Bahnverkehr / Regionalverkehr und OePNV: Modernisierung und Netzkonsolidierung im Juli 2000
Ereignis
Der Juli 2000 stand im Zeichen der weiteren Stabilisierung des wiedervereinigten Berliner Schienenverkehrssystems. Gleichzeitig wurde die Ablösung älterer Fahrzeugserien bei der S-Bahn abgeschlossen und das Regionalverkehrsnetz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg weiter konsolidiert.
Details
Im Sommer 2000 verfügte Berlin über ein weitgehend wiederhergestelltes S-Bahn-Netz mit den Linien S1 bis S9. Die Stadtbahn bildete weiterhin die wichtigste Ost-West-Achse für den Regional- und Schnellbahnverkehr. Die Bahnhöfe Zoologischer Garten, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof fungierten als zentrale Umsteigepunkte für die Metropolregion Berlin-Brandenburg.
Ein bedeutendes Ereignis war die endgültige Außerdienststellung der historischen S-Bahn-Baureihe 476/876. Nachdem bereits im Juni 2000 der offizielle Abschied vollzogen worden war, endete Anfang Juli der letzte reguläre Fahrzeugeinsatz. Die Verschrottung der verbliebenen Fahrzeuge begann unmittelbar danach. Damit ging eine Fahrzeuggeneration zu Ende, die über Jahrzehnte den Berliner Schnellbahnverkehr geprägt hatte.
Der Regionalverkehr wurde vor allem durch die Linien RE1, RE2, RE3, RE4 und RE5 getragen. Im Rahmen der VBB-Planungen wurde das Angebot weiter an die Verkehrsströme zwischen Berlin und dem Brandenburger Umland angepasst. Ziel blieb die Stärkung des Schienenverkehrs gegenüber dem Individualverkehr sowie die bessere Integration von Regionalbahn und S-Bahn.
Auch die U-Bahn befand sich in einer Phase technischer Modernisierung. Die BVG führte schrittweise neue Fahrgastinformationssysteme ein und investierte in Sicherheits- und Leittechnik. Das System DAISY wurde auf weiteren Strecken ausgerollt und verbesserte die Echtzeitinformation für Fahrgäste.