Bus: BVG-Schülerbegleiter bringen angenehme Atmosphäre in den Schulbus

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
folder/301/rewindaction/Index/archive/1/
year/2003/id/40738/name/
Helfer+f%FCr+den+t%E4glichen+Schulweg

Wer im Norden Berlins morgens und mittags mit den dort verkehrenden Bussen unterwegs ist, wird schon einmal von ihnen Notiz genommen haben – den BVG-Schülerbegleitern. In ihrem speziellen Outfit begleiten sie ihre Mitschüler während des Schulwegs in öffentlichen Verkehrsmitteln und gestalten ihn so für diese Gruppe angenehmer und sicherer. Aufgrund ihrer besonderen Schulung durch BVG und Polizei sind sie in der Lage, bei Konflikten im Fahrzeug deeskalierend zu wirken.

Nach dem Start dieses Projektes Anfang des Jahres 2002 sind nunmehr 35 Schülerbegleiter täglich unterwegs. Die Schülerbegleiter sind mit großem Engagement bei der Sache. Täglich von etwa 7.30 bis 8 Uhr und 13.30 bis 14 Uhr sind sie in den Bussen anzutreffen. Es gibt viele Schüler, die extra auf den Bus warten, der auch mit einem Schülerbegleiter besetzt ist. Erleichtern Busfahrer die Arbeit

Bei Beginn ihres „Dienstes“ stellen sich die Schülerbegleiter beim Busfahrer vor. Die meisten Busfahrer erkennen, dass sie hier „Mitstreiter“ haben, die auch ihnen die Arbeit erleichtern. So konnten die Schülerbegleiter unter anderem bei ihren Mitschülern unterbinden, dass sie immerzu die Haltewunschtaste drücken und somit den Fahrtfluss unterbrochen hätten. Auch der Versuch, die Nothämmer zu entwenden, konnte vereitelt werden.
Beschädigungen verhindert

Die Schülerbegleiter wirken schon durch ihre Präsenz beruhigend auf die Situation im Fahrgastraum. Sie erkennen eventuelle Störungen durch Schüler schon im Keim und können dementsprechend entgegenwirken. So bemerkte ein Schülerbegleiter, wie ein Junge einen Schlüssel herausholte und damit die Scheibe zerkratzen wollte. Mit den Worten: „So viel Taschengeld, wie diese Scheibe kostet, hast du bestimmt nicht. Also lass das sein!“ hielt der Schülerbegleiter den „Frevler“ von seiner Tat ab. Beide kamen ins Gespräch und im Ergebnis fand der „Cratcher“ sein Verhalten sogar blöd und fragte, ob er auch bei diesem Projekt „Schülerbegleiter“ mitmachen könnte. Nicht immer ist die Überzeugungskraft so groß, doch allein die Anwesenheit der Begleiter wirkt bei denjenigen als Hemmschwelle, die Spaß an mutwilligen Beschädigungen im Fahrzeug entwickeln. Die Gefahr, bei einer Tat entdeckt zu werden, ist einfach zu groß.

Mit ihrer blauen Weste und der gelben Aufschrift „BVG-Schülerbegleiter“ halten manche Fahrgäste die Jugendlichen sogar für Auskunftspersonal. Damit sind die kleinen „Helfer“ natürlich überfordert. Deshalb hat die BVG sie mit Dialogkarten und Infokarten versorgt, die Auskunft über ihre Tätigkeit geben und die sie bei Bedarf den fragenden Fahrgästen überreichen können.
Weitere Schülerbegleiter gewinnen

Um noch mehr Schülerbegleiter zu gewinnen, erhalten dieser Tage 1200 Eltern Briefe von der BVG. Schon Mitte des Jahres sollen weitere Schulen einbezogen werden. Ziel soll es einmal sein, aus jeder Schule 50 Schülerbegleiter zu gewinnen. Um das Projekt mehr in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, fahren jetzt Doppeldecker-Busse mit Werbung für diese Aktion. Jüngst übergaben der BVG-Vorstand und Direktor Omnibus den ersten Werbe-Bus an die Schülerbegleiter.

