Gitschiner Straße: Pop-Up-Infrastruktur zeigt Langlebigkeit, aus Bezirk

15.01.2025

https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1521316.php

Mit Pop-Up-Radwegen reagierte das Bezirksamt #Friedrichshain-Kreuzberg 2020 auf den zunehmenden #Radverkehr im Zuge der Corona-Pandemie und gab der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes so einen großen Anschub. Die meisten der Pop-Up-Radwege wurden bereits 2021 verstetigt. Hinter manchen lagen jedoch größere und komplexere Planungsmaßnahmen, wie in der #Gitschiner Straße in Kreuzberg.

Auf der wichtigen #Verkehrsader die parallel zum U-Bahn-Viadukt quer durch Kreuzberg verläuft, wurden nun weitere Teile der #Pop-Up-Radwege in dauerhafte Infrastruktur überführt. Bereits seit vielen Jahren war die Errichtung einer Radverkehrsanlage in der Gitschiner Straße geplant.

Die Gründe für die Verzögerungen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für alle Verkehrsbeteiligten sind vielfältig: Die Lage der Gitschiner Straße im Berliner #Straßengefüge ist eine besondere, da die Straße als #Haupttrasse für nahezu alle Ver- und Entsorgungsbetriebe genutzt wird. Dies gilt auch für den unterirdischen Raum. Dort finden sich Leitungen für #Trinkwasser, #Gas, #Fernwärme- und #Telekommunikationskabeltrassen. Da viele dieser Trassen große nachgelagerte Gebiete versorgen, wird jede Veränderung am Straßenkörper durch die Leitungsträger und die Bauüberwachung gewissenhaft überprüft und zieht eine Reihe verschiedener Genehmigungen und Abstimmungen mit sich. Da im Zuge der Baumaßnahme diverse Leitungsarbeiten im Untergrund sowie komplexe Umbauten, insbesondere an den Kreuzungen vorgesehen waren, erforderten diese eine präzise Koordinierung mit vielen unterschiedlichen Akteuren, die auch in Einklang mit den Maßnahmen für den Radverkehr gebracht werden mussten.

Für einen Teil der Gitschiner Straße konnten all diese Koordinations- und Umbaumaßnahmen nun erfolgreich abgeschlossen werden. Zurzeit werden die notwendigen #Markierungsarbeiten umgesetzt, um den Pop-Up-Radweg endlich zu verstetigen. Der Abschluss wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2025 erfolgen, da Markierungsarbeiten stark von der Witterung abhängig sind.

Annika Gerold, Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt: „An der Gitschiner Straße hat sich gezeigt, wie der Radverkehr über die Pop-Up-Maßnahmen auch über mehrere Jahre sicher abgewickelt werden kann, wenn Planungen sich verzögern. Ohne das Prinzip Pop-Up-Radweg wäre hier in den vergangenen Jahren kein sicherer Radverkehr möglich gewesen. Die temporäre Infrastruktur hat vier Jahre lang Radfahrende geschützt.“