Fahrradkarten im Fernverkehr jetzt auch online buchbar
(Berlin, 30. Juli 2008) Ab dem 1. August 2008 wird die Buchung und Reservierung von Fahrradkarten vereinfacht. Kunden können dann die für die Fahrradmitnahme in Fernverkehrszügen der DB erforderlichen Fahrradkarten inklusive Stellplatzreservierungen gemeinsam mit ihrer Fahrkarte bequem online buchen und bezahlen.
Der Preis für die Fahrradmitnahme im Fernverkehr (einfache Fahrt) beträgt unverändert mit BahnCard 6 Euro und ohne BahnCard 9 Euro. Im Preis enthalten ist eine Stellplatzreservierung für ein Fahrrad.
Ausführliche Informationen zur Bahnreise mit dem Fahrrad gibt es in der Broschüre Bahn&Bike: Reisen mit Zug und Fahrrad, im Internet unter www.bahn.de/bahnundbike oder Montag bis Sonntag von 8 Uhr bis 20 Uhr über die Radfahrerhotline 01805/151415*.
BRIESELANG – Die Deutsche Bahn hat inhaltlich begründet, warum die Weichen unter der Brücke in Brieselang, wo die Landesstraße L 202 die ICE-Strecke Hamburg-Berlin kreuzt, nicht zurückgebaut werden. Sie reagierte damit auf einen Bericht der MAZ vom 22. Juli. Anwohner hatten sich wegen der Konstellation von Weichen und Brücke besorgt gezeigt. Vor dem Hintergrund des ICE-Unglückes in Eschede vor zehn Jahren fragten sie sich, ob die Deutsche Bahn nicht auch in Brieselang die Weichen vor der Brücke zurückbauen sollte. Dazu stellte Bahnsprecher Burkhard Ahlert in einem Brief an die MAZ klar: „Ein Bezug oder eine Vergleichbarkeit zum tragischen Unfall in Eschede ist in keiner Weise gegeben, da erstens die beschriebene Straßenbrücke L202 keinen Mittelpfeiler besitzt und zweitens die vorhandenen Weichen sich unmittelbar unter der Brücke befinden. Somit wäre eine zweigleisige Fahrt vor der Brücke in jedem Fall ausgeschlossen.“ Ein Rückbau von Weichen vor Brücken ist nach Angaben des Eisenbahnbundesamtes, …
Erfolgreiches Transportkonzept von Bremen nach Berlin schafft positive CO2-Bilanz
(Mainz, 29. Juli 2008) In diesen Tagen feiern der weltweit zweitgrößte Nahrungsmittelhersteller Kraft Foods und DB Schenker, die Nummer 1 im europäischen Schienengüterverkehr, Geburtstag: Bereits seit 15 Jahren transportiert die Güterbahn der DB AG Kaffee für Kraft Foods. Am 1. Juli 1993 startete der erste Zug, beladen mit Rohkaffee vom Bremer Inlandshafen, nach Berlin-Neukölln in die Rösterei der Firma Kraft Foods.
Seither wurden bei einem jährlichen Durchschnitt von 100 Transporten insgesamt etwa 1.500 Züge gefahren. Die Bohnen, aus denen Deutschlands beliebtestes Getränk entsteht, erreichen den Bremer Hafen aus Afrika, Mittel- und Südamerika sowie Fernost.
„Wir freuen uns sehr über die lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kraft Foods und DB Schenker. Auch in Zukunft werden wir gemeinsam an ökonomisch und ökologisch überzeugenden Logistikkonzepten arbeiten“, so Karsten Sachsenröder, Vorstand Vertrieb im Geschäftsfeld DB Schenker Rail. „Diese Kooperation rechnet sich in vielerlei Hinsicht. Schon lange vor der aktuellen Klimadebatte haben wir mit diesem umweltfreundlichen Transportkonzept angefangen, CO2-Emissionen zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Rudi Madel, Direktor aller vier Kaffeewerke von Kraft Foods in Deutschland.
