U-Bahn + Bus: Stahl statt Gummi Senat will U-Bahnen sonntags alle fünf Minuten fahren lassen und dafür im Busverkehr sparen, aus Berliner Zeitung

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Mehr Bahnen, weniger Busse: Nach diesem Motto krempelt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) um. Das geht aus dem Konzept für den neuen Nahverkehrsplan hervor. Die größte Verbesserung: U-Bahn-Fahrgäste sollen sonntags nicht mehr so lange warten müssen. Auf den meisten Strecken will der Senat tagsüber alle fünf statt wie bisher alle zehn Minuten einen Zug verkehren lassen. „Damit kann die U-Bahn auch an Sonntagen mit dem Auto konkurrieren“, sagte ein Planer. Bei der Straßenbahn nimmt die Zahl der Kilometer, die alle Züge im Jahr zurücklegen, ebenfalls um zwei Prozent zu. Dafür wird im Busverkehr gekürzt.
Zum Dezember hatte der Senat bei der BVG bereits abends und sonnabends zusätzliche U-Bahn-Fahrten bestellt. Jetzt plant er einen Nachschlag für die Fahrgäste. „Grundsätzlich sollen alle Linien sonntags zwischen 13 und 19 Uhr im …

Potsdam + Straßenbahn + Bus: NAHVERKEHR: Landrat sauer auf Potsdam Streit zwischen Havelbus und Vip / Studie zu Straßenbahn sorgt für Ärger, aus MAZ

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Streit-zwischen-Havelbus-und-Vip-Studie-zu-Strassenbahn.html

MITTELMARK – Zwischen der Landeshauptstadt Potsdam und dem angrenzenden Landkreis Potsdam-Mittelmark herrscht Eiszeit. Hintergrund ist nicht das kalte Wetter, sondern der Dauerstreit zwischen den Verkehrsbetrieben in Potsdam (Vip) und der Havelbus Verkehrsgesellschaft, die von den drei Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Havelland getragen wird.
Insbesondere Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) ist sauer. „Wir stehen in jeder Beziehung auf gleicher Augenhöhe mit der Stadt Potsdam“, sagte er gestern. Die rüde Vorgehensweise des Vip-Geschäftsführers Martin Weis müsse sich Havelbus und damit der Landkreis nicht bieten lassen.
Weis hatte vor wenigen Tagen eine Fahrplanänderung des Vip „in großem Stil“ angekündigt. Grundlage der Neuerungen ab 1. April ist die Übernahme von sechs ehemaligen Havelbus-Linien im Stadtgebiet, das sind umgerechnet …

BVG + Bus: Wer Busfahrer angreift, soll stets vor Gericht Staatssekretär: Schriftliches Strafverfahren reicht nicht, aus Berliner Zeitung

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0057/index.html

Die Berliner Justiz will Straftäter, die Beschäftigte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) angegriffen haben, schärfer zur Verantwortung ziehen. Künftig soll in solchen Fällen stets eine mündliche Gerichtsverhandlung anberaumt werden. Das hat Justiz-Staatssekretär Hasso Lieber (SPD) jetzt angekündigt. „Jeder Täter muss einem Richter ins Auge schauen, sich unangenehmen Fragen stellen und erfahren, wie die Gemeinschaft über sein Verhalten denkt. Ihm soll das Hemd flattern“, sagte Lieber der Berliner Zeitung. „Ich habe Generalstaatsanwalt Rother gebeten, auf die Staatsanwaltschaft einzuwirken, dass nach Angriffen auf BVG-Beschäftigte Anklage erhoben wird, damit es dann zu einer Hauptverhandlung kommt.“
Derzeit ziehen solche Attacken häufig nur ein schriftliches Strafverfahren nach sich. Bei Taten wie Beleidigung oder einfache Körperverletzung nutzt die Staatsanwaltschaft oft die Möglichkeit, einen Strafbefehl …

