Ein rauchendes Stück Schrott ist alles, was von der 20 Jahre alten Elektrolok 114009-4 gestern nach einem Feuer übrig geblieben ist. Als sie um 15.34 Uhr den Regionalexpress 18150 von Frankfurt (Oder) nach Brandenburg/Havel in den Ostbahnhof schob, schlugen bereits hohe Flammen aus ihr empor. Schuld könnte ein Kurzschluss gewesen sein. Der Lokführer, der im Wagen an der Spitze gesessen hatte, ließ den Zug am …
(Berlin, 22. Juli 2011) Wegen Gleisbauarbeiten fallen die Züge der Linie RB 20 von Montag, 25. Juli, bis Mittwoch, 3. August, zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Golm aus.
Die Reisenden können stattdessen die Züge der RB 21, die zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Priort verkehren, nutzen. In Priort besteht Anschluss an die Züge der RB 20 nach/von Hennigsdorf.
Die Züge der RB 21 werden zwischen Potsdam Park Sanssouci und Golm umgeleitet und halten zusätzlich in Werder (Havel).
Die Züge ab Potsdam Griebnitzsee beziehungsweise Potsdam Hauptbahnhof nach Wustermark fahren bis zu einer halben Stunde früher ab.
Über Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter www.bahn.de/aktuell. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon (0331) 235 6881 oder -6882.
Berlin (dpa/bb) – Trotz der angekündigten Streikpause der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) fährt die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) auch am Donnerstag in Berlin und Brandenburg mit Notfahrplan. Es wird nach Angaben des Unternehmens aber geprüft, wie es in den nächsten Tagen weitergehen wird. Der am 14. Juli begonnene Streik der GDL bei der ODEG endete nach deren Angaben am Donnerstagmorgen um 3.00 Uhr. Die GDL hatte zuvor angekündigt, drei Wochen nicht zu streiken. Nach dem seit Mitte Juni geltenden Notfahrplan – vom Unternehmen Basisfahrplan genannt – fallen bei der Odeg zwischen …
2015 findet die erste länderübergreifende Bundesgartenschau in Brandenburg und Sachsen-Anhalt gemeinsam statt. Die Veranstalter haben sich für die Havel als „Teil des 'Blauen Paradieses'“ sportliche und sehr ehrgeizige Ziele gesetzt. Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Rhinow und Havelberg fungieren gemeinsam als Ausrichter. Bundesgartenschauen sind immer ein überregionaler Magnet in der Wahrnehmung und so werden auch 2015 über eine Million Besucher erwartet. Woran es jedoch krankt, ist die Verkehrsanbindung der Standorte untereinander. Schön und gut, wenn der Wassertourismus eine hervorgehobene Rolle spielen soll. Nur: Havelberg als nördlichster Veranstaltungsort liegt über 72 km von Brandenburg an der Havel an der Südspitze entfernt. Da bedarf es eines ausgefeilten und leistungsfähigen Shuttleangebotes. Bedauerlicherweise ist das jedoch nicht in Sicht. Als einzige leistungsfähige Verbindung steht – theoretisch! – die Eisenbahnstrecke von Brandenburg nach Rathenow zur Verfügung. Dank erfolgter Rückbauten ist jedoch auch nur ein 1-Stunden-Takt mit kurzen Triebwagen möglich. Alle anderen Verbindung sind nur auf der Straße erreichbar. So droht ein Verkehrskollaps, auf den der DBV-Landesverband bereits bei der Bekanntgabe des Standortes 2015 aufmerksam gemacht hat. Es scheint fast so, als ob die Veranstalter sich ihre gute gedachte Bundesgartenschau durch eine Invasion von vielleicht zusätzlich 200.000 Pkws täglich über die zweispurigen Straßen kaputt machen lassen müssen. Da wird das Motto der Bundesgartenschau vielleicht