Die S-Bahn hat Abertausende unzufriedene Kunden zurzeit, eine davon heißt Ingeborg Junge-Reyer, Sozialdemokratin und Verkehrssenatorin von Berlin. Sie musste am Donnerstag einen Satz verkünden, den ihr die Deutsche Bahn AG (DB), bundeseigener Mutterkonzern der S-Bahn Berlin GmbH, am Morgen mitgeteilt hatte. Dieser Satz könne „niemanden befriedigen“, sagte Junge-Reyer mit Fassung. Er lautet: „Es gibt für die S-Bahn keine kurzfristige Lösung.“ Das ist das bittere Fazit aus einem Konzeptpapier der S-Bahn, vom Unternehmen am Vortag auf Verlangen der Länder Berlin und Brandenburg vorgelegt. Auf 9 Seiten Text und 50 Seiten Anhang werden die vielen, sich gegenseitig überlagernden und verstärkenden technischen Probleme beschrieben – und wie die Bahn sie zu lösen gedenkt. Seit zwei Jahren gibt es keinen Normalbetrieb mehr auf der einst zuverlässigen S-Bahn Berlin, seit dem jüngsten Wintereinbruch war teils nur noch …
BERLIN. Die Deutsche Bahn (DB) ist bereit, Milliarden in eine neue S-Bahn-Flotte für Berlin zu investieren. Das ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs zwischen dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle (CDU), und Bahnchef Rüdiger Grube. Seit rund 20 Monaten bietet die S-Bahn in der Bundeshauptstadt nur einen eingeschränkten Betrieb an. Zusätzlich kämpft das Tochterunternehmen der DB den zweiten Winter in Folge mit der Witterung. „Wir sind uns einig geworden, dass die derzeitigen Maßnahmen in der Wartung und Erneuerung der bestehenden S-Bahnen in Berlin nicht ausreichen, um die Probleme dauerhaft zu lösen“, sagte Scheurle gestern nach dem Gespräch mit Grube und dem Vorstandschef für den Personenverkehr, Ulrich Homburg. Mittelfristig komme man in Berlin nicht umhin, den Fuhrpark komplett …
Die Bundesregierung und der Senat pokern um den Flughafen Tegel. Das 461 Hektar große Gelände, das noch viel größer ist als das Tempelhofer Feld, gehört zu 66 Prozent dem Bund, das restliche Drittel dem Land Berlin. Wenn der Flughafen Tegel 2012 geschlossen wird, müssen der Bund und Berlin das riesige Areal entweder gemeinsam entwickeln – oder Berlin übernimmt die Immobilie. Nach Einschätzung der Finanzverwaltung des Senats strebt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) „eine Lösung wie beim Flughafen Tempelhof an“. Damals hatte sich Berlin verzockt und am Ende freute sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Zum Hintergrund: Die Flächen in Tempelhof und Tegel gehörten zum sogenannten …
Ausschreibungen im Nahverkehr gibt es bereits – etwa bei Regionalbahnstrecken in Berlin und Brandenburg. Damit sich die Bewerber nicht um einige attraktive Strecken reißen und weniger befahrene keinen Betreiber finden, werden die Strecken zu gleichwertigen Paketen geschnürt. Ähnliches wäre bei der S-Bahn möglich – theoretisch. So könnte man Stadtbahn oder Ringbahn in Kombination mit weniger genutzten Strecken ausschreiben. Genau das fordert der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Klaus-Peter von Lüdeke, und nennt die Ausschreibung des gesamten Netzes den „nächsten alternativlosen Schritt.“ Praktisch wäre das aber nur machbar, wenn das Land dazu einen Fuhrpark stellt.
