Museum + Bahnverkehr: Abbau der Signalbrücke in Müncheberg

http://www.lok-report.de/news/news_woche_freitag.html

Am 01.12.11 war es nun so weit. Das letzte Wahrzeichen der Ostbahn ist von
seinem angestammten Platz verschwunden. Um genau 12:43 wurde die Brücke von
ihren Stützen gehoben. Zuvor sind schon Signale und Treppe abgebaut worden.
Im kommenden Jahr wird die Signalbrücke dann an einem neuen Standort
parallel zu den Gleisen vom Bahnsteig aus sichtbar wieder aufgebaut. Für
manch einen Stammgast der Ostbahn mag dies kein Ersatz sein, jedoch ohne
die Bemühungen der Buckower Kleinbahn, der Zusage von Herrn Dr. Grube und
des Denkmalschutzamts wäre das Teil definitiv in den Schrott gewandert.
Dank gilt den beim Abbau beteiligten Firmen, T-G-R Tief, Gleis und
Ingenieurbau, Fa. Mobi Lift und den schon vom Fahrleitungsneubau bekannten
Stahlbauern Peter Bierhals und Klaus Wennicke aus Buckow und Müncheberg
(Andreas Hauschild, Buckower Kleinbahn – Eisenbahnverein Märkische Schweiz
e.V., 02.12.11).

Bahnindustrie + Regionalverkehr + Bahnverkehr: Bombardier bricht sein Versprechen, Konzern liefert Talent-Züge später als geplant. , aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/
bombardier-bricht-sein-versprechen/5910456.html

Berlin – Der Eisenbahnhersteller Bombardier kann nicht wie zugesagt bis
Jahresende 60 Exemplare des Regionalzuges Talent 2 an die Deutsche Bahn
liefern. Nicht einmal halb so viele Fahrzeuge wird der kanadische Konzern
bereitstellen. Auch Siemens kann die Schnellzüge vom Typ ICE 3/Velaro erst
im kommenden Dezember liefern, statt wie vereinbart in diesem. Das ist das
Ergebnis eines Gesprächs zwischen Bombardier, Siemens, der Bahn,
Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) am
Donnerstag.
Für die Bahn-Kunden in Berlin und Brandenburg hat das unmittelbare Folgen:
Auf fünf Regionalbahnlinien kann die Deutsche Bahn nicht wie geplant die
neuen Talent-Züge einsetzen, sondern muss mit altem Material fahren.
„Das bedeutet eine deutliche Komforteinschränkung“, sagte eine Sprecherin
des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Das Zugangebot oder die
Pünktlichkeit seien aber nicht betroffen. „Kritisch wird es erst zur …

Bahnhöfe + Bahnverkehr: Nach 22 Uhr könnten wieder ICE am Zoo halten, Bahnchef Grube will jetzt prüfen, ob ICE-Züge nicht doch wieder ein Stopp am Zoo einlegen könnten. Unabhängig davon soll es am Zoo aber wieder mehr Fernverkehr geben. , aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/
nach-22-uhr-koennten-wieder-ice-am-zoo-halten/5866534.html

Die Bahn bewegt sich doch – auch am Bahnhof Zoo. Während sie es bisher
kategorisch abgelehnt hat, dort wieder Fernzüge halten zu lassen, will
Bahnchef Rüdiger Grube jetzt prüfen, ob nicht doch wieder ein Stopp
eingelegt werden kann – wie von 1884 bis 2006. Dies bestätigte am Sonnabend
ein Bahnsprecher. Grube habe dies dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV)
zugesichert, hatte dessen Präsident Gerhard J. Curth zuvor mitgeteilt.
Curth hat vorgeschlagen, generell alle IC- und D-Züge halten zu lassen, und
zwischen 22 Uhr und 6 Uhr sollten auch alle ICE im Bahnhof Zoo stoppen.
Auch der künftige rot-schwarze Senat hat einen Halt am Zoo gefordert.
Nach 22 Uhr fahren noch drei ICE auf der Stadtbahn nach Berlin – zwei aus
Köln, einer aus München, die den Bahnhof Zoo ohne Halt passieren. Und
frühmorgens könnten nach diesem Vorschlag je ein ICE nach …