im obigen Sinne umgedeutet werden müssen? Die Strecke von Rathenow Nord nach Neustadt (Dosse), die als Zubringer ins Amt Rhinow und nach Havelberg fungieren könnte, befindet sich derzeit im Entwidmungsverfahren. Der jetzige Eigentümer hat bereits großflächig die Gleise demontiert (ohne dafür eine notwendige Genehmigung zu haben) und fühlt sich nicht mehr an seine damalige Zusage, hier wenigstens einen Draisinenverkehr während der Bundesgartenschau anzubieten gebunden. Der Presse ist zu entnehmen, dass die Lokalpolitiker scheinbar jede Hoffnung auf den Erhalt der Strecke und die eigentlich versprochene Nutzung aufgegeben haben. Um in letzter Sekunde noch das Verschwinden der Eisenbahnstrecke zu verhindern, hat der DBV-Landesverband heute Verkehrsminister Vogelsänger eindringlich gebeten, durch politische Einflussnahme die Entwidmung zu verhindern. Sollte es wirklich 2015 nur möglich sein, alle Standorte mit dem Pkw oder dem Bus auf der Straße zu erreichen, erwartet der DBV eher negative Schlagzeilen über die Bundesgartenschau. Die Bundesgartenschau 2015 braucht eine leistungsfähige und verlässliche Schienenanbindung als Grundangebot (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 21.07.11).
Fahrgäste der Regionalbahnlinie RB 12 (Berlin-Lichtenberg – Templin) können künftig wieder jede Stunde am Bahnhof Vogelsang ein- und aussteigen. Dies wurde nach Gesprächen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und der Deutschen Bahn AG vereinbart. In den nächsten Tagen wird der Übergang über die Gleise wiederhergestellt, die Sicherung der Reisenden am Überweg wird durch die Deutsche Bahn vorgenommen. „Ich freue mich, dass hier eine pragmatische Lösung gefunden wurde“, unterstreicht Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger. Auch VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz zeigt sich erleichtert: „Mit der Modernisierung der Stellwerksanlagen durfte zwischenzeitlich in Vogelsang der kleine Bahnsteig zwischen den Gleisen aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden. So kam es zu dem unglücklichen Zustand, dass die Fahrgäste trotz eines stündlichen Halts in Vogelsang nur alle zwei Stunden ein- bzw. aussteigen durften. Diese technischen und rechtlichen Hintergründe sind für die Fahrgäste nur sehr schwer erklärbar, deshalb bin ich sehr froh, dass sich alle beteiligten Seiten verständigt haben und nun eine schnelle Lösung gefunden wurde.“ Bis 2013 sollen im Brandenburger Abschnitt der RB 12 weitere Stellwerke und viele Bahnsteige erneuert werden. Die Modernisierung des Bahnhofs Zehdenick ist bereits abgeschlossen und das neue elektronische Stellwerk in Betrieb genommen. Mit der Erneuerung der Signaltechnik werden die Streckenabschnitte auch mit der Punktuellen Zugbeeinflussung (PZB) ausgerüstet. Außerdem wird auf weiteren Abschnitten die Geschwindigkeit auf 80 km/h erhöht. In Zehdenick bieten nun auch zwei neue Bahnsteige einen bequemeren Ein- und Ausstieg in die Züge. Zuvor wurde bereits das Bahnsteigdach saniert. Noch in diesem Jahr wird mit dem Umbau des Bahnsteigs im Bahnhof Templin begonnen. Die weiteren Stationen von Templin Stadt bis nach Bergsdorf sind in einem zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Zeitgleich mit dem Streckenausbau Berlin-Rostock auf 160 km/h erhalten in 2012 und 2013 auch die Halte in Löwenberg (Mark), Grüneberg und Nassenheide neue Bahnsteige (Pressemeldung VBB, 14.07.11).