Obus + Eberswalde: Es waren vor allem die harten, kleinen Sitze, die die Fahrgäste am neuen O-Bus-Modell störten. Das hat die Testphase ergeben. Im Januar ließ die Barnimer Busgesellschaft das kommende O-Bus-Modell Solaris Trollino 18 im Stadtverkehr fahren. 2800 Kilometer legte der Bus in den zwei Wochen zurück. Ziel der Übung: Die Fahrgäste durften ihren Neuen schon mal ausführlich testen – und beurteilen. Die BBG nahm die Anregungen auf. Die Auswertung liegt jetzt vor., aus MOZ

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Eberswalde (mw) Es waren vor allem die harten, kleinen Sitze, die die Fahrgäste am neuen O-Bus-Modell störten. Das hat die Testphase ergeben. Im Januar ließ die Barnimer Busgesellschaft das kommende O-Bus-Modell Solaris Trollino 18 im Stadtverkehr fahren. 2800 Kilometer legte der Bus in den zwei Wochen zurück. Ziel der Übung: Die Fahrgäste durften ihren Neuen schon mal ausführlich testen – und beurteilen. Die BBG nahm die Anregungen auf. Die Auswertung liegt jetzt vor.
„Er ist lauter. Er ist leiser. Er ist heller. Er ist dunkler. Er gefällt. Er gefällt nicht.“ Das sind Meinungen, die bei der Gesellschaft eingingen. „Sie sind so verschieden, wie die Menschen selbst“, sagt Marketingassistentin Mandy Kutzner. Eines allerdings zeigte sich bei der Umfrage deutlich: Die Sitzplätze, ihre Anzahl und Fläche stießen mehrheitlich auf herbe Kritik. „Sitzbreite und Sitztiefe missfielen den Fahrgästen sehr“, heißt es in der Auswertung. „Einige Kunden …

Bus: VERKEHR: Expressbus fährt häufiger Zehn-Minuten-Takt auf Linie X 1 Potsdam-Teltow REGION TELTOW – Bereits ab 1. April wird sich die Busverbindung zwischen Potsdam und der Region Teltow entscheidend verbessern. Das bestätigte gestern die Sprecherin der Havelbus Verkehrsgesellschaft, Ulrike Rehberg, auf Nachfrage. Insbesondere werde die Expresslinie X 1 vom Potsdamer Hauptbahnhof nach Teltow ausgebaut, so Rehberg. , aus MAZ

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Zehn-Minuten-Takt-auf-Linie-X-Potsdam-Teltow.html

REGION TELTOW – Bereits ab 1. April wird sich die Busverbindung zwischen Potsdam und der Region Teltow entscheidend verbessern. Das bestätigte gestern die Sprecherin der Havelbus Verkehrsgesellschaft, Ulrike Rehberg, auf Nachfrage. Insbesondere werde die Expresslinie X 1 vom Potsdamer Hauptbahnhof nach Teltow ausgebaut, so Rehberg.
Der Bus soll dann nachmittags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr alle 20 Minuten verkehren, bislang fährt er nur stündlich. Außerdem wird das Angebot auf der Linie bis 23 Uhr ausgeweitet mit einem Stundentakt in den Abendstunden. „Auch an den Sonn- und Feiertagen lassen wir in Zukunft jede Stunde den X 1 zwischen Potsdam und Teltow fahren.“ Für die Kunden ergibt sich laut Rehberg dadurch eine erhebliche Verbesserung. Denn auf der Strecke verkehrt auch der Bus 601. „In Kombination haben wir dann einen …

Bus: Bürgerbus kommt in die Gänge Lieberose (MOZ) Die kommunale Tourismus- und Entwicklungsgesellschaft Schwielochsee (TEG) mit Sitz in Goyatz macht Ernst mit der Einführung eines Bürgerbusses. Das haben Geschäftsführer Heiko Jahn und Petra-Juliane Wagner vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) Montagabend in Lieberose deutlich gemacht. Ein entsprechender Verein ist bereits gegründet worden. Fünf Bürger haben sich bis dato bereit erklärt, ehrenamtlich Fahrgäste in Kleinbussen zu befördern. Dreimal so viele Fahrer werden allerdings benötigt. Nun liegen erste Streckenvorschläge und Fahrpläne vor., aus MOZ

