S-Bahn: DBV lobt die Öffentlichkeitsarbeit der DB AG zur S-Bahn-Krise

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Mit einer bisher ungewohnten Offenheit hat die DB AG am heutigen Tage zu den Ursachen der Störungen bei der Berliner S-Bahn Stellung genommen. Der durch eine Berliner Rechtsanwaltskanzlei verfasste Prüfbericht ist komplett veröffentlicht worden. Dies zeugt nach Meinung des Bahnkunden-Verbandes vom vorhandenen Willen der DB-Konzernspitze und der Geschäftsleitung der S-Bahn Berlin GmbH, die Krise nicht nur aufzuarbeiten, sondern daraus notwendige Schlüsse zu ziehen.
Der Bahnkunden-Verband hofft, dass sich das Umdenken weiter fortsetzen und die S-Bahn schnellstmöglich zur Verlässlichkeit und Attraktivität voriger Zeiten zurückkehren wird. Insbesondere im Personalbereich sieht der Bahnkunden-Verband auch weiterhin noch Nachholbedarf, um zur Normalität zurückzukehren. Nicht nur in den Werkstätten wurden in den vergangenen Jahren viel zu viele Mitarbeiter abgebaut. Auch die Betreuung der Fahrgäste auf den Stationen und in den Zügen hat enorm gelitten und zum Imageverlust der S-Bahn und des DB-Konzernes beigetragen.
Auch muss sich die DB AG auf Nachverhandlungen zum bestehenden Verkehrsvertrag einlassen und dem Berliner Senat als Besteller entgegenkommen. Nur wenn es ein ganzheitliches und konzernweites Umdenken gibt, wird die S-Bahn-Krise – und damit auch eine Krise des öffentlichen Verkehrs in Berlin und Brandenburg – schnell vorbeigehen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 24.02.10).

Flughäfen + Bahnverkehr: Baubeginn für Ostanbindung des Flughafens BBI Überspringen: Baubeginn für Ostanbindung des Flughafens BBI Sechs Kilometer lange Strecke verbindet BBI-Bahnhof mit der Bahnstrecke Berlin – Cottbus (Berlin, 23. Februar 2010) Auf der Grundlage des Planfeststellungs-beschlusses für die östliche Schienenanbindung des Flughafens BBI beginnen am Mittwoch, 24. Februar, die Bauarbeiten südlich von Bohnsdorf. In der Zeit vom 24. bis 26. Februar werden jeweils von 6 bis 22 Uhr Rodungsarbeiten durchgeführt.

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Sechs Kilometer lange Strecke verbindet BBI-Bahnhof mit der Bahnstrecke Berlin – Cottbus

(Berlin, 23. Februar 2010) Auf der Grundlage des Planfeststellungs-beschlusses für die östliche Schienenanbindung des Flughafens BBI beginnen am Mittwoch, 24. Februar, die Bauarbeiten südlich von Bohnsdorf. In der Zeit vom 24. bis 26. Februar werden jeweils von 6 bis 22 Uhr Rodungsarbeiten durchgeführt. Der Schwarze Weg ist zwischen Bohnsdorf und der Siedlung Waltersdorf ab heute, 23. Februar, 18 Uhr, für den Verkehr gesperrt.

Die künftige zweigleisig, elektrifizierte Strecke der östlichen Schienenanbindung folgt zwischen der Brücke der Autobahn 113 und der Siedlung Hubertus der Trasse der vorhandenen Anschlussbahn. Im Bereich des Berliner Ortsteils Bohnsdorf rückt die neue Trasse rund 250 Meter von der Bebauung ab. In die „Görlitzer Bahn“, die Bahnstrecke Berlin?Cottbus, fädelt die Strecke nach Norden (Richtung Berlin) und Süden (Richtung Cottbus) niveaugleich mit je einem Gleis ein. Neu gebaut werden Straßenbrücken für die Autobahn 117, B 179 (Waltersdorfer Straße/Grünauer Straße) sowie den Schwarzen Weg.

Die rund sechs Kilometer lange Ostanbindung ermöglicht es, Regional- und Fernverkehrszüge von der „Görlitzer Bahn“ zum Terminalbahnhof zu fahren, ebenso Güterzüge zum Tanklager und der Flughafenlogistik.