Mit dem Logistikzug zwischen Bremen und Berlin konnten bislang fast 100.000 Lkw-Fahrten und damit knapp 35.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
Damit mehr Menschen bequem ans Meer reisen können, ist der private Fernverkehrszug Interconnex zwischen dem 3. und dem 30. August mit acht statt mit sechs Wagen unterwegs. Damit stehen auf der Strecke von Leipzig über Berlin nach Warnemünde pro Fahrt 500 statt 400 Sitzplätze zur Verfügung. Die Deutsche Bahn (DB) hat ihr Angebot von Berlin in Richtung Ostsee bereits aufgestockt. Sie bietet während der Saison zusätzlich zu ihrem regulären Angebot den Usedom-Express und einen zusätzlichen Zug nach Stralsund an, der dort Anschluss auf die Insel Rügen hat. „Am Wochenende liegt die Auslastung beim Interconnex stabil bei mehr als 80 Prozent“, sagte Andreas Winter, Produktmanager bei Veolia Verkehr. „Im August rechnen wir wegen der Ferien und Veranstaltungen wie der Hanse Sail vom 7. bis zum 10. August mit Auslastungsspitzen. Darum hängen wir zeitweise zwei zusätzliche Wagen an.“ Im Internet können jetzt auch Sitzplätze reserviert werden. Dort gibt es auch kontingentierte „Super-Spartickets“, mit denen man von Berlin nach Warnemünde oder Leipzig reisen kann. An die Ostsee fährt der Interconnex täglich um 10.58 Uhr vom Berliner Hauptbahnhof. Ankunft in Warnemünde ist …
Seit fast einem Jahrzehnt läuft ein bei der Bahn ein Lärmsanierungsprogramm, bislang mit bescheidenem Erfolg. Rund 90.000 Güterwagen müssten umgerüstet werden, damit der Krach ein Ende hätte. Das wäre ein teures Unterfangen, genug Geld hätte der Konzern zwar dank des Börsengangs, doch das ist schon anders verplant. Zwischen Mitternacht und Morgengrauen ist es am schlimmsten. Dann wälzt sich Frank Groß in seinem Bett und liegt wach. Aufstehen, Musik hören oder fernsehen? „Sinnlos. Um drei oder vier Uhr ist es bei mir so laut, dass ich bei Zimmerlautstärke gar nicht verstehen würde, was die da auf der Mattscheibe erzählen“, sagt der Mann aus Boppard am Rhein. Wenn spät die letzten Personenzüge dem Betriebsende entgegenrollen, schickt die Deutsche Bahn (DB) das Gros ihre Güterzüge los. Erst nachts ist genug Platz auf den Trassen für die Ungetüme mit einer Achslast von 22 Tonnen und mehr. Ratternd und rumpelnd quälen sie sich durchs Land, und jeder Fünfte in Deutschland fühlt sich nach Angaben des Bundesumweltamtes von dem Dröhnen auf den Schienen gestört. „Allein den Rhein entlang rollen an beiden Ufern täglich …
BRIESELANG – Brieselang könnte von der Katastrophe profitieren. Das einzig Gute an dem ICE-Unglück von Eschede am 3. Juni 1998 mit 101 Toten war, dass die Deutsche Bahn Konsequenzen zog und unter anderem ankündigte, Weichen vor Brücken zurückzubauen. In Brieselang blieb bislang aber alles beim Alten. Jetzt äußerten Anwohner, sie hätten ein „mulmiges Gefühl bei der Sache“. Am Rande des Ortes gibt es ähnlich wie in Eschede bei Hannover die Konstellation aus Schnellzug, Weiche und Brücke. An der Stelle, wo die Landesstraße 202 die ICE-Strecke Hamburg-Berlin überbrückt, befinden sich mehrere Weichen. Sie verbinden die West-Ost-Schienentrasse mit dem Berliner Außenring, auf dem mehrere Regionalzüge fahren. „Ein Rückbau der Weiche ist im Fall von Brieselang nicht geplant, dafür gibt es keinen Bedarf“, sagte Deutsche-Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert. Er beruft sich auf das Eisenbahnbundesamt (EBA), dass für die Sicherheit …
