Jana streckt dem Schaffner ungeduldig ihre Fahrkarte entgegen. Einmal Berlin-Hamburg. Stolz nimmt die Neunjährige mit der Baseball-Kappe den Fahrschein wieder entgegen und steckt ihn in ihre Umhängetasche. Jana Yasemin Karaaslan ist an diesem Sonntag auf der Heimreise aus den Ferien. Die hat sie ohne ihre Eltern mit ihrer Tante aus Berlin verbracht. Nun geht es mit der Bahn wieder nach Hause Richtung Hamburg – ohne Mama, Papa oder Tante. Doch das Mädchen aus Wesselburen fährt im ICE 1610 nicht ohne Aufsicht: Mit ihr im Abteil sitzen drei weitere Kinder – und Bahnhofsmissionsmitarbeiter Marco Möbus, der gerade seinen schwarzen Spielekoffer öffnet. „Hey, habt ihr Lust auf Uno? Oder wie wär’s mit Gruselino?“, fragt er. „Uno!“, schallt es ihm im Chor entgegen. „Kids on Tour“, steht an der Abteiltür. So heißt das Begleitprogramm, das …
Jana streckt dem Schaffner ungeduldig ihre Fahrkarte entgegen. Einmal Berlin-Hamburg. Stolz nimmt die Neunjährige mit der Baseball-Kappe den Fahrschein wieder entgegen und steckt ihn in ihre Umhängetasche. Jana Yasemin Karaaslan ist an diesem Sonntag auf der Heimreise aus den Ferien. Die hat sie ohne ihre Eltern mit ihrer Tante aus Berlin verbracht. Nun geht es mit der Bahn wieder nach Hause Richtung Hamburg – ohne Mama, Papa oder Tante. Doch das Mädchen aus Wesselburen fährt im ICE 1610 nicht ohne Aufsicht: Mit ihr im Abteil sitzen drei weitere Kinder – und Bahnhofsmissionsmitarbeiter Marco Möbus, der gerade seinen schwarzen Spielekoffer öffnet. „Hey, habt ihr Lust auf Uno? Oder wie wär’s mit Gruselino?“, fragt er. „Uno!“, schallt es ihm im Chor entgegen. „Kids on Tour“, steht an der Abteiltür. So heißt das Begleitprogramm, das …
Täglich fahren schon wieder 8 Güterzüge mit 600 Meter Länge über die Ostbahn in Richtung Republik Polen – Tendenz weiter steigend. Die Prognosezahlen für die Entwicklung der Verkehrsströme bis zum Jahr 2025 stehen fest. 300 Prozent Steigerung im Güterverkehr auf der Straße und 70 Prozent Steigerung im Eisenbahnverkehr mit unserem Nachbarn der Republik Polen. Die Aufgabe ist es, die passende Infrastruktur bereitzustellen, um auch die Region an der Entwicklung teilhaben zu lassen. Welche Entwicklungen werden aus der Prognose des Bundes und dem Hintergrund des Masterplans für Verkehr und Logistik für die Entwicklung auf der Ostbahn gesehen? Seit drei Monaten findet unter den Mitgliedern ein reger Gedankenaustausch zum Betriebssystem 2025 für die Ostbahn statt. Andere Verkehrsprognosen sind in Arbeit oder bereits abgeschlossen. Das bisherige Ergebnis möchten wir Ihnen darstellen und weiterhin bis zum Dezember 2008 in der Diskussion halten. Betriebsprogramm auf der Ostbahn bis 2025: 1. regionaler grenzüberschreitender SPNV in Stundentakt von Berlin-Lichtenberg/ Ostkreuz bis Kostrzyn nad Odra mit der Option eines halbstündigen Taktes zu bestimmten Zeiten von Berlin bis Müncheberg ( Zeitpunkt: Doppeltraktion der NEB bewältigt nicht mehr den Fahrgastansturm- möglich ab 2010) 2. mindestens drei internationale Nachtzugverbindungen – Warschau-Kutno-Torun-Bydgoszcz-Pila-Krzyz-Gorzów Wlkp. Kostrzyn-Berlin ( „Stanislaw Moniuszko“ ab dem neuen 13 / 14.Dezember 2008 – polnische Registrierung Nr. 448 und Nr. 449 im Fahrplan 2008 /2009 – Danzig- Gorzów-Berlin/Potsdam (ab 2009 von Juni bis Oktober) 3. sechs Regionalexpressverbindungen REDP 3 – Berlin- Gorzów- Kreuz-Pila- Bydgoszcz – spätestens ab 2010 4. drei Shuttelverbindungen Gorzow Wlkp. – BBI ab 2012 (über die Anbindung der Ostbahn an den Berliner Außenring am Biesdorfer Kreuz ) 5. Themenbezogene Sonderfahrten an den Wochenenden zur Entwicklung des Städtetourismus entlang der Ostbahn 6. 20 Güterzüge – Entwicklung des Güterverkehrs auf der Ostbahn Kostrzyn / Witnica – Gorzów und weiter 7. 