Die Eingriffe in Natur- und Landschaft werden umfassend ausgeglichen. Lärmschutz für die Anwohner von Bohnsdorf bietet eine rund zwei Kilometer lange Schallschutzwand.

Die Planfeststellungsunterlagen für diesen Abschnitt wurden am 3. Januar 2007 eingereicht. Am vergangenen Freitag (19. Februar 2010) hatte das Eisenbahn-Bundesamt den Planfeststellungsbeschluss erlassen.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

S-Bahn: DB legt Ermittlungsbericht vor: Fahrzeugmängel und Managementfehler bei S-Bahn Berlin Ursache für Krise – Konzern zieht umfangreiche Konsequenzen Überspringen: DB legt Ermittlungsbericht vor: Fahrzeugmängel und Managementfehler bei S-Bahn Berlin Ursache für Krise – Konzern zieht umfangreiche Konsequenzen Alle Ergebnisse werden pflichtgemäß an die Staatsanwaltschaft übergeben – S-Bahn Berlin wird aus DB Stadtverkehr herausgelöst und DB Regio zugeordnet – Unabhängige Ermittler sehen technische Mängel als ausschlaggebend für S-Bahnkrise – DB-Vorstand Homburg: „Solche Missstände sind künftig ausgeschlossen“

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(Berlin, 23. Februar 2010) Die unabhängigen Ermittler der Berliner Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz haben der DB den Untersuchungsbericht zu den Betriebsstörungen der Berliner S-Bahn vorgelegt. Wesentliche Ursachen für die festgestellten Miss­stände liegen demnach in gravierenden konstruktiven Fahrzeugmängeln sowie in erheblichen Organisationsdefiziten der S-Bahn.

Ein zehnköpfiges Ermittlungsteam hat seit September 2009 mehrere Tausend Einzeldokumente von der Zulassung der Züge Mitte der 90er Jahre bis zur Entgleisung aufgrund eines Radbruchs im Mai 2009 überprüft. Zusätzlich wurden rund 100 Mitarbeiter und Führungskräfte befragt.

„Klares Ziel war eine vorbehaltlose Aufklärung der Missstände. Alle Ursachen und Versäumnisse liegen jetzt lückenlos auf dem Tisch. Die dafür Verantwortlichen werden derzeit zu den Vorwürfen angehört. Außerdem haben wir pflichtgemäß sämtliche Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft übergeben“, sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personen­verkehr der Deutschen Bahn. „Mit der Veröffentlichung des Ergebnisberichts wollen wir höchstmögliche Transparenz herstellen und so das Vertrauen unserer Fahrgäste, der Mitarbeiter und des Bestellers zurückgewinnen. Durch die bereits eingeleiteten und aktuell beschlossenen Maßnahmen gewährleisten wir nicht nur die uneingeschränkte Betriebssicherheit der S-Bahn Berlin, sondern schließen auch künftig solche Missstände aus.“

Die wesentlichen Ergebnisse und Konsequenzen im Überblick:

1. Technische Mängel der Fahrzeuge: Ausschlaggebend für den betrieblichen Beinahe-Zusammenbruch und die noch bestehenden Betriebsstörungen der Berliner S-Bahn ist ein – nach heutigen Erkenntnissen – in wesentlichen Teilen mangelhaft konstruiertes Fahrzeug. Im Umgang mit den konstruktiven Schwachpunkten der Baureihe 481/482 – vor allem den unterdimensionierten Radscheiben – wurden auch bei der S-Bahn Berlin erhebliche Fehler begangen. Die eigentlichen Ursachen des gravierenden Flottenschadens liegen in der Konstruktion der Fahrzeuge.

Konsequenz: Der DB-Konzern stellt mithilfe eines umfangreichen Maßnahmenpakets sicher, dass die fahrplankonforme Flottenverfügbarkeit bis Ende 2010 gewährleistet ist und den Fahrgästen im Verlauf des Jahres 2011 wieder das uneingeschränkte Verkehrsangebot zur Verfügung steht. Außerdem werden alle Fahrzeuge laufend zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen. Darüber hinaus hat sich der Fahrzeughersteller Bombardier gegenüber der DB zur Schließung bestehender Dokumentationslücken bei der Zulassung der Baureihe 481/482 bereit erklärt.

