Berlin (dpa/bb) – Am Berliner Hauptbahnhof werden von Montag an neue Infotafeln über die Abfahrtszeiten der Busse informieren. Wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Samstag mitteilten, soll die erste sogenannte DAISY-Tafel (Dynamisches Auskunfts- und Informationssystem) am Europaplatz ihren Betrieb aufnehmen. Eine zweite Tafel ist bis Ende August auf dem Washingtonplatz vorgesehen. Zu sehen sind darauf die nächsten 13 Abfahrten der Busse. Ziel sei es außerdem, die Fahrgäste frühzeitig …
GROßBEEREN – Fast vergessen von der großen, weiten Welt steht das alte Bahnhofsgebäude heute unbenutzt herum. Ein Lichtblick ist das Wohnhaus östlich am Gleis in Richtung Berlin, das in Privatinitiative wunderbar wieder hergerichtet ist. Vielleicht Vorbild für eine mögliche Nutzung der noch vorhandenen Bausubstanz bei den alten Gebäuden. Blickt man auf die bereits positive Entwicklung der Haltepunkte Thyrow und Ludwigsfelde an derselben Bahnstrecke, ist auch bei unserem „Bahnhof“ weitere Initiative gefragt. Besonders die Entwicklung von Gedanken zu besseren Parkmöglichkeiten auf der Bahnsteigseite nach Berlin mit Zugang von dort aus könnte unseren guten alten Bahnhof Großbeeren eventuell aus seinem Dornröschenschlaf wecken. Einen Parkplatz auf jener Seite und den kurzen Trampelpfad zum Bahnsteig haben die Reisenden nach Berlin dort bereits vorgezeichnet. Meine Zeilen sollen nicht nur eine Nostalgie-Edition sein, denn auch die neuen …
SCHÖNEFELD – Vor den Fahrkartenautomaten im S-Bahnhof Schönefeld (Dahme-Spreewald) stehen Touristen mit Reisekoffern Schlange. Eine Familie aus London ist gerade mit dem Flugzeug gelandet und hat ein Hotel am Wittenbergplatz in Berlin gebucht. Buchstabe für Buchstabe gibt der Brite das Wort „Wittenbergplatz“ in die Tastatur des Fahrkartenautomaten ein. Der Automat findet die Station nicht. Ein Berliner in der Schlange hilft, den richtigen Fahrschein zu kaufen. Es ist 18 Uhr und Bahn-Personal gibt es keines. Am Nebenautomaten versucht gerade eine Familie aus Taiwan, den richtigen Fahrschein nach Berlin-Baumschulenweg zu kaufen. Auf Englisch wenden sie sich an einen Imbisskunden. Müssen sie Berlin AB, Berlin BC oder Berlin ABC kaufen? Vor einem Jahr hatte sich die MAZ schon einmal am S-Bahnhof umgesehen, seitdem hat …
Die S-Bahn verzichtet auf ihren Stationen immer öfter auf moderne, flexible Informationstafeln, die die Ziele des jeweils nächsten Zuges anzeigen. Stattdessen werden simple Blechtafeln angebracht. Sie informieren nur noch über die Richtung der Bahn im Allgemeinen. Fahrgäste müssen nun raten, wohin die Reise geht. S-Bahn fahren im Außenbereich Berlins wird künftig auf immer mehr Stationen zur Denksportaufgabe. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn ersetzt die bisherigen flexiblen Fahrtrichtungsanzeiger derzeit durch simple Blechtafeln. Die Schilder informieren lediglich über die Richtung, in die die Züge vom jeweiligen Bahnsteig fahren, nicht aber über den exakten Zielbahnhof. Die Folge: Auf der S-Bahnlinie S1 etwa dürfen die Kunden auf dem Südabschnitt bei jeder S-Bahn rätseln, ob sie bis …
Fahrgäste müssen damit rechnen, dass ihr Zug in Rahnsdorf durchfährt Peter Neumann Kein Halt – wegen Personalmangels fährt der Zug durch. Damit müssen S-Bahn-Fahrgäste rechnen, die auf der Linie S 3 unterwegs sind und in Rahnsdorf aussteigen wollen. Wenn auf diesem S-Bahnhof die Aufsicht nicht besetzt werden kann, weil es dafür nicht mehr genug Mitarbeiter gibt, müssen dort Acht-Wagen-Züge in Richtung Erkner ohne anzuhalten weiterfahren. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist dies bereits der Fall gewesen. Die Reisenden durften erst eine Station später, also in Wilhelmshagen, aussteigen und mussten von dort zurückfahren. Eine überraschende Umwegfahrt durch den Südosten von Berlin, die Zeit kostet und viel Ärger verursacht. „Ein unglaublicher Vorgang“, sagte Christfried Tschepe, der Vorsitzende des …
Beim Umbau des Bahnhofs Ostkreuz darf weiterhin auch während der Nächte Krach gemacht werden. Das ergibt sich aus einem Beschluss, den das Verwaltungsgericht Berlin erlassen hat. Die 10. Kammer des Gerichts wies den Eilantrag des Ostkreuz-Anwohners Jürgen Freymann zurück, der angesichts des Baustellenlärms um seine Gesundheit fürchtet. Lediglich an diesem Sonntag zwischen sechs und 22 Uhr darf der Krach das zulässige Maß nicht übersteigen. Das wiederum ärgert die Bahn. Der Terminplan gerate in Gefahr, hieß es. Zwar bezieht sich der Beschluss nur auf den Zeitraum bis zum 30. Juli. Doch Freymann befürchtet, dass sich die Senatsumweltverwaltung dadurch ermutigt fühlt, weiterhin für laute Nachtarbeiten Ausnahmezulassungen zu erteilen. „Es kann nicht sein, dass uns Lärm über Jahre den Schlaf rauben darf“, sagte er. Sein Anwalt Philipp Heinz sieht den Beschluss aber auch als Sieg. „Er ist ein deutlicher Hinweis an den Senat, dass nicht mehr alles zugelassen …