Es rattert, rumpelt und quietscht – allein am Berliner Hauptbahnhof halten täglich 1200 Fern-, Regional- oder S-Bahnzüge und setzen den ohnehin lärmgeplagten Berlinern bei ihrer Fahrt durch die Stadt mächtig zu. – Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat nun erstmals für Berlin und weitere Ballungsräume im Bundesgebiet Karten veröffentlicht, die die Lärmbelastung der Anwohner durch den Schienenverkehr detailliert dokumentieren – bis hin zu einzelnen Straßenzügen ( http://laermkartierung.eisenbahn-bundesamt.de ). „Die Datensammlung dient dazu festzustellen, wo das Lärmproblem aufgrund des Zugverkehrs besonders groß ist. Und sie soll Ansatzpunkte für Lösungen bieten“, sagt Ralph Fischer vom EBA. Das Material ist auch Datengrundlage für die geplanten Programme der Kommunen gegen den Lärm, die so genannten Lärmaktionspläne. In Berlin hat die Senatsverwaltung für Umwelt bereits den Entwurf für einen entsprechenden Aktionsplan auf ihrer Internetseite veröffentlicht ( http://www.berlin.de/sen/guv/ ). Dort ist dargestellt, was der Senat ab kommenden Jahr gegen den gesamten Lärm in der Stadt unternehmen will. Die Analyse des EBA für Berlin zeigt: Lärmschwerpunkte in der Stadt sind …
(Berlin, 17. Juli 2008) Am kommenden Montag, 21. Juli ist Baubeginn für die neue Fußwegverbindung über die Havel in Spandau. Die erheblichen Umwege für Fußgänger, entweder über die Charlottenbrücke oder über die stark befahrene Ruhlebener Chaussee, finden mit der Inbetriebnahme noch vor Weihnachten dieses Jahres ein Ende.
Die neue Fußwegverbindung beginnt im Westen mit einer behindertengerechten Rampe und einer Treppe auf dem Bahndamm am Stabholzgarten. Weiter geht es über den Gehsteg an der Havelbrücke und in gleicher Höhe über das Grundstück der Baustofffirma Bäthge. Auch die Straße Stresowplatz muss noch überquert werden, bevor man über die zweietagige Stahlkonstruktion östlich Stresowplatz mit den behindertengerechten Rampen und einer Treppe wieder auf die Straße gelangt.
An der Nordseite der Brücke wurden 1998 bereits vorsorglich Teile des Gehsteges über dem Wasser montiert. Mit den zuständigen Stellen des Stadtbezirkes, den betroffenen Grundstückseigentümern und Behörden wurde dann weiter jahrelang über rechtlich und technisch machbare Lösungen gerungen, um gemäß einer Vereinbarung aus dem Jahre 1934, diese deutlich kürzere Wegeverbindung von Stresow zum Fern- und S-Bahnhof, U-Bahnhof und Rathaus an der Klosterstraße wieder herzustellen.
Entlang der Bahntrasse waren bis 1945 jeweils auf der Nord- und Südseite der Eisenbahnbrücke über die Havel Fußwege. Nach dem Krieg wurde der Fußweg nur auf der Südseite notdürftig wiederhergestellt. Im Zusammenhang mit dem Neubau der Eisenbahnanlagen in Spandau mussten 1996 die Eisenbahnbrücken über die Havel mit dem Fußweg abgebrochen werden. Seit diesem Zeitpunkt wurde unter Berücksichtigung der örtlichen schwierigen Gegebenheiten, insbesondere hinsichtlich der Inanspruchnahme von Grundstücken und der zwischenzeitlichen Transrapidplanungen, an Lösungsvarianten gearbeitet, diesen Fußweg nach heutigen Standards wieder herzustellen.
Finanziert wird die Wegeverbindung, die ca. 1,8 Millionen Euro kostet, vom Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der DB Netz AG entsprechend einer Vereinbarung über den Neubau der Eisenbahnbrücke über die Havel. Eigentümer der Fußwegverbindung wird die Deutsche Bahn. Das Bezirksamt Berlin-Spandau wird die Wartung und Pflege des Gehweges durchführen, so sah es bereits die Vereinbarung aus 1934 zwischen der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft und der Stadtgemeinde von Berlin vor.