2. S-Bahn-Management: Die Bremszylinder wurden seit 2002 aufgrund der durch Managementfehler verursachten Missstände der Werkstattorganisation nicht fachgerecht instand gehalten. Dies hat zu den erheblichen zusätzlichen Betriebsstörungen im September 2009 geführt. Diese Ursache ist seit Januar 2010 dank des erheblichen Engagements der Mitarbeiter der S-Bahn Berlin und anderer DB-Werkstätten vollständig beseitigt. Im Umgang mit dem Radriss 2003 und dem Radbruch im Mai 2009 sowie bei der Durchführung von Nachbestellungen 2005 wurden operative Abwicklungsfehler bei der S-Bahn Berlin, aber auch eine unzulängliche Betreuung durch andere Konzernbereiche festgestellt.

Konsequenz: Der betroffene Personenkreis wird gemäß rechtsstaatlichen und datenschutzrechtlichen Grundsätzen zu den Feststellungen möglicher Organpflichtverletzungen angehört. Gleichzeitig wird die DB pflichtgemäß der Staatsanwaltschaft Berlin den Untersuchungsbericht mit allen Ergebnissen zur Klärung eventuell strafrechtlich relevanter Sachverhalte zur Verfügung stellen. Auf der Basis der weiteren Anhörungen und der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen behält sich der Konzern arbeits- und zivilrechtliche Maßnahmen vor.

3. DB-Konzern: Über das Ausmaß der von den Ermittlern aufgedeckten systematischen Organisationsmängel sowie der unzureichenden Qualitäts- und Sicherheitsorientierung bei der S-Bahn Berlin wurden die zuständigen DB-Konzerngremien von den S-Bahn-Geschäftsführungen nicht informiert. Insofern lassen sich keine Pflichtverletzungen des S-Bahn-Aufsichtsrats feststellen.

Sowohl interne als auch externe Audits und technische Revisionen (beispielsweise der Hauptwerkstatt Schöneweide in 2007) haben die erheblichen Organisationsmängel bei der S-Bahn Berlin nicht aufgedeckt.

Konsequenz: Der DB-Konzern hat bereits mit der neuen Geschäftsführung, einer Konzern-Task Force sowie mit der strukturellen Stärkung der betriebsnahen Instandhaltung die Grundlagen für einen stabilen und ordnungsgemäßen Betriebsablauf bei der S-Bahn Berlin geschaffen. Zur vollständigen und nachhaltigen technischen sowie organisatorischen Integration in den Schienennahverkehrsbereich der DB wird die S-Bahn Berlin zusammen mit der S-Bahn Hamburg ab 1. März 2010 aus dem Geschäftsfeld DB Stadtverkehr herausgelöst und DB Regio zugeordnet. Damit werden alle S-Bahnen des Konzerns unter einem Dach zusammengefasst und die einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards vollständig auf die S-Bahn Berlin übertragen. Das Auditierungssystem des Konzerns für interne und externe Prüfungen von Konzernbereichen wird überarbeitet. Zusätzlich zum bestehenden Qualitäts- und Sicherheitsmanagement richtet der Konzern eine neue Einheit „Technische Revision“ ein, die künftig alle sicherheitsrelevanten Prozesse prüfen und überwachen wird. Die neue Einheit wird direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.

Den kompletten Ergebnisbericht finden Sie hier zum Download.

Ergebnisbericht S-Bahn Berlin

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Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

S-Bahn: SPD sieht keine Mitschuld am S-Bahn-Chaos Kritik an Kürzung des Landeszuschusses "absurd", aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0223/berlin/
0073/index.html

Die SPD hat den Vorwurf, wonach der Berliner Senat an der S-Bahn-Krise mitschuldig ist, zurückgewiesen. „Diese Kritik ist absurd“, sagte Christian Gaebler, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, gestern der Berliner Zeitung. Das Chaos sei entstanden, weil S-Bahn-Manager versagt hätten, pflichtete der SPD-Abgeordnete Andreas Köhler bei.
Der Senat habe während der Verhandlungen zu dem seit 2004 geltenden S-Bahn-Vertrag durchgesetzt, dass das Land Berlin seine Zahlung an das Unternehmen erheblich kürzt – so lautet der Vorwurf, der in Kreisen des S-Bahn-Aufsichtsrats laut geworden ist. Der jährliche Überweisungsbetrag wurde um rund zehn Prozent gesenkt, allein 2008 betrug die Einbuße mehr als 23 Millionen Euro. Dadurch habe der Senat dazu beigetragen, dass sich der Spardruck bei der S-Bahn verschärft, hieß es.
Entscheidend seien jedoch die Rendite-Erwartungen des Bahnkonzerns gewesen, …

