allg.: Brandenburg: Landesnahverkehrsplan ist ein Phantom aus dem Verkehrsministerium

http://www.lok-report.de/

Angekündigt war im Herbst des vergangenen Jahres eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit an der Erarbeitung des Landesnahverkehrsplanes für Brandenburg. Dieser solle als „transparenter Prozess mit breiter Einbeziehung der politischen Ebene und der regionalen Akteure“ gestaltet werden. Groß war die Freude und auch die Hoffnung im Frühjahr 2007, als vom Verkehrsministerium tatsächlich dieser angekündigte Dialog in Form der Bitte um Vorschläge, Ideen und Konzepten eingefordert wurde. Auch der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband beteiligte sich mit einer Stellungnahme. Den aktuellen Sachstand des Landesnahverkehrsplanes bekamen die Zuhörer auf der heutigen Veranstaltung in Potsdam jedenfalls nicht zu Gesicht. In einer Folienpräsentation wurden Auszüge referiert. Man habe die Stellungnahmen der Verbände und Organisationen intensiv gelesen. An welcher Stelle sie konkret ihren Niederschlag gefunden haben, wurde nicht erwähnt.
Mit dem „Totschlagargument“, dass es nicht mehr Geld gäbe, Zuständigkeiten beim Bund und bei der DB AG lägen, wird jeder Vorschlag und jede Idee offenbar abgebügelt. Ein zusätzliches Zugangebot wegen extrem hoher Nachfrage? Aufbau der S-Bahn nach Falkensee und Velten? Veränderungen in der Linienführung bestimmter Linien? Stärkung des Bahn- und Busangebotes durch politische Maßnahmen? Verbesserung der Fahrgastinformation auf den Zugangsstellen? Immer die gleiche Antwort: kein Geld und nicht zuständig.
Die vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg teilweise vorgestellten Fahrgast-Potentialanalysen brachten auch keine Klarheit. Mittels statistischer Verfahren wurde begrüßenswerter Weise aufgezeigt, wie Strecken unter 1.000 Fahrgäste pro Tag gestärkt und somit in ihrem Bestand gesichert werden können. Konkrete Aussagen zur Umsetzung gab es seitens des Verkehrsministeriums nicht, auch keine Äußerungen, wie damit umgegangen wird.
Wohin die Reise bis 2012 – und in der Perspektive bis 2020 – geht, ist nun klar: Es gibt keinen weiteren Ausbau, keine grundlegenden Angebotsverbesserungen. Im Vordergrund steht das „Weiter so“ der bisherigen Politik. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich die Landesregierung beim Flughafenbahnhof in Schönefeld zu einer millionenschweren Bestellgarantie für Zugverkehre verpflichtete, ohne konkret zu sagen, wo dafür an anderer Stelle gespart werden solle.
Beispielsweise müssten die enormen Fahrgaststeigerungen nach Inbetriebnahme des Nord-Süd-Bahn-Tunnels – laut VBB bis zu 15 Prozent – in Konsequenz zu einer Ausweitung des Angebotes führen. So etwas wird es aber nicht geben, angeblich ist dafür kein Geld da.
Insgesamt scheint der Landesnahverkehrsplan mehr Fragen offen zu lassen, als die er beantwortet (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband e. V., 09.10.07).

Flughäfen: Großflughafen droht wieder Verzögerung, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
Berliner-Flughaefen-Grossflughafen-Schoenefeld-BBI;art1050,2395565

Der Aufsichtsrat der Berliner Flughäfen soll am Dienstag eine Neuausschreibung des Terminalbaus für den Berlin Brandenburg International Airport beschließen. Statt in einem Paket werden die Aufträge nun in kleineren Paketen vergeben – das bedeutet Verzögerungen von mindestens einem Jahr.
BERLIN – Der einzige Tagesordnungspunkt der morgigen Sondersitzung des Gremiums sieht genau das vor, erfuhr der Tagesspiegel aus gut informierten Kreisen. Experten gehen davon aus, dass sich dann die für den 30. Oktober 2011 geplante Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld um mindestens ein Jahr verzögern wird. Zu der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates, dem Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit vorsteht, war erst vor rund einer Woche eingeladen worden. Wie Mitglieder des Gremiums gegenüber dem Tagesspiegel auf Anfrage bestätigten, liegt ein Antrag der …