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Die Region zwischen Lieberose und dem Schwielochsee könnte in Ostbrandenburg Vorreiter bei der Einführung eines Bürgerbusses werden. Wie Petra-Juliane Wagner vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Lieberose einschätzte, seien die Weichen dazu gestellt. Federführend ist die kommunale Tourismus-Entwicklungsgesellschaft Schwielochsee (TEG), unter deren Regie am 14. Dezember ein Bürgerbusverein gegründet wurde, der derzeit über 13 Mitglieder verfügt. Fünf Fahrer seien bereits gefunden wurden, die bereit sind, ehrenamtlich Fahrgäste zu befördern. Das reicht aber noch nicht aus, denn man brauche mindestens 15 Fahrer, ergänzte die VBB-Expertin für ergänzende Personennahverkehre.
Am Rande der Stadtverordnetenversammlung gestattete Petra-Juliane Wagner Einblicke in die ersten Streckenvorschläge und Fahrplanideen. Demnach könnte der Bürgerbus, …

Bus: Buslinie 733 fährt jetzt weiter bis zum S-Bahnhof Zeuthen Die Buslinie 733 der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald GmbH (RVS), die bislang vom S-Bahnhof Königs Wusterhausen (die Abfahrt erfolgt hinter dem Bahnhof in der Storkower Straße) über Niederlehme und Wernsdorf nach Berlin-Schmöckwitz unterwegs war, fährt seit dem 8. Februar weiter bis zum S-Bf. Zeuthen., aus Punkt 3

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Buslinie 733 fährt jetzt weiter bis zum S-Bahnhof Zeuthen

Die Buslinie 733 der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald GmbH (RVS), die bislang vom S-Bahnhof Königs Wusterhausen (die Abfahrt erfolgt hinter dem Bahnhof in der Storkower Straße) über Niederlehme und Wernsdorf nach Berlin-Schmöckwitz unterwegs war, fährt seit dem 8. Februar weiter bis zum S-Bf. Zeuthen. Dadurch werden die östlich der Bahnlinie liegenden Gebiete von Eichwalde und Zeuthen sowie auch Schmöckwitz wesentlich besser an den S-Bahnhof Zeuthen und damit an die S 46 in Richtung Schöneweide, Südkreuz, Messe Nord/ICC und Westend angebunden. Montags bis freitags während den Hauptverkehrszeiten setzt auch die S 8 in Richtung Hohen Neuendorf über Schöneweide, Ostkreuz, …

Regionalverkehr + Bus: Wenn der Zug denn kommt, ist alles in Ordnung Eberswalde (as) „Der Regionalexpress 38447 über Bernau nach Berlin ist in seiner Ankunft voraussichtlich fünf Minuten später“, tönt es durch die Lautsprecher am Eberswalder Hauptbahnhof. , aus MOZ

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Eberswalde (as) „Der Regionalexpress 38447 über Bernau nach Berlin ist in seiner Ankunft voraussichtlich fünf Minuten später“, tönt es durch die Lautsprecher am Eberswalder Hauptbahnhof. Grit Hamann (24) pendelt täglich zwischen Eberswalde und Berlin. Auch bei eisigen Temperaturen stört es die junge Frau nicht, dass sie zur Arbeit mit dem Zug fahren muss. „Eigentlich kommt es relativ selten zu Verspätungen“, sagt sie. Ganz anders sieht das Nancy Grüschow (17): „Im Winter ist pendeln doof. Es ist kalt und die langen Wartezeiten nerven. Oft kommt es zu Verspätungen.“ Ähnlich beschreibt es auch Andrea Müller (46), die ebenfalls täglich zur Arbeit fährt. Im Winter sei es anstrengender zu pendeln. Sie sei genervt davon, wenn die Züge zu spät kommen. Wenn sie pünktlich sind, sei das alles gar kein Problem. „Wenn der Zug denn kommt, ist alles okay“, sieht es Henrik Lasch (30) eher pragmatisch. Für den Studenten, der drei mal wöchentlich auf den Zug angewiesen …

