Wer als Stammfahrgast das Gefühl hat, dass es um die Pünktlichkeit der S-Bahn auch in diesem Jahr nicht besonders gut bestellt ist, bekommt es nun Schwarz auf Weiß. In diesem Jahr kam während der Monate Januar bis Oktober jede fünfte S-Bahn um mehr als drei Minuten zu spät. Zum Vergleich: 2008 galt das nicht einmal für jede zehnte S-Bahn. Dies geht aus der jüngsten Statistik des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) hervor. „Die Zahlen sind alles andere als berauschend“, sagte VBB-Chef Hans-Werner Franz. Im Regionalverkehr kamen zehn Prozent der Züge zu spät. Das Winterchaos zu Beginn des Jahres hat der S-Bahn die Bilanz verdorben. Weil im Januar viele Motoren schlapp machten, nachdem eingedrungener Flugschnee Kurzschlüsse verursacht hatten, brach die Pünktlichkeitsrate dramatisch ein. „Danach sind wir wieder …
Angesichts der erneuten Winterausfälle bei der S-Bahn hat das Abgeordnetenhaus gesternüber Konsequenzen gestritten. Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) sagte, der Senat lasse den Bund als Eigentümer und die S-Bahn nicht aus der Pflicht, die vereinbarten Leistungen zu erfüllen. Das Land habe inzwischen 90 Millionen Euro der Zahlungen an die S-Bahn einbehalten, die der BVG zugute kämen. Man wolle Druck ausüben, um wieder Investitionen in die zu Börsengang-Zeiten vernachlässigte Infrastruktur zu erreichen. Die Grünen forderten dagegen, den S-Bahn-Vertrag sofort zu kündigen und …
(Berlin, 9. Dezember 2010) Die Deutsche Bahn hat am Bahnhof Nikolassee einen neuen Aufzug in Betrieb genommen. So wird sichergestellt, dass die stark beanspruchte Anlage auf dem aktuellen Stand der Technik ist und zuverlässig ihren Dienst versieht. Die neue Anlage trägt mit weniger Stromverbrauch zum Energiesparen bei.
Die Arbeiten dauerten von August bis Dezember. Zusammen mit der Baumaßnahme wurde ein Blindenleitsystem nachgerüstet. Die Kosten beliefen sich auf rund 400.000 Euro.
Die Maßnahme ist Teil des Aufzugsprogramms der Deutschen Bahn, durch das die stufenfreie Zuwegungsausstattung der Stationen bis Ende 2010 auf rund 80 Prozent steigt.
Insgesamt hat die Deutsche Bahn 2010 rund 5,5 Millionen Euro in neue Aufzüge für S-Bahnstationen investiert. So haben unter anderem Karow, Frankfurter Allee und Zepernick neue Aufzüge erhalten.
Senat: Bund trägt Mitschuld am Winterchaos Peter Neumann
Die Erleichterung war den Mitarbeitern der S-Bahn-Pressestelle anzumerken. Nachdem sie in den vergangenen Tagen fast nur schlechte Nachrichten zu verkünden hatten, gab es gestern mal was Positives: Die Zahl der einsatzfähigen Züge ist erstmals seit Tagen gestiegen. Am Morgen waren 670 Wagen im Betrieb, um Fahrgäste zu befördern – das sind immerhin 44 mehr als am Tag zuvor. Deshalb konnten zwei S-Bahn-Linien wieder verlängert werden, teilte ein Sprecher mit: „Die S 46 fährt wieder von Königs Wusterhausen bis Westend, die S 47 von Spindlersfeld bis Südkreuz.“ Doch die Angst, dass angesichts des andauernden Winterwetters erneut Züge ausfallen, ist geblieben. „Wir hoffen, dass nicht zu viel Schnee fällt“, so ein S-Bahner. Heute debattiert das Abgeordnetenhaus auf Initiative der CDU und der FDP über die jüngste S-Bahn-Krise. Während gestern wieder dicke Flocken fielen, gab es bei der S-Bahn weitere …
Bei der S-Bahn ist die Zahl der einsatzfähigen Züge erstmals seit Tagen gestiegen. Am Morgen waren 670 Wagen im Betrieb, um Fahrgäste zu befördern – 44 mehr als am Tag zuvor. Deshalb konnten zwei S-Bahn-Linien wieder verlängert werden, teilte ein Sprecher mit: „Die S46 fährt wieder von Königs Wusterhausen bis Westend, die S47 von Spindlersfeld bis Südkreuz.“ Doch die Angst, dass angesichts des Winterwetters erneut Züge ausfallen, ist geblieben. „Wir hoffen, dass nicht zu viel Schnee fällt“, so ein S-Bahner. Heute debattiert das Abgeordnetenhaus über die Winterkrise. Die Zustände bei der S-Bahn seien „nicht in Ordnung“, sagte …
Das Winterchaos hält die S-Bahn weiterhin fest im Griff. Gestern setzte das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) noch weniger Züge ein als zu Beginn der Woche. 626 Wagen waren unterwegs – nicht mal die Hälfte der Fahrzeugflotte. Dies teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit. Am Montag, als die S-Bahn den ersten Offenbarungseid dieses Winters leistete, waren 640 Wagen im Einsatz. Am Freitag waren es sogar noch 682. „Die Ankündigung, täglich 40 Wagen zusätzlich in den Betrieb zu bringen, konnte gestern nicht eingelöst werden. Das ist bedauerlich“, sagte der Verbund-Chef Hans-Werner Franz. Für heute Abend und die Nacht zu morgen sagen die Meteorologen in Berlin und Brandenburg …
Birgitt Eltzel, Martina Reich, Eva Dorothee Schmid
S-Bahnstation Messe Nord. Die nächste Ringbahn in Richtung Schönhauser Allee kommt in 20 Minuten. Sie ist knallvoll, mit jeder Station drängen sich die Fahrgäste enger aneinander. An der Station Beusselstraße ist es dann so voll, dass die Türen nicht mehr schließen. „Bitte bleiben Sie zurück“, sagt der Zugführer. Was er nicht sagt, ist, wann die nächste S-Bahn kommt. Genervte Fahrgäste rufen jenen zu, die noch versuchen in die Tür zu drängen, sie sollten ein Taxi nehmen. „Und wer zahlt das?“, entgegnet eine Frau. An der S-Bahn-Station Wedding ruft jemand: „Bitte die Tür aufmachen“. „Sorry, aber ich kann meine Hand nicht bewegen“, sagt der große Mann, der direkt vor der Tür steht. (eds.) S-Bahnhof Springpfuhl. Es ist kurz vor 13 Uhr. In acht Minuten soll die Bahn nach …
So etwas hatten selbst versierte Kenner der Berliner S-Bahn lange nicht mehr erlebt. Gestern sahen sie auf der Linie S8 einen Zug, in dem sich die Fahrgäste in nur zwei Wagen zusammendrängen mussten. Eine kürzere Fahrzeugeinheit ist im S-Bahn-Betrieb nicht möglich. Der traurige Mini-Zug war einer von unzähligen Belegen dafür, dass das neuerliche Winterchaos bei der S-Bahn noch lange nicht vorbei ist. Auch in den nächsten Tagen müssen die Reisenden damit rechnen, dass Züge verkürzt oder gar nicht fahren. Erst Anfang der nächsten Woche stünden wieder genug Züge zur Verfügung, um nach dem eigentlich vorgesehenen Plan fahren zu können, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner. Und das gelte auch nur für den Fall, dass es bis dahin nicht wieder stark schneit – für Mitte der Woche ist …