Bahnhöfe + Bahnverkehr: Grube sicherte eine Prüfung zum Fernbahnhalt Zoo zu

http://www.lok-report.de/

Seit Mai 2006 halten am Bahnhof Berlin Zoologischer Garten, verkehrlich
sehr gut mit zwei U-Bahn- und dutzenden Buslinien erschlossen, keine
Fernzüge mehr. Forderungen an die DB, wegen dieser guten Einbindung in das
städtische Nahverkehrsnetz die Fernzüge auf der Berliner Stadtbahn hier
halten zu lassen, wurden bisher abgelehnt.
Alleine die Bestimmung im SPD-/CDU-Koalitionsvertrag, dass am Bahnhof Zoo
wieder Fernzüge halten sollen, wird an der jetzigen Situation wenig ändern.
Der Fernverkehrsbereich agiert eigenwirtschaftlich und ist von Weisungen
der Politik nicht abhängig.
Am 17. November 2011 führte der langjährige Vorsitzende des Berliner
Fahrgastverbandes IGEB und heutige DBV-Präsident Gerhard J. Curth ein
längeres Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der DB AG, Dr. Rüdiger
Grube. Präsident Curth brachte das Thema auf den Punkt: „Warum halten dort
keine Fernzüge? Es sind dafür keine Baumaßnahmen erforderlich, der
Fahrzeitverlust ist gering und ein Halt bedeutet für viele
Fernverkehrskunden weniger Anreisezeit als bis zum Hauptbahnhof.“
Als Kompromiss schlug Präsident Curth vor, dass wenigstens alle IC- und
D-Züge, die zwischen 22 und 6 Uhr auf der Stadtbahn fahren, am Bahnhof
halten sollten.
DB-Chef Grube sicherte eine Prüfung zu und wird die DBV-Forderung im
Konzern erörtern (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband
Berlin-Brandenburg e. V., 21.11.11).

Regionalverkehr + Bahnverkehr: Bahn investiert weiter in ihre regionale Infrastruktur, Region Berlin/Brandenburg bleibt Schwerpunkt bei Bauarbeiten • Nur noch 68 Minuten von Berlin nach Cottbus • 453 Millionen Euro in das Schienennetz • 81 Millionen Euro für die Bahnstationen

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/

presseinformationen/bbmv/bbmv20111117.html

(Berlin, 17. November 2011) Die Deutsche Bahn AG investiert auch im

kommenden Jahr wieder umfangreich in der Region Berlin/Brandenburg. Nach

insgesamt 549 Millionen Euro in diesem Jahr sind im nächsten Jahr für die

Berliner und Brandenburger Stationen 81 Millionen und für das Schienennetz

in den beiden Ländern rund 453 Millionen Euro geplant. Schwerpunkte sind in

Berlin, neben dem Bauvorhaben Ostkreuz, die vollständige Erneuerung der

Strecke Charlottenburg–Wannsee. Die S-Bahn ist besonders zwischen

Schönhauser Allee und Neukölln/Baumschulenweg, Bundesplatz und Südkreuz

sowie zwischen Marienfelde und Lichtenrade über längere Zeit betroffen.

Fahrgäste müssen wegen der Arbeiten an Weichen, Gleisen und Signaltechnik

auf Busse umsteigen. In Brandenburg erreicht der Ausbau der Strecke

Berlin–Rostock für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h mit einer

halbjährlichen Sperrung beider Gleise in drei Streckenabschnitten seinen

Höhepunkt. Vom 10. September bis zum 26. April 2013 werden beide Gleise in

den Abschnitten Waren–Lalendorf Ost, Neustrelitz–Fürstenberg und

Gransee–Oranienburg gesperrt und von Grund auf erneuert. Für einen sicheren

und zuverlässigen Bahnbetrieb sorgen vier neue Elektronische Stellwerke in

Erkner, Müncheberg, Fauler See und Forst. Sie nehmen noch in diesem oder im

kommenden Jahr den Betrieb auf.

