Straßenverkehr: Neue Freybrücke an der Heerstraße für den Verkehr freigegeben, aus Senat

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Nach vierjähriger Bauzeit gab heute Jens-Holger #Kirchner, Staatssekretär für Verkehr, zusammen mit Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur, die #Freybrücke wieder für den Fahrzeugverkehr #frei.
 
Die ca. 10 km lange #Heerstraße ist seit ihrer Fertigstellung vor über 100 Jahren als Ein- und Ausfallstraße die wichtigste und am stärksten befahrene Verbindung zwischen den westlichen Stadtteilen und dem Zentrum Berlins.
Die alte Freybrücke überspannte die #Untere Havel Wasser-Straße (#UHW) mit einer Stützweite von 63 Metern und entsprach nicht mehr den modernen Wasserstraßenregelungen für Stützweite und Durchfahrtshöhe. Aufgrund des Bauwerkszustandes der alten Brücke wurde für den Fahrzeugverkehr eine Lastbeschränkung angeordnet. Während des Ersatzneubaus der Brücke konnte der Verkehr über zwei Behelfsbrücken ohne Lastbeschränkungen fließen.
 
Jens-Holger Kirchner, Staatssekretär für Verkehr: "Ich freue mich, dass wir noch in diesem Jahr die neue Freybrücke für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr freigeben können. Mein Lob gilt vor allem den Bauleuten und Ingenieuren, die trotz der komplizierten und schwierigen Bedingungen und den begründeten zeitlichen Verzögerungen die Brücke noch in diesem Jahr fertig gestellt haben, so dass ich sie nun den Berlinerinnen und Berlinern übergeben kann".
 
Das Gestaltungskonzept der neuen Freybrücke berücksichtigt die Forderung des Denkmalschutzes hinsichtlich der Anlehnung an die geometrischen Formen des alten Bauwerks. Die Vergrößerung der Stützweite der Brücke wird durch einen höheren Bogenstich erreicht. Die Bögen sind, genau wie beim "alten" Vorbild, im oberen Drittel betont schlank gehalten.
Neu ist die Gestaltung mit netzartig angeordneten Hängern, die das Tragsystem mit dem Fahrbahndeck verbinden. Das Fahrbahndeck ist als Stahlverbundplatte ausgebildet und bietet künftig wieder Platz für fünf Fahrstreifen mit einer Breite von je 3 Metern.
Auf jeder Brückenseite stehen kombinierte Fuß- und Radwege zur Verfügung. Die ehemaligen Treppenanlagen und Postamente wurden abgebaut, restauriert und wieder aufgebaut.
 
Ergänzende Ausstattungselemente sind u.a. die Straßen- und Fußwegbeleuchtung, die Anlagen zur Verkehrsbeeinflussung, der Vogeleinflugschutz sowie die Vorkehrungen für die Schifffahrt.
 
Die Baukosten betragen ca. 33 Mio. €. Davon trägt die Bundesfernstraßenverwaltung ca. 16,2 Mio. €, das Land Berlin ca. 5,4 Mio. € sowie die Bundeswasserstraßenverwaltung ca. 11,4 Mio. €. Die Baumaßnahme liegt trotz geänderter und zusätzlicher Leistungen innerhalb des Kostenrahmens.
 
Auf Grund der beengten Platzverhältnisse und der erforderlichen Bauleistungen zur Herstellung der Anschlussbereiche zwischen neuer Freybrücke und der bauzeitlichen Umfahrung, können mit der Verkehrsfreigabe zunächst 4 Fahrstreifen und der südliche Geh- und Radwegbereich dem Verkehr übergeben werden. Die Demontage der Behelfsbrücke und die endgültige Fertigstellung des nördlichen Geh- und Radwegbereiches einschließlich Geländer wird voraussichtlich im Sommer 2017 abgeschlossen sein.
Bilder:
Rückfragen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Telefon: 030 9025-1090

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Berlin hat 1085 #Brückenbauwerke mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren. Vor allem durch die Zunahme des #Schwerlastverkehrs müssen die bestehenden Bauwerke in den nächsten Jahren über ihre ursprüngliche #Tragfähigkeit hinaus verstärkt bzw. durch Neubauten ersetzt werden.

Auch die baulichen und baustofflichen Mängel an älteren #Spannbetonbrücken werden in den nächsten Jahren zu umfangreichen Brückenbaumaßnahmen führen. Das sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel am Dienstag anlässlich der Vorstellung aktueller und anstehender Brückenbaumaßnahmen. Allein im Jahr 2016 sind dies 19 Maßnahmen an unterschiedlichen Stellen in der Stadt. Der Neubau der Salvador-Allende-Brücke und der Ersatzneubau der Brücke über die AVUS an der Autobahnanschlussstelle Kleeblatt Zehlendorf seien zwei wichtige Großprojekte, die noch in diesem Jahr begonnen würden.

Im nächsten Jahr stehen 23 Baumaßnahmen an, sagte Andreas Geisel. „Wir investieren massiv in die Infrastruktur und sorgen damit für Sicherheit auf unseren Straßen. Das ist für alle Beteiligten eine große Kraftanstrengung und bedeutet für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer eine zusätzliche Belastung. Das Ergebnis kommt aber alles Zugute. Diese Arbeiten sind notwendig, um Berlin zukunftssicher zu machen.“

Noch in diesem Jahr wird die #Zimmermannstraßenbrücke fertiggestellt – die Verkehrsfreigabe wird im September erfolgen. Auch die #Freybrücke wird nach einem Brückenneubau Ende Oktober / Anfang November wieder für den Verkehr freigegeben.

Die bestehenden Herausforderungen bei Unterhaltungs-, Instandsetzungs- und Ersatzneubaumaßnahmen liegen im Wesentlichen im Bauen im Bestand. Auch das Bauen mit beengten Baustellenflächen unter Berücksichtigung der Versorgungsunternehmen und das Bauen unter rollendem Verkehr beeinflussen die Planungs- und Ausführungszeiträume der kleinen und großen Brückenbaumaßnahmen erheblich. Trotzdem werden kritische Brückenbauwerke parallel beplant und somit schneller Instand gesetzt oder durch einen Neubau ersetzt.

Durch die massive Verstärkung der Investitions- und Unterhaltungsmittel durch den Bund und eine weitere Verbesserung der Personalsituation im Tiefbaubereich der Verwaltung durch Neueinstellungen und Kooperationen mit den Berliner Hochschulen wird das auch zukünftig ermöglicht.Bilder: 
Brückenbauwerke in Berlin

Rückfragen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

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