Matt schimmernder Stahl anstelle von gelbem Lack: So könnten die neuen U-Bahnen aussehen. Für ihre nächste Fahrzeuggeneration haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein cooles Design entworfen. Das Farbkonzept sieht vor, dass bei den neuen U-Bahnen nur noch die Frontseiten und die Türen im gewohnten BVG-Gelb lackiert werden. Der überwiegende Teil der Außenflächen würde dagegen aus gebürstetem Edelstahl bestehen – ohne farbige Lackierung. Jetzt wird das neue Konzept getestet. Dazu hat die BVG einen Vier-Wagen-Zug mit Folie umgestaltet. „Es handelt sich um den Zug mit der Nummer 1001“, bestätigte die BVG-Sprecherin Petra Reetz. Seine Wagen sind bis auf die Türen und Frontseiten mit grauer Kunststofffolie beklebt – eine Simulation der geplanten Edelstahloptik. Am Freitag war der Test-Zug wieder mal auf der U-Bahn-Linie 2 unterwegs – ohne dass das Farbkonzept …
SCHÖNEFELD. Ungeachtet der Diskussion um die Flugrouten vom künftigen Hauptstadtflughafen BBI in Schönefeld treibt die Flughafengesellschaft (FBS) das Schallschutzprogramm im Umfeld des Airports voran. Rund 7000 Vereinbarungen zur Kostenübernahme des baulichen Schallschutzes seien bislang abgeschlossen worden, teilte die FBS am Freitag mit. Insgesamt haben 42000 Anwohner in 25500 Wohnungen Anspruch auf den Einbau von Schallschutzfenstern oder anderen lärmdämmenden Maßnahmen. Knapp 11400 Anträge lägen bislang vor. Die Betroffenen leben in den beiden Lärmschutzgebieten. Je nach Tag- oder Nachtschutzgebiet unterscheidet sich der Umfang …
Die neuen Entschuldigungsleistungen der S-Bahn Berlin entsprechen nicht den Erwartungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Angesichts der seit fast zwei Jahren andauernden Krise und der permanenten Belastungen für die Fahrgäste fällt die von S-Bahn-Chef Buchner verkündete „Geste der Entschuldigung“ zu gering aus. Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz, zeigte sich enttäuscht: „Ich hätte erwartet, dass die Manager der S-Bahn GmbH und der Deutschen Bahn AG sich für eine Entschuldigungsleistung entscheiden, die mindestens der vom vergangenen Jahr entspricht. Immerhin ist es trotz vollmundiger Versprechen der S-Bahn Berlin auch im dritten Winter nicht gelungen, ihren Betrieb ohne Chaos, massive Einschränkungen und ohne ausreichende Informationen für die Fahrgäste aufrechtzuerhalten. Der Vertrauensverlust ist jetzt dreimal so groß wie zuvor, die Fahrgäste aber werden mit nur einer halben Entschuldigung abgespeist. Dies ist kein Entschuldigungs-Paket, höchstens ein Päckchen.“ Aktuell gebe es auch mit dem neuen Winternotfahrplan der S-Bahn weiterhin andauernde Einschränkungen. Die Fahrgäste sind länger unterwegs, weil die Fahrzeuge mit 60 statt 100 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit fahren, so Franz weiter. Längere Fahrzeiten, längere Wartezeiten und verpasste Anschlüsse sind die Folge. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg erwartet dringend, dass die S-Bahn Berlin GmbH und die Deutsche Bahn AG wirklich alle Register ziehen, weder Kosten noch Mühen zu scheuen, um die Probleme der S-Bahn so schnell wie möglich zu lösen (Pressemeldung VBB, 29.01.11).
Zum Entschädigungsangebot der S-Bahn erklären Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer und Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Seit 19 Monaten fährt die S-Bahn keinen anständigen Verkehr mehr. Das bedeutet fast zwei Jahre Ärger und Mehraufwand für die Kunden. Obwohl sich nichts verbessert hat, bleibt die S-Bahn jetzt sogar noch hinter ihrer Entschädigung vom letzten Jahr zurück. Ein Monat Freifahrt für Zeitkarteninhaber ist vollkommen ungenügend. Auch die Gültigkeit von Einzelfahrscheinen an den Februarwochenenden als Tageskarte ist unbefriedigend. Insgesamt ein enttäuschendes Ergebnis.“ Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Das ist zu wenig. Wenn der Bahnkonzern und die S-Bahn verlorenes Vertrauen wieder gewinnen wollen, müssen sie mehr tun als den Fahrgästen kleine Brocken hinzuwerfen. Herr Grube bleibt deutlich hinter dem zurück, was er als Erwartungshaltung bei den Fahrgästen geweckt hat. Angesichts des Winterdesasters und auch des aktuellen Notfahrplans ist das den Kunden nicht zu vermitteln. Genau wie meine Kollegin Junge-Reyer erwarte ich hier mehr von den Verantwortlichen.“ (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 29.01.11).