„Mit der Streckengeschwindigkeit von weitgehend 160 km/h zwischen Cottbus

und Königs Wusterhausen verkürzt sich ab 11. Dezember die Reisezeit im IC

zwischen Berlin und Cottbus um 18 Minuten auf 68 Minuten“, betonte heute

der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Berlin, Ingulf

Leuschel, bei der Vorstellung der Maßnahmen. „Ab Juni, nach Eröffnung des

neuen Flughafens Berlin Brandenburg, werden neben der S-Bahn (alle zehn

Minuten) und den viertelstündlich fahrenden Nahverkehrszügen zunächst neun

Fernverkehrszüge im Flughafen halten. Dieses Einstiegsangebot des

Fernverkehrs kann bei Bedarf erweitert werden.“

Für eine bessere Fahrgastinformation erhalten 168 S-Bahnstationen von 2009

bis 2013 insgesamt 583 LCD-Anzeiger und 34 Dynamische Schriftanzeiger.

Davon in diesem Jahr Anzeiger an 43 Stationen. Zusätzlich wird die Ansage

auf allen 168 Stationen automatisiert, davon dieses Jahr an 31 Stationen.

Die Kosten für das Projekt betragen fast 25 Millionen Euro. Nach

Inbetriebnahme der Aufzüge in Schönholz, Wuhlheide, Grunewald, Biesdorf,

Humboldthain und dem Austausch von 26 Aufzügen, erhalten in den nächsten

zwei Jahren die Stationen Wannsee, Lichtenberg Bahnsteig B, Friedenau

Westseite, Buch, Wilhelmsruh, Attilastraße, Yorkstraße/Großgörschenstraße

und Michendorf neue Aufzüge. Bis Ende nächsten Jahres werden rund 90

Prozent aller S-Bahn-Stationen stufenfrei erreichbar sein.

Die Bauarbeiten haben zum Teil erhebliche Auswirkungen auf den Bahnbetrieb.

Nahezu alle größeren baubedingten Fahrplanänderungen sind jedoch schon

heute in den Verkaufs- und Informationssystemen enthalten.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Flughäfen+ Bahnverkehr: Erste E-Lok erreicht Flughafen Berlin-Brandenburg

http://www.lok-report.de/

Die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) ist am Montag erstmals mit

einem Güterzug an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) gefahren,

welcher durch eine Elektrolokomotive gezogen wurde.

Nach Beendigung des Ausbaus der neuen Verkehrsanbindungstrasse zum

Flughafen BER Ende Oktober war die EGP am Montag das erste

Eisenbahnverkehrsunternehmen, welches die Strecke mit einer E-Lok befuhr.

Die Eisenbahngesellschaft Potsdam ist das einzige Güterverkehrsunternehmen,

das die Baustelle des Flughafens und den zentralen Betonhersteller vor Ort

mit der Zulieferung von Zement versorgt. Die EGP-Züge verkehrten dafür

regelmäßig auf der Relation Deuna – Berlin (Greifswalder Straße) –

Baustelle Flughafen Berlin-Brandenburg, um den Zement der Dyckerhoff-Gruppe

direkt zu der Produktionsstätte am Rande des neuen Flughafen in Schönefeld

zu befördern.

Bisher wurden alle Güterzüge der Zementverkehre mit einer E-Lok von Deuna

bis zum Bahnhof Grünau gefahren. In Grünau musste die E-Lok gegen eine

Diesellokomotive getauscht werden, welche dann den Zementzug an die

Flughafenbaustelle brachte. Mit der Fertigstellung der Oberleitungen und

Freigabe der Trasse ist nun eine direkte Anfahrt mit Elektrolokomotiven

möglich. Die EGP wird zukünftig die Zementzüge zur Baustelle mit einer

Siemens ES 64 U2 (Taurus) betreiben und durch den Wegfall des Umspannens

sowohl Zeit als auch Kosten einsparen.