S-Bahn: SPD sieht keine Mitschuld am S-Bahn-Chaos Kritik an Kürzung des Landeszuschusses „absurd“, aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0223/berlin/
0073/index.html

Die SPD hat den Vorwurf, wonach der Berliner Senat an der S-Bahn-Krise mitschuldig ist, zurückgewiesen. „Diese Kritik ist absurd“, sagte Christian Gaebler, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, gestern der Berliner Zeitung. Das Chaos sei entstanden, weil S-Bahn-Manager versagt hätten, pflichtete der SPD-Abgeordnete Andreas Köhler bei.
Der Senat habe während der Verhandlungen zu dem seit 2004 geltenden S-Bahn-Vertrag durchgesetzt, dass das Land Berlin seine Zahlung an das Unternehmen erheblich kürzt – so lautet der Vorwurf, der in Kreisen des S-Bahn-Aufsichtsrats laut geworden ist. Der jährliche Überweisungsbetrag wurde um rund zehn Prozent gesenkt, allein 2008 betrug die Einbuße mehr als 23 Millionen Euro. Dadurch habe der Senat dazu beigetragen, dass sich der Spardruck bei der S-Bahn verschärft, hieß es.
Entscheidend seien jedoch die Rendite-Erwartungen des Bahnkonzerns gewesen, …

Flughäfen + Bahnverkehr: SCHÖNEFELD. Naturschützer erwägen, gegen die Genehmigung der künftigen Flughafen-Ostanbindung gerichtlich vorzugehen. Das teilte Manfred Schubert, der Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN), gestern mit. , aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0223/brandenburg/
0074/index.html

Strittige BBI-Ostanbindung
Peter Neumann

SCHÖNEFELD. Naturschützer erwägen, gegen die Genehmigung der künftigen Flughafen-Ostanbindung gerichtlich vorzugehen. Das teilte Manfred Schubert, der Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN), gestern mit. „Wir prüfen die Inhalte des Planfeststellungsbeschlusses – und inwieweit sich die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Klage gegen den Beschluss ergeben“, berichtete Schubert. Der BLN gehören die meisten anerkannten Berliner Naturschutzverbände an.
Die zweigleisige Strecke soll den künftigen Schönefelder Flughafen Berlin Brandenburg mit der Bahnlinie Berlin-Cottbus verbinden. Für den Bau der Trasse …

Flughäfen: Das große Chaos ist in Berlin ausgeblieben. Vor dem Lufthansa-Schalter am Flughafen Tegel musste gestern niemand lange warten – außer den Journalisten, die ein Interview mit Wolfgang Weber führen wollten, dem Sprecher der Fluggesellschaft. Im Tagesverlauf würden statt 70 nur 26 Lufthansa-Flüge starten, erklärte dieser im Minutentakt, umringt von Fernsehteams aus halb Europa., aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0223/wirtschaft/
0040/index.html

26 statt der geplanten 70 Starts
Claudia Fuchs und Maike Schultz

BERLIN. Das große Chaos ist in Berlin ausgeblieben. Vor dem Lufthansa-Schalter am Flughafen Tegel musste gestern niemand lange warten – außer den Journalisten, die ein Interview mit Wolfgang Weber führen wollten, dem Sprecher der Fluggesellschaft. Im Tagesverlauf würden statt 70 nur 26 Lufthansa-Flüge starten, erklärte dieser im Minutentakt, umringt von Fernsehteams aus halb Europa.
Eigentlich waren für den ersten Streiktag in Tegel zwei Verbindungen mehr geplant. Die Crews einer Maschine nach München und einer nach Frankfurt hätten sich aber am frühen Morgen entschieden, mitzustreiken. „Im Fall des Münchener Fluges war das besonders ärgerlich – da hatten die Passagiere schon eingecheckt und saßen …

Regionalverkehr: ODEG konstant gut in Berlin-Brandenburg und Qualitätssieger in der Lausitz

