Das Bundesverwaltungsgericht hat gestern einen Streitfall entschieden, der für viele Reisende in Deutschland von großer Bedeutung sein wird: Die Deutsche Bahn muss künftig grundsätzlich Bus-Konkurrenz auf Fernstrecken dulden, wenn diese deutlich preiswerter ist als das Angebot der Bahn, urteilten die obersten Verwaltungsrichter. Zwar hob der 3. Senat zugleich die bereits erteilte Genehmigung einer Fernbuslinie des Unternehmens Deutsche Touring zwischen Frankfurt am Main und Dortmund auf – dies allerdings nur aus formellen Gründen. Die Genehmigung dieser Verbindung, um die die Deutsche Bustouring und Bahn seit fünf Jahren streiten, dürfte nun nur noch eine Frage der Zeit sein. Das Urteil überrascht nicht. Die Bahn kann die flächendeckende Zulassung von Fernbussen in Deutschland nicht ewig verhindern. Noch beruft sie sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1931 berufen. Damals wurden in ganz Deutschland Fernbuslinien …
„Sachsen will Chancengleichheit für Bus und Bahn im Fernverkehr“, so Verkehrsminister Sven Morlok (FDP). Vor diesem Hintergrund begrüßte der Minister die heutige Zustimmung der Koalitionsfraktionen im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetztes. Ziel ist es, mehr Wettbewerb in den Fernverkehr zu bringen. Dafür wird sich die Staatsregierung auf Bundesebene einsetzen. Bisher spricht die Deutsche Bahn bei den Genehmigungspflichten für Fernbuslinien mit und kann damit per Veto Konkurrenten verhindern. „Fernbusse sind mit ihrem Komfort, den günstigeren Preisen und der hohen Flexibilität eine attraktive Alternative für Reisende. Dazu kommen sie ohne staatliche Zuschüsse aus. Freie Fahrt für Fernbusse wird dazu führen, dass die Bahn ihren Fernverkehr kundenfreundlicher anbieten muss, wenn sie im Wettbewerb mithalten will. Davon profitieren alle.“ „Die sächsische FDP setzt sich seit langem für die Liberalisierung des Busfernverkehrs ein“, so Minister Morlok weiter.„Die Koalitionen im Freistaat und im Bund ziehen dabei an einem Strang. Ich bin zuversichtlich, dass es bald noch mehr attraktive Busfernverbindungen geben wird.“ Das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) ist ein Bundesgesetz. Danach müssen Verkehrsunternehmen ihre Buslinien genehmigen lassen. Genehmigungsbehörde in Sachsen sind die Landesdirektionen. Sie prüfen neben der Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Betriebes, der persönlichen Zuverlässigkeit und der fachlichen Eignung des Unternehmers auch, ob öffentliche Verkehrsinteressen beeinträchtigt werden. Die Deutsche Bahn hat ein Vetorecht (Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 03.06.10).
Autofahrer müssen sich am Ostkreuz auf große Veränderungen einstellen. Weil die Sanierung und der Umbau der Bahnanlagen weiter voranschreitet, gelten von der übernächsten Woche an neue Verkehrsführungen. Das hat Mario Wand von der Deutschen Bahn (DB) Projekt Bau gestern angekündigt. Als Datum für sämtliche Umstellungen wurde der 1. Juni gewählt, sagte er. An diesem Tag wird die Hauptstraße zwischen Markgrafendamm und Kynaststraße wieder für den Straßenverkehr freigegeben, kündigte der Projektleiter an. Die Sperrung wird aufgehoben. Ebenfalls am 1. Juni will der Senat die neue Kynaststraßenbrücke eröffnen. Sie ersetzt die alte Brücke von 1900, die wegen Altersschwäche abgerissen wurde und außerdem der Erweiterung des Ostkreuzes im Wege stand. Am selben Tag sperrt die DB die Brückendurchfahrt Alt-Stralau, weil auch diese Überführung erneuert wird. Vom 1. Juni an wird die Halbinsel nur über eine …
Landesamt will keine Konkurrenz zur Bahn Peter Neumann
Der Berliner Busunternehmer Karsten Schulze würde gern eine Schnellbuslinie zum Flughafen Berlin Brandenburg einrichten – doch er darf nicht. „Das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten hat uns signalisiert, dass es einem entsprechenden Antrag nicht zustimmen würde“, sagte er. Die Begründung lautet: Es werde auf den Schienenwegen mehrere Verbindungen zu dem neuen Flughafen geben, der im Oktober 2011 eröffnet werden soll. Nach geltendem Recht hat die Bahn ein Recht darauf, vor Konkurrenz durch Busse geschützt zu werden. Doch Schulze kann die Argumentation in diesem Fall nicht ganz nachvollziehen. Denn der von ihm geplante Buslinienverkehr soll sich auf Teile von …
(Berlin, 10. Mai 2010) Gemeinsam mit der Busverkehrsgesellschaft Oder-Spree organisiert die DB Regio AG seit dem 1. Mai bis zum 26. September wieder die Fahrt mit Bahn und Bus in das Schlaubetal. Das Schlaubetal ist bekannt für eine abwechslungsreiche Landschaft, unberührte Natur und erlebenswerte Ausflugsziele und damit für eine Tagestour empfehlenswert.