Die Berliner S-Bahn will am Donnerstag ein kleines Stück zur Normalität zurückkehren. Ab heute, vier Uhr morgens, soll das gesamte Streckennetz wieder befahren werden, kündigte das Unternehmen gestern an: Auch auf den Abschnitten Westkreuz-Spandau, Schönholz-Hennigsdorf, Springpfuhl-Wartenberg sowie Strausberg-Strausberg-Nord werden wieder Züge eingesetzt. Sie waren seit Sonntag wegen der drastischen Ausfälle bei der Wagenflotte nicht mehr befahren worden. Für Tausende Fahrgäste gibt es damit wieder eine Entlastung auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule
Noch lange kein Normalbetrieb Wie ein Bahnsprecher sagte, sei man zuversichtlich, mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Fahrzeugpark das Netz …
Von den Brandenburger Autobahnen sind – mit wenigen Ausnahmen – bislang nur wenige Frostschäden gemeldet worden. „Die Situation ist insgesamt nicht dramatisch“, sagt Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen in Hoppegarten. Auf der Stadtautobahn in Berlin führten nach Angaben von Betroffenen Schlaglöcher vereinzelt zu langen Staus, weil Fahrspuren gesperrt werden mussten – so wie am Dienstag auf der A114 in Pankow. Auf dem nördlichen Berliner Ring gibt es zwar auch eine Sperrung, die Baustelle hat aber nach Angaben von Mitschka nichts mit Winderschäden zu tun. Über Löcher in Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg ist der Behörde nur wenig bekannt. Die meisten Schlaglöcher finden sich derzeit im Südosten Brandenburgs, auf der …
BERLIN. Angesichts der anhaltenden Probleme bei der Berliner S-Bahn setzt nun auch die Bundesregierung die Deutsche Bahn massiv unter Druck: „Wir brauchen jetzt dringend Lösungen, um die unzumutbaren Zustände bei der Berliner S-Bahn auf Dauer zu beseitigen“, sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle (CDU), gestern. Er forderte die Bahn zu Investitionen vor allem in neue S-Bahnen und Züge auf. „Meine Botschaft an den Bahnvorstand ist: Wir wollen als Eigentümer der Bahn nicht sparen. Wir wollen und müssen investieren, in rollendes Material, in größere Werkstattkapazitäten und in mehr Mitarbeiter.“ Bei einem Spitzengespräch will Scheurle Bahnchef Rüdiger Grube heute klarmachen, was der Bund vom Staatskonzern erwartet. Er gehe davon aus, dass der Willen des Eigentümers beim Bahnvorstand …
Einer der wichtigsten Streckenabschnitte der Stadtautobahn kann heute und morgen über mehrere Stunden nicht befahren werden. Die A100 muss wegen der Reparatur von Frostschäden zwischen dem Dreieck Charlottenburg und der Anschlussstelle Jakob-Kaiser-Platz in Richtung Seestraße jeweils von 9 bis zirka 18 Uhr voll gesperrt werden, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestern mit. Ab 18 Uhr steht zumindest ein Fahrstreifen wieder zur Verfügung. „Es ist eine Notfallmaßnahme“, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Mathias Gille. Auf der A100 seien in Richtung Seestraße Schäden aufgetreten, die sofort beseitigt werden müssten. Dies sei zum einen aus Gründen der Sicherheit nötig, zum anderen solle verhindert werden, dass die Schäden noch größer werden. Zwar ist die Autobahn zum Flughafen Tegel von der Sperrung nicht betroffen, doch ist auf der Stadtautobahn mit langen Staus bis nach …
(Berlin, 5. Januar 2011) Ab Donnerstag, 6. Januar, 4 Uhr, befährt die S-Bahn Berlin wieder das gesamte Streckennetz. Spandau, Hennigsdorf, Wartenberg und Strausberg Nord sind wieder auf der Schiene erreichbar. Nach viertägiger Betriebsunterbrechung entfällt für die betroffenen Fahrgäste der Umstieg auf andere öffentliche Verkehrsmittel.
Die S-Bahn Berlin fährt ab morgen auf der Linie S25 wieder durchgehend von Hennigsdorf nach Teltow Stadt im 20-Minuten-Takt. Die Züge der Linie S5 verkehren weiterhin im 20-Minuten-Takt bis Strausberg und wieder regulär alle 40 Minuten bis Strausberg Nord. Die Linie S75 kommt wieder auf ihrem gesamten Laufweg zwischen Wartenberg und Spandau zum Einsatz und fährt alle 20 Minuten.
Die Ringbahn-Linien S41/S42 fahren weiterhin ganztägig im 10-Minuten-Takt, Ein 10-Minuten-Takt wird auch auf Teilabschnitten anderer Linien angeboten: Dies gilt ab sofort für die Linie S1 zwischen Zehlendorf und Frohnau sowie weiterhin für die S3 zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof. Die Linie S5 verkehrt während der Hauptverkehrszeiten zwischen Hoppegarten / Mahlsdorf und Charlottenburg ebenfalls alle 10 Minuten. Auf den übrigen Linien gilt ein 20-Minuten-Takt.
An der Verbesserung der Fahrzeugverfügbarkeit wird weiterhin intensiv gearbeitet. Die Ergänzungsverkehre von DB Regio auf der RB 10 zwischen Spandau und Charlottenburg, ab 13. Januar auf der RB 13 zwischen Spandau und Berlin Hauptbahnhof sowie bei der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) zwischen Basdorf und Berlin Gesundbrunnen bleiben in jedem Fall bis Ende Januar bestehen.
Informationen zum S-Bahn-Verkehr gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.
Die vorübergehende Unterbrechung des Zugbetriebs auf vier Streckenabschnitten ab 2. Januar wurde notwendig, weil die Zahl witterungsbedingter Fahrzeugstörungen derart angestiegen war, dass eine zuverlässige Bedienung des Gesamtnetzes nach dem Ende der Weihnachtsferien nicht mehr gegeben war. Im Interesse eines stabilen Zugbetriebs traf das Unternehmen diese Entscheidung bereits am 30. Dezember und informierte ihre Kunden. Neben Ersatzbussen der S-Bahn und zusätzlichen Fahrten von DB Regio stellten auch die BVG und die NEB Kapazitäten zur Verfügung.