Datum: 13.02.2003

VBB: Neue „fahrinfo CD-ROM“ mit erweiterten Informationen ab sofort im Verkauf

http://www.vbbonline.de/download/pdf/
presse/presse031302.pdf

Ab sofort ist die fahrinfo CD-ROM für das Fahrplanjahr 2003 mit
sämtlichen Informationen über den Nahverkehr in Berlin und
Brandenburg für fünf Euro in allen Verkaufsstellen der BVG , der
S-Bahn Berlin GmbH und im Infocenter des VBB erhältlich.
Die fahrinfo CD-ROM enthält alle Tarif- und Fahrplaninformationen
des gesamten VBB-Verbundverkehrs inklusive der Änderungen
der S-Bahn Streckensperrung Charlottenburg – Zoologischer
Garten ab dem 24. Februar 2003. Neu ist die Erweiterung des Kartenbetrachters
auf ganz Brandenburg.
· Kartenbetrachter: Hier kann der Nutzer Adressen in Brandenburg
(neu!) und Berlin suchen, anzeigen und ausdrucken
sowie den Fahrtverlauf nach Wunschverbindung
betrachten und Wegstrecken auf der Karte vermessen.
· Landkarten: gibt es in zwei Darstellungsformen: Für Brandenburg
die VBB-Karte mit allen Bahn- und Buslinien im
Maßstab 1:200.000. Für Berlin die BVG-Karte im Maßstab
1:20.000.
· Erweitertes Informationsangebot: Serviceinformationen
zum VBB, S-Bahn Berlin GmbH und BVG mit
Tarifangeboten, Ticketverkaufsstellen-Suche, Touristikangebote,
Souvenirs und Infoprodukte.
· Fahrplan-Update: jederzeit möglich unter
„www.vbbonline.de/fahrinfoupdate.html“

S-Bahn: Startschuss für die neue Wannseebahn

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=140

Am kommenden Montag ist es soweit

Am Montag, 17. Februar, kurz nach vier Uhr morgens, ist es soweit: Nach mehrjähriger Bauzeit unter laufendem Betrieb und einer letzten Komplettsperrung zwischen Zehlendorf und Wannsee ist die Wannseebahn nun wie neu. Gleise und Stromversorgung sowie Signal- und Sicherungstechnik entsprechen dem jüngsten Stand der Technik. Zusätzliche Weichenverbindungen ermöglichen im Falle von Wartungsarbeiten und Betriebsstörungen mehr Flexibilität. Die Streckengeschwindigkeit wird auf 100 Stundenkilometer erhöht.

Allein zwischen Zehlendorf und Wannsee wurden in den letzten Monaten rund 12.000 Meter Gleis verlegt, 18 Weichen eingebaut und 33.500 Tonnen Schotter ausgetauscht. Die drei neuen Aufzüge in Nikolassee, Schlachtensee und Mexikoplatz werden noch im Frühjahr fertig gestellt.

Ab 24. Februar wird auch das Zugangebot auf der Strecke verbessert. Während der Hauptverkehrszeiten werden zwischen Potsdamer Platz und Zehlendorf 50 % mehr Fahrten durchgeführt. Gleichzeitig dient die Strecke ab diesem Zeitpunkt als bequeme Umfahrung für den gesperrten Stadtbahnabschnitt zwischen Zoologischer Garten und Charlottenburg. Bereits ab 21. Februar, 22 Uhr, wird die Linie S1 bis auf weiteres über Wannsee hinaus nach Potsdam Hauptbahnhof verlängert.

Moderne Sicherungstechnik für zuverlässigen Betrieb

Die gesamte Strecke zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee wird künftig computergesteuert überwacht. Dazu entstanden zwei elektronische Stellwerke, die von der Betriebszentrale Westkreuz aus fernbedient werden. In diesem Zusammenhang wurden 60 Kilometer Kabelkanal angelegt und 300 Kilometer Kabel für Sicherungstechnik und Bahnkommunikation verlegt.

Enger Zeitplan für Abschlussarbeiten

Eine letzte Herausforderung haben die Bauleute in den letzten vier Tagen vor der Inbetriebnahme zu bewältigen. Nur vier Tage lässt ihnen die S-Bahn Berlin GmbH Zeit, 43 Weichen und 109 Signale samt Fahrsperren an die Computertechnik anzuschließen. So bleiben die Ein-schränkungen für die Fahrgäste im erträglichen Rahmen.