Die Züge RE 1 fahren von den Berliner Bahnhöfen Wannsee, Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof in rund einer Stunde nach Jacobsdorf, von wo aus sonnabends, sonntags und an Feiertagen die Ausflugsbusse A 400 ins Schlaubetal starten.
Lohnenswerte Ziele sind neben dem Tal der Mühlen unter anderem die Schlaubequelle und der Erholungsort Müllrose, der in diesem Jahr 750 Jahre alt ist. Aus diesem Anlass gibt es zu Pfingsten ein Festwochenende mit zahlreichen Veranstaltungen, die einen Ausflug lohnenswert machen.
Touristen, die das Schlaubetal durchstreifen, können Zeitzeugen wie die Ragower Mühle, den Kupferhammer, die Bremsdorfer Mühle, die Kieselwitzer Mühle und die Schlaubemühle bestaunen – ein ausgewiesener Wanderweg ist ihnen gewidmet. Das Tal der Mühlen führt cirka 20 km von Müllrose bis zum Wirchensee. Zu empfehlen ist ebenfalls ein Naturlehrpfad über 3,8 km zum Försterblick und zur Schlaubequelle.
Abgestimmte Fahrpläne sorgen für kurze Umsteigezeiten. Im Ausflugsbus gilt der VBB-Tarif. Für den Familienausflug oder den Ausflug in einer Kleingruppe bis zu fünf Personen eignet sich besonders das Brandenburg-Berlin-Ticket. Es gilt in den Zügen von DB Regio und auch auf den Ausflugsbuslinien der Busverkehrsgesellschaft Oder-Spree.
Informationen zu den Reisemöglichkeiten und Tarifen erhalten Ausflügler telefonisch beim Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882 und online unter www.bahn.de.
Informationen zum Schlaubetal gibt es bei der Schlaubetalinformation unter 033606 77290 beziehungsweise beim Naturpark Schlaubetal unter 033673 422.
Auch im Schlaubetal ist endlich der Frühling angekommen. Die Ruhe, die vielen Spazierwege und die frische Luft genießt am besten, wer das Auto stehen lässt. DB Regio schickt ab 1. Mai wieder den Ausflugsbus A 400 auf Tour durch das zauberhafte Bachtal. Sonnabends, sonntags und an Feiertagen bietet er die Chance, Leberblümchen, Kranich und Reiher ziemlich nahe zu kommen. Wer soviel Ruhe nicht aushält, fährt zu Pfingsten ins Schlaubetal, wenn nämlich die „Hauptstadt“ Müllrose ihren 750. Geburtstag feiert. Vom 21. bis 24. Mai verwandelt sich der staatlich anerkannte Erholungsort zwischen drei Seen in eine Festmeile zwischen Tradition und Moderne: drei Bühnen, …
Doppeldecker müssen in die Werkstatt und Fahrgäste deshalb länger warten Peter Neumann
Sie sind erst wenige Jahre alt, doch der Zahn der Zeit hat schon an ihnen genagt. Hundert Doppeldeckerbusse der jüngsten Generation müssen in die Werkstatt, weil sie im Oberdeck Rost angesetzt haben. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gestern auf Anfrage mit. Die Folge ist: Auch weiterhin müssen Fahrgäste damit rechnen, dass Busfahrten ausfallen. Personalmangel verschärft das Problem, kritisierten Arbeitnehmervertreter. Der „Reparaturstau“ in den Werkstätten werde erst im Mai abgebaut sein, teilte die Staatssekretärin Hella Dunger-Löper im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses mit. „Wir beobachten die Situation …
Herr Svedek, wie wirkt sich das Flugverbot auf Ihr Bus-Geschäft aus?
Wir wollen uns nicht als Krisengewinner hinstellen, aber wir profitieren davon in erheblichem Maße. Die Nachfrage ist bei uns fast um das Zehnfache gestiegen.
