Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn: Kalt erwischt Der Warnstreik der Lokführer traf viele Fahrgäste in Berlin hart – und manche unvorbereitet, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0223/berlin/
0014/index.html

Wie ruhig es auf dem Ostbahnhof sein kann! Kein Räderquietschen, kein Bremsenzischen, kein Türenschlagen. Nur hin und wieder eine Durchsage, welcher Zug als nächstes ausfällt. So wie die Station in Friedrichshain präsentierten sich gestern von sechs Uhr an alle Bahnhöfe in dieser Stadt. Wo sonst Züge im Minutentakt fahren, empfing die Fahrgäste ein Stillleben mit abgestellten Zügen und Anzeigetafeln, auf denen sich nichts veränderte – von den ständig größer werdenden Verspätungen abgesehen. Der Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Morgen auch den Bahnverkehr in dieser Region größtenteils lahmgelegt. „Mindestens 80 Prozent der S-Bahnen und der anderen Züge der Deutschen Bahn (DB) …

Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn: Warnstreiks der Gewerkschaft GDL führen zu Einschränkungen im Zugverkehr, Kostenlose Servicenummer geschaltet – Zusätzliches Personal im Einsatz

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/presseinformationen/ubp/p20110222.html

(Berlin, 22. Februar 2011) Ein Warnstreik der Gewerkschaft deutscher
Lokomotivführer (GDL) führt derzeit bundesweit zu erheblichen
Einschränkungen im Nah-, Regional- und Fernverkehr.

Im Nahverkehr sind die S-Bahnen in Berlin, Nürnberg und Stuttgart sowie im
Rhein-Main-Gebiet und in Nordrhein-Westfalen betroffen. Bei den S-Bahnen
Hamburg und München kommt es aktuell nur zu Verspätungen.

Im Regional- und Fernverkehr kommt es derzeit bundesweit zu Zugausfällen
und Verspätungen.

Auch nach Ende der Warnstreiks kann es noch bis in den Abend Behinderungen
geben, da die betroffenen Züge erst nach einigen Stunden wieder an den
vorgesehenen Einsatzstellen zur Verfügung stehen.

Mehrere hundert Mitarbeiter sind zusätzlich im Einsatz. Verstärkt wird vor
allem das Service-Personal im direkten Kundenkontakt an den Bahnhöfen und
bei der telefonischen Reisendeninformation. Auch in den Betriebszentralen
und Transportleitungen, wo die Disposition von Mitarbeitern und Fahrzeugen
erfolgt, sind zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor der Fahrt über die
konkreten Auswirkungen des Streiks zu informieren. Hierfür ist ab sofort
bis auf Weiteres unter 08000 99 66 33 eine kostenlose Servicenummer
geschaltet. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +49 1805 334444
(Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Details sind auch unter
www.bahn.de/aktuell oder für Nutzer von mobilen Endgeräten unter
m.bahn.de/ris erhältlich.

Fahrgästen, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen
oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht antreten können, bietet die
Deutsche Bahn aus Kulanz die Möglichkeit, ihre Fahrkarte und Reservierung
im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten zu lassen.

Alternativ können Reisende den nächsten, gegebenenfalls auch höherwertigen
Zug nutzen. In diesem Fall wird bei Angeboten wie dem Sparpreis auch die
Zugbindung aufgehoben. Für Zeitkarten gelten die tariflichen Umtausch- und
Erstattungsbedingungen. Für Verbundfahrkarten gelten die Regelungen der
jeweiligen Verkehrsverbünde.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn: Konzern stellt „Entlastungskonzept“ für die geplante Trassensanierung vor, aus MAZ

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/
12017727/62249/
Konzern-stellt-Entlastungskonzept-fuer-die-geplante-Trassensanierung-vor.html

POTSDAM – Mit zusätzlichen Direktverbindungen von Brandenburg und Berlin
und „S-Bahn-Vollzügen“ wollen Deutsche Bahn und S-Bahn das befürchtete
Chaos im Zuge der anstehenden Baumaßnahmen verhindern. „Es wird mehr Züge
als heute geben, um die Baustellen zu umfahren“, versicherte Renado Kropp
von der DB-Regio gestern im Potsdamer Landtag, als die Unternehmen in
Grundzügen das mit Spannung erwartete Entlastungskonzept für die
angekündigte Sperrung der Regionalverkehrsstrecke zwischen Potsdam und
Berlin ab Dezember vorstellte.
Die Deutsche Bahn hatte für die Strecke zwischen Berlin-Charlottenburg und
Wannsee die Sperrung von wenigstens einem der beiden Gleise angekündigt –
und zwar just zu der Zeit, in der die parallel verlaufende Avus saniert
wird.
Der Berliner Senat, der für die Koordinierung der beiden Baumaßnahmen
zuständig ist, war der …