Aufwändiges Logistikkonzept: Mehr als 100 zusätzliche Züge verhindern während der Baumaßnahmen Stillstand bei der Produktion von Kaltband
(Eisenhüttenstadt/Berlin, 8. Juli 2008) Die Erweiterung des Kaltwalzwerkes von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt erfordert ein aufwändiges Logistikkonzept: Die Produktion muss während der Bauphase auf andere Werke verteilt werden, die verschiedenen Produktionswerke werden kontinuierlich über die Schiene versorgt. Dazu setzt DB Schenker Rail 100 Sonderzüge ein.
ArcelorMittal, weltgrößter Stahlkonzern, produziert im Werk Eisenhüttenstadt 2,3 Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr, der zu hochwertigen Blechen weiterverarbeitet wird. DB Schenker Rail versorgt das Werk mit Rohstoffen und übernimmt den Versand von Halb- und Fertigerzeugnissen. So befördern täglich drei schwere Erzzüge zusammen mehr als 9.000 Tonnen Eisenerz vom Hamburger Hafen nach Eisenhüttenstadt und sichern damit die kontinuierliche Versorgung der Hochöfen. Auch auf der Versandseite erreichen jährlich 1,2 Millionen Tonnen Halb- und Fertigerzeugnisse umweltfreundlich über die Schiene ihre Empfänger – und entlasten die Region von Schwerlastverkehren.
ArcelorMittal Eisenhüttenstadt produziert überwiegend Bleche für die Automobilindustrie. Aufgrund der steigenden Nachfrage fiel die Entscheidung, die Kapazität im Kaltwalzwerk Eisenhüttenstadt zu erweitern. Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung ist nur durchführbar, wenn das Kaltwalzwerk für einen Zeitraum von mehreren Wochen angehalten und die Produktion währenddessen auf andere Standorte der Gruppe verlagert werden kann. Angesichts der engen Verzahnung zwischen Warmwalzwerk und Kaltwalzwerk stellte sich den Logistikern von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und DB Schenker Rail somit die Aufgabe, ein sicheres, zuverlässiges und gleichzeitig flexibles Konzept für die „Umleitungsverkehre“ zwischen den Werken Eisenhüttenstadt, Gent und Bremen zu entwickeln. Das Konzept muss die kontinuierliche Abfuhr des Warmbandes genauso wie die taktgenaue Anlieferung am korrespondierenden Empfangswerk gewährleisten. DB Schenker Rail setzt hierfür bedarfsorientierte Sonderzüge – sogenannte Flextrains – ein, welche zuverlässig und schnell die Werke verbinden. So erreicht ein 2.400 Tonnen schwerer Zug innerhalb von acht Stunden den 530 Kilometer entfernten Standort in Bremen. Mehr als 100 Sonderzüge sind geplant, um die Produktion von Kaltband auch während der Kopplungsphase weiterlaufen lassen zu können. Ende 2008 verfügt Eisenhüttenstadt dann über eine Kapazität von 1,85 Millionen Tonnen Kaltband – und auch hiervon wird der größte Teil die Empfänger umweltfreundlich per Bahn erreichen.
In Berliner Stadtteil Rummelsburg ist ein ICE-Triebwagen in Brand geraten. Die Feuerwehr ist konnte den Brand schnell löschen. Für Menschen bestand keine Gefahr. Reisende mussten allerdings Verspätungen im ICE-Verkehr hinnehmen. Brand-Ursache waren vermutlich Schweißarbeiten. Im Berliner Ortsteil Rummelsburg (Lichtenberg) ist ein ICE-Triebwagen in Brand geraten. Menschen seien nicht in Gefahr, der Zug stehe in einer Betriebsanlage der Bahn, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Feuerwehr sei mit vier Löschtrupps ausgerückt, um den Brand zu löschen. Das Feuer war kurz nach 9:00 Uhr ausgebrochen. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen schnell löschen. Ursache waren den Informationen zufolge Schweißarbeiten. Wegen der Löscharbeiten kam es bis zum Mittag Verzögerungen im ICE-Verkehr …