Müssen die Fahrgäste in den Bussen angesichts dieses gewaltigen Andrangs jetzt stehen oder auf dem Boden sitzen? Nein, wer mit uns fährt, bekommt garantiert einen Sitzplatz. Statt wie üblich 160 bis 200 Bussen täglich haben wir gegenwärtig 1 000 bis 1 500 Busse im Einsatz.
Herr Svedek, wie wirkt sich das Flugverbot auf Ihr Bus-Geschäft aus?
Wir wollen uns nicht als Krisengewinner hinstellen, aber wir profitieren davon in erheblichem Maße. Die Nachfrage ist bei uns fast um das Zehnfache gestiegen.
Müssen die Fahrgäste in den Bussen angesichts dieses gewaltigen Andrangs jetzt stehen oder auf dem Boden sitzen? Nein, wer mit uns fährt, bekommt garantiert einen Sitzplatz. Statt wie üblich 160 bis 200 Bussen täglich haben wir gegenwärtig 1 000 bis 1 500 Busse im Einsatz.
Die vom Senat 2009 von der S-Bahn aufgrund nicht erbrachter Leistungen und mangelhafter Qualität des S-Bahn-Verkehrs einbehaltenen Gelder in Höhe von 37 Mio. Euro werden jetzt gezielt in verschiedene Bereiche des ÖPNV investiert und für die Verbesserung des Berliner Nahverkehrs eingesetzt. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „ Wir haben bei der Auswahl der Maßnahmen besonderen Wert darauf gelegt, dass sie einen direkten Nutzen für die Kunden haben. Der weitere barrierefreie Ausbau des ÖPNV ist mir dabei besonders wichtig.“ Die verschiedenen Maßnahmen sind in Abstimmung mit der BVG und nach Gesprächen mit Fahrgastverbänden ausgewählt worden. So werden die Mittel neben zusätzlichen Verbesserungen für die Fahrgäste auch für vorgezogene Investitionen für die Straßenbahn und für die Instandsetzung von Werkstätten der BVG eingesetzt. Junge-Reyer: „Wir wollen die Qualität des ÖPNV sichern und gleichzeitig bessere Arbeitsbedingungen für die BVG-Angestellten in den Werkstätten schaffen. Auch dies ist im direkten Interesse der Fahrgäste.“ Bereits im Frühjahr 2009 konnte die BVG damit beginnen, Maßnahmen zum barrierefreien Ausbau des ÖPNV vorzunehmen. So werden z.Z. Aufzüge an den U-Bahnhöfen Uhlandstraße, Kaiserin-Augusta-Straße, Britz Süd, Scharnweberstraße und Otisstraße eingebaut. Geplant sind weiterhin vier Aufzüge für den Bahnhof Ostkreuz. Das Bahnsteigdach am Bahnhof Ostkreuz wird ebenfalls über die eingesparten S-Bahnmittel finanziert. 59 Straßenbahn-Haltestellen sowie 40 Omnibus-Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Das betrifft den Einbau von höheren Bordkanten und Blindenleitstreifen an Omnibushaltestellen und die Absenkungen von Borden an Straßenbahnhaltestellen. Auch Haltestellenverlegungen zur Verkürzung von Umsteigewegen, die Einrichtung zusätzlicher Haltestellen wie z.B. Edisonstraße/ Wilhelminenhof und die Ergänzung von Haltestellen mit Wetterschutz und Beleuchtung, wie z.B. an der Straßenbahn-Haltestellen am S-Bahnhof Landsberger Allee, werden umgesetzt. Geplant ist die Modernisierung und der barrierefreie Ausbau der Bussteige am Busbahnhof East Gate Center. Auch die Sanierung der Gleisanlagen und der barrierefreie Umbau von Haltestellen der Straßenbahn-Linie 68 wird mit diesen Mitteln erfolgen. Zur Verbesserung der Eingangssituation für Reisende wird der östliche Vorplatz Südkreuz ebenfalls mitfinanziert. Weitere Mittel werden für die Werkstattinstandsetzung U-Bahn-Großprofil-Werkstatt Friedrichsfelde, für den Ausbau des U-Bahnhofs Kottbusser Tor zum Videomusterbahnhof und zur zweisprachiger Ausschilderung der Bahnhofsbereiche an touristischen Schwerpunkt-Bahnhöfen und Knotenpunkt-U-Bahnhöfen eingesetzt. Durch eine zusätzliche Finanzierung für die Ertüchtigung von U-Bahn-Fahrzeugen der Großprofil-Serie F wird die Lebensdauer der Fahrzeuge erhöht und durch die Neugestaltung der Innenräume eine höhere Attraktivität erreicht. Auch 2010 werden Gelder einbehalten, die weiterhin zur Steigerung der Attraktivität und Verbesserung des ÖPNV eingesetzt werden (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 17.04.10).