Regionalverkehr + Bus: Wenn der Zug denn kommt, ist alles in Ordnung Eberswalde (as) "Der Regionalexpress 38447 über Bernau nach Berlin ist in seiner Ankunft voraussichtlich fünf Minuten später", tönt es durch die Lautsprecher am Eberswalder Hauptbahnhof. , aus MOZ

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Eberswalde (as) „Der Regionalexpress 38447 über Bernau nach Berlin ist in seiner Ankunft voraussichtlich fünf Minuten später“, tönt es durch die Lautsprecher am Eberswalder Hauptbahnhof. Grit Hamann (24) pendelt täglich zwischen Eberswalde und Berlin. Auch bei eisigen Temperaturen stört es die junge Frau nicht, dass sie zur Arbeit mit dem Zug fahren muss. „Eigentlich kommt es relativ selten zu Verspätungen“, sagt sie. Ganz anders sieht das Nancy Grüschow (17): „Im Winter ist pendeln doof. Es ist kalt und die langen Wartezeiten nerven. Oft kommt es zu Verspätungen.“ Ähnlich beschreibt es auch Andrea Müller (46), die ebenfalls täglich zur Arbeit fährt. Im Winter sei es anstrengender zu pendeln. Sie sei genervt davon, wenn die Züge zu spät kommen. Wenn sie pünktlich sind, sei das alles gar kein Problem. „Wenn der Zug denn kommt, ist alles okay“, sieht es Henrik Lasch (30) eher pragmatisch. Für den Studenten, der drei mal wöchentlich auf den Zug angewiesen …

Bus: Rufbus als Vision fürs flache Land Von Doris Steinkraus Seelow (MOZ) Die Sicherung des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs (ÖPNV) gehört zur Daseinsvorsorge, die der Landkreis zu gewährleisten hat. 6,8 Millionen Euro sind dafür im Haushalt 2010 vorgesehen., aus MOZ

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Angesichts des demografischen Wandels muss sich der Kreis zunehmend der Frage der Wirtschaftlichkeit stellen. Im Wirtschaftsausschuss wurde über alternative Verkehre diskutiert.

Es gibt Touren im Landkreis, wo Busfahrer zwei bis drei Fahrgäste haben. Mitunter fahren sie auch leer. Die Verkehrsunternehmen sichern über Verträge flächendeckend Linien. 5,6 Millionen Fahrplankilometer sind in Märkisch-Oderland gebunden. In die Kosten der Unternehmen sind allerdings auch eigene Einnahmen einkalkuliert. Werden es immer weniger Fahrgäste, steht die Frage der Wirtschaftlichkeit.

In anderen Landkreisen werden bereits erfolgreich Modelle für alternative Verkehr praktiziert und das mit erheblichen Einspareffekten bei gleichzeitig besserer Versorgung der Bürger. Petra-Juliane Wagner vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg berichtete im Wirtschaftsausschuss über die verschiedensten Varianten von Rufbussen. Am häufigsten sei der Linienrufbus. Er steht im Fahrplan, fährt aber nur, wenn er vorher telefonisch angefordert wird. Möglich sei auch der voll flexible Rufbus, der sich nicht an Linien, sondern am Fahrbedarf orientiert. In Gartz und Elbe-Elster gebe es gute Erfahrungen damit, so Wagner. Auch Bürgerbusse würden sich mittlerweile bewähren. Sie werden von Vereinen betrieben, z.B. in Gransee oder im Hohen Fläming. Event-Rufbusse, z.B. zu Theaterveranstaltungen oder Ausflugsstätten, funktionieren ebenfalls. Auch diese Verkehre bedürfen einer Genehmigung, machte Petra-Juliane Wagner deutlich.