(Berlin, 28. Januar 2011) Die S-Bahn Berlin hat für alle Kunden im Berliner Öffentlichen Nahverkehr ein weiteres Paket mit Entschuldigungsleistungen geschnürt. Zu den bisher gewährten Freifahrten und Rückzahlungen im Wert von 105 Millionen Euro, kommen in diesem Jahr weitere 38,5 Millionen Euro. Das neue Ein-Monats-Paket folgt den bewährten und bei den Kunden bekannten Regelungen. Die Gesamtsumme der Kulanzmaßnahmen erhöht sich damit auf über 140 Millionen Euro. Mit der erneuten Geste entschuldigt sich das Unternehmen für die Beeinträchtigungen im S-Bahn-Betrieb.
„Ein Teil der Fahrgäste wird schon kurzfristig von der neuen Regelung profitieren. Gelegenheitskunden können an den Februarwochenenden mit ihrem Einzelfahrschein den ganzen Tag fahren. Jahreskarteninhaber bekommen ab März einen Monatsanteil erstattet oder profitieren von einem entsprechend geringeren Verkaufspreis“, kündigte Peter Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin, an. Weitere Kundengruppen erhalten ihren Anteil zwischen Mai und November. Die Auswahl der Monate folgte weitgehend organisatorischen Zwängen.
Im Falle der reduzierten, beziehungsweise in der Gültigkeit verlängerten Monatskarten, hat sich die S-Bahn Berlin für den Monat Mai entschieden, da hier weder Wochenfeiertage noch Schulferien die Attraktivität des vergünstigten Angebots schmälern. Seitens der Universitäten und Hochschulen wurde darum gebeten, dass eine Erstattungen für das Semesterticket erst mit Beginn des Wintersemesters ab Oktober vorgenommen wird. Parallel wird bei Abonnementkunden im November auf die Abbuchung verzichtet. Kunden, denen der Fahrpreis auf einmal abgebucht wurde, erhalten für den November eine anteilige Erstattung.
Die wichtigsten Regelungen im Überblick: Alle Inhaber von Jahreskarten, Abonnements und Firmentickets, die die Berliner Tarifbereiche Berlin AB, Berlin BC oder Berlin ABC einschließen, fahren im November einen Monat kostenlos. Kunden, die ihre Jahreskarte zum vollen Tarifpreis bar bezahlt haben, können sich den anteiligen Betrag für November an S-Bahn- und BVG-Schaltern auszahlen lassen. Ab dem 1. März 2011 werden die Jahreskarten bereits mit den um einen Monat reduzierten Preis an den Schaltern angeboten. Bei kalendergebundenen Monatskarten und dem Berlin-Tickets S (Sozialticket) wird im Mai der Preis bereits beim Verkauf um 15 Euro reduziert. Weiterhin sind auch Schülertickets und Geschwisterkarten wieder in diese Regelung einbezogen. Für Kunden mit gleitenden Monatskarten verlängert sich die Gültigkeit für im Mai beginnende Karten um eine Woche. Fahrgäste, die nicht regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, können an allen vier Wochenenden im Februar ihren Einzelfahrausweis für die Berliner Tarifbereiche Berlin AB, Berlin BC und Berlin ABC als Tageskarte nutzen. Diese Regelung gilt zusätzlich auch zum Umweltfestival am 5. Juni, das zahlreiche Berliner und Gäste der Stadt erfahrungsgemäß zum Verzicht auf das eigene Auto veranlasst.
Die S-Bahn Berlin informiert über alle Details der neuen Entschuldigungsregelung in einer Spezialausgabe der S-Bahn-Kundenzeitung „punkt3″. Diese ist ab Donnerstag nächster Woche an allen Verkaufsstellen des Unternehmens erhältlich. Ausführliche Informationen gibt es dann auch im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter der Nummer 030 29 74 33 33.
