. Nach dem ersten Betriebsjahr müsse der Flughafen nachweisen, dass die Annahmen, die als Grundlage für die Entgeltordnung dienten, dem tatsächlichen Flugverkehr entsprechen. Die Gebührensätze sollen wegen einer Einspruchsfrist erst im Mai veröffentlicht werden. Nach Angaben von Flughafenchef Rainer Schwarz müssen die Airlines pro abfliegenden Passagier im Schnitt fünf Euro mehr als bisher zahlen. Sie hätten zudem Anreize, Flüge möglichst nicht nachts abzuwickeln. Belohnt würden unter anderem Fluglinien, die Langstreckenflüge anbieten und den Umsteigeverkehr stärken. Wolfgang Weber von der Lufthansa kritisierte die Regelung. „Sie hat uns …
Die Straßenbahnstrecke von Grünau nach Alt-Schmöckwitz, bekannt als Uferbahn, muss erhalten bleiben – so der einstimmige Beschluss der Mitgliederversammlung des Berliner Fahrgastverbands IGEB. Ebenso eindeutig unterstützen die IGEB-Mitglieder das bezirkliche Konzept für den Umbau der Kastanienallee in Pankow. „Die Straßenbahnverbindung zum Hauptbahnhof wird fertig gestellt. Weitere Straßenbahnneubau-maßnahmen, die im StEP [Stadtentwicklungsplan] Verkehr vorgesehen sind, werden planerisch vorbereitet. Grundsätzlich sollen alle vorhandenen Straßenbahnstrecken erhalten und weiter betrieben werden.“ Das schrieben die Berliner SPD und die Berliner Linkspartei.PDS (heute: Die Linke) in ihre Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode 2006 bis 2011. Fünf Jahre später ist mit den Bauarbeiten für die Straßenbahn zum Hauptbahnhof noch nicht einmal richtig begonnen worden, und keine der weiteren Straßenbahnverlängerungen wurde bisher planerisch vorbereitet. Nun droht ein weiterer Glaubwürdigkeitsverlust, weil die wichtige und attraktive Straßenbahnstrecke von Grünau nach Alt-Schmöckwitz (Linie 68) gefährdet ist. Senat und BVG konnten sich noch immer nicht auf ein Maßnahmen- und Finanzierungskonzept für die Instandsetzung dieser Strecke einigen. Offensichtlich sind die Senatspolitiker (wieder einmal) nicht in der Lage, der BVG zu verdeutlichen, dass Entscheidungen über Erhalt und Neubau von Straßenbahnstrecken allein dem Senat und dem Abgeordnetenhaus vorbehalten sind. Deshalb richtet sich der Beschluss der IGEB-Mitgliederversammlung auch an den Berliner Senat und hier insbesondere an Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer: Der Berliner Fahrgastverband IGEB fordert sie auf, alles zu tun, damit die sowohl bei Anwohnern als auch bei Ausflüglern beliebte Straßenbahnstrecke der Linie 68 in ganzer Länge erhalten bleibt. Im Übrigen wäre der Berliner Senat unglaubwürdig, wenn er einerseits die Stadt zu einem Zentrum der E-Mobilität entwickeln will und andererseits die elektrische Straßenbahn auf einer langen Strecke durch Dieselbusse ersetzen würde. Außerdem unterstützt die IGEB-Mitgliederversammlung das Konzept des Bezirks Pankow für den Umbau der Kastanienallee. Damit werden die Attraktivität und Zuverlässigkeit des Straßenbahnverkehrs und die Sicherheit des Radverkehrs gefördert. Der Fahrgastverband IGEB unterstützt die Aktionen zum Erhalt der Uferbahn, insbesondere die für den 9. April geplante Menschenkette. Mehr Informationen unter www.uferbahn.de (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 07.04.11).
(Berlin, 6. April 2011) Die Regionalbahn-Linie 54 nach Rheinsberg startet wieder mit zusätzlichen Zügen in die Sommersaison. Vom 16. April bis zum 16. Oktober gibt es insgesamt sechs Verbindungen pro Tag, davon bis zu drei durchgehend von und nach Berlin.
Direkt nach Rheinsberg, ohne Umstieg in Löwenberg, fährt täglich ein Ausflugszug um 7.50 Uhr ab Berlin-Lichtenberg und 8.07 Uhr ab Berlin-Gesundbrunnen. Für Tagesausflügler gibt es am Abend Rückfahrtmöglichkeiten um 18.28 Uhr und 21.16 Uhr von Rheinsberg in Richtung Berlin-Gesundbrunnen. Pendler von Berlin-Gesundbrunnen fahren abends um 19.54 Uhr nach Rheinsberg.
An den Samstagen werden insbesondere die An- und Abreise der Urlauber berücksichtigt und ein Zugpaar von und nach Berlin-Spandau gefahren, um den Reisenden den Anschluss an den Fernverkehr in Berlin zu ermöglichen.
Auch 2011 wird es mit dem „Rheinsberger Seenbus“ eine attraktive Mobilitätsalternative für Tagesgäste, Urlauber und Bewohner geben. Im Anschluss von und zu den Zügen der RB 54 verkehren Busse nach/von verschiedenen Erholungsorten der Rheinsberger Seenlandschaft, wie z.B. Zechlinerhütte, Prebelow, Kleinzerlang, Großzerlang, Flecken Zechlin und Zempow.
Für alle Züge nach Rheinsberg kann das günstige Brandenburg-Berlin-Ticket genutzt werden. Informationen zu den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge und den Tarifangeboten gibt es beim Kundendialog Berlin-Brandenburg unter 0331 235 6881/ -82 oder im Internet unter www.bahn.de.