20 % Kapazitätsreserve – für Ausweichverbindung für die Strecke Berlin- Posen Warschau und Sonderzüge Katastrophen / Militär / usw. und steigende Entwicklung des Güterverkehrs auf Grund der Ansiedlungen in Gorzów Wlkp. Für die daraus resultierende Lobbyarbeit ergeben sich folgende Zielstellungen: 1. Änderung des Status der Ostbahn von einer regionalen Strecke mit überregionaler Bedeutung zu einer Eisenbahnstrecke mit internationaler europäischer Bedeutung durch Beschluss der Regierungen in Berlin und Warschau auf Antrag der jeweiligen Länder und Wojewodschaften. 2. Aufnahme der Ausbaumaßnahmen auf der Eisenbahnstrecke in den nächsten Bundesverkehrswegeplan. 3. Einordnung der Eisenbahnstrecke Berlin – Königsberg in die sich entwickelnden Europäischen Verkehrskorridore. 4. Umsetzung der Entwicklungsziele – Erarbeitung eines langfristigen Konzeptes für den zweigleisigen Ausbau auf dem deutschen Teil der Ostbahn ( 2025-2030). Für die bisherige Beteiligung an dem regen Meinungsaustausch möchten wir uns herzlich bedanken. Die Mitglieder der IGOB-EWIV und Sympathisanten wollen diesen Prozess auf einer realistischen Basis wie bisher fortsetzen und damit dieser traditionsreichen Eisenbahnverbindung in Europa wieder zu der Bedeutung für die Mobilität von Personen und Gütern in einem modernen europäisch ausgerichteten Verkehrsmarkt verhelfen, die die Regionen als Dienstleister für ihre Entwicklung benötigen (Pressemeldung IGOB Interessengemeinschaft Eisenbahn Berlin-Gorzów EWIV, 09.08.08).
Seit wenigen Wochen gibt es das „Berlin-Gorzów-Ticket“. Das ist eine wesentliche Erleichterung für Bahnreisende von Berlin ins polnische Gorzów. Bisher mussten Bahnreisende für diese Strecke mehrere Einzelfahrscheine sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite lösen. Mit Einführung des „Berlin-Gorzów-Tickets“ ist das nicht mehr erforderlich. Dank einer gemeinsamen Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) im Rahmen des EU-Programms „Rail Baltica“ kann man nun mit dem „Berlin-Gorzów-Ticket“ einen Fahrschein für die gesamte Strecke erwerben. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Der bisherige Tarif-Stress auf der Strecke Berlin-Gorzów ist damit beendet. Auch solche kleinen Schritte helfen, das Zusammenwachsen in der deutsch-polnischen Grenzregion zu beschleunigen.“ Bahnreisende mit dem „Berlin-Gorzów-Ticket“ können zudem in Gorzów kostenfrei Straßenbahn und Stadtbusse nutzen. Fortschritte gibt es auch bei der Stettiner Bahn. Für einige Verbindungen auf der Strecke Berlin-Stettin konnte dank zahlreicher Ausbaumaßnahmen die Fahrzeit auf unter zwei Stunden verkürzt werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Stadtverwaltung von Stettin und die polnische Regionalregierung der Wojewodschaft Westpommern setzen sich seit 2003 für den Ausbau dieser Bahnstrecke ein. Die DB Netz AG hat im Jahr 2007 zwischen Angermünde und der polnischen Staatsgrenze eine Grundsanierung der Strecke durchgeführt, wodurch die Streckengeschwindigkeit auf 120 km/h angehoben werden konnte. Bei dieser Maßnahme wurden bereits Planungen berücksichtigt, die eine spätere Anhebung der Geschwindigkeit auf 160 km/h zulassen. Aktuell teilt die polnische Staatsbahn (PKP) mit, dass auf dem Streckenabschnitt von der deutschen Staatsgrenze bis Szczecin-Gumience im Herbst 2008 weitere Ausbaumaßnahmen durchgeführt werden sollen. Es ist vorgesehen, alle unbeschrankten Bahnübergänge zu beseitigen, sodass die Durchschnittsgeschwindigkeit von heute 40-80 km/h auf durchgehend 120 km/h angehoben werden kann. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Wir setzen uns auch weiterhin für einen kompletten zweigleisigen Ausbau dieser Strecke ein. Ziel ist es, die Fahrzeit zwischen Berlin und Stettin mittelfristig auf 75 Minuten zu verkürzen.“ Zur Abstimmung und Koordinierung wurde eine deutsch-polnische Arbeitsgruppe Berlin-Stettin eingerichtet. Diese hat sich zuletzt am 8. Juli 2008 in Stettin getroffen (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 09.08.08).