Für Steffen Wardin war der Donnerstag „ein großer Tag, den ich mir insgeheim immer erhofft habe“. Denn gestern konnte der Pilot bekanntgeben, dass es für sein Lieblingsflugzeug, das er selbst oft gesteuert hat, wieder eine Perspektive gibt. Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der im Juni verunglückte Rosinenbomber wiederaufgebaut werden kann. „Er kann wieder fliegen. Dafür werden wir alles tun“, sagte Wardin, vom Vorstand des Fördervereins Rosinenbomber. Noch aber fehlt Geld und ein belastbarer Zeitplan – und auch Ersatzteile müssen noch gefunden werden. Für den Laien sieht das, was nach der spektakulären Bruchlandung von der historischen DC-3 übrig geblieben ist, …
Was die Fahrgäste der Berliner S-Bahn nun schon im dritten Winter erdulden müssen, hatte ein langes Vorspiel. Schon in den neunziger Jahren gab es bei der S-Bahn-Baureihe 481 Probleme mit Schnee, der durch Lüfter in die Antriebstechnik der Wagen eindrang. Das sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner gestern im Verkehrsausschuss des Bundestages. Das Gremium befasste sich mit den Problemen der S-Bahn, die dem Bundesunternehmen Deutsche Bahn (DB) gehört. Langjährige Mitarbeiter hätten ihm berichtet, dass es schon kurz nach Auslieferung der ersten Wagen Probleme mit Flugschnee gegeben habe, so Buchner. Warum damals nichts dagegen unternommen wurde, könne er nicht sagen. Buchner ist erst seit anderthalb Jahren S-Bahn-Chef. Es habe wohl daran gelegen, dass noch viele …
Die Männer von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) trauten ihren Augen nicht. Als sie mal wieder die neue Straßenbahnstrecke in der Wissenschaftsstadt Adlershof inspizierten, stellten sie überrascht fest, dass Diebe die gesamte Fahrleitungsanlage gestohlen haben. „Es war alles weg – Kabel, Seile, Leitungen. Kupfer und Bronze im Wert von rund 60 000 Euro“, sagte BVG-Infrastrukturdirektor Ralf Baumann gestern. „Nur die Masten standen noch da. Die waren wohl zu fest verankert.“ Der Diebstahl hat sich bereits im vergangenen Herbst ereignet, doch erst gestern wurde darüber informiert. Damit ist nach der Deutschen Bahn (DB) nun auch die BVG ins Visier von Dieben geraten, die mit dem Verkauf von …
BERLIN. Kiss, Flirt, Tango – die Straßenbahnen und Regionalzüge von Stadler Pankow rollen in vielen Bundesländern und europäischen Großstädten. Doch ausgerechnet in Berlin und Brandenburg, dem Standort des Unternehmens, kennt man die Stadler-Bahnen nicht. Aufträge aus der Hauptstadtregion gingen viele Jahre lang an dem Berliner Tochterunternehmen der Schweizer Rail Group regelmäßig vorbei. Das könnte sich in den nächsten Jahren ändern. Zur Zeit montieren die 700 Mitarbeiter des Unternehmens bereits Vario-Straßenbahnen, die in diesem Jahr erstmals an Potsdam ausgeliefert werden sollen. Und die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft ODEG will demnächst 16 Kiss-Doppelstocktriebzüge zwischen Rathenow, Berlin und Cottbus sowie Wismar, Berlin und Jüterbog einsetzen. Die ODEG hatte bei der Ausschreibung dieser Verbindungen den Zuschlag erhalten und die Züge bei …
Sieben Monate lang war die U-Bahn-Linie 2 in Pankow wegen Bauarbeiten unterbrochen. Sieben Monate lang mussten sich täglich mehr als 40 000 Menschen in überfüllte Ersatzbusse quetschen, die oft im Stau stecken blieben. Als die U-Bahn kurz vor Weihnachten wieder bis Pankow fuhr, atmeten die Fahrgäste auf. Jetzt, dachten sie, gebe es erst einmal keine Beeinträchtigungen mehr. Doch sie haben sich geirrt. Denn gestern kündigten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an, dass auf diesem Teil der U 2 auch in diesem Jahr wieder Busse U-Bahnen ersetzen werden. Das Reizwort lautet: Schienenersatzverkehr, kurz SEV. „Voraussichtlich von Juni bis September werden wir den Abschnitt zwischen den Bahnhöfen …