„HUB 53/12“ soll wirtschaftlich neuen Segen für die Barlachstadt bringen. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich eine Arbeitsgemeinschaft, der Güstrow jetzt beitritt. So haben es die Stadtvertreter mit großer Mehrheit beschlossen. Bürgermeister Arne Schuldt verspricht sich davon wirtschaftliche Impulser für die Stadt. Auf diese Weise könnte aus seiner Sicht z.B. das ehemalige Areal der Güstrower Zuckerfabrik bald wieder mit Leben erfüllt werden. Soweit die Hoffnung. Seit einigen Jahren bereiten die Städte Güstrow, Pritzwalk und Neuruppin die Stärkung des Schienenstrangs, der sich mitten zwischen den Bahn-Haupt-Strängen (z.B. Berlin-Rostock) in Nord-Süd-Richtung befindet, vor – wobei die Brandenburger bisher quasi die Lokomotiven des Projektes sind. Ziel sei es, „die Häfen und das Hinterland zusammenzubringen und dabei die Schiene …
Aufstand in der Beermannstraße Anwohner aus Treptow kämpfen um ihre Häuser, die für die neue Autobahn verschwinden sollen. 1 800 Menschen protestieren VON STEFAN STRAUSS
Man müsse sie schon wegtragen, freiwillig gehe sie nicht. Doch wohl nicht dafür, dass ihre Straße, in der sie seit ihrer Kindheit lebe, abgerissen wird und tausende Autos noch schneller durch die Stadt fahren könnten. „Wir wollen hier nicht weg!“ sagt Erika Gutwirt. Seit ihrem vierten Lebensjahr wohnt die 68-Jährige in der Beermannstraße in Treptow. Rechts von ihrer Haustür fährt die S-Bahn, direkt vor ihr liegt ein großes Einkaufszentrum, bis zum Treptower Park geht sie nur wenige Minuten. Man könne hier ganz gut leben, sagt sie. Doch nicht mehr lange. Denn in acht Jahren soll die neue Autobahn A 100 von Neukölln bis zum Treptower Park führen. 60 000 Autos am Tag könnten dort dann durch die Stadt fahren, prognostizieren Verkehrsplaner. Die Hälfte der Beermannstraße wird zur …
Die Ermittlungen zum schweren Zugunglück in Karow konzentrieren sich auf den Fahrdienstleiter im Stellwerk Peter Neumann und Lutz Schnedelbach
Nach dem schweren Zugunglück von Karow ist die Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Bernau wieder frei. „Seit gestern Morgen rollen die Züge nach Fahrplan“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Die Aufräumarbeiten hatten länger als angekündigt gedauert. Bei dem Unfall, bei dem am Donnerstagabend ein Regionalexpress mit 24 Menschen an Bord auf einen Kesselwagenzug mit Flüssiggas aufgefahren war, waren die Gleise beschädigt worden. Anfang dieser Woche will das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) nun erste Ermittlungsergebnisse zur Unfallursache vorlegen.
Bahn regelt Betriebsablauf neu Die Deutsche Bahn hat mit einer betrieblichen Regelung auf das Unglück reagiert. Nach Informationen der Berliner Zeitung ordnete sie bereits am Freitagmorgen an, dass die Karower Fahrdienstleiter ab sofort in ihrem Stellwerk …
Im vergangenen Jahr sind lediglich 41 Ampelanlagen so umgebaut worden, dass sie Bussen nun den Vorrang geben. Dagegen war im Nahverkehrsplan des Senats vorgesehen, dass 319 Anlagen für die Busbeschleunigung neu programmiert werden. Das teilte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling mit. Wegen „mangelnder Kapazität, insbesondere bei den beauftragten externen Ingenieurbüros“ konnten nicht mehr …
Die Bahn gilt generell als sicheres Verkehrsmittel. Dennoch ist es auch in Berlin zu schweren Unfällen gekommen.
Am 9. April 1993 stößt in Wannsee ein Intercity mit einem Schnellzug zusammen. Es gibt drei Tote und 20 Verletzte. Auf der eingleisigen Bahnstrecke hatte der Fahrdienstleiter das Signal für den Intercity versehentlich auf „freie Fahrt“ gestellt.
Am 18. Dezember 1979 prallt ein S-Bahn-zug zwischen Schönfließ und Karower Kreuz auf einen haltenden Güterzug. Der Fahrer, der eine …
Nach dem Zugunglück in Karow rätseln Ermittler über die Ursache / 24 Menschen verletzt Peter Neumann und Lutz Schnedelbach
Nach dem schweren Zugunglück in Karow laufen die Ermittlungen zur Unfallursache auf Hochtouren. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) und die Bundespolizei untersuchen, wie es zu dem Unfall gekommen ist, bei dem am Donnerstagabend ein Regionalexpress auf einen Güterzug mit Flüssiggas aufgefahren war. Die Lokführer treffe keine Schuld, hieß es am Freitag. Jetzt werde geprüft, ob die Signaltechnik funktionierte und ob der Fahrdienstleiter im Stellwerk korrekt gehandelt hat. Laut Bundespolizei wurden bei dem Unfall 24 Menschen verletzt. Karow gilt als beschauliches Wohngebiet. Doch am Donnerstag wurde die Abendruhe jäh gestört. „Ich saß vor dem Fernseher, die Sendung mit Maybrit Illner hatte gerade begonnen“, erzählte eine Anwohnerin der Liebenstraße, die parallel zur …
Auf Wunsch von einzelnen Bietern im Vergabeverfahren „Netz Stadtbahn“ wird die Abgabefrist für Angebote bis zum 4. Mai verlängert. Die bundesweit größte Ausschreibung im Schienenpersonennahverkehr hat ein Auftragsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro und umfasst rund 22 Millionen Zugkilometer. Das sind rund 50 % des gesamten SPNV in Berlin und Brandenburg. Ab Dezember 2011 sollen die Gewinner des Vergabeverfahrens den Betrieb auf den 16 ausgeschriebenen Strecken aufnehmen (Pressemeldung VBB, 18.04.09).