Straßenverkehr: Am Waldrand ist jetzt parken verboten, aus Die Welt

http://www.welt.de/berlin/article1245987/
Am_Waldrand_ist_jetzt_parken_verboten.html

Wenn man sich permanent quer stellt, kann das unangenehme Folgen haben. Diese Erfahrung mussten jetzt viele Kraftfahrer aus Brandenburg machen, die nahe dem Bahnhof Rahnsdorf parken, um mit der S-Bahn in die Innenstadt zu fahren. Damit soll jetzt Schluss sein
An Wochenenden haben bisher zwischen 100 und 200 Autos am Waldrand gestanden, quer zur Fahrbahn der Straße Alter Fischweg. Auf einer Sandfläche. Das soll sie nun Geld kosten. In der vergangenen Woche fanden viele Fahrer zunächst ein Verwarnungsschreiben an ihrer Windschutzscheibe vor, zwei Tage später eine Forderung für ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro. Zu den Betroffenen zählen Robert Stein (Name geändert) aus Schöneiche und seine Frau. „Seit 13 Jahren stellen wir unser Auto dort ab“, erzählt der Brandenburger. „Bisher hatte keine Behörde etwas dagegen.“ Auch ein Parkverbotszeichen gebe es nicht. Das Parken am Waldrand sei schon zur DDR-Zeit Tradition gewesen. Denn reguläre Stellplätze in den Nebenstraßen des Bahnhofs oder am Vorplatz sind Mangelware. Stein und seine Frau fahren mit der S3 von Rahnsdorf weiter nach Ostkreuz und Tempelhof. „Es ist doch gewollt, dass man nicht mit dem Auto in die Innenstadt fährt“, entrüstet sich Stein. „Dann muss es doch auch …

Regionalverkehr: Gefühlter Rückenwind , aus Potsdamer Neueste Nachrichten

http://www.pnn.de/Pubs/pots_mittelm/
pageviewer.asp?TextID=15490

Das Land sieht derzeit keine Chance für die Stammbahn – Befürworter sind demonstrativ zuversichtlich (8.10. 2007)

Kleinmachnow – Trotz der zurückhaltenden Positionierung des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung zur Stammbahn im Entwurf des Landesnahverkehrsplanes 2008 – 2012 spüren die Befürworter für den Wiederaufbau der Bahnlinie Rückenwind. „Inzwischen konnten wir eine ganze Reihe positiver Signale für die Wiederbelebung der Stammbahn registrieren“, so Jürgen Vietig von der Kleinmachnower Bürgerinitiative Stammbahn.
Mehrere Gremien, Institutionen und Politiker hätten sich in den vergangenen Wochen für die baldige Wiederinbetriebnahme der Stammbahn ausgesprochen. So verlange der BUND (Bund für Umwelt und Natur), dass die Stammbahntrasse wieder für den Regionalverkehr genutzt wird. Die Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr und Landesentwicklung der Landesverbände Brandenburg und Berlin der Bündnisgrünen plädiere dafür, den Wiederaufbau zeitlich vorzuziehen anstelle des Ausbaus des südlichen Teils der geplanten S-Bahn-Linie 21. Die Projektgruppe Brandenburgnetz 2020 habe die Stammbahn ebenfalls in ihr Konzept aufgenommen.
Ihre Zuversicht stützt die Initiative auch auf die „ausdrückliche“ Erwähnung …

Flughäfen: "Ein Flugverbot ab 22 Uhr ist für uns völlig inakzeptabel", aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/wirtschaft/692189.html

Easyjet-Deutschland-Chef John Kohlsaat über den Preiskampf der Billigflieger, Klimaschutz und die Pläne für Schönefeld
BBI kommen. Dort soll es ein Nachtflugverbot geben. Macht Easyjet das nicht stark zu schaffen

Herr Kohlsaat, Easyjet wirbt derzeit mit Billigflügen nach ganz Europa für 12,99 Euro inklusive Steuern und Gebühren. Verdienen Sie bei dem Preis noch etwas?