Donnerstag und Freitag, 13. und 14. Februar, fahren die Züge der S-Bahn-Linie S1 zwischen Zehlendorf und Yorckstraße (Großgörschenstraße) im 20-Minuten-Abstand (mit Umsteigen am Rathaus Steglitz). Da der Abschnitt zwischen Yorckstraße (Großgörschenstraße) und Anhalter Bf. nicht befahren werden kann, ist ein kurzer Fußweg zum Bahnhof Yorckstraße der Linien S2, S25 und S26 erforderlich. Züge der Linie S1 aus Richtung Norden fahren von und bis Pries-terweg und verdichten somit das Angebot auf diesem Abschnitt. Umfahrungsmöglichkeit besteht auch mit der Ringbahn zwischen Schöneberg und Papestraße.

Am Wochenende 15. und 16. Februar wird der gesamte Verkehr auf der Wannseebahn zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee durch Busse ersetzt. Weitere Informationen dazu gibt es in der aktuellen Ausgabe der S-Bahn-Kundenzeitung „punkt 3“, im Internet unter www.s-bahn-berlin.de am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33 und auf allen Bahnhöfen.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Kostenlose Schnupperfahrten für jedermann – S-Bahn Berlin GmbH fragt nach Fahrgastwünschen

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=139

Erstmals am Freitagvormittag konnten Fahrgäste den modernsten Zug der Berliner S-Bahn im Einsatz erleben. Als Linie S3 nach Erkner begann sein Einsatz um 10 Uhr 49 auf dem Bahnhof Zoologischer Garten. Fahrscheine waren nicht erforderlich – noch bis morgen Nachmittag ist das neue Fahrzeug im Rahmen von „Schnupperfahrten“ zwischen Ostbahnhof und Erkner für jeder-mann kostenlos unterwegs. Während der Fahrt wird ein Snack- und Getränkeservice angeboten. Außerdem geben Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens und der Industrie Auskünfte. Im Rahmen einer Fragebogenaktion will die S-Bahn Berlin GmbH mehr über die Wünsche ihrer Kunden und die Meinung zum neuen Zug erfahren.

Frisch eingetroffen aus dem Herstellerwerk in Halle-Ammendorf hatten S-Bahn-Geschäftsführer Walter Schumacher und Peter Witt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bombardier Transportation, der Presse auf dem S-Bf. Grunewald das neue Fahrzeug vorgestellt. Um den enormen Fortschritt bei der Modernisierung des Fahrzeugparks in den letzten Jahren vor Augen zu führen, hatte die S-Bahn Berlin GmbH ein Exemplar des ältesten noch im Einsatz befindlichen Zugtyps auf das Nebengleis gestellt. Altersunterschied: Knapp 70 Jahre. Die ältesten Züge der Baureihe 477 werden bis Jahresende komplett ausgemustert. Anschließend fuhr S-Bahn-Fahrzeugchef Arnold Nitsch die neue S-Bahn persönlich zum ersten Einsatzort.

Finanzieller Kraftakt der S-Bahn Berlin GmbH

Der neue Zug gehört zur Fahrzeugfamilie der Baureihe 481, von der die S-Bahn Berlin GmbH Mitte der neunziger Jahre 500 zweiteilige Triebzüge (so genannte Viertelzüge) bestellt hat. Das entspricht 1000 Wagen. Damit handelt es sich um bundesweit eines der umfangreichsten Fahrzeugbeschaffungsprogramme der letzten Jahrzehnte. Der Auftrag hat ein Volumen von über einer Milliarde Euro und wird zum überwiegenden Teil kreditfinanziert vom Unternehmen selbst ge-tragen. Zuschüsse der Länder gibt es nicht.