Bereits im Oktober 2006 fuhr die EGP den ersten Güterzug an die Baustelle

des neuen Flughafens. Seitdem wurden insgesamt 620.000 Tonnen Zement

angeliefert. Zu Spitzenzeiten in den Jahren 2009 und 2010 verkehrten zwei

Güterzüge fast täglich in einem Just-in-Time-Verfahren (Pressemeldung

Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH, 16.11.11).

Bahnhöfe + Bahnverkehr: Die ersten Fernzüge sollen schon im Sommer am Zoo halten. Ein Privatunternehmen will täglich mit drei Zügen zwischen Köln und Berlin pendeln. Die Händler freuen sich auf steigende Umsätze. , aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/

erste-fernzuege-am-zoo-schon-im-sommer/5823678.html

Am Bahnhof Zoo sollen wieder Fernzüge halten. So haben es zumindest die SDP

und die CDU in ihren Koalitionsverhandlungen vereinbart – und zumindest die

Anlieger reagierten erfreut. Da Charlottenburg-Wilmersdorf eine

Neugestaltung und Verkehrsberuhigung des Hardenbergplatzes plane und bald

das Luxushotel Waldorf-Astoria im neuen Zoofenster-Hochhaus eröffnen solle,

bestehe die Chance auf eine positive Entwicklung, sagte der Vorsitzende der

AG City, Klaus-Jürgen Meier. Allerdings müsse die Bahn die Station

modernisieren, um eine „Rückkehr zur Schmuddelecke zu vermeiden“.

Es ist zumindest schon jetzt geplant, dass ab Sommer die Fernzüge eines

privaten Betreibers am Zoo halten werden, der Fahrten zwischen Köln und

Berlin anbieten will.

Der neue Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD)

sagte, eine Rücknahme der Bahn-Entscheidung gegen den einstigen Fernbahnhof

sei „überfällig“. Naumann erinnerte an die „langjährigen, hartnäckigen

Bemühungen“ vieler Anwohner und Initiativen wie der der ehemaligen …

Bahnhöfe + Bahnverkehr + Flughäfen: Bahnhof Zoo wird kein Halt für Fernzüge mehr, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/

fernverkehr-bahnhof-zoo-wird-kein-halt-fuer-fernzuege-mehr,10809148,11131042.html

Berlin –

SPD und CDU fordern, dass der Bahnhof in der City-West wieder regulärer

Fernzughalt werden müsse. Die Deutsche Bahn B hält allerdings nicht viel

davon.

Ein Nachtzug nach München, ein durchgehender Wagen nach Nowosibirsk in

Russland. Viel mehr Fernverkehrsverbindungen stehen im Bahnhof Zoologischer

Garten nicht auf dem Fahrplan. Nach dem Willen der neuen Koalition soll

sich das bald ändern. Der Bahnhof in der City-West müsse wieder regulärer

Fernzughalt werden, fordern SPD und CDU. „Die Bahn wird sich in dieser

Frage bewegen müssen“, bekräftigte Klaus-Dieter Gröhler (CDU),

Vize-Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf. Doch Ingulf Leuschel,

Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn (DB) für Berlin, dämpfte am

gestrigen Donnerstag die Erwartungen.

„An unserer Haltung zu diesem Thema hat sich nichts geändert“, sagte er.

Die Bahn wolle bei ihrem jetzigen Konzept bleiben. Wer heute mit dem

Intercity Express …

Bahnverkehr: Veolia: Übernahme des Nachtzugs nach Berlin

http://www.lok-report.de/

Veolia Transport erweitert sein Fernverkehrs-Angebot durch Übernahme der
Verbindung Malmö – Berlin, die heute von SJ betrieben wird. „Die Linie
Malmö – Berlin ergänzt die Veolia-Verkehre Malmö – Stockholm und im Winter
Malmö – Åre/Storlien. Nun fügen wir eine weitere attraktive Verbindung in
unser Streckennetz“, sagt Marco Andersson, Fernverkehrs-Manager bei Veolia
Transport.
Die Linie wird im saisonalen Betrieb vor allem in den Sommermonaten
befahren und bietet die Möglichkeit zu Ausflügen von Stockholm in die
deutsche Hauptstadt. Sie wird in Kooperation mit dem Veranstalter GVG
betrieben, die bisher mit SJ zusammenarbeitete. Der Ticketverkauf wird im
November beginnen (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Svenska Järnvägsklubben,
04.11.11).

