Anfangs hatte sie 17 Mitglieder, jetzt sind es 39. Zu ihnen gehören die Bezirke Treptow-Köpenick, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf. 70 Anträge wurden bislang geprüft. Sie ergaben
54 Routenvarianten.
Am 6. Juni soll die Kommission ihre Beratungen abschließen. Dann wägt die DFS alle Empfehlungen ab. Im Sommer will sie ihr endgültiges Routenkonzept vorlegen, über das dann vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung entschieden wird.
Erste Entscheidungen gab es bereits. So wird die Startroute, die in Hörweite an …
Berlin-Wannsee, Potsdam und Werder bitte weiträumig umfliegen: Das soll für alle Flugkapitäne gelten, die mit ihren Maschinen auf dem künftigen Schönefelder Flughafen starten. Darauf hat sich die Fluglärmkommission für Schönefeld gestern mehrheitlich verständigt. Sie beschloss außerdem, dass alle nach Westen startenden Flugzeuge vorgegebenen Routen folgen sollen, bis sie eine Höhe von 10 000 Fuß (rund drei Kilometer) erreicht haben. Auch dies soll Bürger vor Fluglärm schützen. Initiativen und die CDU feierten die Beschlüsse als Erfolg. Doch die Chancen, dass sie verwirklicht werden, sind wohl eher gering. Denn die Deutsche Flugsicherung (DFS) will den beiden Empfehlungen voraussichtlich nicht folgen. Die Devise lautet: „Außen 'rum statt oben 'rüber“, sagte Marela Bone-Winkel von der Initiative …
BERLIN. Nach den jüngsten Gewaltvorfällen in der Berliner U-Bahn will der Senat ein umfassendes Konzept für mehr Sicherheit vorlegen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit an. „Wir brauchen mehr Präsenz auf den Bahnhöfen“, sagte er im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Höhere Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr will der Senatschef aber vermeiden. Das Konzept müsse bezahlbar bleiben, betonte der SPD-Politiker. Mehr Sicherheitsmaßnahmen sind nach den Worten Wowereits notwendig, weil die Hemmschwelle vor allem bei Jugendlichen offenbar gesunken ist. Statistisch sei die Zahl der Gewalt-Vorfälle zwar rückläufig. Subjektiv habe man aber den Eindruck, dass es brutaler geworden sei. „Besonders furchtbar finde ich diese Sinnlosigkeit. Es geht ja oft nicht darum, eine Geldbörse oder eine Jacke zu klauen, sondern es geht um …
POTSDAM. Nach den direkt betroffenen Gemeinden des neuen Großflughafens BBI wehren sich nun verstärkt auch Orte südwestlich von Berlin gegen die drohende Lärmbelastung. Sie forderten gestern gemeinsam, bei Starts von der Nordbahn in Richtung Westen müssten die Flugzeuge Potsdam und Werder weiträumig in größerer Höhe umfliegen. Beschließen soll dies die Fluglärmkommission, die am Montag tagt. Hinter dem Vorschlag stehen die Landeshauptstadt Potsdam, der Kreis Potsdam-Mittelmark, die Gemeinden Stahnsdorf, Teltow, Kleinmachnow sowie der Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sagte, die Wirtschaftlichkeit des Flugbetriebs dürfe nicht über die …
Der Bezirk Treptow-Köpenick ist vom Senat massiv daran gehindert worden, juristisch gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Flughafens Schönefeld vorzugehen. Das belegen Dokumente aus dem Jahr 2004, die der Berliner Zeitung vorliegen. In Briefen haben gleich mehrere Senatoren sowie der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den damaligen Bezirksbürgermeister Klaus Ulbricht (SPD) aufgefordert, eine beabsichtigte Klage gegen die Ausbaupläne nicht zu erheben. Andernfalls müsse der Bürgermeister mit Disziplinarmaßnahmen rechnen. Mit der Klage wollte der Bezirk Treptow-Köpenick, der vom Flughafen-Ausbau in Schönefeld besonders betroffen ist, erreichen, dass öffentliche Einrichtungen wie Kitas, Schulen oder Seniorenstätten mit Schallschutz ausgestattet werden. „Das war nach unserer Meinung im Planfeststellungsbeschluss …
BERLIN. Die Deutsche Bahn will die zahlreichen technische Probleme der jüngsten Vergangenheit künftig minimieren. Vor allem der massive Ausfall von Klimaanlagen im vergangenen Sommer, defekte Weichen im Winter und die Probleme mit den Radsätzen eines Großteils der ICE-Flotte stünden im Fokus der Bahn, sagte Technikvorstand Volker Kefer am Freitag. „Wir werden da besser“, sagte Kefer. Allerdings könne die DB „auch künftige Probleme nicht ausschließen“, schränkte er ein.
Modernere Züge Für den kommenden Sommer versprach Kefer zumindest, dass die Klimaanlagen stabiler arbeiten würden. In der Sommer-Hitzewelle 2010 waren 43 Klimaanlagen zum Teil ausgefallen, was zu einer Überhitzung der Züge geführt hatte. Zehn Züge mussten evakuiert, viele Passagiere ärztlich behandelt werden. Kurzfristig sollen mehrere Maßnahmen ein zu frühes Abschalten der …