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Die jährlich durchgeführte Kundenzufriedenheitsanalyse des VBB – Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bescheinigt der ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH auch für das Jahr 2009 sehr gute Werte. Bei dieser Erhebung verteilten die knapp 2.900 Befragten verbundweit Bewertungsnoten für insgesamt zehn Qualitätskriterien wie Sauberkeit und Ausstattung der Züge. Die Fahrgäste bestätigten auch 2009 das hohe Zufriedenheitsniveau der letzten Jahre.
Das Ostbrandenburg-Netz der ODEG wurde mit einer Gesamtzufriedenheit von 1,58 (Vorjahr: 1,56) konstant gut bewertet. Dies umfasst die Linien OE25, OE35, OE36, OE60 und OE63. In Berlin-Brandenburg wurden insbesondere die Sauberkeit der Züge mit 1,56 (Vorjahr: 1,57) und deren Schadensfreiheit mit 1,41 (Vorjahr: 1,48) besser bewertet als im Jahr 2008. Aber auch bei der Freundlichkeit und Kompetenz des Personals konnte mit 1,45 ein verbesserter Wert erzielt werden (Vorjahr: 1,46). Sehr gut wurden außerdem die Ausstattung der Züge (1,44) und die Fahrkartenerwerbsmöglichkeit im Zug (1,41) eingeschätzt. Optimierungsmöglichkeiten sieht die ODEG im Vergleich zum Jahr 2008 bei den regulären Informationen im Zug (1,44; Vorjahr: 1,34), wenn auch das hohe Niveau weiterhin gehalten wurde.
Als neuer Betreiber im Spree-Neiße-Netz seit Dezember 2008 wurde für die Linien OE46 und OE65 ein hervorragender Durchschnittswert von 1,48 ermittelt. Damit ist die ODEG Sieger des Vergleichs im VBB.
Es wurden vor allem die Zugausstattung (1,29), die Fahrkartenerwerbsmöglichkeiten im Zug (1,15) und die Freundlichkeit und Kompetenz des Personals (1,21) besonders gelobt. Die schlechteste Note erhielt die ODEG beim Sitzplatzangebot (2,12), was für eine rege Auslastung der Züge spricht.
„Wir sind besonders stolz als Neubetreiber in der Lausitz solche Spitzenergebnisse erzielt zu haben.“, freut sich ODEG-Prokurist Jörg Kiehn. „Unser Ziel ist es, diese Ergebnisse zu halten bzw. zu verbessern. Wir danken allen Mitarbeitern für ihr Engagement und unseren Fahrgästen für die Treue.“, so Kiehn weiter (Pressemeldung ODEG, 23.02.10).

Regionalverkehr: Märkische Regiobahn punktet mit Bordservice und Sauberkeit

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Die Märkische Regiobahn konnte ihre guten Vorjahreswerte bei der Kundenzufriedenheitsanalyse 2009 im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wiederholen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hat heute die Ergebnisse der aktuellen Befragung bekannt gegeben. Die rund 3.000 befragten Fahrgäste gaben der zur Veolia-Verkehr-Gruppe gehörenden Märkischen Regiobahn die Gesamtnote 1,58 (2008: 1,57). Somit schneidet die Privatbahn mit ihren Noten deutlich besser ab als der Durchschnitt aller SPNV-Gesellschaften, der bei 1,91 liegt.
Die besten Werte erreichte die Märkische Regiobahn mit 1,35 beim Fahrkartenverkauf im Zug, mit 1,37 bei der Freundlichkeit und Kompetenz des Zugpersonals, 1,39 für die Ausstattung der Züge sowie 1,58 für die Sauberkeit in den Bahnen. Kaum Einfluss hat das Bahnunternehmen auf den Zustand und die Ausstattung der Bahnhöfe, die Anschlusssicherung sowie auf das Sicherheitsempfinden auf den einzelnen Stationen. Dort wurden die schlechtesten Werte ermittelt. Im ständigen Gespräch mit dem Betreiber der Bahnhöfe, der Deutschen Bahn, wird aber an einer Verbesserung der Werte in diesem Bereich aktiv gearbeitet.
„Unsere Stärke liegt im Service“, freute sich die Sprecherin der Märkischen Regiobahn, Yvonne Bobsien, über die guten Ergebnisse. „Preiswerte Snacks und der Ticketverkauf direkt am Platz sowie saubere und moderne Züge werden von den Fahrgästen honoriert. Hohe Zufriedenheit spricht sich rum und zieht weitere Fahrgäste auf den umweltfreundlichen Schienenverkehr“, unterstrich Bobsien den Anspruch des privaten Verkehrsunternehmens (Pressemeldung Veolia Verkehr GmbH, 23.02.10).