Bahnverkehr + Tarife: InterConnex geht auf "Buchfühlung"

http://www.lok-report.de/

In guter Tradition lockt der InterConnex auch in diesem Jahr die Berliner
Leseratten und Bücherwürmer mit Extra-Messestopp und preiswertem
Kombiticket zur beliebten Leipziger Buchmesse. Vom 17. bis zum 20. März
2011 bietet der InterConnex ein Buchmesse-Kombi-Ticket an. Mit diesem
Ticket kostet die Fahrt ab Berlin nach Leipzig zur Buchmesse inklusive
Rückfahrt und Eintrittskarte für die Leipziger Messe nur 41 Euro.
Und so könnte ein Messetag aussehen: Der frühe Bücherwurm startet um 7.55
Uhr vom Berliner Hauptbahnhof. Bereits kurz nach 9.00 Uhr fährt der Zug in
den Bahnhof Leipzig Messe ein. Die Eintrittskarte erhalten die
Tagesbesucher bei der Fahrkartenkontrolle im InterConnex direkt vom
Kundenbetreuer. Vom Bahnhof Leipzig Messe sind es dann nur wenige
Gehminuten bis zum Eingang der Messe.
Zurück geht es erschöpft, aber glücklich und inspiriert abends direkt vom
Bahnhof Leipzig Messe um 19.02 Uhr.
Die Buchmesse-Kombi-Tickets für 41 Euro sind ab sofort über das
Internetportal www.interconnex.com und in allen Berliner Vorverkaufsstellen
(außer BVG) buchbar.
Am Donnerstag, den 17. März, dem Eröffnungstag der Buchmesse, findet in den
Wagen 1 und 2 des InterConnex (Berlin Hbf ab 7.55 Uhr) eine Buchlesung
statt. Auf der Hinfahrt liest Tobias Herre alias Tube aus seinem Buch „Wenn
ich Macht hätte“ (Voland & Quist). Heimwärts begleitet Mia Ming mit ihrem
zweiten Teil von „Seitensprünge“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf) die immer noch
lesehungrigen Fahrgäste (Leipzig Messe ab 19.02 Uhr).
Tickets für die InterConnex-zitty-Leselounge sind limitiert und nur unter
www.zitty.de erhältlich (Pressemeldung Veolia Verkehr, Foto Joachim Donath,
19.02.11).

Bahnverkehr + Tarife: InterConnex geht auf „Buchfühlung“

http://www.lok-report.de/

In guter Tradition lockt der InterConnex auch in diesem Jahr die Berliner
Leseratten und Bücherwürmer mit Extra-Messestopp und preiswertem
Kombiticket zur beliebten Leipziger Buchmesse. Vom 17. bis zum 20. März
2011 bietet der InterConnex ein Buchmesse-Kombi-Ticket an. Mit diesem
Ticket kostet die Fahrt ab Berlin nach Leipzig zur Buchmesse inklusive
Rückfahrt und Eintrittskarte für die Leipziger Messe nur 41 Euro.
Und so könnte ein Messetag aussehen: Der frühe Bücherwurm startet um 7.55
Uhr vom Berliner Hauptbahnhof. Bereits kurz nach 9.00 Uhr fährt der Zug in
den Bahnhof Leipzig Messe ein. Die Eintrittskarte erhalten die
Tagesbesucher bei der Fahrkartenkontrolle im InterConnex direkt vom
Kundenbetreuer. Vom Bahnhof Leipzig Messe sind es dann nur wenige
Gehminuten bis zum Eingang der Messe.
Zurück geht es erschöpft, aber glücklich und inspiriert abends direkt vom
Bahnhof Leipzig Messe um 19.02 Uhr.
Die Buchmesse-Kombi-Tickets für 41 Euro sind ab sofort über das
Internetportal www.interconnex.com und in allen Berliner Vorverkaufsstellen
(außer BVG) buchbar.
Am Donnerstag, den 17. März, dem Eröffnungstag der Buchmesse, findet in den
Wagen 1 und 2 des InterConnex (Berlin Hbf ab 7.55 Uhr) eine Buchlesung
statt. Auf der Hinfahrt liest Tobias Herre alias Tube aus seinem Buch „Wenn
ich Macht hätte“ (Voland & Quist). Heimwärts begleitet Mia Ming mit ihrem
zweiten Teil von „Seitensprünge“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf) die immer noch
lesehungrigen Fahrgäste (Leipzig Messe ab 19.02 Uhr).
Tickets für die InterConnex-zitty-Leselounge sind limitiert und nur unter
www.zitty.de erhältlich (Pressemeldung Veolia Verkehr, Foto Joachim Donath,
19.02.11).