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Platzeck und Grube für starke Bahn in Brandenburg, Spitzen der Landesregierung und der Deutschen Bahn stecken in Potsdam neue Ziele ab • Bis 2015 rund 1,5 Milliarden Euro für Brandenburgs Bahninfrastruktur • DB mit rund 7.500 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Land

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/

presse/presseinformationen/bbmv/bbmv20111101.html

(Potsdam, 1. November 2011) Brandenburgs Ministerpräsident Matthias

Platzeck hat sich bei einem Treffen mit dem Vorstandsvorsitzenden der

Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube, Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger

sowie den DB-Vorständen Ulrich Homburg und Dr. Volker Kefer erneut für eine

starke Eisenbahn und den stetigen Ausbau ihrer Infrastruktur im Land

Brandenburg ausgesprochen.

Ministerpräsident Platzeck sagte: „Ich begrüße, dass die Bahn weiter in

Brandenburg und Berlin investiert. Investitionen in die

Schieneninfrastruktur sind gut angelegtes Geld. Auf modernen Strecken sind

Züge pünktlicher, schneller, zuverlässiger und sicherer. Das macht den

Eisenbahnverkehr für die Fahrgäste attraktiver und holt den Verkehr ein

Stück weit weg von der Straße. Wenn gebaut wird, müssen Einschränkungen für

die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden. Um das Vertrauen der

Fahrgäste zu sichern und verlorenes Vertrauen der S-Bahn-Kunden

zurückzugewinnen, muss bei den Arbeiten an der Strecke Potsdam-Berlin alles

getan werden, um die Ausweichvarianten so sicher und zuverlässig wie

möglich zu machen. Auch die Verbindung zum neuen Flughafen Berlin

Brandenburg braucht noch weitere Investitionen für die Dresdner Bahn, um

schneller am Airport zu sein.“

Dr. Rüdiger Grube: „Die Deutsche Bahn ist für Brandenburg ein Motor, der

auch in Zukunft die Entwicklung des Landes ganz wesentlich antreiben wird.

1,5 Milliarden Euro investieren wir hier in den nächsten fünf Jahren allein

in die Eisenbahninfrastruktur und mit 7.500 Mitarbeitern sind wir einer der

größten Arbeitgeber. Dieser hohen Verantwortung sind wir uns bewusst. Dies

gilt auch für die Zukunft!“

Infrastrukturminister Vogelsänger betonte: „Brandenburg braucht weitere

Investitionen in die Schiene. Das betrifft die Regionalisierungsmittel

ebenso wie die Bundesmittel für Neubauinvestitionen und die notwendige

Neuauflage des Entflechtungsgesetzes. Die Fahrgäste wollen vor allem

pünktliche Züge. Jetzt steht der Winter vor der Tür und wir erwarten, dass

Bahn und S-Bahn gut vorbereitet sind. Nicht zufrieden ist das Land

Brandenburg nach wie vor mit dem Zustand der Schienenverbindungen in

Richtung unserer östlichen Nachbarn. Das ist umso bedauerlicher, weil viele

Fans aus Deutschland sicher im kommenden Jahr die Fußball-EM in Polen und

der Ukraine besuchen wollen.“ Ministerpräsident Platzeck wird die Fragen

des Schienenverkehrs zwischen Deutschland und Polen auch Ende November bei

seinem Besuch in Warschau mit der neuen polnischen Regierung erörtern. „Es

ist im erheblichen Interesse der Bürgerinnen und Bürger, dass der

Ankündigung Berlins und Warschaus, die grenzüberschreitende

Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, nun auch Taten folgen“, so Platzeck.

