Am 01.12.11 war es nun so weit. Das letzte Wahrzeichen der Ostbahn ist von seinem angestammten Platz verschwunden. Um genau 12:43 wurde die Brücke von ihren Stützen gehoben. Zuvor sind schon Signale und Treppe abgebaut worden. Im kommenden Jahr wird die Signalbrücke dann an einem neuen Standort parallel zu den Gleisen vom Bahnsteig aus sichtbar wieder aufgebaut. Für manch einen Stammgast der Ostbahn mag dies kein Ersatz sein, jedoch ohne die Bemühungen der Buckower Kleinbahn, der Zusage von Herrn Dr. Grube und des Denkmalschutzamts wäre das Teil definitiv in den Schrott gewandert. Dank gilt den beim Abbau beteiligten Firmen, T-G-R Tief, Gleis und Ingenieurbau, Fa. Mobi Lift und den schon vom Fahrleitungsneubau bekannten Stahlbauern Peter Bierhals und Klaus Wennicke aus Buckow und Müncheberg (Andreas Hauschild, Buckower Kleinbahn – Eisenbahnverein Märkische Schweiz e.V., 02.12.11).
LINDENBERG – Die Museumseisenbahner des Prignitzer Kleinbahnmuseums aus Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) erwarten am 3. und 4. Dezember wieder ihre kleinen und großen Gäste aus nah und fern zu den traditionellen Nikolausfahrten. An beiden Tagen setzt sich der Museumszug jeweils um 10 Uhr, 11.30 Uhr, 13 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr in Lindenberg in Bewegung. Unterwegs steigt der Nikolaus zu und verteilt an die mitfahrenden Kinder Geschenke. Auf dem Bahnhof in …
Mehr Informationen gibt es unter www. Pollo.de (MAZ)
POTSDAM / BABELSBERG – Vergleichsweise spät führte Potsdam im Jahr 1907 die elektrische Straßenbahn ein. Zuvor war 27 Jahre lang die Pferdebahn am Stadtschloss vorbeigezuckelt. Ivo Köhler, Chef des Vereins Historische Straßenbahn Potsdam, stellte gestern die Rekonstruktion des Lindner-Motorwagens Nummer 9 vor. 22 dieser Wagen hatten 1907 den Betrieb aufgenommen. Überlebt hat keiner. Die Wiedergeburt war eigentlich für das Jubiläumsjahr der Tram 2007 geplant. Doch Spendensammlung und Aufbau erwiesen sich als langwierig. Zwar waren einige der Oldtimer noch bis in die 1960er Jahre in Betrieb, doch wanderten sie dann auf den …
Wer am 21. Juni 1931 das Spektakel miterleben wollte, musste früh aufstehen. Dennoch strömten nach zeitgenössischen Berichten Tausende in der Morgendämmerung zum Bahnhof Hamburg-Bergedorf und stellten sich an den Gleisen Richtung Berlin auf. Großer Presserummel, am Himmel tourte sogar ein Flugzeug. Alle warteten darauf, dass um 3.27 Uhr ein silberner Blitz startete, an ihnen vorbeizischte, der Krach des Riesenpropellers am Heck wieder verhallte und sie Zeugen geworden waren. Zeugen einer Weltsensation: Der von dem Ingenieur Franz Kruckenberg seit 1929 entwickelte „Schienenzeppelin“ war auf Rekordjagd. 150 Kilometer in der Stunde, 180, 200, dann – auf der langen, geraden Strecke zwischen Wendisch-Warnow und Wittenberge – 230,2 Stundenkilometer. Als Kruckenberg und seine Mannschaft um 5.37 Uhr in Berlin-Spandau mit dem Schienenzeppelin einfuhren, war ein …
Die S-Bahn Berlin und der Verein Historische S-Bahn laden Berliner und Brandenburger am Wochenende 28./29. Mai zu einer eindrucksvollen Zeitreise in die Werkstatt Erkner ein. 30 historische S-Bahn-Fahrzeuge bilden die Kulisse für Erlebnisberichte und Eindrücke aus der 86-jährigen Geschichte des Verkehrsmittels. Der Mauerbau vor 50 Jahren führte zur jahrzehntelangen Teilung des S-Bahn-Netzes. Aus diesem Grund sind die Jahre rund um den 13. August 1961 Themenschwerpunkt. Geöffnet ist die Ausstellung an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Führungen kosten 4 Euro. Der Verein Historische S-Bahn mit rund 300 ehrenamtlichen Mitgliedern engagiert sich seit über 20 Jahren für den Erhalt der historischen Fahrzeuge. Die meist mit robusten Holzbänken ausgestatteten rot-gelben Züge strahlen bis heute ein Flair aus, dem sich kaum ein Betrachter entziehen kann. Sie dokumentieren die Geschichte eines Verkehrsmittels, das wie kein anderes die politische und gesellschaftliche Situation der Stadt begleitet hat und von ihr beeinflusst wurde. An 16 Themenstationen mit entsprechend gestalteten Originalfahrzeugen erhalten Besucher auch Einblick in die Zeit der letzten Tage des Dritten Reichs, der Nachkriegszeit, des Mauerbaus und des Boykotts der S-Bahn im Westteil der Stadt. In der Werkhalle, in der auch heute noch regelmäßig S-Bahn-Züge gewartet werden, bieten sich während der Führung eine Vielzahl von außergewöhnlichen Fotomotiven an, so dass Fotoapparat und Kameras unbedingt mitgebracht werden sollten. Eisenbahnfans kommen beim Bahnmarkt auf ihre Kosten. Für Familien mit Kindern gibt es ein Bastel- und Malprogramm sowie eine große Modellbahnanlage. 30-minütige Kinderführungen werden für fünf bis zehn Jahre alte Mädchen und Jungen angeboten. Für Imbiss und Getränke ist im gemütlichen Biergarten gesorgt. Das Veranstaltungsgelände ist mit den Zügen der Linie S3 im 20-Minuten-Takt bis zur Endstation Erkner zu erreichen. Dort hält auch die RegionalExpresslinie RE 1, die im Halbstundentakt verkehrt (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Bodo Schulz, www.album-berliner-verkehr.de, 27.05.11).