Bahnverkehr: Umzugsfrust Die Deutsche Bahn konzentriert ihre Standorte. 200 Berliner sollen von der Spree an den Main ziehen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0218/wirtschaft/
0018/index.html

BERLIN. Kofferpacken und Umzugskisten füllen – die Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) sind darin besonders geübt. Gerade ziehen 1300 Berliner Eisenbahner aus mehreren Hauptstadt-Standorten in das neu errichtete Verwaltungsgebäude am Nordbahnhof um. Dort, im Bahntower am Potsdamer Platz sowie am Hauptbahnhof will das Unternehmen einen Großteil seiner in der ganzen Stadt verstreuten 17000 Berliner Mitarbeiter unterbringen.
Doch nicht nur innerhalb Berlins bündelt die Deutsche Bahn ihr Geschäft. Die Transport-und Logistik-Sparte Schenker soll künftig zentral von Frankfurt am Main aus geleitet werden. „Dadurch fallen in Berlin 200 Arbeitsplätze weg“, sagte der Betriebsratschef der Schenker-Rail-Zentralen, Volker Pretorius, gestern der Berliner Zeitung. Das betrifft 60 Mitarbeiter aus der DB-Holding und 140 weitere Führungskräfte von Schenker Rail. 140 Beschäftigte müssen nach …

Bahnverkehr: Zugunfall am Ostbahnhof Waggons zusammengestoßen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0216/berlin/
0098/index.html

Am Ostbahnhof sind gestern beim Rangieren mehrere Zugwaggons zusammengestoßen. Gegen 5 Uhr sollten auf Gleis 3 zwei Wagen eines Eurocity aus Warschau an den „City Night Line“-Zug aus Amsterdam angekoppelt werden. Die beiden Wagen wurden jedoch nicht rechtzeitig abgebremst und fuhren auf den Nachtzug auf. Dieser wurde durch den Aufprall sechs bis acht Meter nach vorn geschoben. Die meisten der etwa 20 Reisenden blieben nach Angaben eines Bundespolizei-Sprechers unverletzt. Ein Mann, der sich erst kürzlich einer Augen-OP unterzogen hatte, habe über Augenschmerzen geklagt und sei mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden.
Die Fahrgäste mussten nach dem Unfall …

Bahnverkehr + Regionalverkehr + Straßenverkehr: Vogelsänger kritisiert zeitgleiche Bauarbeiten an AVUS und Fernbahn in Berlin

http://www.lok-report.de/

Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger kritisiert die angekündigten
zeitgleichen Baumaßnahmen an der nördlichen AVUS und am Fernbahnabschnitt
zwischen Charlottenburg und Wannsee.
Vogelsänger: „Zwar gibt es zu den Sanierungen keine Alternative. Es kann
aber nicht sein, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger nun noch
zusätzlich belastet werden. Kilometerlange Staus sind vorprogrammiert. Eine
zeitgleiche Vollsperrung der Fernbahn und die gravierenden Einschränkungen
auf der AVUS sind vor allem in den Wintermonaten nicht zu verantworten“, so
der Verkehrsminister weiter: „Denn das bislang für die Zeit der
Doppelbaustelle vorgelegte Bahnkonzept steht und fällt mit der S-Bahn.“
Die S 7 soll nach Vogelsängers Worten zwar im Zehn-Minuten-Takt von und
nach Potsdam fahren, „nach den Erfahrungen des Winters in diesem und im
vergangenen Jahr hat selbst die S-Bahn-Geschäftsführung Zweifel an der
Zuverlässigkeit ihrer Züge bei Schnee und Eis.“
„Auch wir haben seit Jahren Verbesserungen an diesen Streckenabschnitten
eingefordert. Die Brandenburger fragen sich allerdings, warum dies
praktisch zur gleichen Zeit passieren muss. Da bei der Bahn aus
Sicherheitsgründen viel dafür spricht, endlich die acht Brücken und die
Trasse zu sanieren, habe ich viel Verständnis für die Forderung der IHK
Brandenburg, die halbseitige AVUS-Sperrung um ein Jahr zu schieben.
Andernfalls müssten wir fordern, dass es erst nach Abschluss der
dreispurigen AVUS-Sanierung zur Unterbrechung der Fernbahn kommt.“
„Aufgrund des immer noch erheblichen Klärungsbedarfs werde ich mich
kurzfristig erneut an die Bahn und Berlin wenden, um diese Probleme zu
besprechen“, kündigte Vogelsänger an: „Wir wollen auch wissen, ob es noch
möglich ist, die Zeitpläne für die Baustellen zu optimieren.“
Wegen der gravierenden Auswirkungen wird Vogelsänger kurzfristig überdies
den zuständigen Landtags-ausschuss informieren und auf Brandenburger Seite
betroffene Vertreter aus Städten, Gemeinden und Kreisen einladen
(Pressemeldung VRS, 11.02.11).