Mit rund 7.500 Mitarbeitern zählt die Bahn in Brandenburg zu den größten

Arbeitgebern. Sie bildet 208 junge Menschen in zukunftsorientierten und

attraktiven Ausbildungsberufen aus und sichert durch Aufträge von 800

Millionen Euro (2010) bei den regionalen Unternehmen der Dienstleistungs-

und Zulieferindustrie tausende weitere Arbeitsplätze.

Fakten zu den besprochenen Themen:

Auf Grundlage der Netzkonzeption 2030 wird die DB Netz AG dem Bund

Vorschläge zur langfristigen Schaffung einer marktgerechten Infrastruktur

machen. Im Fokus stehen unter anderem der Ausbau von durchgängigen

Verkehrskorridoren und das stärkere Einbinden von Knoten- und Terminals.

Ein weiterer Punkt war das Konjunkturprogramm des Bundes, das erfolgreich

umgesetzt wurde. Mit bisher rund 150 Millionen Euro wurden Schienenprojekte

beschleunigt, zum Beispiel der Streckenausbau zwischen Königs Wusterhausen

und Lübbenau, der Anschluss des neuen Flughafens Berlin Brandenburg oder

der Bau des Elektronischen Stellwerks (ESTW) Doberlug-Kirchhain. Eine Reihe

kleinerer Maßnahmen im Regionalnetz werden die Pünktlichkeit erhöhen.

In einem Sonderprogramm Bahnhöfe wurde die Kundeninformation bei 118

Stationen verbessert, 23 kleinere Stationen wurden ertüchtigt, zwei

Empfangsgebäude energetisch saniert, 18 Bahnhöfe wurden durch

Blindenleitsysteme und/oder moderne Beleuchtung sicherer. Zwölf Stationen

erhielten wettergeschützte Wartebereiche. Bei drei weiteren ist der Zugang

zum Bahnsteig nun barrierefrei.

Zur Sicherheit des Bahnverkehrs in Brandenburg wurde festgestellt, dass bis

2012 die letzten 32 Betriebsstellen mit dem Zugsicherungssystem PZB

ausgerüstet sein werden.

Streckenertüchtigung Berlin–Rostock auf 160 km/h

66 Kilometer der Strecke sind bereits fertig gestellt. Etwa 40 Kilometer

werden derzeit umgebaut und 2012/2013 in Betrieb gehen. Bei vorliegendem

Planrecht bis Februar 2012 ist vorgesehen, vom 10. September 2012 bis 26.

April 2013 die Abschnitte Nassenheide–Löwenberg, Fürstenberg–Neustrelitz

und Waren–Lalendorf bei Sperrung beider Gleise zu erneuern. Bis 2013 soll

für Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Rostock eine Reisezeit unter zwei

Stunden erreicht werden.

Ausbaustrecke (ABS) Berlin–Görlitz

Mit der Streckengeschwindigkeit von weitgehend 160 km/h zwischen Cottbus

und Königs Wusterhausen verkürzt sich ab Fahrplanwechsel im Dezember die

Reisezeit im IC zwischen Berlin und Cottbus um 18 Minuten auf 68 Minuten.

ABS Berlin–Dresden

Mit dem Ausbau der Strecke für Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h verkürzt

sich die Reisezeit, zum Beispiel von Berlin nach Prag um eine Stunde und 40

Minuten auf etwa drei Stunden. Dafür ist als nächstes geplant, 2015 beide

Streckengleise im Abschnitt Wünsdorf und Elsterwerda zu sperren. Während

der Gleiserneuerung werden dort auch 20 Bahnübergänge durch Straßen- oder

Eisenbahnüberführungen ersetzt.

ABS Berlin–Frankfurt (Oder)–Grenze Deutschland/Polen

Die Geschwindigkeit ist bereits weitgehend auf 160 km/h und die Achslast

auf 25 Tonnen angehoben worden. Für den Projektabschnitt Berlin

Ostbahnhof–Erkner laufen noch die Planungen.

