Weil die S-Bahn nicht kam, nahm sich ein Berliner ein Taxi und forderte später das Fahrgeld zurück. Ein anderer Fahrgast hatte, als er mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) unterwegs war, dort unbemerkt sein Ticket liegen gelassen. Als er später in der S-Bahn kontrolliert wurde, sollte er 40 Euro zahlen. Das sind zwei Fälle, mit denen sich die Schlichtungsstelle Nahverkehr für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt befasst hat. Gestern legte sie ihre Bilanz vor – und kündigte eine wichtige Veränderung an. Auf Initiative des Fahrgastverbands IGEB wurde die Schlichtungsstelle 2009 ins Leben gerufen, um Streitigkeiten zwischen Fahrgästen und Verkehrsbetrieben beizulegen. Seither hat sie …
Morgens mit dem Bus zur Arbeit, mittags mit einem gemieteten Fahrrad zum Imbiss, abends mit einem Mietauto ins Theater – und das alles mit einem einzigen Ticket zum günstigen Pauschalpreis. An diesem Tarifmodell arbeitet Frank Wolter vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel, der das vom Bund finanzierte Modellprojekt BeMobility koordiniert. Mit seinem Team plant er einen gemeinsamen Tarif für alle Formen der lokalen Mobilität in Berlin- also nicht nur wie bisher für Bahnen und Busse, sondern auch für die Fahrräder der Deutschen Bahn (DB) und für die Autos, die DB Carsharing zur Nutzung anbietet. Anfangs solle es ein „Schnupperabo“ für weniger als 100 Euro pro Monat geben, um viele Kunden zu gewinnen, sagt Wolter. „Wir möchten Nutzungsroutinen verändern“, sagt er. Künftig soll es für die Berliner noch einfacher werden, in ihrer Stadt …
(Berlin, 3. Februar 2011) Ein 19-Millionen-Euro-Projekt der Deutsche Bahn AG steht kurz vor der Vollendung: Nach Abschluss aller vorbereitenden Arbeiten kann der fertig montierte zweigleisige, 98 Meter lange Stahlüberbau der Eisenbahnbrücke über den Oder-Havel-Kanal bei Hennigsdorf auf das Gleis gehoben und zum westlichen Ufer gerollt werden. Auf dem Wasser übernimmt ein fast elf Meter breiter und 55 Meter langer Ponton die Last. Der Kanal ist in der kommenden Woche von Montag bis Mittwoch für den Schiffsverkehr gesperrt. Mitte März sollen die Züge wieder rollen, dann bis zu 120 Kilometer pro Stunde schnell.
Die beiden alten Stahlbrücken durften nur noch mit zehn bzw. 30 Kilometern pro Stunde befahren werden. Die Brücken mussten erneuert werden. Während der Bauarbeiten seit Juni des vergangenen Jahres sind beide Gleise zwischen Hennigsdorf Ost und Hohen Neuendorf West gesperrt. Als Ersatz für die ausfallenden Züge der RB 20 fahren Busse. Güterzüge werden umgeleitet.
Zunächst wurde die Baustelle einschließlich Vorfertigungsplatz und Baustraßen eingerichtet sowie im Rahmen der Naturschutzmaßnahmen der heimische Biber geschützt. Schon im März des vergangenen Jahres wurde dann begonnen, den Stahlüberbau vorzumontieren. Die bestehenden zwei eingleisigen Stahlfachwerküberbauten einschließlich der vorhandenen Vorlandbrücken und dazugehöriger Widerlager wurden komplett zurückgebaut. Die Widerlager wurden neu errichtet. Wegen Eis und Schnee konnte der aus Holland kommende Ponton nicht zugeführt und der vorgesehene Termin nicht eingehalten werden.
Im Schutz der Streckensperrung für das Vorhaben Eisenbahnüberführung Havel fanden weitere Baumaßnahmen im Bereich Hennigsdorf und auf dem Westlichen Berliner Außenring statt.
Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen noch kundenfreundlicher werden. Gut eine Woche ist es her, dass BVG-Chefin Sigrid Nikutta dieses Ziel für ihr Unternehmen verkündete. Mehr Service, mehr Ehrlichkeit und mehr Sicherheit wolle man bieten. Die Fahrgäste werden diese Botschaft gern hören, machen viele derzeit doch gerade gegenteilige Erfahrungen. Leser der Berliner Zeitung beklagen sich darüber, wie schwer es ihnen gemacht wird, bei dem Verkehrsunternehmen alte, ungebrauchte Fahrscheine erstattet zu bekommen. Bekanntlich gelten seit dem 1. Januar 2011 neue Tarife, bis zum 14.Januar konnte man noch mit den alten Tickets fahren. Wer jetzt immer noch Tickets hat, weil er im alten Jahr vielleicht auf Vorrat gekauft hat, muss diese …
Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen noch kundenfreundlicher werden. Gut eine Woche ist es her, dass BVG-Chefin Sigrid Nikutta dieses Ziel für ihr Unternehmen verkündete. Mehr Service, mehr Ehrlichkeit und mehr Sicherheit wolle man bieten. Die Fahrgäste werden diese Botschaft gern hören, machen viele derzeit doch gerade gegenteilige Erfahrungen. Leser der Berliner Zeitung beklagen sich darüber, wie schwer es ihnen gemacht wird, bei dem Verkehrsunternehmen alte, ungebrauchte Fahrscheine erstattet zu bekommen. Bekanntlich gelten seit dem 1. Januar 2011 neue Tarife, bis zum 14.Januar konnte man noch mit den alten Tickets fahren. Wer jetzt immer noch Tickets hat, weil er im alten Jahr vielleicht auf Vorrat gekauft hat, muss diese …
Nach mehreren Bränden lassen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fast alle Busse mit automatischen Feuerlöschanlagen ausstatten. „Die Entscheidung ist gefallen. In sechs bis acht Wochen könnte der Einbau beginnen“, sagte Petra Reetz, die Sprecherin des Landesunternehmens, gestern der Berliner Zeitung. Die Anlagen werden in den Motorräumen der Busse installiert – in diesen Bereichen waren die meisten Brände entstanden. Messfühler kontrollieren dort künftig die Temperatur. Wird es zu heiß, sprüht die Löschanlage Wasser oder Schaum. Nach Informationen der Berliner Zeitung sollen beauftragte Firmen fast …
(Berlin, 2. Februar 2011) Die neuen Entschuldigungsregelungen der S-Bahn Berlin kommen bereits im Monat Februar den Gelegenheitskunden zugute. An den vier Wochenenden gelten Einzelfahrausweise der Tarifbereiche Berlin AB, BC oder ABC im jeweiligen Tarifbereich den ganzen Tag. Der Fahrschein kann bis 3 Uhr des Folgetags in allen S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen genutzt werden. Dieses gilt auch für Abschnitte der 4-Fahrten-Karte und die Einzelfahrausweise für Fahrräder.
Im Stadtgebiet Berlin kostet die ganztägige Mobilität damit statt 6,30 Euro nur 2,30 Euro. Für den Tarifbereich Berlin ABC sind statt 6,80 Euro nur 3,00 Euro zu bezahlen.
Ab März wird dann den Jahreskarteninhaber, die sich ihre Jahreskarte bereits gekauft haben, der Monatsanteil für November erstattet. Entschuldigungsregelungen für weitere Kundengruppen sind zwischen Mai und November vorgesehen.
Die S-Bahn Berlin lässt sich das Entschuldigungsangebot an die Berlinerinnen und Berliner im Jahr 2011 38,5 Millionen Euro kosten. Mit der Geste bittet das Unternehmen für die anhaltenden Beeinträchtigungen im S-Bahn Verkehr um Entschuldigung.
Die S-Bahn Berlin informiert über alle Details der neuen Entschuldigungsregelung in einer Spezialausgabe der S-Bahn-Kundenzeitung „punkt3″. Diese ist ab Donnerstag an allen Verkaufsstellen des Unternehmens erhältlich. Ausführliche Informationen gibt es dann auch im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter der Nummer 030 29 74 33 33.
Ab 1. Februar setzt die ODEG auf der Linie OE46 (Cottbus – Forst) Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle RS1 im Regelbetrieb ein. Die bisher auf dieser Strecke eingesetzten Desiro werden dann ausschließlich auf den Linien OE65 und OE60V zwischen Cottbus – Görlitz (- Zittau) sowie Görlitz – Bischofswerda fahren. Zur Weiterfahrt mit der ODEG in Cottbus ist dadurch zukünftig ein Umstieg für Fahrgäste aus Forst in Richtung Görlitz und auch in die Gegenrichtung erforderlich. Die Fahrpläne sowie die Anschlüsse bleiben unverändert bestehen. „Bisher haben wir durch den Einsatz eines größeren Fahrzeuges eine zusätzliche Leistung erbracht, mit der auch die umsteigefreie Fahrt über Cottbus hinaus ermöglicht wurde. Die Vergütung dieser Mehrleistung ist dem Aufgabenträger nicht möglich. Aus diesem Grund passt die ODEG ihre Leistung an.“, erläutert ODEG-Geschäftsführerin Ute Flügge das veränderte Angebot. Die ODEG erbringt seit Dezember 2008 Verkehrsleistungen im Auftrag des Landes Brandenburg sowie des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien auf vier Strecken in der Lausitz. Die Finanzierung dieser Leistungen erfolgt über Betriebskostenzuschüsse der Länder sowie Fahrgelderlöse (Pressemeldung ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH, 02.02.11).
Matt schimmernder Stahl anstelle von gelbem Lack: So könnten die neuen U-Bahnen aussehen. Für ihre nächste Fahrzeuggeneration haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein cooles Design entworfen. Das Farbkonzept sieht vor, dass bei den neuen U-Bahnen nur noch die Frontseiten und die Türen im gewohnten BVG-Gelb lackiert werden. Der überwiegende Teil der Außenflächen würde dagegen aus gebürstetem Edelstahl bestehen – ohne farbige Lackierung. Jetzt wird das neue Konzept getestet. Dazu hat die BVG einen Vier-Wagen-Zug mit Folie umgestaltet. „Es handelt sich um den Zug mit der Nummer 1001“, bestätigte die BVG-Sprecherin Petra Reetz. Seine Wagen sind bis auf die Türen und Frontseiten mit grauer Kunststofffolie beklebt – eine Simulation der geplanten Edelstahloptik. Am Freitag war der Test-Zug wieder mal auf der U-Bahn-Linie 2 unterwegs – ohne dass das Farbkonzept …
SCHÖNEFELD. Ungeachtet der Diskussion um die Flugrouten vom künftigen Hauptstadtflughafen BBI in Schönefeld treibt die Flughafengesellschaft (FBS) das Schallschutzprogramm im Umfeld des Airports voran. Rund 7000 Vereinbarungen zur Kostenübernahme des baulichen Schallschutzes seien bislang abgeschlossen worden, teilte die FBS am Freitag mit. Insgesamt haben 42000 Anwohner in 25500 Wohnungen Anspruch auf den Einbau von Schallschutzfenstern oder anderen lärmdämmenden Maßnahmen. Knapp 11400 Anträge lägen bislang vor. Die Betroffenen leben in den beiden Lärmschutzgebieten. Je nach Tag- oder Nachtschutzgebiet unterscheidet sich der Umfang …