Fernbus + Bahnverkehr: Die Bahn wechselt auf die Straße, Der Bund plant bis Jahresende eine großzügige Marktöffnung im Fernbusverkehr. Viele Unternehmen stehen bereits auf der Startposition, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0210/wirtschaft/0054/index.html

BERLIN. Die Deutsche Bahn (DB) will ihr bundesweites Fernbuslinien-Netz
massiv ausbauen. Wie die Berliner Zeitung aus Konzernkreisen erfuhr, hat
die Bahn bereits eine zweistellige Zahl von Anträgen für den Verkehr von
Fernbuslinien innerhalb Deutschlands gestellt. Die Verbindungen sollen
deutlich günstiger sein als die Fahrt mit dem ICE. So soll die Bus-Tochter
Bex künftig unter anderem zwischen Köln und Hamburg,
Bielefeld-Hannover-Hamburg sowie zwischen Dresden und Düsseldorf fahren,
und das zu Schnäppchenpreisen. Die Fahrt von Köln nach Hamburg soll so nur
35 Euro kosten – weniger als die Hälfte eines Bahntickets zum Vollpreis.
Der Hintergrund: Der Bund will eine aus dem Jahr 1931 stammende Regelung
aus dem Personenbeförderungsgesetz …

Fernbus + Bahnverkehr: Allianz pro Schiene: Fernbus-Gesetz für die Fahrgäste keine echte Verbesserung

http://www.lok-report.de/

Der Gesetzesentwurf des Bundesverkehrsministeriums zur weitgehenden
Liberalisierung des Fernbus-Verkehrs stellt nach Ansicht der Allianz pro
Schiene für die Fahrgäste keine echte Verbesserung dar. Nach dem 61 Seiten
starken Gesetzesentwurf, der der Allianz pro Schiene vorliegt, sollen
Fernbus-Linien künftig bundesweit fast ohne Einschränkungen angeboten
werden dürfen.
„Für den Verbraucher fehlt hier jede Verlässlichkeit“, sagte der
Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. „Nach drei Monaten
darf der Busbetreiber seinen Betrieb sang- und klanglos einstellen.“ Anders
bei der Eisenbahn: Dort müsste ein einmal angekündigtes Angebot mindestens
ein halbes Jahr lang aufrechterhalten werden.
Flege kritisierte auch, dass der Entwurf zur Liberalisierung von Fernbussen
die Busbetreiber auch bei den Fahrgastrechten zu sehr entlaste. „Zu den
Kundenrechten gehören neben der Entschädigung im Verspätungsfall auch die
Informationsrechte. Das neue Gesetz macht es den Betreibern viel zu
einfach“, sagte Flege. Fahrplanänderungen im Fernbusverkehr sollen dem
Anbieter qua Gesetz jederzeit möglich sein und müssten der
Genehmigungsbehörde lediglich „angezeigt“ werden, bemängelte Flege. „Von
solchen Regelungen können die Eisenbahnen nur träumen.“ Insgesamt
beherrsche die Sicht der Busbetreiber den Gesetzesentwurf.
Kritik äußerte die Allianz pro Schiene auch am verkehrspolitischen Geist,
den das neue Gesetz atme. „Über die Fernbus-Liberalisierung versucht die
Politik, sich aus ihrer Pflicht zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zu
stehlen“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. „Wenn auf
Relationen mit vernachlässigter Schieneninfrastruktur wie Berlin – Dresden
künftig massenhaft Fernbusse fahren, wird die Politik den Ausbau auf dieser
Relation weiter verschleppen und auf die billige Alternative verweisen.“ So
schwäche das neue Gesetz den Schienenverkehr, indem es den Verbrauchern
mehr Wahlmöglichkeiten vorgaukele.
Auch den Hinweis im Entwurfstext, die Liberalisierung sei kostenneutral,
ließ Flege nicht gelten. Jeder Bahnkunde zahle über sein Ticket eine
Schienenmaut für die Trassennutzung. „Beim Bus ist keine Maut vorgesehen.
Daher werden Billigangebote im Fernbusmarkt durch die Allgemeinheit
subventioniert.“ Die Allianz pro Schiene verwies auch auf neueste Zahlen
des Statistischen Bundesamtes, wonach das Unfallrisiko im Bus 27 mal höher
ist als bei Reisen mit der Bahn.
Der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn und Allianz pro
Schiene-Vorstand Karl-Peter Naumann formulierte Mindest-Anforderungen an
einen bundesweiten Linien-Verkehr mit Fernbussen. „Wenn es einen
liberalisierten Fernbusverkehr geben soll, dann müssen dort dieselben
Fahrgastrechte gelten wie in der Bahn“, sagte Naumann. Auch müsse es
selbstverständlich sein, dass der Fernbus Maut bezahle. „Das Gesetz
verspricht mehr Wettbewerb. Der sollte dann aber auch fair
sein.“ (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 10.02.11).