Kaufhof, Park-Inn-Hotel, Fußgängertunnel, Straßenbahn: Wer in Mitte Auto fährt, muß sehr gut aufpassen Von A. Maschewski Bauzäune, Container, schweres Arbeitsgerät – eigentlich müßten sich die Berliner längst an den chaotischen Anblick des Alexanderplatzes gewöhnt haben. Doch vereinzelte Straßensperrungen und veränderte Fahrspuren sorgen immer wieder dafür, daß sich Autofahrer und Fußgänger über die Arbeiten ärgern. Gerade der Blick von oben auf den „Memhardknoten“ (Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße, Moll- und Memhardstraße) und die gelb markierten Fahrspuren und Fußgänger-Überwege machen deutlich, welche Logistik zur Koordination dieser Riesenbauwüste notwendig ist. Schließlich grenzen hier gleich mehrere Großprojekte aneinander. Jüngste Veränderung: Bislang konnten Fußgänger den unterirdischen Tunnel benutzen, um von einer …
Wegen Wartungsarbeiten wird die Stadtautobahn A 111 im Norden in den kommenden Nächten teilweise gesperrt. Die Strecke steht in Richtung Norden heute, Dienstag und Mittwoch zwischen Kurt-Schumacher-Damm und Waidmannsluster Damm von 21 Uhr bis 5 Uhr nicht für den Verkehr zur Verfügung. Am Dienstag wird die Sperrung zwischen Mitternacht …
Mehr als zehn Jahre hat die Fertigstellung des neuen, 2450 Meter langen und 390 Millionen Euro teuren Tiergartentunnels gedauert. Noch anläßlich des ersten Spatenstichs am 1. Oktober 1995 hatten der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (beide CDU) die Inbetriebnahme des Bauwerks für das Jahr 2000 angekündigt. Mehrere Wassereinbrüche wie etwa der am 19. März 1997, als in 15 Meter Tiefe Grundwasser in die Baugrube schoß, führten dann zu einer erheblichen Verzögerung der Bauarbeiten. Im Herbst vergangenen Jahres hatten massive Softwareprobleme zu Sicherheitsrisiken geführt und die Inbetriebnahme der Röhre unter dem Tiergarten zusätzlich hinausgeschoben. Der Tunnel hat 1085 Leuchten, 248 Fluchtwegeleuchten, 248 Brandnotleuchten, 64 Radardetektoren, 500 …
25 000 Berliner inspizieren neuen Tunnel zwischen Potsdamer Platz und Heidestraße – Am kommenden Sonntag wird er für den Autoverkehr freigegeben
von Regina Köhler
Wer gestern pünktlich war, konnte die Fußwanderung durch den neuen Tiergartentunnel noch so richtig genießen. Am Nachmittag kam es wegen des großen Andrangs dann zeitweise zu regelrechten Fußgängerstaus. Trotz des noch immer viel zu kalten Wetters hatten sich Zehntausende Berliner auf den Weg gemacht, um das Innere der Röhre unter dem Tiergarten zu inspizieren. Schon bis 15 Uhr durchquerten nach Polizeiangaben etwa 25 000 Menschen den 2,4 Kilometer langen Tunnel, der am kommenden Sonntag für den Verkehr freigegeben wird. Alle waren neugierig darauf, wie das Renommierobjekt wohl aussehen würde. Schließlich hatte der Tunnel in den mehr als zehn Jahren seiner Entstehungsgeschichte immer wieder für Aufregung und heftige Diskussionen zwischen Städteplanern, Verkehrexperten und Umweltschützern gesorgt. Jüngstes Zeugnis dafür war gestern ein Plakat, das Unbekannte am …
Was soll mit dem Gelände des Flughafens Tempelhof geschehen, wenn dort keine Flugzeuge mehr starten oder landen? Darüber soll eine „Zukunftskonferenz“ beraten, die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) noch in diesem Jahr einberufen will. Klar ist: Nach der Stilllegung des Flugbetriebs, die der Senat für das Frühjahr 2007 anstrebt, wird das rund 350 Hektar große Tempelhofer Flugfeld nicht sofort der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Umzäunung und Bewachung würden zunächst beibehalten, sagte die Senatorin der Berliner Zeitung. Befürchtungen, dass die Fläche nach dem Ende des Flugbetriebs rasch zur Müllkippe verkommt, seien nicht angebracht. „Wir werden mit dem Bund als Grundstückseigentümer unsere Verantwortung für das Gelände wahrnehmen.“ Junge-Reyer rechnet auch nicht damit, dass das Flughafengebäude, das zu 83 Prozent dem Bund gehört, verfällt. Mieter wie die Polizei oder die Verkehrslenkung Berlin blieben dort. „Durch diese Nutzung wird verhindert, dass Vandalismus …
Kreis Oder-Spree (MOZ) In einer fast 50 Seiten starken Hochglanzbroschüre wirbt der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) für den BürgerBus. Nach dem Vorbild von Gransee (Oberhavel) wird empfohlen, auch in anderen Regionen einen solchen Kleinbus fahren zu lassen – auf Vereinsbasis und mit ehrenamtlichen Fahrern. Das Kleingefährt soll für mehr Mobilität auf dem Lande sorgen. Denn schon seit langem ist die Busverkehrsgesellschaft Oder-Spree in dem Dilemma, dass sie kleine Orte abseits der großen Straßen schlecht versorgt. Und wenn keine Schulbusse fahren müssten, in die auch ganz normale Bürger einsteigen, sähe es noch schlechter aus. Gerade viele ältere Menschen haben das Nachsehen, sind oft auf Hilfe anderer angewiesen.