Nein, bei diesen günstigen Tickets zahlen wir sogar drauf. Entscheidend für uns ist aber der Durchschnittspreis, den wir pro Ticket erzielen. Und der liegt seit Jahren konstant bei 60 Euro pro Strecke. Damit sind wir deutlich billiger als die Konkurrenz – ausgenommen Ryanair, die in der Regel nur kleine Flughäfen weit entfernt von den Stadtzentren anfliegen. Von den 60 Euro bleiben bei uns rund fünf Euro Gewinn hängen. Damit sind wir deutlich profitabler als andere.

Ihr Konkurrent Air Berlin kauft eine Fluglinie nach der anderen. Wann zieht Easyjet mit einer großen Übernahme nach?

Da muss ich Sie enttäuschen. Wir verfolgen eine andere Strategie und wollen …

Flughäfen: „Ein Flugverbot ab 22 Uhr ist für uns völlig inakzeptabel“, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/wirtschaft/692189.html

Easyjet-Deutschland-Chef John Kohlsaat über den Preiskampf der Billigflieger, Klimaschutz und die Pläne für Schönefeld
BBI kommen. Dort soll es ein Nachtflugverbot geben. Macht Easyjet das nicht stark zu schaffen

Herr Kohlsaat, Easyjet wirbt derzeit mit Billigflügen nach ganz Europa für 12,99 Euro inklusive Steuern und Gebühren. Verdienen Sie bei dem Preis noch etwas?

Nein, bei diesen günstigen Tickets zahlen wir sogar drauf. Entscheidend für uns ist aber der Durchschnittspreis, den wir pro Ticket erzielen. Und der liegt seit Jahren konstant bei 60 Euro pro Strecke. Damit sind wir deutlich billiger als die Konkurrenz – ausgenommen Ryanair, die in der Regel nur kleine Flughäfen weit entfernt von den Stadtzentren anfliegen. Von den 60 Euro bleiben bei uns rund fünf Euro Gewinn hängen. Damit sind wir deutlich profitabler als andere.

Ihr Konkurrent Air Berlin kauft eine Fluglinie nach der anderen. Wann zieht Easyjet mit einer großen Übernahme nach?

Da muss ich Sie enttäuschen. Wir verfolgen eine andere Strategie und wollen …

S-Bahn

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Straßenverkehr: Elektrische Poller sollen Autofahrer aus der Altstadt raushalten, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/
.bin/dump.fcgi/2007/1006/lokales/0083/index.html?

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Elektrische Poller sollen Autofahrer aus der Altstadt raushalten

06.10.2007
Lokales – Seite 27
Karin Schmidl

KÖPENICK. „Es wird Zeit, dass sich hier was tut“, sagt Steven Huth. Der Wirt des Cafés Mokkafee in der Grünstraße ärgert sich seit langem über Autofahrer, die trotz Verbots durch die Fußgängerzone brausen. Dicht vorbei an seinen Gästen, die vor dem Café sitzen. Bis zu hundert Fahrer von Pkw und Kleinlastern nehmen täglich diese verbotene Abkürzung. Auch andere Händler und Passanten fühlen sich belästigt. Am Montag sollen zwei versenkbare Poller in diesem Teil der Fußgängerzone in Betrieb genommen werden.Vorerst als Test.
„Der zunehmende Unmut über ignorante Autofahrer ist der Grund, weshalb wir das tun“, sagt der Baustadtrat von Treptow-Köpenick, Rainer Hölmer (SPD). Die Poller waren bislang ein Ärgernis: Das Tiefbauamt hatte sie, vorbei an Bezirksamt und -parlament, einbauen lassen. Mehrere zehntausend Euro wurden so im Pflaster versenkt. „Wenn wir sie schon haben, dann können wir sie auch …

