Flughäfen: Zwischen Himmel und Erde, Auf dem Flughafen Schönefeld: Ein Lotse kümmert sich im Tower um die Sicherheit der Passagiere, im Terminal werden sie betreut, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0726/berlin/
0003/index.html

Die Stadt, die niemals schläft. Heute: Auf dem Flughafen Schönefeld.

Es ist kurz nach elf Uhr abends und Björn Washausen nimmt erst mal einen
großen Schluck Kaffee. Seine erste Tasse. Die Nachtschicht hat um zehn
begonnen, zusammen mit einem Kollegen ist er heute für startende und
landende Maschinen auf dem Flughafen Schönefeld verantwortlich. Für etwa
dreißig Maschinen, für ein paar Tausend Menschen. Urlauber, Heimkehrer,
Touristen und Geschäftsleute, einsame Rucksackreisende und Familien. „Man
darf sich nicht ständig vor Augen halten, auweia, in so einer Maschine
sitzen hundertfünfzig Passagiere drin“, sagt er so nebenbei. Und meint
damit wohl: Verantwortung ja, Angst nein.
Björn Washausen, 49, ist Fluglotse. Er dirigiert die Maschinen. Er ist für
die Sicherheit des Luftverkehrs zuständig, oben im Tower, in der
achteckigen Kanzel. Er arbeitet meist per Knopfdruck am Computer. Piloten
dürfen nur auf seine Anweisung hin starten und landen. Washausen regelt die
zeitlichen und räumlichen Abstände zwischen den Flugzeugen, damit sich
diese nicht gegenseitig behindern oder gefährden. Er muss genau auf den
Takt achten. Wenn Maschinen lange am Boden stehen, kostet das …

Bahnverkehr: Deutsche Bahn und RWE: Milliardenvertrag über Strom aus Wasserkraft, Acht Prozent des Bahnstroms kommen zukünftig aus Wasserkraft • Anteil erneuerbarer Energien am Bahnstrom-Mix steigt deutlich

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/

de/presse/presseinformationen/ubh/

h20110725.html

(Frankfurt am Main, 25. Juli 2011) Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender

der DB AG, und Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender von RWE, haben

heute in Frankfurt am Main einen Vertrag über die Lieferung von Strom aus

Wasserkraftwerken von RWE mit einem Gesamtvolumen von deutlich mehr als

einer Milliarde Euro unterzeichnet. Von 2014 bis 2028 werden insgesamt 14

Wasserkraftwerke die Züge der Deutschen Bahn mit erneuerbarem Strom

versorgen. Damit bezieht die DB von RWE jährlich rund 900 Millionen

Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft. Das entspricht rund acht Prozent des

Bedarfs an Bahnstrom und reicht aus, um rund ein Drittel der

Fernverkehrsflotte (ICE und IC) ein Jahr lang zu betreiben oder um jährlich

250.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Dr. Rüdiger Grube: „Klimaschutz ist uns ein sehr wichtiges Anliegen, denn

die Bahn steht wie kein anderes Verkehrsmittel für umweltfreundliche

Mobilität. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit RWE unseren Bahnstrom

noch ‚grüner' machen und die CO2-Emissionen so weiter senken können. Damit

kommen wir unserer Vision, die Bahnstromversorgung bis 2050 komplett auf

regenerative Energien umzustellen, ein ganzes Stück näher.“

Mit dem Vertragsabschluss erhöht die DB ihren Anteil an regenerativen

Energien am Bahnstrom-Mix von derzeit 19,8 Prozent ab 2014 auf rund 28

Prozent und kommt damit ihrem Ziel, diesen Anteil auf mindestens 30 bis 35

Prozent bis 2020 zu erhöhen, erheblich näher. Unter zusätzlicher

Berücksichtigung der CO2-freien Produkte der DB kann der Anteil der

erneuerbaren Energien am Bahnstrom-Mix bis dahin sogar auf mehr als 40

Prozent steigen.

„Elektromobilität ist eines der zentralen Themen unserer Zeit – die

Deutsche Bahn praktiziert sie seit Jahrzehnten. Jetzt produziert RWE Strom

für die Deutsche Bahn auch in den eigenen Wasserkraftwerken an Mosel, Saar,

Rhein, Ruhr und Rur. Wir beliefern einen langjährigen, wichtigen Kunden mit

großen Mengen Strom aus erneuerbaren Energien: ein weiterer Beweis, dass

wir in diesem Bereich gut aufgestellt sind. Und wir werden weiter wachsen.

Allein bis 2013 investieren wir knapp vier Milliarden Euro in den Ausbau

unserer Kapazitäten auf Basis der Erneuerbaren. RWE trägt damit

entscheidend dazu bei, dass unser Strommix nachhaltig wird“, erklärte

RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Großmann.

RWE garantiert über zertifizierte Herkunftsnachweise, dass im Umfang der

physischen Stromlieferung an die Deutsche Bahn Strom aus den

RWE-Wasserkraftwerken in das Netz eingespeist wird. Mittels

Herkunftsnachweisen kann der von der regenerativen Quelle ins Netz

eingespeiste Grünstrom einem Verbraucher zugeordnet werden.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

Straßenbahn: Klimatisiert und stufenfrei zugänglich, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0725/berlin/
0070/index.html

Premiere auf der Linie M 4: Zug 8002, der erste Serienzug, nimmt im
September seinen Dienst auf der am stärksten frequentierten
Straßenbahnlinie Berlins auf. Er fährt auf der M 4, die den Hackeschen
Markt mit Hohenschönhausen und Falkenberg verbindet. Der Zug bietet auf 40
Metern Platz für 248 Fahrgäste (84 können sitzen) und hat nur einen
Führerstand. Auch für die übrigen Bahnen dieses Typs wird die M 4 das
Haupteinsatzgebiet sein.

Von ihnen hat die BVG 24 Stück bestellt.
Als Nächstes die „Partylinie“: 2012 sind die M 2 (Alexanderplatz-
Heinersdorf) und M 10 (Warschauer Straße-Nordbahnhof) an der Reihe. Die
nachts besonders stark genutzte …

VBB: Neue QualitätsScouts für den Öffentlichen Nahverkehr

http://www.lok-report.de/

82 neue ehrenamtliche QualitätsScouts machen die Qualität im
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg noch besser! Auf der jährlichen
VBB-Qualitätsveranstaltung wurden heute die neuen Scouts auf ihre
Kundschaftertätigkeit vorbereitet und im bestehenden Team willkommen
geheißen. VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz dankte den bereits aktiven
Scouts für ihr Engagement.
Seit 2005 sind 350 ehrenamtliche Scouts im Namen der Qualität im Nahverkehr
unterwegs. QualitätsScouts sind engagierte Fahrgäste, die die
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) informieren, an welchen
Stellen im Öffentlichen Personennahverkehr Verbesserungsbedarf besteht.
Die Beobachtungen, die sie bei ihren Fahrten auf dem Weg zur Schule, zur
Arbeit oder in der Freizeit machen, melden sie an die VBB GmbH. Sie
betreffen zum Beispiel die Aktualität von Fahrplänen an Haltestellen, das
Funktionieren von Anschlüssen und die Qualität von Fahrgastinformationen.
Durch die Beobachtungen der Scouts wurden schon zahlreiche Verbesserungen
erzielt. So wurden zum Beispiel eine falsche Verbindung im Internet und
eine falsche Haltestellenansage im Zug durch die Hinweise der Scouts
korrigiert.
Der VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz bedankte sich für das Engagement
der Scouts und für ihre vielen positiven und negativen Hinweise. Ihre
Arbeit sei eine wertvolle Grundlage für ein umfassendes Bild des ÖPNV und
zeige die Aspekte aus Kundensicht auf. Die so gewonnenen Informationen
gingen ein in die regelmäßigen Qualitätsgespräche mit den
Verkehrsunternehmen, die damit wichtige Hinweise haben, wo sie noch besser
werden können (Pressemeldung VBB, 25.07.11).

Regionalverkehr: Einschränkungen im Reiseverkehr Potsdam Hbf – Golm

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/verkehrsmeldungen/
bbmv/bbmv20110722.html

(Berlin, 22. Juli 2011) Wegen Gleisbauarbeiten fallen die Züge der Linie RB
20 von Montag, 25. Juli, bis Mittwoch, 3. August, zwischen Potsdam
Hauptbahnhof und Golm aus.

Die Reisenden können stattdessen die Züge der RB 21, die zwischen Potsdam
Hauptbahnhof und Priort verkehren, nutzen. In Priort besteht Anschluss an
die Züge der RB 20 nach/von Hennigsdorf.

Die Züge der RB 21 werden zwischen Potsdam Park Sanssouci und Golm
umgeleitet und halten zusätzlich in Werder (Havel).

Die Züge ab Potsdam Griebnitzsee beziehungsweise Potsdam Hauptbahnhof nach
Wustermark fahren bis zu einer halben Stunde früher ab.

Über Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter
www.bahn.de/aktuell. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost
unter Telefon (0331) 235 6881 oder -6882.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Regionalverkehr: Trotz Streikpause weiter Notfahrplan bei Odeg, aus Die Welt

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/
berlinbrandenburg_nt/article13499112/
Trotz-Streikpause-weiter-Notfahrplan-bei-Odeg.html

Berlin (dpa/bb) – Trotz der angekündigten Streikpause der Gewerkschaft
Deutscher Lokführer (GDL) fährt die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) auch
am Donnerstag in Berlin und Brandenburg mit Notfahrplan. Es wird nach
Angaben des Unternehmens aber geprüft, wie es in den nächsten Tagen
weitergehen wird. Der am 14. Juli begonnene Streik der GDL bei der ODEG
endete nach deren Angaben am Donnerstagmorgen um 3.00 Uhr. Die GDL hatte
zuvor angekündigt, drei Wochen nicht zu streiken.
Nach dem seit Mitte Juni geltenden Notfahrplan – vom Unternehmen
Basisfahrplan genannt – fallen bei der Odeg zwischen …

BVG: Sie werden beobachtet, Tote Tiere, böse Jungs und Liebe: Routine für die BVG-Sicherheitsleitstelle, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0722/berlin/0002/index.html

Die Stadt, die niemals schläft. Heute: die Sicherheitsleitstelle der
Berliner Verkehrsbetriebe.

nDüdelüd! Oder eher Dudelud? Schwer zu sagen, wie es sich anhört, wenn ein
Notruf in der Sicherheitsleitstelle der BVG eintrifft. So viel steht aber
fest: Das Signal, das dann in einem siebten Obergeschoss in Kreuzberg
ertönt, klingt dumpf, bohrend, Unheil verkündend. Die Welt da draußen
außerhalb des kühl klimatisierten Großraums meldet sich zurück. Wieder
einmal.
Dudelud. Ein paar Minuten lang war es ruhig, nun geht es wieder los.
„Bislang war es ein ganz normaler Abend“, hat Ronald Sakolowski gerade eben
noch erzählt. Bis zum frühen Morgen haben außer einem Polizisten und einem
Securitas-Sicherheitsmann vier BVG-Leute Dienst, auch der 57-Jährige
arbeitet für das Landesunternehmen. Zunächst hatte er aus dem U-Bahnhof
Kurfürstenstraße die Meldung „Mann unter Zug“ bekommen. Kurz darauf war
der …

VBB: Neues aus dem Nahverkehr, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0722/berlin/0050/index.html

Mehr verspätete Regionalzüge: Die Pünktlichkeitsquote im Regionalverkehr
ist gesunken – von 91,66 Prozent im Jahr 2009 auf 88,14 Prozent im
vergangenen Jahr, stellt der Verkehrsverbund in seinem Qualitätsbericht
fest. Bei der Deutschen Bahn betrug die Quote teilweise sogar nur 80,87
Prozent. Das sei „nicht akzeptabel“, hieß es. Baustellen müssten in Zukunft
besser geplant werden. Sie tragen zu vielen Verspätungen bei, so der VBB.
Lob für die BVG: Die Berliner Verkehrsbetriebe hätten 2010 „insgesamt eine
gute Qualität abgeliefert“, sagte Verbund-Chef Franz. Mit einem Anteil von
91 Prozent pünktlichen Fahrten habe die Straßenbahn die Senatsvorgabe exakt
erfüllt. Die U-Bahn habe sie mit 97,6 Prozent sogar übererfüllt. Nur der
Busverkehr lag zurück- statt 87 wurden nur 84,8 Prozent der Fahrten als
pünktlich registriert. Im ersten Quartal 2011 hat sich die Quote
verbessert, auf 86,6 Prozent. Sie liegt aber immer noch unter der Vorgabe.
Mehr Informationen gefordert: Der Fahrgastverband IGEB hat erneut
kritisiert, dass Reisende bei …

S-Bahn: Vom Normalzustand ist die S-Bahn noch weit entfernt, Verkehrsverbund stellt dem Unternehmen ein schlechtes Zeugnis aus. Der Chef hofft auf einen milden Winter – sonst drohen Probleme, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0722/berlin/0013/index.html

Ein Ende der Krise bei der Berliner S-Bahn ist nicht in Sicht. Zu dieser
Einschätzung ist Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds
Berlin-Brandenburg (VBB), gekommen. „Es ist nicht absehbar, wann der
bestellte Fahrplan gefahren wird“, sagte er gestern. Der Qualitätsbericht
für das vergangene Jahr zeige, dass sich die errechnete Pünktlichkeit
erneut verschlechtert hat. Danach galten 2010 nur noch 76,9 Prozent der
Fahrten als pünktlich – im Jahr davor waren es 80,06 Prozent. Franz: „Wir
haben nach wie vor ein Problem mit der S-Bahn. Die Lage ist noch nicht
solide.“ Die S-Bahn wies die VBB-Kritik zurück.
Auch in der jüngsten Vergangenheit waren an vielen Tagen weniger Wagen im
Linieneinsatz als die S-Bahn zugesagt hatte, bemängelte Franz. Den
Optimismus, den das von Krisen gebeutelte Unternehmen der Deutschen Bahn
(DB) seit längerem verbreitet, können der Chef und sein Team nicht teilen.
Ein Beispiel: DB-Chef Rüdiger Grube hatte unter anderem in der Berliner
Zeitung angekündigt, dass die S-Bahn von Ende 2011 an …

Tarife: Brandenburg: Fahrscheine künftig im Scheckkartenformat

http://www.lok-report.de/

In Brandenburg baut der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ein System

für den elektronischen Fahrschein mit derzeit rund 26 Verkehrsunternehmen

auf. Bund und die Länder Berlin und Brandenburg unterstützen den Aufbau.

Bis einschließlich 2011 stehen für die Vorbereitung, wissenschaftliche

Begleitung und technische Ausrüstung rund fünf Millionen Euro zur

Verfügung. Davon werden 2,3 Millionen Euro vom Bund getragen. Die

verbundweite Einführung in den Jahren 2012 bis 2015 erfordert eine weitere

finanzielle Unterstützung des Projektes in Höhe von rund 6 Millionen Ein

entsprechender Förderantrag wurde vom VBB beim Bund eingereicht.

Verkehrsstaatssekretär Rainer Bretschneider: „Der elektronische Fahrschein

im Scheckkartenformat bietet dem ÖPNV-Kunden viele Vorteile. Der monatliche

Wertmarkenkauf entfällt und bei Verlust kann die Karte wie eine EC-Karte

gesperrt werden. Die Gefahr, zu Beginn eines Monats als vermeintlicher

„Schwarzfahrer“ ertappt zu werden, weil man die neue Wertmarke zu Hause

vergessen hat, ist damit gebannt. Das elektronische Abonnement erneuert

sich sozusagen automatisch.“

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert die Beschaffung

der notwendigen technischen Ausrüstung für die Verkehrsunternehmen. Die

ersten Karten an Testkunden werden im Frühherbst 2011 ausgegeben, die

Umstellung aller Abokunden wird im kommenden Frühjahr 2012 beginnen.

Das Land Brandenburg unterstützt die kommunalen Aufgabenträger und die

Verkehrsunternehmen, das Projekt eTicketing finanziell zu stemmen. Dieser

finanzielle Kraftakt ist eine Investition in den ÖPNV der Zukunft, die ohne

ein gemeinsames Handeln der Länder Berlin und Brandenburg mit Unterstützung

des Bundes nicht möglich wäre.

Bretschneider zeigt sich besorgt, dass der Bund sein bisheriges Engagement

in der Umsetzungsphase nicht fortsetzen könnte: „Das wäre fatal: Der Bund

hat wie wir ein großes Interesse daran, den ÖPNV zu stärken, damit

Lebensqualität zu sichern und dem Klimawandel entgegen zu wirken. Wir

fordern den Bund auf, sich auch weiterhin zu engagieren, und die gemeinsame

Förderung im bisherigen Umfang für die Jahre 2012 bis 2015 sicher zu

stellen.“

Das elektronische Ticketing ist eine große Chance für den öffentlichen

Nahverkehr. Der VBB und die Verkehrsunternehmen arbeiten an einem

hochkomplexen, aber auch zukunftsweisenden Projekt. Mit ihm werden

zukünftig neue Angebote möglich. Neben der angestrebten bundesweiten

Nutzung des ÖPNV mit nur einem Ticket sind beispielsweise Kombiangebote

zwischen ÖPNV und anderen Anbietern wie etwa Schwimmbädern und

Bibliotheken. Auch deutschlandweites Fahren mit einer Karte ist

vorstellbar.

Seit Ende 2008 läuft das Projekt INNOS-Start, mit dem zunächst 26

Verkehrsunternehmen in den Tarifgebieten Berlin ABC, Potsdam ABC,

Brandenburg an der Havel ABC sowie Frankfurt (Oder) AB mit der notwendigen

Technik zur Ausgabe und Kontrolle von elektronischen Tickets ausgestattet

werden sollen. Anstelle der bisherigen Papierfahrausweise sollen nach und

nach Plastikkarten treten, auf deren integriertem Chip ein elektronisches

Ticket abgelegt wird. Grundlage ist der bundesweit einheitliche Standard

der so genannten VDV-Kernapplikation. Durch die Verwendung dieses Standards

soll sichergestellt werden, dass langfristig auch eine Ausweitung des

elektronischen Ticketings auf andere Regionen in Deutschland möglich wird.

Datenschutz wird beim elektronischen Ticket groß geschrieben, denn im

Gegensatz zum Handy-Ticket werden keine Bewegungsdaten erhoben. Es wird

lediglich die „Fahrtberechtigung“ beim Einstieg geprüft bzw. eine

Fahrtberechtigung aufgebucht. Der VBB ist bei der Umsetzung des Projekts im

engen Kontakt mit den Datenschützern.

Für Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger im ÖPNV bedeuten das

elektronische Ticketing und die dahinterliegenden EDV-Systeme mittelfristig

mehr Transparenz bei der Planung und Gestaltung des öffentlichen Verkehrs.

Durch die erheblich exaktere Kontrolle können die Schwarzfahrerquote und

die Quote der gefälschten Tickets deutlich reduziert werden.

Vertriebskosten der Verkehrsunternehmen können gesenkt, der ÖPNV insgesamt

optimiert werden. Das eTicketing erhöht damit auch die Einnahmensicherheit

der Verkehrsunternehmen (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und

Landwirtschaft, 22.07.11).