Noch mehr Stationen sollen Personal verlieren Peter Neumann Bei der S-Bahn könnte es noch mehr „Geisterbahnhöfe“ geben als bisher angekündigt, fürchtet der Fahrgastverband IGEB. Das Unternehmen will mit Hilfe moderner Technik die Zugabfertiger auf den Bahnsteigen einsparen. Bislang war geplant, dass zumindest auf 21 der 166 S-Bahnhöfe „Stammaufsichten“ fest stationiert werden sollen. Doch jetzt ist davon die Rede, dass es deutlich weniger sein könnten. Es gibt Überlegungen, die Zahl dieser S-Bahnhöfe „perspektivisch zu verringern“, heißt es in einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter. „Damit verschärft sich die Fehlentwicklung, die wir bei der S-Bahn sehen“, sagt IGEB-Vize Jens Wieseke. Auf noch mehr Stationen würden sich Reisende subjektiv unsicher fühlen. „Zurückbleiben, bitte!“ Noch kommt diese Ansage auf vielen Bahnhöfen von der Aufsicht, die danach das Signal zum …
Um die Fahrzeit und die Wege für S-Bahn-Kunden zu verkürzen, baut die Bahn mit Hochdruck auf der Görlitzer Bahn. Der Fokus liegt derzeit vor allem auf dem S-Bahnhof Schöneweide. Bereits in diesem Monat wurde mit den Gleis- und Weichenerneuerungen begonnen. Ab 2010 wird die Eingangshalle nahezu komplett abgerissen und neu errichtet. Somit verschwindet der zu DDR-Zeiten entstandene Flachbau, die historische Klinkerfront bleibt jedoch erhalten.
Im neuen Bahnhofsgebäude werden Geschäfte Platz finden, und es soll ein Zugang zum benachbarten Einkaufscenter entstehen.
Verwaltungsgericht untersagt laute Bauarbeiten am Ostkreuz am Sonntag
(Berlin, 24. Juli 2008) Die Bauarbeiten am Ostkreuz können dieses Wochenende zunächst nur eingeschränkt fortgesetzt werden. Die Ausnahmegenehmigung für die Nacht- und Wochenendarbeiten wurde gestern im Eilverfahren durch die 10. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin eingeschränkt. Danach besteht für diesen Sonntag zwischen 6 und 20 Uhr ein Bauverbot. Das Bauverbot führt dazu, dass die Großbohrpfähle für die neue Ringbahnbrücke nicht im vorgesehenen Zeitplan eingebaut werden können.
Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin: „Der Fertigstellungstermin 2016 ist nur realistisch, wenn wir die benötigten Genehmigungen für die Nacht- und Wochenendarbeiten in vollem Umfang erhalten. Alternativ wären bei Gleissperrungen am Tage rund 100.000 S-Bahn-Kunden betroffen, für die ein Ersatzverkehr mit Bussen kaum möglich ist. Der Stopp der Arbeiten hat auch finanziell erhebliche Auswirkungen.“
Auf Grund der Klage musste bereits am zweiten Wochenende im Juli der geplante Abbruch des Pfeilers „C“ entfallen. Die beteiligten Baufirmen hatten darauf hin mit Unterstützung der Deutschen Bahn AG bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz eine neue Ausnahmezulassung und deren sofortige Vollziehung erreicht. Am vergangenen Wochenende konnte ohne Einschränkungen weitergebaut werden. 110 Anwohner hatten das Angebot der Bahn angenommen, in Hotels zu übernachten.
Die ausgefallenen Arbeiten müssen im August nachgeholt werden.
Für August bis Oktober wurden erneut Ausnahmegenehmigungen beantragt:
* 8. August, 1 Uhr bis 4.30 Uhr
* jeweils Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 7 Uhr: 8. bis 11 August; 15. bis 18. August; 22. bis 25. August; 29. August bis 1. September
* jeweils nachts von 22 Uhr bis 7 Uhr: 18. bis 22. August; 1. bis 5. September, 8. bis 12. September, 15. bis 19. September, 22. bis 26. September, 29. September bis 2. Oktober, 6. bis 10. Oktober, 13. bis 17. Oktober, 20. bis 24. Oktober, 27. bis 31. Oktober.
Informationen für Anwohner unter der Service–Telefonnummer 030 94 79 47 55 an den genannten Tagen. Informationen zum S-Bahn-Verkehr beim S-Bahn-Kundentelefon unter 030 29 74 33 33.
(openPR) – Eingeschränkter Zugverkehr am U-Bahnhof Ruhleben bis 2012
Auch nach achtmonatiger Schließung des Gleises 2 aufgrund von Schäden an den Gleisanlagen des Bahnhofes Ruhleben, rührt sich in Sachen Instandsetzungsarbeiten nichts. Dem Senat von Berlin und der BVG war schon lange vor der Gleisabsenkung bekannt, dass der U-Bahnhof Ruhleben und einige umliegende Brücken saniert werden müssen. Auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner gab der Senat nun bekannt, dass die BVG in den letzten Monaten ein Sanierungskonzept erarbeitet habe. Erst im Oktober 2008 werde der entsprechende Finanzierungsantrag dem Senat zur Prüfung vorgelegt. Matthias Brauner führt aus: „Es ist erschreckend, dass die BVG seit so langer …