Den neuen Hauptbahnhof kann man als Reisender nutzen oder aus Neugier besichtigen Und jetzt auch gleich mehrfach ins Bücherregal stellen
Von Klaus Kurpjuweit Schon ist er aus der Stadt gar nicht mehr wegzudenken, der neue Berliner Hauptbahnhof. Seit 28. Mai halten dort täglich mehr als tausend Züge; auch 80 Geschäfte und Restaurants locken Besucher an. Und viele kommen nur, um den Glaspalast an der Spree zu bewundern, in dem sich die oberirdische Ost-West- Stadtbahn und die neue unterirdische Nord-Süd-Strecke kreuzen. So ist der größte Turmbahnhof Europas entstanden – mit Schienen 15 Meter über der Erde und 15 Meter darunter. Wer erinnert sich beim Bummeln durch den Bahnhof …
Bundeskanzlerin Merkel eröffnete vor vier Wochen den Hauptbahnhof. Täglich kommen bis zu 800 000 Besucher. Die Händler sind zufrieden. Dagegen dominiert in der West-City der Zorn Von Andrea Puppe
Seit am Bahnhof Zoologischer Garten keine Fernzüge mehr halten, sind Bahnsteige und Geschäfte leer
Berlin – Den vor vier Wochen eröffneten Hauptbahnhof haben nach Bahn-Angaben seither mehr als acht Millionen Menschen besucht. Darunter waren nicht nur Reisende, sondern auch Schaulustige und WM-Gäste, sagte der …
Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft sind noch zusätzliche #Info-Ruf-Säulen (#IRS) fertiggestellt worden, die nun auf verschiedenen S-Bahnhöfen nicht nur Berlin-Besuchern einen guten Dienst erweisen.
„Wir haben mit Hochdruck gearbeitet, damit die IRS zum WM-Großereignis auf den Bahnhöfen montiert werden konnten“, erklärt Steffen #Uzdil, Projektleiter für das Betriebs- und #Informationssystem bei der S-Bahn Berlin GmbH. 35 Auszubildende, angehende Mechatroniker und Kommunikationselektroniker, montierten unter fachkundiger Anleitung die IRS vom Typ III im Ausbildungszentrum in der #Hauptwerkstatt#Schöneweide.
Nicht nur am Großflughafen, auch am Ostkreuz wird im September mit dem Bau begonnen Peter Neumann
Bei Berliner Politikern grassiert offensichtlich das „Wahl-Fieber“. Kurz bevor die Bürger am 17. September das Abgeordnetenhaus neu wählen, wird nicht nur der Bau des Flughafens Berlin Brandenburg International mit einem ersten Spatenstich offiziell in Szene gesetzt. Am Tag vor dem Fest in Schönefeld, dem 4. September, wird möglicherweise der Beginn eines weiteren großen Verkehrsprojekts öffentlich zelebriert. Dann soll nach der jetzigen Planung der erste Spatenstich für die seit Jahren geplanten Bauarbeiten am Bahnhof Ostkreuz gefeiert, erfuhr die Berliner Zeitung. Allerdings lässt sich der September-Termin nur dann halten, wenn die Genehmigung für die Sanierung und den Umbau des Ostkreuzes rechtzeitig bis dahin eintrifft. Doch damit ist offenbar bald zu rechnen: Das Eisenbahn-Bundesamt bekräftigte, dass der Planfeststellungsbeschluss für das Großprojekt im Osten Friedrichshains in diesem Sommer fertig sein soll. Damit könnten die Politiker, die am Ostkreuz den Spaten in den Boden stechen werden, den Bürgern zeigen, dass es dort nun endlich vorangeht. „Es hat schon viele Verzögerungen gegeben. Darum kann ich nur hoffen, dass die Sanierung dieses wichtigen Knotenpunktes tatsächlich beginnt“, sagte Jutta Matuschek, Verkehrspolitikerin der Linkspartei.PDS. „Ich habe zwar ein Faible für Idyllen – aber dieser Bahnhof muss endlich umgebaut und fahrgastfreundlicher werden.“ Der SPD-Abgeordnete Stefan Zackenfels, dessen Wahlkreis Friedrichshain umfasst, sieht die Großbaustelle als kommende Attraktion. Er will sich dafür einsetzen, dass die Bürger die Arbeiten verfolgen können – zum Beispiel von einer Aussichtsplattform oder in einem Bau-Container, in dem sich eine Ausstellung und Bildschirme aufbauen ließen. „Es wäre wichtig, dass alle Interessierten Einsicht in die Bauabläufe bekämen“, sagte der SPD-Politiker. Auf jeden Fall wäre es eine längerfristige Attraktion. Denn die DB Projektbau, die das Vorhaben steuert, rechnet mit einer Bauzeit bis 2015 und Kosten von 411 Millionen Euro. 15 Kilometer Gleis müssen neu- oder umgebaut, fünf Bahnsteige sowie sechs Bahnüberführungen errichtet werden. Zunächst wird 2007 die Brücke im Verlauf der Kynaststraße abgetragen. Der Senat beginnt also mit den Bauarbeiten. Während die Ostkreuz-Sanierung und der Flughafen-Ausbau vor der Wahl Mitte September gefeiert sollen, wurde Unangenehmeres auf die Zeit danach verschoben. So gilt es als sicher, dass die von der BVG und der S-Bahn für 2007 geforderte Erhöhung der Fahrpreise erst später in diesem Jahr abgesegnet wird.