Im Unterschied zu den bisher gelieferten 414 Viertelzügen der bei den Kunden beliebten Baureihe 481 ist in der weiter entwickelten Version statt bisher zwei Wagen nunmehr der gesamte Zug durchgehend begehbar. Zwei weitere Züge dieser Art werden in den kommenden Wochen ausgeliefert. Sie dienen der Erprobung im Fahrgasteinsatz und als Versuchsträger für die nächste Generation von S-Bahn-Zügen. Der Flexibilität des Herstellers ist es zu verdanken, dass die auf Anregung von Fahrgästen veränderte Konstruktion im Rahmen der ausgehandelten Verträge realisiert werden konnte. Der neue Zug kostete 4,6 Millionen Euro.

Entwicklungsarbeit für weitere Steigerung der Fahrgastzahlen

Das Verkehrsunternehmen erhofft sich mit dem erstmals bei der Berli-ner S-Bahn angewandten Zugkonzept eine Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls ihrer Kunden und eine bessere Fahrgastverteilung. Als Teststrecke dafür eignet sich am besten die planmäßig nur mit 4-Wagen-Zügen befahrene Linie S8 von Nordbahnhof über Ostkreuz nach Zeuthen, auf der der Zug ab Montag regelmäßig im Einsatz ist.

Sollten die Fahrgäste sich positiv zum neuen Konzept äußern, wird die S-Bahn Berlin GmbH diese Wünsche maßgeblich berücksichtigen. Hohe Zufriedenheit von Stammkunden sichert langfristig die weitere positive Entwicklung der Fahrgastzahlen. Allein im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen weitere 9 Millionen Fahrgäste hinzu gewinnen. Rund 305 Millionen Menschen fuhren in der Region Berlin-Brandenburg mit den rot-gelben Zügen.

Gratisfahrten mit dem neuen Zug

Der neue Zug ist auch morgen, am Samstag, noch zu kostenlosen Schnupperfahrten auf der Linie S3 zwischen Ostbahnhof und Erkner unterwegs: Ostbahnhof ab 10.26, 11.46, 13.26 und 14.43 Uhr. Von Erkner startet der Zug um 9.43, 11.03, 12.43, 14.03 und 15.43 Uhr.

Die S-Bahn Berlin GmbH und Bombardier Transportation laden herzlich zur Mitfahrt ein.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Erster durchgehender S-Bahn-Halbzug der Baureihe 481 geht in den Fahrgasteinsatz – Freitag und Samstag kostenlose Schnupperfahrten auf der Linie S3

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=138

Berliner Fahrgäste können sich freuen – die neue S-Bahn für die Bundeshauptstadt ist eingetroffen und geht bereits morgen auf Jungfernfahrt. Der erste komplett durchgängige vierteilige Zug der Baureihe 481 ist am Freitag und Samstag zu kostenlosen Schnupperfahrten auf der Linie S3 zwischen Ostbahnhof und Erkner unterwegs. Erste Abfahrt ist morgen um 11.06 Uhr am Ostbahnhof. Unterwegs haben Fahrgäste die Möglichkeit im Rahmen einer Befragung ihre Meinung und Wünsche zu äußern. Außerdem wird ein Snack- und Getränkservice angeboten.

Der neue Zug, von denen zunächst drei bestellt sind, ist eine Weiter-entwicklung der seit mehreren Jahren bewährten Baureihe 481. Nunmehr sind alle vier statt wie bisher nur zwei Wagen mit Durchgängen verbunden. Die Prototypen dienen der Erprobung im Fahrgasteinsatz und als Versuchsträger für nachfolgende Fahrzeuggenerationen.

Am Freitag startet der Zug außerdem um 12.46 und 14.06 Uhr ab Ostbahnhof. Ab Erkner beginnt die Fahrt um 12.03 und 13.23 Uhr. Am Samstag fährt die neue S-Bahn ab Ostbahnhof um 10.26, 11.46, 13.26 und 14.43 Uhr. Von Erkner startet der Zug um 9.43, 11.03, 12.43, 14.03 und 15.43 Uhr.

