Eigentlich war die Verlängerung der Regionalbahn-Linie 13 über den eigentlichen Endpunkt Berlin-Spandau nach Berlin Hauptbahnhof nur als Ersatz für den stark ausgedünnten S-Bahn-Fahrplan gedacht. Viele Fahrgäste haben jedoch in den zurückliegenden Wochen das Zusatzangebot geschätzt. Durch diese zusätzliche Verbindung aus entstehen neue Umsteigemöglichkeiten am Bahnhof Jungfernheide und sehr attraktive Fahrzeiten zum Berliner Hauptbahnhof. Der DBV-Regionalverband schlägt vor, die Verlängerung der RB 13 zur Dauereinrichtung zu machen. Damit wird neben den neuen und sehr guten Umsteigemöglichkeiten an den Bahnhöfen Jungfernheide und Hauptbahnhof ein weiterer wichtiger positiver Effekt erreicht: der Bahnhof Spandau wird entlastet. Im Regelfall nämlich blockieren die Züge der RB 13 die eh sehr knappen Gleiskapazitäten in Spandau (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Regionalverband Havelland e. V., 12.11.09).
„Eine neue Lokomotive der Baureihe 182 wurde am 22. Oktober getestet. Mit Beginn des neuen Fahrplanjahres am 13. Dezember werden die Züge des RE 10 zwischen Cottbus und Leipzig mit dieser Lok fahren. DB Regio hat die Ausschreibung dieser Strecke gewonnen. Nun werden sich einige Leser von punkt 3 vielleicht an Berichte erinnern, nach denen wir mit neuen elektrischen Triebwagen vom Typ Talent 2 an den Start gehen wollten. Die Anlieferung dieser Triebwagen verzögert sich jedoch, so dass zunächst lokbespannte Züge eingesetzt werden. Die hohe Leistung der BR 182 ermöglicht es außerdem, die geplanten Triebwagenfahrzeiten zu halten und bei baustellenbedingten Verzögerungen im Raum Leipzig eventuelle Verspätungen durch die hohe Beschleunigung wieder herauszufahren. Wir haben zu dieser Fahrt Kollegen von DB Netz und DB Station und Service eingeladen, um noch notwendige Details des …
(Berlin, 6. November 2009) Auf den Regionallinien RE 10 Cottbus-Leipzig und RB 43 Cottbus-Falkenberg (Elster) werden im Dezember nicht wie geplant neue Elektrotriebwagen fahren. Der Einsatz der Talent 2-Fahrzeuge verzögert sich nach Angaben des Herstellers Bombardier Transportation voraussichtlich um mindestens sechs Monate.
Die Fahrzeuge sind beim Hersteller bis auf wenige Ausnahmen produziert, aber noch nicht zur Zulassungsreife gebracht. Damit kann der ursprüngliche Betriebsstart des Talent 2 zum 13. Dezember 2009 nicht eingehalten werden.
Aufgabenträger und Betreiber bedauern, dass die Fahrzeuge vom Hersteller nicht fristgerecht bereitgestellt werden können und die Fahrgäste nun mindestens bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2010 auf die modernen Talent 2-Züge warten müssen. Bis dahin werden weiter die herkömmlichen Regionalzüge eingesetzt.
