Mag sein, dass man Geschenke üblicherweise einfach annehmen soll. Aber in Sachen S-Bahn hat in Berlin keiner der Beteiligten mehr irgendeinen Grund zu ungeschütztem Vertrauen. So hat sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vorerst sehr skeptisch zum Angebot der Bundesregierung geäußert, für die dauerhaft pannenverfolgte S-Bahn in den nächsten Jahren eine ganz neue Wagen-Flotte aufzubauen. „Die Beschaffung neuer Wagen ist ja sowieso vorgesehen“, sagte Wowereit am Freitag. Dies sei insofern nichts Neues. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle (CDU), hatte am Vortag die bundeseigene Deutsche Bahn (DB), deren Tochterunternehmen die S-Bahn Berlin ist, zu Investitionen in …
BERLIN. Am Berliner Hauptbahnhof hängt ein Großplakat der DB-Schenker AG, der Konzerntochter der Deutschen Bahn AG, die weltweit im Frachtverkehr unterwegs ist. Zwei Männer mit Rollkoffer rumpeln über die Eisbuckelpiste, die sich Bürgersteig nennt, und schauen auf das Plakat. Zu lesen ist: „Wir machen aus ihrer Hofausfahrt ein Tor zur Welt!“ „Genau“, sagt der eine, offensichtlich ein Einheimischer, „ihr macht aus ganz Berlin eine Hofausfahrt.“ – „Nur Container rumfahren, das könnse“, mault der andere Koffermann. Wahrscheinlich haben die Koffermänner versucht, S-Bahn zu fahren. Wahrscheinlich sind sie mit diesem Versuch gescheitert. Und wahrscheinlich mussten sie wie Hunderttausende andere erkennen, dass die Deutsche Bahn sie als Kollateralschäden der Expansionsstrategie betrachtet, die der einstige Bahnchef Mehdorn seit dem Beginn der Neunzigerjahre propagiert hat. Da war die Bahn noch voll auf Börsenkurs, um sich im weltweiten …
Vogtland-Express verkehrt ab 10.01.2011 als Bus im Schienenersatzverkehr
Neumark, 05.01.2011
Ab 10.01.2011 wird der Vogtland-Express der Vogtlandbahn bis auf weiteres als Bus im Schienenersatzverkehr gefahren. Diese Maßnahme wurde notwendig, um den Fahrgästen eine stabile und komfortable Verbindung von und nach Berlin sichern zu können. Vor allem auf Grund etlicher Kollisionen mit Bäumen, die infolge der zu hohen Schneelast auf die Gleise fielen, stehen der Vogtlandbahn derzeit mehrere Triebwagen vom Typ „Desiro“ nicht zur Verfügung.
Der Vogtland-Express verkehrt somit ab 10.01.2011 ab bzw. bis Reichenbach (Vogtland) ob Bf mit Halten in Zwickau, Chemnitz und Berlin Schönefeld Flughafen nach bzw. ab Berlin Zoologischer Garten. In Reichenbach besteht Anschluss mit der Vogtlandbahn von bzw. nach Plauen und Adorf. Eine weitere Anschlussmöglichkeit besteht ebenso in Zwickau Hbf von bzw. zu Vogtlandbahn-Zügen Richtung Falkenstein.
Damit während der Zeit des Schienenersatzverkehrs auch weiterhin ein attraktiver Fahrplan mit akzeptablen Fahrzeiten angeboten werden kann, muss leider auf die Verkehrshalte in Glauchau, Mittweida, Waldheim, Döbeln, Riesa, Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain sowie Berlin-Alexander-platz und Berlin-Friedrichstraße verzichtet werden.
Um auf die Anzahl der Reisenden mit genügend Platzkapazitäten reagieren zu können, wurde eine Reservierungs-Hotline eingerichtet, bei welchem sich Reisende unentgeltlich ihren Sitzplatz im Voraus unter 089-54888-9726 telefonisch reservieren können. Allen Reisenden wird die Reservierung unbedingt empfohlen, da stehend Reisende in Bussen auf deutschen Autobahnen nicht zulässig sind und nur somit flexibel auf Fahrgastschwankungen reagiert werden kann.