XXXXXXXXDer heiße Draht zur Redaktion Wie zufrieden sind Sie mit den Fahrplanangeboten des Busverkehrs Oder-Spree in ihren Gemeinden und Ortsteilen?
Wie kommen Sie zum Arzt, zum Einkaufen, zu Behörden oder zu kulturellen Veranstaltungen? Sind Sie auf fremde Hilfe …
Veränderungen gibt es bei den MetroLinien, im Omnibus- und Straßenbahn-Netz und auch bei der U-Bahn. Fernbahnhöfe und Flughäfen besser angebunden
Für die neuen Fernbahnhöfe und den Flughafen Schönefeld gibt es neue BVG-Angebote.
Am Hauptbahnhof hält der TXL, der künftig bis 21.00 im 10-Minuten-Takt fährt. Der M41 wird vom Potsdamer Platz zum Hauptbahnhof verlängert, und es gibt eine verbesserte Ost-West-Verbindung zwischen Moabit und Nordbahnhof mit der Linie 245 (täglich 10-Minuten-Takt). Ergänzt wird das Netz mit den Linien 120 (verlängert von S Wedding), 123 (bis Robert-Koch-Pl.), 147 (über Invaliden- und Heidestraße) und 240 (verlängert bis Seydlitzstr.).
Am Bhf Südkreuz halten am westlichen Vorplatz die Linien M46, 106 und 204, am östlichen die Linien 184 und 248. Mit den neuen Linien 106 und 248 wird der Bahnhof aus vielen Teilen der Stadt direkt erreichbar. Die Linie 106 bildet aus Teilen der bisherigen Linien 126, 343 und 187 eine Nord-Süd-Verbindung (U Seestraße – S Südkreuz – Dominicusstr./Hauptstr.). Ihre endgültige Wegführung zum Lindenhof erhält die Linie, wenn der S-Bhf Kolonnenstraße fertig gestellt ist. Der Bus 248 ist eine neue Verbindung von Frie¬denau nach Mitte über Südkreuz und Kreuzberg.
Wegen steigender Fluggastzahlen fährt zum Flughafen Schönefeld der neue ExpressBus X7 (ab U Rudow, Fahrzeit 8 Minuten).
MetroLinien rund um die Uhr
Ab Mai fahren die MetroLinien rund um die Uhr. Die Buslinien 145, 148 und 149 werden wegen ihres guten Angebotes Teil des MetroNetzes. Das Taktangebot wird neben dem Nacht- auch im Spätverkehr verbessert: Täglich gilt: 10-Minuten-Takt mindestens bis 21 Uhr. Auf vielen Linien wird der 10-Minuten-Takt länger angeboten: M21, M27, M41, M46, M48, M77 und M82 fahren ganz oder auf Abschnitten bis 23 Uhr, der M48 bis gegen Mitternacht im 10-Minuten-Takt. Zwischen S+U Rathaus Steglitz und Appenzeller Straße verstärkt die Linie 285 bis 0.00 Uhr den M85 zum 10-Minuten-Takt. Somit wird der Übergang zur S- und U-Bahn einfacher.
Auch die U-Bahn weitet den Nachtverkehr aus. In den Nächten Fr/Sa und Sa/So fahren alle Linien (außer U4 und U55) im 15-Minuten-Takt. In der Woche verkehren parallel zur U-Bahn Nachtbusse, die analog zur begleiteten U-Bahn-Linie nummeriert werden.
Stadtteile, die nicht durch die U-Bahn oder MetroLinien erreicht werden, sind durch eigene Nachtlinien, teilweise auch im Taxibetrieb mit Haustürservice, erschlossen. Das Takt- und Anschlussgefüge (30-Minuten-Grundtakt und Anschlussknoten) bleibt bestehen. Der Nachfrage entsprechend wird der Nacht¬verkehr künftig sonntags bis 7.00 Uhr fortgeführt. Besseres Angebot im Südosten
Um den Verkehrsströmen besser zu entsprechen, gibt es neue, direkte Verbindungen, zum Beispiel:
* Der M11 wird im Zuge der bisherigen Linie X11 bis S Schöneweide verlängert
* Der X11 verkehrt über Johannisthaler Chaussee und Königsheideweg nach S Schöneweide
* Die Linie 373 wird in der Gropiusstadt als neue Kiezlinie eingerichtet
* Die Linie 167 fährt wieder in Richtung Treptower Park bis U Boddinstraße
* Der M69 geht im X69 auf und fährt zwischen Marzahn West, Köthener Straße und Müggelheim (neu auch Sa/So nach Marzahn)
Was sich sonst noch tut
Seit 2004 steht die BVG in ständigem Dialog mit Bezirken, Institutionen und ihren Kunden. Viele Ergebnisse können nun umgesetzt werden, zum Beispiel:
* M37: Jede zweite Fahrt wird vom Spektefeld bis Waldkrankenhaus verlängert, die Linie 131 bis Spektefeld zurückgezogen
* 327: Bessere Anbindung des lokalen Zentrums durch Führung über Kolpingplatz
* 246: Verlängerung bis U Friedrich-Wilhelm-Platz, somit vom Grazer Platz wieder direkte Verbindung nach Tempelhof, Linie 387 entfällt
Straßenbahn – erster Schritt zum Hauptbahnhof
Zwar musste der Bau der Straßenbahn bis Hauptbahnhof in der Invalidenstraße verschoben werden, die wichtige Zuführungsstrecke für die M10 über die Bernauer Straße bis zum S Nordbahnhof aber wird pünktlich in Betrieb genommen. Die M10 wird vom bisherigen Endpunkt Eberswalder Straße bis S Nordbahnhof verlängert. Am S Nordbahnhof besteht eine Umsteigemöglichkeit zur Omnibuslinie 245 in Richtung Hauptbahnhof. Um dies möglichst bequem zu gestalten, verkehrt die Linie 245 täglich bis ca. 0.30 im 10-Minuten-Takt.
Alte Brücke wird abgerissen Neuer Bahnhof 2015 fertig
Peter Neumann
LICHTENBERG/FRIEDRICHS-HAIN. Nicht nur S-Bahn-Fahrgäste, sondern auch Autofahrer werden den Umbau des Bahnhofs Ostkreuz zu spüren bekommen. Eine wichtige Nord-Süd-Verbindung muss ein Jahr lang gesperrt werden. Von April 2007 an wird die Brücke im Verlauf der Kynaststraße abgetragen und neu gebaut. „Sie ist irreparabel desolat. Die Träger sind angerostet“, sagte Eva-Marie Zimmer von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung während einer Veranstaltung zum Umbau des Ostkreuzes. Die neue Brücke soll 2008 für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden. Sie wird mit 172 Metern 100 Meter länger als ihre Vorgängerin sein, aber dieselbe Breite haben: 20 Meter. Während des Neubaus müssen die Kraftfahrer nach Westen ausweichen. Die Umleitung führt über die Modersohnbrücke. S-Bahn-Reisende müssen während des Ostkreuz-Umbaus vor allem auf der Linie S 3 Richtung Erkner mit größeren Einschränkungen rechnen. Diese Strecke wird am Ostkreuz zeitweise nur …
Nach den Flußsäure-Attacken auf die Bahnhöfe Breitenbachplatz, Podbielskiallee und Dahlem Dorf fordern die FDP und der Anti-Graffiti-Verein „Nofitti“ Konsequenzen. Die Liberalen verlangen Drehkreuze oder andere Zugangssperren an Bahnhöfen sowie deren intensive Überwachung. „Nofitti“ dringt auf ein hartes Vorgehen gegen die Täter. Der Einsatz einer der gefährlichsten Chemikalien der …
Joachim Hunold erwägt, wegen des verschärften Nachtflugverbots seine Flotte nicht mehr in Berlin zu stationieren Von Gilbert Schomaker
Berlin – Joachim Hunold, Chef der Fluggesellschaft Air Berlin, überlegt, seine Flugzeugflotte wegen des Nachtflugverbots für den Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) nicht mehr in der Hauptstadt zu stationieren. Er geht zudem davon aus, daß die Wirtschaftlichkeit des Flughafens und der Airlines unter den Gerichtsauflagen leiden werden. Hunold spricht von einer Verschlechterung der Bedingungen durch die Nachtflugbeschränkungen. Die Alternative wäre für ihn gewesen: Verzicht auf BBI und modularer Ausbau von Tegel und Schönefeld.
Berliner Morgenpost: Wie wirkt sich das Nachtflugverbot für Air Berlin konkret aus?