Knapp 30 Minuten von Wandlitzsee nach Berlin-Gesundbrunnen – ein Traum der Niederbarnimer Berufspendler ebenso wie für Berliner Ausflügler, der wahr werden könnte, wenn es gelänge, die historischen Schienenverbindungen zwischen Barnim, Oberhavel und Berlin, die beim Mauerbau 1961 gekappt worden waren, wiederherzustellen und in Betrieb zu nehmen. Die Chancen, das ehrgeizige Projekt umzusetzen, sind gestiegen, seit kürzlich die ersten Ergebnisse einer 2008 von Berlin und Brandenburg in Auftrag gegebenen Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Heidekrautbahn vorgelegt wurden. Danach, so Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn AG, habe nur der so genannte historische Südast, der von Schönwalde über Mühlenbeck, Schildow und Berlin-Wilhelmsruh führte und nach den Plänen nun bis Gesundbrunnen verlängert werden soll, „das Potenzial für Neuverkehr“. „Nur der würde sich rechnen“, sagt auch …
Knapp 30 Minuten von Wandlitzsee nach Berlin-Gesundbrunnen – ein Traum der Niederbarnimer Berufspendler ebenso wie für Berliner Ausflügler, der wahr werden könnte, wenn es gelänge, die historischen Schienenverbindungen zwischen Barnim, Oberhavel und Berlin, die beim Mauerbau 1961 gekappt worden waren, wiederherzustellen und in Betrieb zu nehmen. Die Chancen, das ehrgeizige Projekt umzusetzen, sind gestiegen, seit kürzlich die ersten Ergebnisse einer 2008 von Berlin und Brandenburg in Auftrag gegebenen Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Heidekrautbahn vorgelegt wurden. Danach, so Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn AG, habe nur der so genannte historische Südast, der von Schönwalde über Mühlenbeck, Schildow und Berlin-Wilhelmsruh führte und nach den Plänen nun bis Gesundbrunnen verlängert werden soll, „das Potenzial für Neuverkehr“. „Nur der würde sich rechnen“, sagt auch …
Das Jahr 17 nach dem Mauerfall schrieb neben Fußball- auch Bahngeschichte. Mit der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels und des neuen Hauptbahnhofs war das größte Bahnkreuz Europas entstanden und Millionen Fußball-WM-Gäste prüften es vom ersten Tage an auf seine Belastbarkeit. Allein die S-Bahn brachte rund sieben Millionen zusätzliche Fahrgäste ins Fußballstadion, zu Fanmeilen, Großbildleinwänden und Konzerten. Die Züge fuhren während der Fußball-WM im durchgehenden 24-Stunden-Betrieb. Die Tagesleistung aller S-Bahn-Züge zusammengenommen hätte an jedem der WM-Tage zweimal um die Erde gereicht. Die zehn Bahnsteige des S-Bahnhofs Olympiastadion – dem größten deutschen S-Bahnhof – erlaubte die Abfahrt von bis zu 40 000 Fußballfans nach Spielende innerhalb einer Stunde. Im Regionalverkehr fuhren an WM-Spieltagen 150 Züge verlängert oder als zusätzliche Leistung und 40 …
Die 23 gelb-weißen Dieseltriebwagen der ODEG vom Typ Regio Shuttle RS 1 legen seit 2004 jährlich 3,4 Millionen Zugkilometer in Brandenburg zurück. Ein bis zweimal pro Stunde sind sie zwischen Berlin-Lichtenberg und Frankfurt (Oder) auf einer Streckenlänge von 345 Kilometer unterwegs. Die ODEG fährt auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen und beschäftigt so etwa 200 Mitarbeiter. Ab Ende 2011 aber beginnt für das Unternehmen eine neue Zeitrechnung, nachdem sich an der bislang größten Ausschreibung des Regionalverkehrs auf der Schiene in Deutschland nur zwei Bewerber beteiligt hatten und die ODEG der Deutschen Bahn wichtige Strecken abluchste. Damit werden künftig 650 Kilometer Gleise mehr durch die ostdeutsche Eisenbahn GmbH befahren. „Wir verdoppeln uns“, rechnet Jörg Kiehn, Betriebsleiter bei der ODEG, vor: Das Leistungsvolumen wachse von 7,4 Millionen um weitere 7,2 Millionen Zugkilometer im Jahr, die Zahl der Mitarbeiter steige …