Der Service im Vogtland-Express bleibt großgeschrieben: Gefahren wird mit 4-Sterne-Fernreise-bussen und die Fahrscheine werden ohne Aufpreis direkt vom Begleitpersonal verkauft.
Darüber hinaus gibt es auch Getränke und kleine Snacks an Bord.
Unsere Fahrpreisangebote bleiben weiterhin bestehen, neben Tickets zum Normalpreis gibt es ermäßigte Tickets für Kinder und junge Leute von 6 bis 26 Jahren, diese sind 25 % billiger als Normalpreistickets. Kinder bis 5 Jahre fahren in Begleitung selbstverständlich frei.
Wer noch zur Entwertung bestimmte Fahrausweise besitzt, deren Preis zum 1. Januar 2011 angehoben wurde (zum Beispiel Einzelfahrscheine, Tageskarten), kann diese noch bis einschließlich 14. Januar 2011 benutzen.
Danach kann unter Zuzahlung des Differenzbetrages ein Umtausch vorgenommen werden oder auch eine Erstattung des Fahrpreises erfolgen. Bitte wenden Sie sich hierfür an eine Verkaufsstelle des Verkehrsunternehmens, bei dem der Fahrschein erworben wurde – erkennbar an dem Logo auf dem Fahrschein.
Bei der BVG erfolgen Umtausch und Erstattung von Fahrscheinen in den Kundenzentren, an Service-Schaltern und Service-Punkten. In Reisemärkten auf U-Bahnhöfen oder an Kiosken sind Umtausch oder Erstattung leider nicht möglich. Die Umtauschfrist endet am 31. Mai 2011.
Ab der kommenden Woche beginnen im Bereich der U-Bahn verschiedene Bauarbeiten.
Wir empfehlen überall dort wo es möglich ist, für die jeweilige Bauzeit eventuell mögliche Umfahrungen in Anspruch zu nehmen.
Gleisbauarbeiten an der U7 Unbedingt erforderlich ist die Erneuerung der Fahrschienen zwischen den Bahnhöfen Richard-Wagner-Platz und Rathaus Spandau. Nach mehr als 25 Jahren ununterbrochener Betrieb, sind in diesem Abschnitt die Gleise abgefahren und müssen dringend ersetzt werden. Vom 9. Januar bis 31. März 2011 verkehrt die U7 zwischen Rathaus Spandau und Richard-Wagner-Platz, jeweils Sonntag bis Donnerstag ab 22 bis Betriebsschluss im Pendelbetrieb (20-Minuten-Takt).
Sanierung Hintergleisflächen U8 Eine weitere Baumaßnahme beginnt ebenfalls am 9. Januar 2011 und betrifft die U8. Im Bereich zwischen den Haltestellen Gesundbrunnen und Jannowitzbrücke werden bis zum 17. März 2011 die so genannten Hintergleisflächen saniert.
Diese Arbeiten finden ausschließlich in den späten Abendstunden statt. Zur Sicherheit der Bauarbeiter muss hier immer ein Gleis vom Zugverkehr freigehalten werden. Damit verkehrt die U8 von Bernauer Straße bis Jannowitzbrücke alle 20 Minuten eingleisig im Linksbetrieb. Von Jannowitzbrücke bis Hermannstraße wird wieder ein 10-Minuten-Takt in beiden Richtungen angeboten. Um die Pendelzeiten in einem verträglichen Maß zu halten wir die Linie zwischen Gesundbrunnen und Bernauer Straße ausschließlich mit Bussen bedient.
Die Züge ab Bernauer Straße fahren durch bis Hermannstraße, ab Hermannstraße fährt jeder zweite Zug durch bis Bernauer Straße (kein Umsteigen Jannowitzbrücke).