Wie viele Arbeitsplätze Air Berlin am neuen Schönefelder Flughafen schaffen will, darüber gab Joachim Hunold nur zu gern Auskunft. „200 bis 300 in den nächsten zwei bis drei Jahren“, sagte der Air-Berlin-Chef gestern bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen. Heute habe die sechstgrößte Fluggesellschaft Europas in dieser Region rund 2700 Beschäftigte. Auf dem künftigen Flughafen Berlin Brandenburg investiere sie nicht nur in Wartungstechnik, sondern baue auch ein Schulungszentrum für ihr Personal auf. Doch als es darum ging, welche neuen Ziele Air Berlin von dort aus ansteuern will, wurde Hunold schmallippig. „Ich werde einen Teufel tun, jetzt schon zu sagen, was wir für 2012 vorhaben“, teilte er mit. Das würde der Konkurrenz nutzen. Und die ist wachsam – vor allem die …
Weil im vergangenen Jahr viele Busfahrten ausgefallen sind, bekommen die Berliner Verkehrsbetriebe (B VG) demnächst die Quittung vom Senat. Von den 75 Millionen Euro, die das Land Berlin seinem Unternehmen jährlich für den Bus- und Bahnbetrieb überweist, werden voraussichtlich rund 3,1 Millionen Euro einbehalten. Das teilte Mathias Gille, Sprecher der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), der Berliner Zeitung gestern auf Anfrage mit. Es muss also nicht nur die S-Bahn auf Geld vom Land verzichten.
Lange Mängellisten Eigentlich hätten alle BVG-Busse im vergangenen Jahr insgesamt 88,2 Millionen Kilometer zurücklegen müssen – tatsächlich waren es 87,3 Millionen, wie aus internen Unterlagen hervorgeht. Als Folge musste die BVG auf rund 20 Buslinien den Fahrplan ausdünnen. Auch die Pünktlichkeit litt. Nur 85 Prozent der Busse wurden als pünktlich registriert. Dabei verlangt der Vertrag, den das Land und die BVG geschlossen haben, eine Pünktlichkeitsquote von …
Eine Entscheidung über die Zukunft der S-Bahn wird voraussichtlich noch vor der Sommerpause fallen. Derzeit prüfe eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Senatsverwaltungen für Verkehr, Finanzen und Wirtschaft sowie der Senatskanzlei intensiv die Optionen für die Zeit nach 2017, wenn der S-Bahn-Vertrag mit der Deutschen Bahn (DB) auslaufe. Dies sagte Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) gestern. Dabei rückt die Frage, ob das Land ein eigenes Unternehmen gründet, das die vorerst nötigen 200 neu zu entwickelnden Doppelwagen beschafft, offenbar ins Zentrum. Grund: Die DB, derzeit Eigentümer und Betreiber der S-Bahn, erklärte kürzlich, neue Wagen nur dann zu bestellen, wenn sie auch das Fahrgeschäft behalte. Die alten Baureihen 480/481 haben laut Bahn …
(Düsseldorf, 6. April 2011) Am Montag, 11. April, beginnen die Bauarbeiten auf der ICE-Strecke Berlin-Hannover. Bis Ende August werden mehr als 130.000 Schwellen ausgetauscht und rund 186 Kilometer Schienen erneuert. Trotz der Bauarbeiten bleibt jeweils ein Gleis für den Zugverkehr nutzbar. Allerdings dürfen die Züge im Bereich der Baustellen nur 120 km/h statt wie sonst bis zu 250 km/h fahren. ICE-Züge zwischen Berlin und Hannover bzw. Braunschweig sind rund 30 Minuten länger unterwegs. Deshalb fahren die Züge ab Berlin etwa 30 Minuten früher ab und erreichen die Hauptstadt in der Gegenrichtung etwa eine halbe Stunde später. Die Anschlüsse in Hannover bleiben erhalten. Bereits seit Januar 2011 läuft die Erneuerung von Gleisen und Weichen zwischen Hannover und Bielefeld. Um trotz der Bauarbeiten eine größtmögliche Zuverlässigkeit im Fahrplan zu erhalten, entfallen Teilung sowie Vereinigung der ICE-Züge in Hamm. Der gesamte Zug fährt über Düsseldorf von und nach Köln. Fahrgäste von und nach Hagen und Wuppertal nutzen bis Bielefeld oder Hamm IC-Züge oder den Regionalverkehr. Alle geänderten Fahrpläne sind bereits seit Anfang des Jahres in den Informations- und Auskunftsmedien enthalten. Die DB bittet auch ihre Stammkunden und Pendler, sich im Internet über die veränderten Fahrpläne zu informieren.
In den Zügen und auf den Bahnhöfen ist zusätzliches Servicepersonal im Einsatz. In den ICE- und IC-Zügen zwischen Berlin und Hannover bzw. Braunschweig bietet die DB einen erweiterten Service an. Reisende in der 1. Klasse des ICE erhalten eine kleine Leckerei und zusätzlich zu den Tageszeitungen ein erweitertes Leseangebot. Für die Fahrgäste in der 2. Klasse des ICE gibt es eine Aufmerksamkeit und von Montag bis Freitag eine kostenlose Tageszeitung. Den Reisenden in den IC-Zügen bietet die DB ebenfalls eine kleine Aufmerksamkeit, werktags eine Tageszeitung und zusätzlich in der 1. Klasse ein besonderes Leseangebot. Von den Bauarbeiten betroffene Pendler, die Inhaber einer Jahres- oder Zeitkarte sind, wurden von ihrem Abocenter angeschrieben und erhalten aus Kulanz für die Zeit der Baumaßnahme einen anteiligen Betrag des Fahrkartenwerts erstattet. Stammkunden mit einer BahnCard wurden gesondert informiert.