Regionalverkehr: Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG): Wachstum in Brandenburg

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Das Land Brandenburg hat entschieden, dass die Nahverkehrsleistungen auf der Linie RB35 Fürstenwalde – Bad Saarow-Pieskow ab 09.12.07 durch die ODEG erbracht werden. Diese Woche wurde der Verkehrsvertrag zwischen dem brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung und der ODEG unterzeichnet.
Die ODEG wird bis zum Dezember 2009 jährlich ca. 152.000 Zugkilometer auf dieser Strecke erbringen. Dabei werden 60 % aller Zugfahrten durch Servicemitarbeiter begleitet. Eingesetzt werden die bewährten Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle RS1 des Herstellers Stadler Pankow GmbH.
„Die Entscheidung des Landes Brandenburg bestätigt unseren Kurs mit gutem Service und hoher Qualität“ freut sich Geschäftsführer Dietmar Knerr und versichert, dass die ODEG auch trotz der kurzen Vorbereitungszeit vom ersten Tag an eine ausgezeichnete Leistung erbringen wird.
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hatte im Auftrag des Landes Brandenburg im Sommer dieses Jahres das Vergabeverfahren u.a. für diese Linie eingeleitet. Die ODEG konnte sich gegen mehrere andere Bieter behaupten (Pressemeldung Ostdeutsche Eisenbahn GmbH, 06.10.07).

Bahnverkehr + S-Bahn: Berlin/Brandenburg: Schwarzer Freitag für Bahnfahrgäste

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Auf die Ankündigung der Gewerkschaft GDL, am 5. Oktober von 8 bis 11 Uhr streiken zu wollen, hat die Deutsche Bahn mit einem „Ersatzfahrplan“ reagiert, der diesen Namen nicht verdient. Fernverkehr, Regionalverkehr und S-Bahn-Verkehr werden ganztägig massiv eingeschränkt. Während sich die Fahrgäste in der Vergangenheit auf einen dreistündigen Streik leidlich gut einstellen konnten, nutzt jetzt auch frühes Aufstehen oder spätes Arbeiten nichts, weil bereits vor 8 Uhr und bis zum Ende des Tages der Bahnbetrieb erheblich eingeschränkt wird.
Während in Berlin die meisten Fahrgäste noch die Möglichkeit haben, auf die BVG auszuweichen, trifft es die Fahrgäste in Brandenburg extrem hart. Zahlreiche Bahnlinien werden auf Busverkehr umgestellt. Und die Bahnlinien, die noch gefahren werden, werden so weit ausgedünnt, dass das verbleibende Angebot eine Zumutung ist.
Beispiel RE1: Die Züge der brandenburgischen Vorzeigelinie fahren normalerweise alle halbe Stunde und sind im Berufsverkehr dennoch voll besetzt. Am Freitag sollen sie nun nur alle zwei Stunden verkehren. Damit sind unerträgliche Überfüllungen und allein daraus resultierende Verspätungen vorprogrammiert. Ein weiteres großes Ärgernis ist, dass der Zugverkehr bereits gegen 20 Uhr eingestellt wird, obwohl die Züge sonst bis nach Mitternacht fahren und gerade am Freitagabend auch dann sehr gut besetzt sind.
Gravierend sind auch die Einschränkungen im internationalen Verkehr. So werden die Züge von Berlin nach Warschau, obwohl sie vor 8 Uhr bzw. nach 11 Uhr verkehren, auf deutscher Seite ganztägig ersatzlos entfallen.
• Der Berliner Fahrgastverband IGEB ist empört über das Vorgehen der Bahn, die ohne Not aus dem dreistündigen Streik ein ganztägiges Fahrgast-Martyrium macht.
• Der Berliner Fahrgastverband IGEB fordert die Länder als Besteller des Nahverkehrs auf, entschieden gegen den Ausfall bestellter und bezahlter Nahverkehrsleistungen vorzugehen (Pressemeldung IGEB, 06.10.07).