Neue Stellwerkstechnik für die U9 Eine besonders wichtige Baumaßnahme betrifft den Einbau einer neuen Stellwerkstechnik im Bereich der U9. Hierfür sind zwischen dem 14. Januar und 19. Januar 2011 verschiedene Sperrungen auf der U-Bahnlinie U9 notwendig.
Für Fahrten zwischen dem Bereich Osloer Str./Leopoldplatz und der City West empfehlen wir speziell am Freitag und Sonnabend die Umfahrung mit den Linien U6 bzw. U8 und U2.
Weitere Informationen zu den Baumaßnahmen finden Sie in unseren Weiteren Linieninformation und aktuelle Störungen in unseren Verkehrsmeldungen.
Seit Donnerstag, 6. Januar, befährt die S-Bahn Berlin wieder das gesamte Streckennetz. Spandau, Hennigsdorf, Wartenberg und Strausberg Nord sind wieder auf der Schiene erreichbar.
Änderung zum 7. Januar: Die S-Bahnlinie S 7 wird zwischen Ahrensfelde und Charlottenburg auf einen 10-Minutentakt verdichtet.
Ergänzungsverkehre
* Karlshorst Zusätzlicher Halt der Regionalbahnlinie RE 2 (Rathenow <> Cottbus) in Berlin Karlshorst. * Spandau <> Ostbahnhof Verlängerung der Regionalbahnlinie RB 10 von Spandau durchgehend nach Charlottenburg.
Fahrplanaushang zum Ausdrucken PDF * Einzelne Züge in der Hauptverkehrszeit der NE-Linie 27 (Klosterfelde <> Basdorf <> Gesundbrunnen) fahren bis Berlin Gesundbrunnen (ohne Halt in Karow).
Die Werbung verspricht Service pur. „So weit, so oft, wohin Sie wollen – mit dem Quer-durchs-Land-Ticket“, verspricht die Deutsche Bahn in Zeitungsanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Bild darüber ist ein schicker Nahverkehrszug der Berliner Firma Stadler Pankow zu sehen, der den für Züge ungewöhnlichen Namen „Flirt“ trägt. Stadler stellt diese Fahrzeuge für den DB-Nahverkehr auf einigen Strecken in dem nordostdeutschen Bundesland her. Vielleicht gibt es ja bald auch einen Flirt für Berlin? Große Bahntechnikhersteller des Landes haben mit Interesse vernommen, dass die die DB jetzt bereit ist, in eine komplett neue S-Bahnflotte in der Hauptstadt zu investieren. Darauf hat sich das Bundesverkehrsministerium gestern mit Bahnchef Rüdiger Grube grundsätzlich geeinigt. Die letzte Bahn der jüngsten Baureihe 481, die der S-Bahn derzeit die größten Probleme beschert, wurde im Jahr …
Die S-Bahn hat Abertausende unzufriedene Kunden zurzeit, eine davon heißt Ingeborg Junge-Reyer, Sozialdemokratin und Verkehrssenatorin von Berlin. Sie musste am Donnerstag einen Satz verkünden, den ihr die Deutsche Bahn AG (DB), bundeseigener Mutterkonzern der S-Bahn Berlin GmbH, am Morgen mitgeteilt hatte. Dieser Satz könne „niemanden befriedigen“, sagte Junge-Reyer mit Fassung. Er lautet: „Es gibt für die S-Bahn keine kurzfristige Lösung.“ Das ist das bittere Fazit aus einem Konzeptpapier der S-Bahn, vom Unternehmen am Vortag auf Verlangen der Länder Berlin und Brandenburg vorgelegt. Auf 9 Seiten Text und 50 Seiten Anhang werden die vielen, sich gegenseitig überlagernden und verstärkenden technischen Probleme beschrieben – und wie die Bahn sie zu lösen gedenkt. Seit zwei Jahren gibt es keinen Normalbetrieb mehr auf der einst zuverlässigen S-Bahn Berlin, seit dem jüngsten Wintereinbruch war teils nur noch …