VOGELSANG – Für die Vogelsanger hat sich der Protest gelohnt. Wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Mittwochnachmittag mitteilte, dürfen sie an ihrem Bahnhof demnächst wieder stündlich ein- und aussteigen. Das habe der VBB mit dem Landesministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft so vereinbart. Der Übergang zum hinteren Bahnsteig wird demnach in den nächsten Tagen wiederhergestellt und die Fahrgastsicherung durch die Deutsche Bahn gewährleistet. Noch am Vormittag hatten Bewohner und Bahnfahrer gegen den Wegfall des stündlichen Halts protestiert und dabei auch Unterstützung aus der Politik erhalten. Rainer Genilke, verkehrs- und infrastrukturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, wollte sich selbst ein Bild machen von der Situation am Vogelsanger Bahnhof und sich mit dem Landtagsabgeordneten Henryk Wichmann treffen. Das Problem nur: Genilke kam gegen 10 Uhr nicht aus dem haltenden Zug, sein Parteikollege stand auf dem Bahnsteig. Die Türen …
Potsdam/ Berlin – Die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) verbessert von heute an ihr Angebot in Berlin und Brandenburg. Gestern hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) einen erneuten Streik nach sieben Tagen vorläufig beendet. Die ODEG hat der GDL nunmehr angeboten, durch eine Schlichtung Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt zu bringen. Zum Normalfahrplan kehrt das Unternehmen noch nicht zurück. Der dauerhafte Notfahrplan der ODEG wird nun aber unabhängig von der Tarifauseinandersetzung erweitert. Der Zwei-Stunden-Takt der Züge zwischen Berlin-Lichtenberg, Eberswalde und Frankfurt (Oder) wird von …
Anfang Juli 2011 hat DB Netz gleich zwei Strecken in Brandenburg zur Abgabe ausgeschrieben: 1. Löwenberg (Mark) (ausschl.) – Rheinsberg (Mark) (einschl.): Diese 37,5 km lange Nebenbahn (Reststück der einst 51 km langen Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn), die mit bis 80 km/h befahren werden darf, wird im Saisonverkehr von der RB 54 KBS 209.54 bedient. Die 2012 zu erzielenden Trasseneinnahmen liegen mit ca. 384 000 Euro um ca. 33 000 Euro unter den geschätzten Streckenkosten, die für 300 000 Euro Instandhaltungskosten enthalten. Die DB Netz fürchtet aber Investitionskosten von ca, 1,4 Millionen Euro in den nächsten 5 Jahren, die Hälfte davon für den Oberbau, und möchte daher die Strecke abgeben oder stilllegen. 2. Britz (ausschließlich) – Templin Stadt (ausschließlich) der Bahnstrecke Britz -Templin Stadt – (früher weiter bis Fürstenberg): Die Strecke wird von Britz bis Joachimsthal von der KBS 209.60 mit 15 Zugpaaren im SPNV bedient. Daneben gibt es Bedarfsgüterverkehr über Joachimsthal hinaus bis Milmersdorf, der Abschnitt Milmersdorf-Templin Stadt ist derzeit ohne Verkehr. Hier liegen die 2012er Trasseneinnahmen mit ca. 683 000 Euro über den Kosten von ca. 505 000 Euro, die knapp 300 000 Euro für Instandhaltung enthalten und einen nicht aufgeschlüsselten Betrag von 38 300 Euro, der keine Personalkosten darstellt. Auch hier fürchtet die DB Netz Investitionskosten von 2,4 Millionen Euro, davon etwa zwei Drittel für den Oberbau, und möchte die Strecke entweder abgeben oder stilllegen. Der Verkaufspreis beträgt ca. 228 000 Euro, dazu kämen etwas mehr als 29 000 Euro jährliche Infrastrukturanschlusskosten in den Endbahnhöfen Britz und Templin Stadt, sowie die Übernahme einer Rückzahlungsverpflichtung gemäß §9 Bundesschienenwegeausbaugesetz für noch nicht abgeschriebene Investitionshilfen des Bundes (Peter Klotz, 08.07.11).