Die Analyse des Fahrgastverbands Pro Bahn e.V., nach der in den kommenden Jahren zwei Drittel der heute verkehrenden InterCity-Züge verschwinden werden und der Rest nur noch als ICE unterwegs sein wird, hat für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Aus Sicht des VBB würde damit lediglich ein bedauerlicher Trend fortgesetzt, der Berlin und Brandenburg schon besonders hart getroffen hat. Das Flächenland Brandenburg ist besonders stark betroffen: Die Oberzentren des Landes haben in den vergangenen Jahren im wahrsten Wortsinne „Zug um Zug“ verloren. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Anbindung der vier kreisfreien Städte in Brandenburg in den vergangenen Jahren verschlechtert hat (Hinweis: Züge, die nur an einzelnen Wochentagen verkehren, wurden nicht mitgezählt): Landeshauptstadt Potsdam: 1999 30 Fernzüge/Tag, 2008 4 Fernzüge/Tag = –87 % Brandenburg an der Havel: 1999 26 Fernzüge/Tag, 2008 2 Fernzüge/Tag = –92 % Cottbus: 1999 24 Fernzüge/Tag, 2008 4 Fernzüge/Tag = –83 % Frankfurt (Oder): 1999 16 Fernzüge/Tag, 2008 6 Fernzüge/Tag = –62,5 % Wahrscheinlich wird es in Brandenburg nicht bis 2018 dauern, bis der letzte konventionelle InterCity fährt. Für den kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2008 kündigt die Deutsche Bahn bereits „saisonale Anpassungen in der Schwachlastzeit zwischen Berlin und Stralsund“ an, ohne konkreter zu werden. Und dabei wird es nicht bleiben. Stark gefährdet sind nach Einschätzung des VBB die Züge Cottbus – Berlin – Brandenburg – Norddeich, die IC-Verbindung Berlin – Szczecin (Stettin) und die Führung des EC „Wawel“ von Berlin nach Krakow (Krakau) über Cottbus. Das würde bedeuten, dass Potsdam, Cottbus und Brandenburg keinen Fernverkehrshalt mehr hätten. Von den vier kreisfreien Städten Brandenburgs bliebe nur der Halt in Frankfurt (Oder). Für ebenfalls gefährdet hält der VBB die zurzeit zweistündlich angebotene Strecke Berlin – Halle – Erfurt. Diese Verbindungen können auch mit dem ICE und einem Umstieg in Leipzig bedient werden – mit dem entsprechend höheren Fahrpreis. Zudem geriete auch Berlin – Stralsund über Eberswalde und Prenzlau in Gefahr. Der VBB begrüßt die Bundesratsinitiative ein bundesweites Fernverkehrsgesetz einzuführen. Hans-Werner Franz, VBB Geschäftsführer, fordert: „Es ist dringend erforderlich, dass das Gesetz Mindestvorgaben für die Bedienung im Fernverkehr auch für die Strecken enthält, die nicht kostendeckend betrieben werden können.“ (Pressemeldung VBB, 08.08.08)
Milliardenschwere Aufträge: Konzern schreibt bis zu 300 neue Hochgeschwindigkeitszüge aus Peter Kirnich BERLIN. Die Deutsche Bahn plant ein massives Modernisierungsprogramm für ihre Zugflotte. Neben den ICE-Hochgeschwindigkeitszügen, von denen unlängst sieben bis 15 Nachfolgezüge ausgeschrieben wurden, sollen auch im IC-Verkehr neue Fahrzeuge zum Einsatz kommen. „Wir wollen unsere IC-Flotte ersetzen und damit den IC-Verkehr deutlich aufwerten“, sagte ein Bahnsprecher gestern der Berliner Zeitung. Auf den IC-Fernverbindungen fahren derzeit in der Regel lokbespannte Züge, die deutlich langsamer sind als die bis zu 350 Stundenkilometer schnellen ICE-Züge. „Wir wollen im IC-Netz künftig schneller sein“, sagte der Sprecher. Aus diesem Grunde hat die Bahn im europäischen Amtsblatt 130 bis 300 neue Züge ausgeschrieben, die 230 bis 250 Stundenkilometer, optional sogar Tempo 280 erreichen sollen. Die neuen Triebzüge sollen 500 bis 900 Passagieren Platz bieten und nicht nur …
