Jetzt steht es ganz genau fest: Mit dem schnellsten Regionalexpress wird eine Fahrt vom Berliner Hauptbahnhof zum neuen Schönefelder Flughafen 30 Minuten dauern. Es können aber auch 32 oder 36 Minuten sein – je nachdem, welchen Zug man wählt. Gestern gaben die Berliner Flughäfen und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bekannt, wie viel Zeit Fahrgäste zum künftigen Hauptstadtflughafen einplanen müssen „Die Anbindung des Willy-Brandt-Airports kann sich sehen lassen“, sagte der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD). Doch klar wurde auch: Viele Berliner werden länger als heute unterwegs sein, bevor sie in ein Flugzeug steigen können. Und: Für andere wichtige Themen, die den Verkehr zum Flughafen betreffen, gibt es immer noch keine Lösung – zum Beispiel für den künftigen Taxitarif und die Staus auf der Autobahn 113. Am 2. Juni 2012 soll der Flughafen Tegel geschlossen werden, am Tag darauf der neue …
Hauptsache gute Laune! Schließlich ist Wahlkampfzeit. Mit großem Tamtam sind gestern die Bahn- und Busverbindungen zum neuen Schönefelder Flughafen vorgestellt worden. Es stimmt: So schlecht werden es die Berliner nicht haben. Zwar müssen viele von ihnen weitere Wege zum nächsten Flughafen zurücklegen, wenn Tegel erst einmal dicht gemacht worden ist. Aber das ist nun mal der Preis dafür, dass zumindest im Norden und Nordosten der Stadt mehrere hunderttausend Menschen von Fluglärm verschont bleiben. Auch weiterhin werden die Fahrpreise im internationalen Vergleich lächerlich anmuten. Derzeit kostet ein Fahrschein zum Flughafen drei Euro, im nächsten Jahr wird der Preis vielleicht auf 3,20 oder 3,30 Euro steigen – in München, New York und Paris ist für so ein Ticket das …
(Berlin, 6. September 2011) Entgegen anderslautender Meldungen fahren die Züge zwischen Berlin und Cottbus nach Abschluss der Streckensanierung pünktlich.
Die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 70 km/h auf einem 200 Meter langen Abschnitt über einer Moorstelle bei Bestensee hat für die Kunden keine Auswirkungen auf die Reisezeit. Ab Ende Oktober werden die Züge auch hier mit 120 km/h und im Dezember mit 160 km/h fahren.
LÜBBENAU. Blau sind die Wände und Führerstände, rot die Speichenräder und Stromabnehmer. Einst zog die Elektrolok Nummer 18047 Schnellzüge von Berlin nach München. Am Freitag rollte das 1939 gebaute Prachtstück des DB Museums Halle (Saale) in den Spreewald. Es zog einen der ersten Züge, die auf der sanierten Strecke zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau unterwegs waren – voll mit Bahnmitarbeitern, die an dem Ausbau beteiligt waren. Von diesem Sonnabend an soll es auf der 60 Kilometer langen Trasse wieder regulären Verkehr geben. Am Morgen will die Bahn den Betrieb auf den Linien RE 2 und RB 14 aufnehmen. Dadurch sind Tropical Islands sowie die Spreewaldstädte Lübben und Lübbenau von Berlin aus wieder auf direktem Weg per Zug erreichbar. Für 130 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes ist die Strecke …
(Berlin, 2. September 2011) In der Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) vom 01.09.2011 zum Thema „Mehr Transparenz im S- und Regionalbahnverkehr – Zugausfälle und Verspätungen monatlich auf VBBonline.de“, gibt der VBB bekannt, dass durchschnittlich 443 S-Bahn-Viertelzüge im Juli 2011 im Linienbetrieb unterwegs seien und dies 79 Prozent des vertraglich vereinbarten Angebots entspreche. Weiter stellt der VBB dar, dass gemäß Verkehrsvertrag für den Monat Juli eine Fahrzeugverfügbarkeit von 562 Viertelzügen im Linienbetrieb vereinbart sei.
Diese Angaben sind falsch. Das für den Monat Juli 2011 gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg und dem VBB abgestimmte Soll für den vom VBB gewählten Betrachtungszeitraum beträgt 524 Viertelzüge. Die durchschnittlich 443 im Linienbetrieb eingesetzten Viertelzüge entsprechen demnach nicht 79 sondern 85 Prozent des vertraglich vereinbarten Angebots.
Die Deutsche Bahn begrüßt ausdrücklich, die Leistungskennziffern der Partner im Verkehrsverbund transparent darzustellen. Allerdings sollten die Zahlen dann auch stimmen. Unverständlich bleibt zudem, weshalb fast ausschließlich die Leistungen der Deutschen Bahn und nicht die der anderen großen Verbundpartner – wie die BVG – veröffentlicht werden.
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) veröffentlicht ab sofort im Internet die monatlichen durchschnittlichen Werte der Zugausfälle und Verspätungen im S- und Regionalbahnverkehr sowie die Anzahl der betriebsbereiten S-Bahn-Fahrzeuge. Unter www.VBBonline.de/Puenktlichkeitsbilanz befinden sich die prozentualen Angaben im Monats- und Jahresvergleich. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind mit die wichtigsten Qualitätskriterien im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Um diese Kriterien für die Fahrgäste zukünftig noch transparenter und vergleichbar darzustellen, veröffentlicht der VBB auf seiner Internetseite ab sofort am Monatsende die jeweiligen Durchschnittswerte des vorherigen Monats im S- und Regionalbahnverkehr. Begleitend dazu werden einige Hintergrundinformationen und die wichtigsten Einflussfaktoren für die Zugausfälle und Verspätungen dargestellt. VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: „Hohe Qualität im Nahverkehr ist kein Luxus sondern eine Selbstverständlichkeit, die wir unseren Fahrgästen bieten und mit der wir auch neue Kunden gewinnen wollen. Dazu gehört auch eine ehrliche Bestandsaufnahme der tatsächlich erbrachten Leistungen. Transparenz schafft Vertrauen und deshalb bieten wir neben unseren jährlichen Qualitätsberichten zusätzlich nun auch eine monatliche Qualitätsstatistik, um die Fahrgäste und die Öffentlichkeit über die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Schienenverkehr zu informieren.“ Im Juni 2011 wurden insgesamt 95,1 Prozent aller im Regionalverkehr bestellten Zugfahrten durchgeführt. Ein wesentlicher Grund für die erfassten Zugausfälle sind die umfangreichen Bauarbeiten zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau. Der Pünktlichkeitswert im Regionalverkehr erreichte im Juli 85,1 Prozent. Damit sank er im Vergleich zum Vormonat (Juni: 86,4 Prozent) um 1,3 Prozent. Bauarbeiten, Gleisunterspülungen und Streikmaßnahmen waren im Juli die Hauptursachen für die Verspätungen. Der Zuverlässigkeitsgrad im S-Bahnverkehr auf Grundlage des im Verkehrsvertrag bestellten Fahrplans lag im Juli bei 89 Prozent. Berücksichtigt sind dabei die immer noch ausfallenden Linien S45 und S85 sowie die nicht erbrachten Zugfahrten von Verdichterzügen in der Hauptverkehrszeit. Auf Grundlage der aktuellen Betriebsstufe erreichte die S-Bahn Berlin GmbH im Juli einen Pünktlichkeitswert von 96,2 Prozent. Durchschnittlich 443 S-Bahn-Viertelzüge waren im Juli im Linienbetrieb unterwegs, das waren 79 Prozent des vertraglich vereinbarten Angebots (Pressemeldung VBB, 02.09.11).