Nach Abschluss der Ermittlungen muss nun doch als Ursache für den Schwelbrand im U-Bahntunnel der U-Bahnlinie U2 kurz hinter dem U-Bahnhof Zoologischer Garten von einer weggeworfenen oder in den Tunnel gewehten brennenden Zigarettenkippe ausgegangenen werden. Auch die von Technischer Aufsichtsbehörde und der BVG zur Unterstützung hinzugezogenen Spezialisten der Kriminalpolizei haben am Nachmittag keine Belege für eine technische oder andere Brandursache gefunden. Die technischen Einrichtungen am Ort sind in gutem Zustand, ebenso ist der Tunnel sauber und nicht vermüllt. Ausgebrochen war der Schwelbrand mit Rauchentwicklung kurz nach 11 Uhr an einem Notsignal, das im Regelbetrieb nicht genutzt wird. Dort hatte sich ein Übertritt aus Holz, der für Wartungsarbeiten benutzt wird, entzündet und geschmort. Der aufsteigende Rauch war von einem durchfahrenden Zugfahrer entdeckt und umgehend gemeldet worden. Die Züge wurden in Wittenbergplatz bzw. Zoologischer Garten entleert und der Bahnhof Zoo evakuiert, der Schwelbrand durch die Bahnhofsaufsicht mittels Feuerlöscher gelöscht. Die von der BVG angeforderte Feuerwehr konnte sich somit auf Nachlöscharbeiten und die Entlüftung des Bahnhofes beschränken. Holzteile wie der Übertritt sind gegen Entzündung imprägniert. Dennoch können brennende Zigarettenreste einen Schwelbrand auslösen. Deswegen gilt auch auf Bahnhöfen ein striktes Rauchverbot, da es immer wieder vorkommt, dass durch den Luftsog der ein- und ausfahrender Züge Kippen in die Tunnelanlagen geweht werden. Die U-Bahnlinie U2 war zwischen 11.04 und 14.18 Uhr zwischen U Bismarckstraße und U Gleisdreieck unterbrochen. Busersatzverkehr wurde mit zehn Bussen und acht Großraumtaxen eingerichtet (Pressemeldung BVG, 24.01.12).
Wer ist zuständig, wenn es zu einer Katastrophe im Bahntunnel unterm neuen Flughafen kommt? Die Flughafengesellschaft will die Verantwortung – und Haftung – nicht übernehmen. Sie zieht deshalb vors Gericht. Wieder einmal. Kurz vor der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld hat die Flughafengesellschaft die Klagefreude gepackt. Beim Lärmschutz steht sie dicht davor, bei der Haftungsfrage nach einem Feuer im Bahntunnel unter dem Terminal ist im Dezember das Verwaltungsgericht eingeschaltet worden. Dabei hatte das Innenministerium Brandenburgs bereits im Dezember beschieden, dass die Zuständigkeit beim Flughafen liege, wogegen dieser sich erst jetzt wehrt. Bei der praktischen Umsetzung sei man auch auf eine unklare Formulierung gestoßen, begründete Flughafensprecher Leif Erichsen den späten Schritt. Das Einsatzkonzept im Fall eines Feuers sei dagegen festgezurrt. Sollte es im Tunnel mit dem Fern- und S-Bahnhof direkt unter dem Terminal brennen, wäre die Flughafenfeuerwehr …
Um 11.05 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf der BVG-Leitstelle ein: Im Tunnel der U-Bahnlinie U2 am Bahnhof Zoo in Richtung Pankow hat es gebrannt. Starker Qualm hatte sich in dem Tunnel ausgebreitet. Die Feuerwehr hatte als Ursache für den starken Qualm zunächst einen Kabelbrand in der Plastik-Verkleidung einer Stromschiene vermutet. Bei einer Besichtigung durch die technische Aufsichtsbehörde der BVG, die der Senatsverwaltung untersteht, konnte jedoch keine Ursache – wie etwa ein vermuteter Kurzschluss – ermittelt werden. Aus diesem Grund untersucht nun die Kripo den Schacht nach möglichen Brandursachen. Der U-Bahn-Verkehr blieb deshalb bis 14.20 Uhr unterbrochen. Noch bevor die fünf Staffeln der Feuerwehr am …
Das bedeutendste Ausstellungsereignis für die internationale Bahnindustrie findet in diesem Jahr wieder in Berlin statt. Vier Tage lang – vom 18. bis 21. September – präsentiert die Branche ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen auf dem Messegelände unter dem Funkturm. Ein Blick auf den aktuellen Anmeldestand macht deutlich, dass die InnoTrans auch in ihrem neunten Messejahr weiter in allen Bereichen deutliche Zuwächse verzeichnet. Damit stärkt die Leitmesse für Schienenverkehrstechnik ihre Position als Branchenmarktplatz mit Weltbedeutung. Mit den bisherigen Anmeldungen ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Hallen-Ausstellungsfläche der InnoTrans 2010 weit überschritten. Das Interesse der Industrie konzentriert sich jedoch nicht allein auf die Messehallen – auch das Freigelände wird stark nachgefragt. Die Stellflächen für rollendes Material auf der 3.500 laufende Meter umfassenden Gleisanlage sind voll belegt. Der Veranstalter Messe Berlin reagiert auf die große Nachfrage mit der bedarfsgerechten Erschließung zusätzlicher Hallenkapazitäten und individuellen Platzierungslösungen. Ziel ist, auch alle weiteren Anmeldungen, die bis zum Anmeldeschluss am 15. Februar eingehen, angemessen zu berücksichtigen. Bei regionaler Betrachtung der Messebeteiligung fällt Asien besonders ins Auge. Bezugnehmend auf die Vergleichswerte der vorherigen Veranstaltung haben die Unternehmen aus dem asiatischen Raum zu Beginn dieses Jahres etwa 40 Prozent mehr Ausstellungsfläche gebucht. Auch die US-amerikanischen Firmen vergrößern ihre Messepräsenzen. Das Interesse der europäischen Bahnindustrie an einer Messeteilnahme ist ungebrochen groß. Insgesamt übertrifft die Messe in Sachen Internationalität das Niveau der vergangenen Jahre. Der Anteil ausländischer Aussteller liegt aktuell bei über 50 Prozent (Pressemeldung Messe Berlin, 18.01.12).