Auf Wunsch von einzelnen Bietern im Vergabeverfahren „Netz Stadtbahn“ wird die Abgabefrist für Angebote bis zum 4. Mai verlängert. Die bundesweit größte Ausschreibung im Schienenpersonennahverkehr hat ein Auftragsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro und umfasst rund 22 Millionen Zugkilometer. Das sind rund 50 % des gesamten SPNV in Berlin und Brandenburg. Ab Dezember 2011 sollen die Gewinner des Vergabeverfahrens den Betrieb auf den 16 ausgeschriebenen Strecken aufnehmen (Pressemeldung VBB, 18.04.09).
Potsdam – – Mit einem „Flughafenexpress“ soll die Potsdam im Stundentakt an den neuen Großflughafen BBI angeschlossen werden. Gerechnet wird mit einer Fahrzeit von 40 Minuten. Das kündigte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) am Freitag auf einer Regionalkonferenz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) an. Konkret ist vorgesehen, die Regionalbahn RB 22 künftig vom Potsdamer Hauptbahnhof über den Wissenschaftsstandort Golm und dann auf dem Berliner Außenring – wie einst den sogenannten „Sputnik“ zu DDR-Zeiten – nach Schönefeld zu führen. Damit würde sich die Fahrzeit um gut zehn Minuten verkürzen, denn der RB 22 fährt bisher von Potsdam auf einem Umweg über Michendorf nach Schönefeld. Ob im Zuge der neuen Streckenführung auch die alten, stillgelegten „Sputnik“-Bahnsteige auf dem Bahnhof Potsdam-Pirschheide wieder reaktiviert werden, stehe …
Die diesjährigen sechs Regionalkonferenzen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg haben heute mit der Auftaktveranstaltung in Potsdam begonnen. Den Anfang machte die Regionalkonferenz zur Region Havelland- Fläming. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Fachvortrag von Infrastrukturminister Reinhold Dellmann. Das System des öffentlichen Personennahverkehrs in Berlin und Brandenburg sei eines der Besten in ganz Europa, sagte der Minister. Der Landesnahverkehrsplan 2008-2012 sei verabschiedet. Als „Erfolgsgeschichte“ wertete Dellmann das Park&Ride-System, das gemeinsam mit den Kommunen stärker ausgebaut werden soll. Durch die laufende Ausschreibung Netz Stadtbahn werde in der Region die Qualität im Schienenverkehr verbessert, so Dellmann: „Der Wettbewerb ist etwas sehr vernünftiges und gutes von dem die Fahrgäste durch bessere Angebote profitieren werden. Gleichzeitig fordere ich die Tarifvertragsparteien auf, zügig zu einem Branchentarifvertrag zu kommen, damit der Wettbewerb nicht auf den Schultern der Beschäftigten stattfindet.“ Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des VBB, zog eine erste Bilanz des neu eingeführten VBB-Abo 65plus. Seit Start der 45 Euro Monatskarte für Senioren vor knapp 3 Wochen, seien schon rund 50 000 Jahresabonnements verkauft worden. „Immer wenn wir einfache, plausible Tarifangebote ohne Bedingungen schaffen, explodiert die Nachfrage. Fahrgäste müssen nicht lange überlegen, welchen Fahrschein sie kaufen müssen, sondern einfach einsteigen und losfahren- das ist das Rezept für einen erfolgreichen Tarif.“ Franz verwies in diesem Zusammenhang auch auf die steigenden Verkaufzahlen beim Schülerferienticket und beim Semesterticket. Trotz sinkender Bevölkerungszahlen in Brandenburg steigt die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen stetig an. Jürgen Roß, VBB-Bereichsleiter Planung und Fahrgastinformation, informierte über umfangreiche Bauarbeiten, die 2010 in der Region den Schienenverkehr beeinträchtigen werden: S 7 – Sanierung der S-Bahn Strecke zwischen Berlin- Westkreuz und Berlin-Grunewald, Juni – Juli 2009, RE 1/RE 7 – Sanierungsarbeiten zwischen Berlin-Wannsee und Berlin-Grunewald: von Juni 2010 bis Dez. 2010 eingleisige Betriebsführung, RE 2/RB 14 Streckenausbau Berlin – Lübbenau – (Cottbus) für 2010 geplant, Baubeeinträchtigungen auf der Dresdner Bahn in Abhängigkeit der Strecke Berlin – Cottbus. Andrej Kirschbaum von der Havelbus Verkehrsgesellschaft zog eine erste Bilanz des neuen Stadtbuskonzeptes Falkensee. Seit der Neuordnung des Liniennetzes im Dezember 2008 seien Einnahmesteigerungen und Fahrgastzuwächse „zum Träumen“ erzielt worden. Auf allen Linien konnten insgesamt durchschnittlich 40 % mehr Fahrgäste gewonnen werden.