Dr. Rüdiger Grube ging auf die aktuellen und geplanten Verkehrsangebote im

Regional-, Fern- und Güterverkehr ein und stellte wesentliche Veränderungen

vor. Insgesamt waren 2010 mit fast 43 Millionen erneut mehr Reisende mit

der Deutschen Bahn im Land Brandenburg unterwegs. Ab Juni 2012, nach

Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg, werden neben der S-Bahn

(alle zehn Minuten) und den viertelstündlich fahrenden Nahverkehrszügen

zunächst neun Fernverkehrszüge im Flughafen halten. Dies sind einzelne

ICE-Züge der Linie 10 Berlin–Hannover–Ruhrgebiet, einzelne IC-Züge der

Linie 77 Berlin–Münster–Amsterdam und der EC 249 der Linie

Hamburg–Lüneburg–Berlin–Cottbus–Südpolen. Bei guter Akzeptanz kann dieses

Einstiegsangebot des Fernverkehrs erweitert werden.

Ministerpräsident Platzeck unterstrich die Bedeutung des Schienenverkehrs

im Land Brandenburg. Mit Sorge verwies er auf den Rückgang des

Fernverkehrs-angebotes in der Region. Dies könne durch den Regionalverkehr

nur unzureichend ersetzt werden.

Auch im nächsten Jahr wird das ICE-Angebot zwischen Berlin und

Stralsund/Binz getestet. Die Fahrzeit des saisonalen IC Köln–Usedom/Rügen

verkürzt sich um eine Stunde, da dieser Zug neu über Berlin geleitet wird.

Dadurch können Reisende aus Prenzlau, Angermünde, Bernau und Eberswalde an

Wochenenden im Sommer ohne Umsteigen nach Hannover und weiter Richtung Köln

reisen. Zusätzlich kommen Brandenburger sonnabends bequem nach Usedom und

Rügen. Nach dem Streckenausbau Königs Wusterhausen–Lübbenau verkürzt sich

die Fahrzeit des EC Wawel von Cottbus nach Hamburg um 32 Minuten. In der

Gegenrichtung sind es sechs Minuten.

DB Schenker investiert in das Güterverkehrszentrum Großbeeren. Für neun

Millionen Euro werden auf 22.500 Quadratmetern eine Halle mit 49

Verladetoren und ein Bürotrakt mit rund 1.300 Quadratmetern gebaut. Rund 40

Arbeitsplätze sind zunächst vorgesehen.

DB Energie bezieht von insgesamt 25 Windrädern in Märkisch-Linden und

Treuenbrietzen Strom. Rund 74 Gigawattstunden Strom werden jährlich

produziert, genug um eine Stadt mit 50.000 Haushalten mit Strom zu

versorgen. Das bedeutet auch 40.000 Tonnen weniger Kohlendioxid.

Seit Oktober dieses Jahres arbeitet in Prenzlau das weltweit erste

Wasserstoff-Hybridkraftwerk. Ziel ist, die sichere und nachhaltige

Energieversorgung und Energiespeicherung mit einem Mix aus rein

Erneuerbaren Energiequellen im Praxistest nachzuweisen. Das

Wasserstoff-Hybridkraftwerk vereinigt erstmals die Energiequellen Wind,

Wasserstoff und Biogas zu einem Verbund. Der Strom kann nachfragegerecht

bereitgestellt werden, Wasserstoff sorgt an Zapfsäulen für CO2-freie

Mobilität in der Hauptstadt. Das 21-Millionen-Euro-Projekt von ENERTRAG AG,

TOTAL Deutschland GmbH, Vattenfall und Deutsche Bahn wird durch das Land

Brandenburg und das Bundesverkehrsministerium gefördert.

Die Innovationsplattform „Eco Rail Innovation (ERI)“ verfolgt die Vision

des emissionsfreien Transports im System Bahn. Die DB und zwölf weitere

namhafte Unternehmen der Bahnindustrie, Partner aus dem Bereich erneuerbare

Energien sowie Forschungsinstitute haben sich unter der Schirmherrschaft

des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammengeschlossen, um

die technologische und wissenschaftliche Führungsrolle auszubauen und

innovative Technologien zu entwickeln.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG