POTSDAM – Morgens auf dem Bahnhof Berlin-Friedrichstraße ist alles ein
bisschen anders als sonst. Der Bahnsteig wirkt viel leerer als üblich und
auf der Anzeigetafel steht nicht „Brandenburg/Havel“, sondern
„Berlin-Charlottenburg“. Warum? Die Lautsprecherdurchsage, die den
einfahrenden Regionalexpress RE 1 ankündigt, verrät es einem jedenfalls
nicht.
Tatsächlich hat die Deutsche Bahn die Strecke Wannsee – Potsdam eine Woche
lang wegen Bauarbeiten vollständig gesperrt (MAZ berichtete). Züge nach
Magdeburg werden umgeleitet, Züge nach Brandenburg/Havel fallen zwischen
Charlottenburg und Potsdam komplett aus.
Wer das nicht schon wusste, hatte gestern Vormittag große Mühe, es zu
erfahren. Neben der Treppe ein Aufsteller, auf dem von …
Bahnverkehr: Bahn bekommt Konkurrenz, aus Berliner Zeitung
Im Nahverkehr ist es längst nichts Ungewöhnliches mehr, dass private oder
kommunale Wettbewerber der Deutschen Bahn (DB) Konkurrenz machen. Mehr als
20 Prozent Marktanteil haben die Wettbewerber auf Regionalstrecken bereits
ergattert. Im Güterverkehr betreibt die Transport-Konkurrenz der DB bereits
ein Viertel aller Güterzüge in Deutschland.
Nur im Fernverkehr will es einfach nicht gelingen, dem Staatskonzern
spürbar Marktanteile abzuringen. Da lassen Meldungen wie diese besonders
aufhorchen: Gestern verlautete, die Kölner MSM Gruppe plane ab Ende 2012
einen Eisenbahn-Linienverkehr von Köln nach Berlin-Hamburg und zurück.
Zunächst will MSM, das bisher Bahnreisen organisiert, jeweils drei Hin- und
Rückfahrten täglich anbieten. Die Züge sollen Intercity-Niveau haben und
von Köln …
Flughäfen: Rekordprotest am Müggelsee, 24000 Menschen demonstrieren gegen die Flugrouten zum neuen Großflughafen, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0829/berlin/
0033/index.html
Als gestern die Boote auf dem Müggelsee ein zehnminütiges Trötkonzert
anstimmten, war klar, dass es gelingen würde. Wie geplant, schloss sich die
Menschenkette um fast elf Kilometer Strecke an Land. Die 1,2 Kilometer
lange Distanz über die Müggelspree wurde mit 500 Booten überbrückt. Und am
Ende hätte die Zahl der Demonstranten wohl sogar für zwei Seen gereicht.
Nach Angaben der Veranstalter waren rund 24000 Menschen an den Müggelsee
gekommen, um dort gegen die geplanten Flugrouten des Flughafens
Berlin-Brandenburg zu protestieren.
Sie hatten sich in Dreier- und Viererreihen am Ufer versammelt. Punkt 15
Uhr schrillten Sirenen über den See – das Signal, sich die Hände zu
reichen. Regisseur Leander Haußmann rief auf der Abschlusskundgebung
begeistert von der Bühne: „Mensch Leute, ist das geil! Das war aber erst
der Anfang. Wir werden denen so lange auf den Geist gehen, bis der
Beschluss zurückgenommen wird.“ Dem Müggelsee ist nun auch ein Eintrag im
Guinness Buch der …
Bahnverkehr + S-Bahn + Flughäfen: Bahn hält Zusage: Schienenanbindung für Hauptstadtflughafen, aus MOZ
http://www.moz.de/nachrichten/
brandenburg/artikel-ansicht/
dg/0/1/955826/
Schönefeld (MOZ) Im Schritttempo ist am Freitag der erste ?S-Bahnzug in den
unterirdischen Bahnhof des neuen Flughafens „Willy Brandt“ in Schönefeld
(Dahme-Spreewald) eingefahren. Die Strecke wird zwar erst mit
Inbetriebnahme des Airports am 3. Juni 2012 offiziell befahren, doch die
Bahn will ihre Zusage einhalten und die Schienenanbindung vertragsgemäß zum
30. Oktober fertigstellen.
Die Schienen auf der acht Kilometer langen, neu gebauten S-Bahnstrecke, zu
der mit Waßmannsdorf sogar ein neuer Haltepunkt gehört, sind bereits unter
Strom, Stellwerke in Betrieb. Bei dem außerfahrplanmäßigen S-Bahnzug am
Freitag handelt es sich nach Angaben von Bahnsprecher Michael Baufeld
um ?einen Messzug, der prüft, ob die Stromschiene richtig reguliert und die
Bahnsteigkante den korrekten Abstand zum Zug hat.
635 Millionen Euro hat die Bahn in die Flughafenanbindung investiert. Neben
der ?S-Bahnverlängerung über den alten …
Bahnverkehr + Flughäfen: Schnell zum Flughafen geht es erst ab 2020, Die Fertigstellung der Dresdner Bahn verzögert sich weiter. Der Bau soll erst in drei Jahren beginnen, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0827/berlin/
0050/index.html
Am 3. Juni 2012 soll der neue Schönefelder Flughafen eröffnet werden – so
ist es weiterhin geplant. Doch die ebenfalls vorgesehene schnelle
Bahnverbindung, die von der Berliner Innenstadt auf dem kürzesten Weg
dorthin führen soll, wird erst viele Jahre später fertig. Der Wiederaufbau
der Dresdner Bahn im Süden von Berlin und dem angrenzenden Umland könne bei
„regulärem Bauablauf“ nicht vor 2020 abgeschlossen werden, sagte Chefplaner
Peter Schulze von der Deutschen Bahn (DB) Netz. Bis dahin müssen
Passagiere, die im Airport Express zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER)
fahren wollen, Umwege und längere Reisezeiten in Kauf nehmen. Der Senat ist
nicht unschuldig an den Verzögerungen.
Zwischen dem Südkreuz und Mahlow klafft eine Lücke in der Dresdner Bahn.
Seit den 1990-er Jahren plant die DB einen Neubau – elektrifiziert und
mit …
Bahnverkehr: ICE und IC wieder schneller von und nach Berlin, DB beendet planmäßig Bauarbeiten zwischen Berlin und Hannover • Sprinter Berlin-Frankfurt/Main fährt wieder in gut dreieinhalb Stunde von der Spree an den Main
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/
ubd/ubd20110826.html
(Berlin, 26. August 2011) Die Deutsche Bahn AG beendet am Wochenende die
Modernisierung der Strecke Berlin – Hannover – Bielefeld. Damit fahren ICE
und IC-Züge von und nach Berlin ab Sonntag (28. August) wieder in ihren
ursprünglichen Fahrplänen. Von Berlin nach Hannover ist der ICE dann nur
noch knapp eine Stunde und 40 Minuten unterwegs. Zwischen Frankfurt und
Berlin braucht der ICE gut vier Stunden, der ICE-Sprinter legt dieselbe
Strecke in nur gut dreieinhalb Stunden zurück.
Seit 11. April waren die Züge zwischen Berlin und Hannover/Braunschweig
länger unterwegs, weil die DB auf der vielbefahrenen Strecke Schienen und
Schwellen erneuert hat. Dabei wurde jeweils an einem Gleis gebaut, während
der Zugverkehr auf dem anderen Gleis weiterrollte. In knapp fünf Monaten
wurden so mehr als 186 Kilometer Schienen, 21 Weichen, rund 130.000
Schwellen und gut 110.000 Tonnen Schotter erneuert.
Die noch ausstehenden Restarbeiten werden keine Auswirkungen auf die
Fahrpläne haben.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Regionalverkehr: DB Regio Nordost und Arriva RP starten erste grenzüberschreitende Regio-Tour zwischen Deutschland und Polen
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20110826.html
(Berlin, 26. August 2011) Heute starten DB Regio Nordost und Arriva Polen
(Arriva RP) die erste grenzüberschreitende Regio-Tour von Berlin ins
polnische Międzyrzecz (Meseritz) mit 90 Regio-Tour-Teilnehmern.
Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes
Brandenburg, Maciej Szykuła, Marschall der Wojewodschaft Lubuskie, Dr.
Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land
Brandenburg und Damian Grabowski, Geschäftsführer von Arriva in Polen,
gaben gemeinsam mit weiteren Vertretern des Landes Brandenburg und der
polnischen Wojewodschaft Lubuskie sowie Gästen aus den Wojewodschaften
Zachodniopomorskie (Westpommern) und Dolnośląskie (Niederschlesien) den
Startschuss für die Auftakt-Tour. Es ist die erste Regio-Tour, die mit
Triebwagen stattfindet, die in Deutschland und in Polen verkehren dürfen,
das heißt für beide Länder eine Zulassung haben.
Jörg Vogelsänger: „Wir brauchen gute Verbindungen zwischen Brandenburg und
Polen. Die Zulassung der Triebwagen ist ein wichtiger Schritt. Reisende und
Touristen profitieren von einer guten Zusammenarbeit unserer Länder.
Insbesondere die gemeinsame Zusammenarbeit von Brandenburg mit den
Wojewodschaften Lubuskie, Zachodniopomorskie, Dolnośląskie und den
jeweiligen Tourismusverbänden für eine Weiterentwicklung der
touristisch-interessanten Ausflugsziele soll Menschen in beiden Ländern
näher bringen. Darüber hinaus bedarf es in einem zusammenwachsenden Europa
natürlich auch einer engagierten Zusammenarbeit für attraktive
Reiseverbindungen zwischen beiden Ländern.“
„Der Zuspruch für die erste angebotene Regio-Tour war überwältigend und
bestätigt einmal mehr das große Interesse unserer Reisenden an einer
Verbesserung der grenzüberschreitenden Verkehre zwischen beiden Ländern.
Aus diesem Grund freue ich mich, mit den jetzt auch in Polen zugelassenen
Triebwagen touristisch-interessante Verkehre anbieten zu können“,
erläuterte Dr. