(Berlin, 8. April 2011) Am kommenden Donnerstag, 14. April, werden ab 15 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr im Bahnhof Berlin Zoologischer Garten die auf Bahngebiet und in Zügen gefundenen Fahrräder, deren Besitzer nicht ermittelt werden konnten, öffentlich versteigert.
Eine Besichtigung der Fahrräder ist vorher leider nicht möglich. Die ersteigerten Gegenstände werden nur gegen Barzahlung ausgehändigt.
Mit Wirkung zum 12. Juni 2011 werden für die Verbindung von Potsdam, Berlin und vom Flughafen Schönefeld wieder 7-Tage-Karten und Monatskarten nach Stettin verkauft. Die Monatskarte wird 160,90 Euro und die 7-Tage-Karte 53,10 Euro kosten. Beide Zeitkarten gelten im Tarifbereich Berlin ABC, in den Landkreisen Barnim und Uckermark, sowie auf der Strecke von Tantow nach Stettin. Bereits ab neun Hin- und Rückfahrten lohnt sich die Monatskarte gegenüber dem Erwerb von Einzelfahrausweisen. Die Monatskarten werden natürlich auch für den Geltungsbereich Landkreis Barnim, Landkreis Uckermark und Stettin sowie für den Landkreis Uckermark und Stettin ausgegeben. Auch Auszubildende und Schüler werden von der Wiedereinführung der Zeitkarten profitieren – die Monatskarte Azubi/Schüler für die stark nachgefragte Verbindung Tantow-Stettin wird zukünftig 56,70 Euro kosten. Diese Zeitkarten sind an allen Fahrausweisautomaten der DB Regio AG und der S-Bahn Berlin GmbH sowie an den personalbedienten Vorverkaufsstellen der Deutschen Bahn AG und der S-Bahn Berlin GmbH erhältlich. Ferner sind die Zeitkarten auch bei der Polnischen Bahn Przewozy Regionalne (PR) am Stettiner Hauptbahnhof zu erwerben (Pressemeldung VBB, 08.04.11).
1996 entschieden sich die Flughafengesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund völlig überraschend, den neu-en Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu bauen. Als Standort wurde bis dahin Sperenberg favorisiert, das 1994 in einem Raumordnungsverfahren als am besten geeignet bewertet worden war. Schönefeld kam nur auf den letzten Platz. 2006 widersprach das Bundesverwaltungsgericht nicht der Entscheidung für Schönefeld. Das Gericht forderte aber mehr Lärmschutz und legte fest, dass mindestens von 0 bis 5 Uhr Ruhe herrschen muss. Die Flughafenplaner wollten den 24-Stunden-Betrieb, wie er aus historischen Gründen jetzt noch in Schönefeld möglich ist, fortführen. 2011 wird das Bundesverwaltungsgericht über Klagen …
POTSDAM. Christoph Schulze hat sich akribisch vorbereitet. Nicht weniger als 20 Fragen hat der Landtagsabgeordnete aufgeschrieben, um bei der Anhörung im Infrastruktur-Ausschuss die geladenen Fachleute zu löchern: Zu Arbeitsplätzen, gesundheitlichen und finanziellen Aspekten der geplanten Nachtflugregelung am Großflughafen BBI will er genaue Auskunft. Der Sozialdemokrat Schulz ist direkt gewählt, über seinen Wahlkreis im Süden von Berlin werden ab 2012 die Flugzeuge donnern. In jedem Fall tun sie das tagsüber – und wenn Schulze und seine Wähler sowie die übrigen Anwohner des Flughafens Pech haben, dann auch in den zwei Stunden vor Mitternacht und wieder ab fünf Uhr früh. Eine solche Regelung hat die Planfeststellungsbehörde im Oktober 2009 festgelegt, nachdem das Bundesverwaltungsgericht drei Jahre zuvor die ursprünglichen Pläne, rund …
POTSDAM. Christoph Schulze hat sich akribisch vorbereitet. Nicht weniger als 20 Fragen hat der Landtagsabgeordnete aufgeschrieben, um bei der Anhörung im Infrastruktur-Ausschuss die geladenen Fachleute zu löchern: Zu Arbeitsplätzen, gesundheitlichen und finanziellen Aspekten der geplanten Nachtflugregelung am Großflughafen BBI will er genaue Auskunft. Der Sozialdemokrat Schulz ist direkt gewählt, über seinen Wahlkreis im Süden von Berlin werden ab 2012 die Flugzeuge donnern. In jedem Fall tun sie das tagsüber – und wenn Schulze und seine Wähler sowie die übrigen Anwohner des Flughafens Pech haben, dann auch in den zwei Stunden vor Mitternacht und wieder ab fünf Uhr früh. Eine solche Regelung hat die Planfeststellungsbehörde im Oktober 2009 festgelegt, nachdem das Bundesverwaltungsgericht drei Jahre zuvor die ursprünglichen Pläne, rund …
Der Verdacht hat sich bewahrheitet. Die beiden S-Bahn-Achsen, die vor kurzem bei einer regulären Werkstattuntersuchung aufgefallen sind, weisen tatsächlich gravierende Schäden auf. Eine Nachprüfung bei der Deutschen Bahn (DB) Systemtechnik im brandenburgischen Kirchmöser habe die ersten Befunde bestätigt, teilte ein Bahnsprecher der Berliner Zeitung mit. „Jede Achse hat einen Riss“, erklärte ein Techniker. Es handele sich offenbar nicht um aktuelle Schäden. Das heißt: Die Züge der Baureihe 480, zu denen die rissig gewordenen Achsen gehörten, waren damit länger unterwegs – glücklicherweise ohne dass dabei etwas passiert ist. Bislang hatten vor allem die Baureihen 481 und 485 den S-Bahnern Kopfzerbrechen bereitet – vor allem deshalb, weil ihre …
Die S-Bahner und ihre Fahrgäste sind wirklich nicht zu beneiden. Ist ein Problem halbwegs gelöst, kommt schon das nächste um die Ecke. Nun ist es wieder passiert. Bei regulären Untersuchungen kam zufällig heraus, dass auch der dritte Fahrzeugtyp des pannengeplagten Unternehmens ein grundsätzliches technisches Problem hat. Für manche Kunden ist es ein mulmiges Gefühl: Zwei Züge waren offensichtlich tage- oder wochenlang mit rissigen Achsen unterwegs. Aus Rissen können Brüche werden – Unfälle sind oft die Folge. Die S-Bahner werden sich kaum wohler fühlen. Denn das Achsen-Tauschprogramm, das nun ansteht, könnte den mühsam hochgepäppelten Zugbetrieb stark beeinträchtigen. Wenn von den 140 Wagen des betroffenen Typs viele in die Werkstatt müssen, können sie so lange keine Fahrgäste befördern. Doch so unangenehm die Vorfälle sind, sie zeigen auch, dass die …
SCHÖNEFELD. Das Infrastrukturministerium in Potsdam hat die Entgeltordnung für den künftigen Flughafen BBI in Schönefeld gestern mit Auflagen genehmigt. Laute Maschinen und solche, die mehr Schadstoffe ausstoßen, seien höher veranlagt worden, sagte Staatssekretär Rainer Bretschneider. Nach dem ersten Betriebsjahr müsse der Flughafen nachweisen, dass die Annahmen, die als Grundlage für die Entgeltordnung dienten, dem tatsächlichen Flugverkehr entsprechen. Die Gebührensätze sollen wegen einer Einspruchsfrist erst im Mai veröffentlicht werden. Nach Angaben von Flughafenchef Rainer Schwarz müssen die Airlines pro abfliegenden Passagier im Schnitt fünf Euro mehr als bisher zahlen. Sie hätten zudem Anreize, Flüge möglichst nicht nachts abzuwickeln. Belohnt würden unter anderem Fluglinien, die Langstreckenflüge anbieten und den Umsteigeverkehr stärken. Wolfgang Weber von der Lufthansa kritisierte die Regelung. „Sie hat uns …
Die Straßenbahnstrecke von Grünau nach Alt-Schmöckwitz, bekannt als Uferbahn, muss erhalten bleiben – so der einstimmige Beschluss der Mitgliederversammlung des Berliner Fahrgastverbands IGEB. Ebenso eindeutig unterstützen die IGEB-Mitglieder das bezirkliche Konzept für den Umbau der Kastanienallee in Pankow. „Die Straßenbahnverbindung zum Hauptbahnhof wird fertig gestellt. Weitere Straßenbahnneubau-maßnahmen, die im StEP [Stadtentwicklungsplan] Verkehr vorgesehen sind, werden planerisch vorbereitet. Grundsätzlich sollen alle vorhandenen Straßenbahnstrecken erhalten und weiter betrieben werden.“ Das schrieben die Berliner SPD und die Berliner Linkspartei.PDS (heute: Die Linke) in ihre Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode 2006 bis 2011. Fünf Jahre später ist mit den Bauarbeiten für die Straßenbahn zum Hauptbahnhof noch nicht einmal richtig begonnen worden, und keine der weiteren Straßenbahnverlängerungen wurde bisher planerisch vorbereitet. Nun droht ein weiterer Glaubwürdigkeitsverlust, weil die wichtige und attraktive Straßenbahnstrecke von Grünau nach Alt-Schmöckwitz (Linie 68) gefährdet ist. Senat und BVG konnten sich noch immer nicht auf ein Maßnahmen- und Finanzierungskonzept für die Instandsetzung dieser Strecke einigen. Offensichtlich sind die Senatspolitiker (wieder einmal) nicht in der Lage, der BVG zu verdeutlichen, dass Entscheidungen über Erhalt und Neubau von Straßenbahnstrecken allein dem Senat und dem Abgeordnetenhaus vorbehalten sind. Deshalb richtet sich der Beschluss der IGEB-Mitgliederversammlung auch an den Berliner Senat und hier insbesondere an Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer: Der Berliner Fahrgastverband IGEB fordert sie auf, alles zu tun, damit die sowohl bei Anwohnern als auch bei Ausflüglern beliebte Straßenbahnstrecke der Linie 68 in ganzer Länge erhalten bleibt. Im Übrigen wäre der Berliner Senat unglaubwürdig, wenn er einerseits die Stadt zu einem Zentrum der E-Mobilität entwickeln will und andererseits die elektrische Straßenbahn auf einer langen Strecke durch Dieselbusse ersetzen würde. Außerdem unterstützt die IGEB-Mitgliederversammlung das Konzept des Bezirks Pankow für den Umbau der Kastanienallee. Damit werden die Attraktivität und Zuverlässigkeit des Straßenbahnverkehrs und die Sicherheit des Radverkehrs gefördert. Der Fahrgastverband IGEB unterstützt die Aktionen zum Erhalt der Uferbahn, insbesondere die für den 9. April geplante Menschenkette. Mehr Informationen unter www.uferbahn.de (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 07.04.11).