Bahnverkehr: BSchwAG-Mittel fuer S-Bahn-Projekte und Dresdner Bahn eingesetzt

Geld verplempert bei Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSchwAG)-Mitteln?

Ereignis

Die Abgeordnete Claudia Hämmerling fragte nach der Verwendung von Mitteln aus dem Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSchwAG) für Berliner Schienenverkehrsprojekte. Der Senat erläuterte, dass die Mittel nicht dem Land Berlin direkt zufließen, sondern projektbezogen über die DB AG vergeben werden. Mehrere vorgesehene Projekte konnten wegen Verzögerungen der Bahn bislang nicht umgesetzt werden, sodass Mittel auf spätere Förderzeiträume übertragen wurden. 【1-7df1dc】

Details

Quelle: Drucksache 15/11697, Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen). 【1-7df1dc】

Geld verplempert bei Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSchwAG)-Mitteln? 【1-7df1dc】

Ich frage den Senat:

  1. In welchen Jahren wurden dem Land Berlin Gelder in welcher Höhe gemäß BSchwAG zur Verfügung gestellt?

  2. Für welche Maßnahmen wurden diese Gelder in welchen Jahren verwendet (bitte einzeln auflisten)?

  3. Stehen nicht verausgabte Mittel dem Land Berlin weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung?

  4. Für welche Projekte sollen die dem Land Berlin weiterhin zur Verfügung stehenden Mittel in welcher Höhe und wann ausgegeben werden? 【1-7df1dc】

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt. 【1-7df1dc】

Zu 1.:

Die Mittel nach dem Bundesschienenwegeausbaugesetz werden vom Bund nicht direkt dem Land Berlin, sondern der DB AG zur Verfügung gestellt. Das Land besitzt lediglich ein Vorschlagsrecht für förderfähige Vorhaben. Für Berliner SPNV-Projekte standen beziehungsweise stehen zur Verfügung:

  • 1995–1997: ca. 22 Mio. € (43 Mio. DM)
  • 1998–2002: ca. 48 Mio. € (94 Mio. DM)
  • 2003–2007: ca. 43 Mio. €

【1-7df1dc】

Zu 2.:

Sammelvereinbarung 1995–1997 (SV 5/95)

Vorgesehen waren:

  • S-Bahnhof Kolonnenstraße
  • S-Bahnhof Buch-Süd

Die Mittel wurden bislang nicht verausgabt, da die Maßnahmen durch die DB AG noch nicht umgesetzt wurden. Eine Übertragung in spätere Förderzeiträume wurde vereinbart. 【1-7df1dc】

Sammelvereinbarung 1998–2002 (SV 5/98)

Vorgesehen waren:

  • Trassenfreihaltung Ostbahn im Bereich Ostkreuz
  • Vorleistungen Karower Kreuz

Auch diese Vorhaben konnten wegen zeitlicher Verzögerungen der Bahn nicht umgesetzt werden. 【1-7df1dc】

Zusätzlich waren etwa 43,5 Mio. € für die Grundsanierung der Berliner S-Bahn vorgesehen. Die DB AG teilte jedoch 2001 mit, dass diese Mittel hierfür nicht benötigt würden. Die freigewordenen Mittel sollten nach Vorschlag Berlins für die Mehrkosten eines Tunnels der Dresdner Bahn in Lichtenrade verwendet werden. Dies wurde durch den Bund abgelehnt. 【1-7df1dc】

Sammelvereinbarung 2003–2007 (SV 5/03)

Angemeldet wurden:

  • Reaktivierung der Ostbahn/Wriezener Bahn zwischen Lichtenberg und Ostkreuz
  • Trassenfreihaltung Ostbahn im Bereich Ostkreuz
  • Vorleistungen Karower Kreuz
  • Restfinanzierung der Tunnelmehrkosten der Dresdner Bahn

【1-7df1dc】

Zu 3.:

Nicht verausgabte Mittel stehen Berlin nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Grundsätzlich fließen solche Mittel an den Bund zurück. Nur durch besondere Vereinbarungen zwischen Bund, Land und DB AG können Mittel in spätere Förderzeiträume übertragen werden. 【1-7df1dc】

Zu 4.:

Die bereits vorgesehenen Projekte aus den Fördervereinbarungen bleiben bestehen. Über die weitere Verwendung der frei gewordenen Mittel für die ursprünglich geplanten Tunnelmehrkosten der Dresdner Bahn wollte der Senat gesondert entscheiden und anschließend Verhandlungen mit Bund und Bahn aufnehmen. 【1-7df1dc】