Nach der Fußball-Weltmeisterschaft will die S-Bahn mit ihrem Sparkurs Ernst machen. Auf sechs S-Bahn-Stationen des südlichen Berliner Rings soll es voraussichtlich von August an kein Personal zur Zugabfertigung mehr geben. Auch im sozialen Brennpunkt …
Pankows Grüne schleppten gestern Kinderwagen die Treppen zum U-Bahnhof Eberswalder Straße hoch – aus Protest gegen fehlende Fahrstühle. Tatsächlich ist erst jede dritte Station der BVG barrierefrei. Und das wird sich nur sehr langsam ändern VON SEBASTIAN LEHMANN
Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre nicht erledigte Mündliche Anfrage gemäß § 51 Abs. 5 der Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses wie folgt: Frage: Inwieweit teilt der Senat die Auffassung, dass die Deutsche Bahn mit dem neuen Berliner Hauptbahnhof ein verkehrstechnisches Meisterwerk und der Senat mit der Straßenverkehrsregelung am Hauptbahnhof eine ver-kehrstechnische Blamage abgeliefert hat? Antwort: Die Verkehrsregelung am Hauptbahnhof entspricht den Erfordernissen der Erschließung des Bahn-hofes und ist zwischen der DB AG und dem Land Berlin abgestimmt. Die wesentlichen Elemente sind: • Vorfahrt für PKW mit Kiss&Ride-Plätzen an der nördlichen Bahnhofsvorfahrt (Europaplatz), • Parkhaus mit ca. 860 Plätzen für den ruhenden Ver-kehr, • 2 Lieferzonen im Bahnhofsgebäude mit Anfahrt an der westlichen und östlichen Bahnhofsseite, • Taxivorfahrten auf dem nördlichen (Europaplatz) und dem südlichen Vorplatz (Washingtonplatz) mit einer Taxiaufstellfläche zum Nachrücken unter dem Via-dukt, • Stellplätze für Reisebusse: 5 Plätze in der Ella-Trebe-Straße sowie ein Busparkplatz an der B96-Ausfahrt nördlich der Invalidenstraße mit 10 Plätzen, • insgesamt ca. 160 Fahrradabstellplätze jeweils neben dem nördlichen und dem südlichen Haupteingang. In der letzten Woche, unmittelbar nach der Eröffnung des Bahnhofes, kam es zeitweise durch illegales Parken und die entsprechenden Zufahrtvorgänge auf dem nördli-chen und südlichen Vorplatz sowie auf Gehwegen, aber auch durch ungeordnete Taxizufahrten – bei fast leerem Parkhaus – zu umfassenden Behinderungen durch Park-suchverkehr. Die Ursachen sind abgestellt: die Vorplätze und Gehwege (Friedrich-List-Ufer, Invalidenstraße) sind zunächst provisorisch abgesperrt – die endgültige Absper-rung durch Poller ist zwischenzeitlich bereits im Bau und wird sukzessive als Ersatz für provisorische Absperrun-gen bis Ende Juni fertig gestellt. Die Taxifahrer halten sich, nach der Gewöhnung an das Zufahrtssystem, inzwi-schen vorbildlich an die vorgeschriebenen geordneten Aufstell- und Zufahrtswege. Unzureichend war auch die Wegweisung zum Park-haus, auch hier wird schnelle Abhilfe geschaffen durch eine zunächst provisorische Beschilderung (durch den Parkhausbetreiber) und durch die Anordnung einer Weg-weisung. Die provisorische Beschilderung wurde inzwi-schen aufgestellt und trägt zu einer spürbaren Verbesse-rung der Situation vor Ort bei. Die endgültige Beschilde-rung wird in ca. 2 – 3 Wochen durch den Straßenbau-lastträger, das Bezirksamt Mitte, umgesetzt werden. Die aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrte Zu-fahrt der Tiefgarage im Tunnel Tiergarten konnte aufge-hoben werden, so dass auch dieser Zugang nunmehr den motorisierten Besuchern des Hauptbahnhofs zur Verfü-gung steht. Insgesamt kann festgehalten werden, dass nach dem anfänglichen großen Besucheransturm auf den Bahnhof, der in diesem Umfang auch von der Bahn selbst nicht er-wartet worden war und den damit verbundenen ungeord-neten Zuständen an den ersten Tagen, die Erschließung des Bahnhofes inzwischen weitestgehend nach dem vor-gesehenen Konzept funktioniert. Berlin und die Bahn be-obachten die Situation weiter kontinuierlich und werden in enger Absprache, wie bereits in den letzten Tagen, weitere erforderliche Maßnahmen ergreifen.
Berlin, den 09. Juni 2006 J u n g e – R e y e r ………………………….. Senatorin für Stadtentwicklung (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. Juni 2006)
Nun werden am Hauptbahnhof Poller im Boden verankert / Gegen das Parkchaos stellt der Senat Metallbügel für 160 Fahrräder auf Peter Neumann
Niemand kann sagen, der Senat habe es nicht redlich versucht. Er hat steinerne Würfel aufstellen, mannshohe Gitter montieren und rot-weiß gestrichene Betonschwellen herbeischaffen lassen – nur damit nördlich und südlich des neuen Hauptbahnhofs nicht mehr illegal geparkt wird. Aber der Parkdruck ist offenbar zu groß. Ein Ortstermin gestern Mittag ergab: Den Fahrern oder Fahrerinnen von sieben Autos ist es trotzdem gelungen, ihre Wagen …