Noch immer gibt es in Berlin und im näheren Umland Eisenbahnstrecken, die nur eingleisig befahrbar sind. Entweder wurden nach dem Ende des 2. Weltkrieges als Reparationsleistung das zweite Gleis demontiert (zum Beispiel auf der S-Bahn-Strecke nach Königs Wusterhausen) oder nach dem Fall der Mauer wurde, als Provisorium, nur ein Gleis aufgebaut (zum Beispiel von Wannsee nach Griebnitzsee). Ernsthafte Aktivitäten, diese kriegs- und teilungsbedingten Lücken zu schließen, gibt es nicht. Hier muss es endlich, zumindest an den „Nadelöhren“ im Netz einen Ausbau zur Stabilisierung des Fahrplanes geben. Wenn ein Zug nur zwei oder drei Minuten Verspätung hat und deshalb Fahrgäste des Gegenzuges nicht zwei oder drei Minuten sondern 20 und mehr Minuten zu spät zur Arbeit kommen (weil Anschlüsse wegen dieser fehlenden zwei Minuten nicht mehr klappen), ist das ärgerlich. Leider gibt es keine Anstrengungen, durch kleinere Ausbauten im Netz für einen verlässlichen und stabilen Fahrplan zu sorgen. So liegt zwischen Wannsee und Griebnitzsee ein etwa 2 Kilometer langes Gleisstück, auf dem bis vor etwa 10 Jahren Prüffahrten mit Werkstattzügen stattgefunden haben. Das Gleis wird nicht mehr benötigt. Durch den Einbau einer Weichenverbindung wäre es jedoch im Verspätungsfall möglich, hier auf den noch pünktlichen Gegenzug zu warten und so die Verspätung nicht auf alle nachfolgenden Züge zu übertragen. Gleiches gilt für den Abschnitt von Schönholz nach Tegel oder Heiligensee nach Hennigsdorf, von Frohnau nach Hohen Neuendorf oder auch die Ertüchtigung des S-Bahn-Abschnittes zwischen Buch und Bernau. Nach Meinung des DBV ist es auch dringend erforderlich, den südlichen Berliner Innenring wiederaufzubauen und zu elektrifizieren. So könnten Züge aus dem südlichen Brandenburg bei Betriebsstörungen nach Gesundbrunnen weiterfahren. Auch ein drittes Gleis für den Regional- und Fernverkehr zwischen Spandau und Nauen ist nach Meinung des DBV notwendig, um das heutige Zugangebot pünktlicher zu gestatlten. Aber stattdessen, so ist es der Tagespresse zu entnehmen, soll jetzt die äußerst fragwürdige und verkehrlich überflüssige „S 21“ von Westhafen/Wedding zum Hauptbahnhof gebaut werden. Knapp 1,6 Kilometer für über 220 Millionen Euro. Auch das Land Brandenburg hat genügend Geld, um im Berufsverkehr einen 15 Minuten-Takt zwischen Potsdam und Friedrichstraße zu bestellen anstatt sich mit der DB AG auf den durchgehenden zweigleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Potsdam Hbf und Wannsee zu verständigen (was viel preiswerter wäre!). Vielleicht liegt es ja daran, dass kleinere Maßnahmen halt weniger Geld kosten und deshalb nicht ernst genommen werden oder haben beide Länder irgendwo im Lotto gewonnen und können ihre chronisch klammen Kassen füllen? Der DBV fordert sowohl die DB AG als auch die Länder Berlin und Brandenburg auf, anstatt teurere Prestigeprojekte zu finanzieren, anhand der Verspätungsanfälligkeiten im bestehenden Netz kleinere Ausbauten vorzunehmen. Das ist viel sinnvoller und effizienter, als neue Investruinen zu schaffen, die wenig Nutzen bringen. Als Fazit stellt der DBV-Landesverband fest, dass ein schlüssiges verkehrliches ÖPNV-Gesamtkonzept für Berlin und sein näheres Umland fehlt. Entsprechende Vorschläge wird der DBV im nächsten Jahr mit aktiver Teilnahme seiner Mitglieder erarbeiten (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 13.10.09).
GROSS SCHÖNEBECK. Wer zum Pilze sammeln in die Schorfheide fahren oder den Liepnitzsee umwandern will, muss weit außerhalb der Innenstadt umsteigen. Denn die Heidekrautbahn, wie die Ausflugsstrecke nach Groß Schönebeck und Schmachtenhagen genannt wird, fängt erst in Karow an. Bis dahin ist eine längere S-Bahn-Fahrt angesagt. Doch die Chance, dass die Regionalbahnlinie NE 27 künftig bereits in Gesundbrunnen beginnt und attraktiver wird, ist gestiegen. Von Berlin und Brandenburg beauftragte Gutachter haben 19 Zukunftsvarianten für die Heidekrautbahn geprüft. Davon sind jetzt vier Varianten übrig geblieben, die alle eine Verlängerung der Linie in Richtung Stadtzentrum vorsehen. Das teilte Petra Rohland, die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Berliner Zeitung mit. Zwei Varianten sehen vor, die unterbrochene frühere Strecke über Berlin-…
Von Montag an setzt die Deutsche Bahn zusätzliche Regionalbahnen zwischen Spandau, Jungfernheide und Hauptbahnhof ein. Montags bis freitags wird die Linie RB 13 aus Wustermark verlängert – als Ersatzverkehr für die S-Bahn nach Spandau, die derzeit außer Betrieb ist. Die zusätzlichen Züge fahren in Spandau um 6.13, …