Berlin, den 20. August 2004

In Vertretung

Maria Krautzberger

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【1-7df1dc】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Bahnverkehr: Dresdner Bahn soll bis zur Inbetriebnahme des BBI fertiggestellt werden

Anhalter Bahn

Ereignis

Der SPD-Abgeordnete Michael Arndt fragte nach dem Stand der Dresdner Bahn, der Anhalter Bahn und der künftigen Flughafenanbindung des BBI. Der Senat erklärte, dass weiterhin eine ebenerdige Trassenführung der Dresdner Bahn geplant sei und sich Berlin dafür einsetze, die Strecke rechtzeitig zur Inbetriebnahme des Flughafens BBI fertigzustellen. Bis dahin soll die Flughafenanbindung weiterhin über die Stadtbahn erfolgen. 【2-f8d583】

Details

Quelle: Drucksache 15/11723, Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Arndt (SPD). 【2-f8d583】

Anhalter Bahn 【2-f8d583】

Ich frage den Senat:

  1. Welche Planungen bestehen hinsichtlich des Neubaus der Dresdner Bahn, wann soll der Baubeginn erfolgen und wann soll diese ggf. in Betrieb genommen werden?

  2. Welche und wie viele Züge des im Rahmen der Dresdner Bahn prognostizierten Verkehrs werden nach Inbetriebnahme des Neubaus auf der Anhalter Bahn abgewickelt?

  3. Über welche Strecken führt bis zur Inbetriebnahme der Dresdner Bahn der Flughafenshuttle?

  4. Über welche Strecken führt bis zur Inbetriebnahme der Dresdner Bahn der dort vorgesehene Güterverkehr und wie erfolgt dessen Anbindung an den Berliner Innenring?

  5. Wann ist mit welchem Verkehr und ggf. in welchen Stufen die Inbetriebnahme der Anhalter Bahn geplant? 【2-f8d583】

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt. 【2-f8d583】

Zu 1.:

Der Bundesminister für Verkehr lehnte eine Tunnellösung in Lichtenrade ab. Deshalb verfolgt die DB AG weiterhin die Planung einer zweigleisigen ebenerdigen Fern- und Regionalbahntrasse mit parallelen S-Bahngleisen. Das Eisenbahn-Bundesamt überprüft die Planfeststellungsunterlagen. Ein Termin für den Planfeststellungsbeschluss konnte noch nicht genannt werden.

Das Land Berlin setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Dresdner Bahn rechtzeitig zur Inbetriebnahme des Flughafens BBI fertiggestellt wird. Auch Hartmut Mehdorn erklärte wiederholt, dass die Dresdner Bahn zur Eröffnung des Flughafens zur Verfügung stehen solle. 【2-f8d583】

Zu 2.:

Keiner der für die Dresdner Bahn vorgesehenen Züge soll dauerhaft über die Anhalter Bahn geführt werden. Nach Inbetriebnahme wird der gesamte prognostizierte Verkehr über die Dresdner Bahn abgewickelt. 【2-f8d583】

Zu 3.:

Bis zur Fertigstellung der Dresdner Bahn erfolgt die Flughafenanbindung weiterhin über die Berliner Stadtbahn. Der Senat geht davon aus, dass mit Inbetriebnahme des BBI die Dresdner Bahn für den Flughafenshuttle zur Verfügung steht. 【2-f8d583】

Zu 4.:

Der Güterverkehr für die örtlichen Gleisanschließer wird weiterhin über die vorhandenen S-Bahngleise abgewickelt. Dadurch bleibt die Anbindung an den Berliner Innenring erhalten. 【2-f8d583】

Zu 5.:

Die Inbetriebnahme der Anhalter Bahn ist zusammen mit dem Nord-Süd-Fernbahntunnel für Ende Mai 2006 vorgesehen.

Geplant sind:

  • eine ICE-Linie im Stundentakt Richtung Leipzig/München,
  • eine IC-Linie im Zweistundentakt Richtung Halle/Erfurt,
  • eine EC-Linie Richtung Dresden,
  • zwei Regionalexpresslinien.

【2-f8d583】

Berlin, den 20. September 2004

In Vertretung

Maria Krautzberger

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【2-f8d583】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.