Erstmals seit fast 10 Jahren verkehrt am 16. August 2008 wieder ein Sonderzug von Berlin nach Ketzin. So können die Besucher des 18. Fischerfestes in Ketzin das Auto stehenlassen und mit dem Sonderzug anreisen. Der Zug besteht aus der Dampflok 52 8177 und einem Historischen „Donnerbüchsenzug“ der dreißiger Jahre. Die erste Fahrt führt von Berlin-Schöneweide (8.16 Uhr) über Lichtenberg, Gesundbrunnen und Spandau. Dann pendelt der Zug zwischen Ketzin und …
Der ohnehin sich um Jahre verzögernde Bau der Dresdner Bahn und damit der Strecke des künftigen Airport-Shuttles zum neuen Hauptstadtflughafen BBI in Schönefeld wird erneut ausgebremst. So müssen jetzt im Zuge der Planfeststellungsverfahren für die drei Teilabschnitte der insgesamt 14 Kilometer langen Strecke zwischen Südkreuz und Blankenfelde Pläne neu ausgelegt werden. Grund: geänderte rechtliche Rahmenbedingungen bei Schall und Erschütterung. Überdies habe die Bahn entgegen der Aussage des Konzernbeauftragten der Deutschen Bahn für Berlin, Ingulf Leuschel, vom 21. April im Verkehrsausschuss noch nicht alle Unterlagen für die Planfeststellung beim Eisenbahnbundesamt eingereicht, hieß es gestern von der Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn. Die Initiative kämpft für einen 2700 Meter langen Tunnel für die Dresdner Bahn im Bereich des Lichtenrader Schichauwegs bis zur Landesgrenze und hat bereits drei Musterklagen angekündigt, sollten die Planfeststellungsbeschlüsse wie geplant …
Frankfurt (Oder)/dpa. Neue Zugpaare zwischen Deutschland und Polen sollen vom nächsten Fahrplanwechsel an auf einem Abschnitt der früheren preußischen Ostbahn verkehren. Das sagte Karl-Heinz Boßan, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Eisenbahn Berlin-Gorzow am Sonntag und bestätigte einen Bericht der «Märkischen Oderzeitung» (Montag). So solle ein neues Zugpaar nachts von Berlin nach Warschau eingerichtet werden, das zwischen Berlin, Küstrin (Kostrzyn) und Landsberg (Gorzow) auf der Strecke der früheren Ostbahn verkehre. Der neue Fahrplan beginnt am 14. Dezember. Die Züge sollen jeweils 22.00 Uhr in den beiden Hauptstädten starten und um …
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das Eisenbahn-Bundesamt am 10.07.2008 den Plan des Anlagenmanagements Regionalbereich Ost für den 2. Realisierungsabschnitt Bahnhof Seelow-Gusow – dargestellt in den Anträgen vom 26.07.2007 und im Nachtrag vom 04.07.2008 – genehmigt hat. Die DB Netz AG, Regionalbereich Ost hat von dem ursprünglichen Plan Abstand genommen und baut nunmehr das Gleis 3 nicht zurück. Die erforderlichen Nutzlängen von 600 Meter für Güterzüge auf der Ostbahn werden auf beiden Gleisen 1 und 3 durch entsprechende Signalstandorte gewährleistet. Mit der Beibehaltung des Gleises 3 entstehen auch keine Änderungen, die sich auf den Bahnübergang an der Bundesstraße B167 auswirken. Die Planungen für die Regionalzüge beeinträchtigen das vorgesehene Betriebsprogramm nicht. Es wird das sogenannte „Brandenburger Modell“ Anwendung finden. An dieser Stelle ist es uns ein tiefes Bedürfnis allen Mitglieder und kooperativen Mitgliedern, den Sympathisanten, Lobbyisten und Landespolitikern aller Parteien herzlich zu danken, die in den letzten drei Monaten sich durch ihre abgegebenen Stellungnahmen und in Einzelgesprächen für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit der Eisenbahnstrecke eingesetzt haben. Besonderer Dank geht an die Kollegen der DB Netz AG im Regionalbereich Ost, die mit der Änderung des Konzeptes die Entscheidung für die Plangenehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes in dieser Form ermöglichten (Pressemeldung IGOB Interessengemeinschaft Eisenbahn Berlin- Gorzów EWIV, 30.07.08).