„Solche Alternativen Verkehrsangebote brauchen einen langen Vorlauf, ein großes Marketing und ein enges Zusammenwirken mit den Kommunen“, machte die VBB-Frau deutlich. Und eine spezielle Software. Das erläuterte Andreas Obermeier von der telenet AG. Das Darmstadter Unternehmen bietet seit zehn Jahren auch in Brandenburg Leitsysteme und Beratungsdienste für den ÖPNV an. Denn alternative Verkehre können nur funktionieren, wenn es einen Pool gibt, bei dem alle Daten verfügbar sind: Linien, Abfahrzeiten, Anbieter, Schnittstellen mit anderen Verkehren. Alternativer Verkehr mache nur Sinn, wenn ein Bürger eine gesicherte Rufnummer hat, wo er kompetent Auskunft erhält. „Der Kunde ruft an oder fragt im Internet nach, erklärt seinen Fahrtwunsch und erhält sofort eine Auskunft, welche Variante für ihn die günstigste ist“, so Obermeier. In Elbe-Elster werde das System erfolgreich praktiziert. Während der Schulferien werde nur noch der alternative Verkehr angeboten und es funktioniere. Die Software ermögliche auch eine revisionssichere Abrechnung. Weitere vier Kreise seien in der Einführungsphase, im Sommer komme ein weiterer hinzu, erläuterte Obermeier.

Petra-Juliane Wagner nahm die Befürchtung, man würde damit privaten Fahrunternehmen Konkurrenz machen und sie vom Markt verdrängen. „Alternative Verkehre werden zum großen Teil durch solche Unternehmen realisiert“, so Wagner. Allein in Elbe-Elster sind 165 Fahrdienste in der Software erfasst.

Erste Erfahrungen im alternativen Verkehr hat die Barnimer Busgesellschaft. Er werde gut angenommen, wie Geschäftsführer Frank Wruck berichtete. Vor allem Pendler und Theaterbesucher würden das Angebot am Eberswalder Bahnhof nutzen. Derzeit sei das Unternehmen dabei, Möglichkeiten in Märkisch-Oderland zu prüfen. Man fahre aber mit eigenen Kollegen. Denn es werde zunehmend schwerer, ausgebildetes Fahrpersonal zu finden. Busverkehr sei ein Stoßgeschäft. Mit dem Schülerverkehr allein könnte kein Acht-Stunden-Tag gesichert werden. Wer aber bis zu 15 000 Euro für seinen Busführerschein ausgegeben habe, wolle auch einen vollen Arbeitstag angeboten haben, so Wruck. Deshalb würde man im alternativen Verkehr bisher eigene Mitarbeiter einsetzen. Eine flächendeckende Ausweitung würde ganz neue Anforderungen stellen. Man müsse genau prüfen, wo es wirklich den erwarteten Einspareffekt geben könnte.

In der Busgesellschaft Märkisch-Oderland gibt es noch keine Erfahrungen mit alternativem Verkehr. Dem Thema indes werde man sich künftig stellen müssen, so Ausschussvorsitzender Wolfgang Heinze (Linke). Er sehe jetzt schon Defizite, z. B. bezüglich der Erreichbarkeit eines Mittelzentrums. Wer nach Frankfurt wolle, müsse lange Fahrtzeiten in Kauf nehmen.

Man hat mal drüber geredet und wie jetzt weiter? Möglicherweise war das Thema zu kompakt und weitreichend, als das im Wirtschaftsausschuss bereits Aufträge an die Verwaltung gegeben wurden, um das Thema alternativer Verkehr für Märkisch-Oderland praktizierbar zu machen.

Angesichts des wachsenden Defizites im Kreishaushalt muss der Kreis sich umgehend der Neustrukturierung des Nahverkehrs stellen. 6,8 Millionen Euro allein für diesen Bereich sind kein Pappenstil. Zumal es offensichtlich Möglichkeiten gibt, über alternative Verkehrsangebote zum einen kräftig zu sparen und zum anderen den Wünschen von Fahrgästen sogar noch besser gerecht zu werden.

Das Ganze bedarf natürlich langfristiger Vorbereitung. Das machten die Fachleute deutlich. Der Kreis sollte den Startschuss nicht verpassen. Doris Steinkraus

Dienstag, 02. Februar 2010 (18:05)