Regionalverkehr: DBV zur Streckensperrung Königs Wusterhausen – Lübbenau

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Auf Einladung des Tourismusverbandes Dahme-Seen, des Tourismusverbandes Spreewald und des DBV-Landesverbandes trafen sich heute in Königs Wusterhausen Vertreter der örtlichen Tourismusvereine und DB Regio, um den aktuellen Sachstand zu den geplanten Ersatzverkehren zu diskutieren. Von Mai 2010 bis März 2011 wird die Eisenbahnstrecke zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau komplett für den Schienenverkehr gesperrt und auf 160 km/h ertüchtigt. Der Spreewald, dessen Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, ist damit nur mit Umwegen und auch nur sehr eingeschränkt erreichbar. Die Kreisstadt Lübben wird für ein Jahr auf der Schiene überhaupt nicht erreichbar sein. Der wirtschaftliche Schaden für die Region wird, so befürchtet der DBV, erheblich sein.
Der DBV-Landesverband sieht nach der Veranstaltung weiterhin offene Probleme bei der Erreichbarkeit für die Fahrgäste der Busersatzverkehre und der praktischen Durchführung. Teilweise reicht der vorhandene Straßenraum als Aufstellfläche für die bis zu fünf ankommenden Busse je Richtung nicht aus. Teilweise parallel zu der Sperrung der Eisenbahnstrecke wird es auch auf der Autobahn A 13 und im Stadtgebiet von Lübben zu Bauarbeiten kommen. Hierdurch werden die Fahrzeiten unkalkulierbar. Nach Informationen von DB Regio werden in zwei Bussen Sitzplätze ausgebaut, um so Kapazitäten für die Fahrradmitnahme an Wochenenden und ganztags in den Sommerferien zu gewinnen. Dies wird jedoch für größere Fahrradgruppen keinesfalls ausreichen! Auch die Rollstuhl- und Kinderwagenmitnahme wird die Ausnahme bleiben.
Der Spreewald und die Kreisstadt Lübben, die sich in den letzten Jahren auf den Fahrradtourismus spezialisiert haben, werden, wenn es bei dem vorgesehenen Ersatzkonzept bleibt, spürbare Einbußen bei den Besucherzahlen hinnehmen müssen – dies sogar mit langfristigen Auswirkungen über den Zeitraum der Sperrung hinaus.
Um wenigstens an Wochenenden die Erreichbarkeit von Lübben auch für Fahrradausflügler und Gruppen zu gewährleisten, schlägt der DBV-Landesverband die Einbeziehung der Niederlausitzer Eisenbahn in das Ersatzkonzept vor. In einem Zug ist die Möglichkeit der Mitnahme von 10 oder 20 Fahrrädern eher gegeben, als in einem Bus. Die Eisenbahnstrecke gehört der Deutschen Regionaleisenbahn. Wie Geschäftsführer Gerhard J. Curth auf der Veranstaltung sagte, solle diese Teilstrecke kurzfristig auf 60 km/h ertüchtigt werden. Mit der DB Projektbau würden derzeit abschließende Gespräche stattfinden, um den Anschluss eines Gewerbegebietes für den Güterverkehr über Luckau-Uckro zu gewährleisten. Dieser Abschnitt sei dann auch für den Personenverkehr nutzbar.
Nach Meinung des DBV-Landesverbandes braucht Lübben und der Spreewald auch während der Sperrung eine attraktive und verlässliche Schienenanbindung. Die Alternative eines Zugverkehrs von Luckau-Uckro nach Lübben liegt auf der Hand. Die Chance eines Zugverkehrs auf der Niederlausitzer Eisenbahn (NLE) würde die negativen Auswirkungen abmildern. Ansonsten besteht die große Gefahr, dass die einjährige Sperrung langfristige Folgen für den Spreewald hat. Und daran kann niemandem gelegen sein! Ein Ersatzangebot auf der Niederlausitzer Eisenbahn kann ein Baustein zur Erreichbarkeit während der einjährigen Streckensperrung sein (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 23.02.10).