Die S-Bahn Berlin GmbH und Bombardier Transportation laden herzlich zur Mitfahrt ein.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Bereits 45 % des S-Bahn-Netzes sind elektronisch gesteuert – Ab 17. Februar auch Wannseebahn mit neuer Technik

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=135

Die Umstellung herkömmlicher Signal- und Sicherungstechnik auf elektronische Stellwerke (ESTW) geht zügig voran. Bereits 45 % aller Fahrstraßen im Netz der Berliner S-Bahn werden computergestützt gestellt. Die Vorteile dabei sind eindeutig: Der Fahrdienstleiter hat Überblick über eine Vielzahl von Streckenabschnitten und ist so in der Lage, bei Störungen rechtzeitig und vorausschauend zu reagieren. Im Regelfall beschränkt sich die Tätigkeit auf die Überwachung der automatisierten Abläufe. Die Fehlerquote Mensch ist damit auf ein absolutes Mindestmaß reduziert.

Die für die S-Bahn Berlin GmbH zuständigen ESTW befinden sich an den Standorten Westkreuz und Wannsee und umfassen derzeit insgesamt neun Stellwerksbereiche. 14 Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz, um den reibungslosen Zugverkehr und die Fahrten im Bereich der Betriebswerkstatt Wannsee zu organisieren.

Die erstmals 1993 im Bereich der damaligen Deutschen Reichsbahn eingesetzte Technik wird kontinuierlich weiter entwickelt. Gemeinsam mit der Industrie wird intensiv an der Behebung von „Kinderkrankheiten“ gearbeitet, die in der Vergangenheit in unterschiedlicher Form immer wieder negative Folgen für den pünktlichen Zugverkehr hatten.

Seit mehr als 130 Jahren werden bei den Eisenbahnen die für den Be-trieb erforderlichen Weichen und Signale zentral aus Stellwerken her-aus gestellt. Mit dem Siegeszug der Elektrotechnik wurden aus ehemals mechanisch gesteuerten Anlagen elektrisch betriebene, wodurch der körperliche Einsatz der Bediener reduziert, die Entfernung zwischen Stellwerk einerseits, Weiche und Signal andererseits vergrößert und der Zugbetrieb beschleunigt und sicherer gestaltet wurden.

Ein ESTW arbeitet in zwei Ebenen: In der Nähe der zu steuernden Anlagen, also im Bereich von Bahnhöfen ist in speziellen Gebäuden oder Containern das eigentliche Stellwerk untergebracht. In dieser Einrichtung arbeitet aber nicht der Bediener, sondern dort werden über Rechnersysteme die Weichen und Signale gestellt. Die Steuerbefehle dazu kommen über Datenleitungen aus der zum Teil weit entfernten Zentrale, in der sich die Bedienplätze der Fahrdienstleiter befinden.

Die neuesten ESTW sind mit einer so genannten Zuglenkung ausge-rüstet, die nach vorgegebenen Fahrplänen automatisch und zeitgerecht für die richtige Stellung der Weichen und Signale sorgt. In diesem Zustand hat der Bediener Überwachungsaufgaben. Entsprechen we-gen Störungen im Betrieb der Bahn allerdings die Fahrplanvorgaben nicht mehr dem tatsächlichen Ablauf, muss der Fahrdienstleiter einzelne oder mehrere Züge selbst durch seinen Verantwortungsbereich dirigieren. Den Mitarbeitern stehen dafür unter anderem automatische Anlagen zur Anzeige und Weiterschaltung der Zugnummern zur Verfügung. Durch die deutlich größeren Bedienbereiche gegenüber herkömmlichen Stellwerken haben die Fahrdienstleiter einen besseren Überblick über die Betriebssituation. Im Falle eines Ausfalls der Ver-bindung zwischen der Bedienzentrale und dem ESTW arbeiten die neuesten ESTW mit den vorhandenen Fahrplandaten noch eine begrenzte Zeit sicher weiter. Bei Störungen, die nicht zweifelsfrei 100%ig den sicheren Betrieb garantieren, schaltet das System auf „Nummer Sicher“. D. h, alle im Störbereich liegenden Signale springen auf rot. Zur Sicherheit der Fahrgäste und des Zugpersonals.

Ab 17. Februar ist auch die Wannseebahn auf der Linie S1 zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee an das neue System angeschlossen. Dies ermöglicht dichtere Zugfolgen, höhere Streckengeschwindigkeiten und, dank zusätzlicher Weichenverbindungen, mehr Flexibilität in der Betriebsführung. Damit wird sich auch auf dieser Strecke die Zuverlässigkeit für den Fahrgast erhöhen.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher