Klima-Allianz Deutschland und Verdi stellen Kurzstudie zum Personalbedarf im kommunalen ÖPNV bis 2030/2035 vor, aus DBV

09.09.2025

Heute haben die #Klima-Allianz Deutschland und die Vereinte #Dienstleistungsgewerkschaft #Verdi eine Studie zum #Personalbedarf im #ÖPNV vorgestellt (https://www.klima-allianz.de/presse/meldung/studie-oepnv-wird-ohne-bessere-arbeitsbedingungen-und-finanzierung-zusammenbrechen).

Im Gegensatz zu Äußerungen mit Stammtisch-Niveau mancher Landespolitiker schafft es die Studie, das Problem wissenschaftlich und seriös zu beleuchten. Bis 2030 gehen demnach 50 Prozent der 2022 über 136.000 Beschäftigten in den #Ruhestand. Schon heute sind die #Personallücken direkt und indirekt täglich zu spüren. Reguläre Fahrten fallen immer häufiger wegen Krankheit und Urlaub aus. Die indirekten Auswirkungen sind fehlendes Personal in den #Werkstätten, bei der Unterhaltung und der #Betriebsabwicklung. Diese Probleme lähmen und verhindern schon heute häufig ein attraktives Angebot und führen eher zu einer dauerhaften Einschränkung. Hinzu kommt der #Finanzierungs-Dschungel („#Spaghetti-Finanzierung“), der zur #Intransparenz beiträgt.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es einer Verbesserung der bestehenden #Arbeitsbedingungen, insgesamt attraktiver Arbeitsplätze und einer auskömmlichen, planbaren und nachvollziehbaren #Finanzierung bedarf. Der ÖPNV ist heute schon eine wichtige Säule der klimafreundlichen Mobilität und trägt einen Großteil zur Erfüllung der Pariser Klimaziele bei. Hier Abstriche zu machen, bedeutet eine Aufgabe der eigenen Verantwortung.

Der öffentliche Verkehr braucht genau die gleiche gesetzgeberische und finanzielle Unterstützung, wie sie der Individualverkehr seit Jahrzehnten mit großer Selbstverständlichkeit erhält.

Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Herstellung gleicher Lebensverhältnisse ist es nach Meinung der Bahnkunden-Verbandes zwingend notwendig, das ÖPNV-Angebot gerade in #ländlichen Regionen so weit auszubauen, dass es eine wahrnehmbare und nutzbare Alternative zum eigenen Auto bietet. Neueste Untersuchungen stellen auch einen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein öffentlicher Infrastruktur und der Zufriedenheit der Bevölkerung her – was letztendlich eine Stärkung der Demokratie bedeutet.

Pressekontakt: Frank Böhnke, DBV-Bundesvorstand Länderaufgaben, Telefon 01 77 / 8 93 43 94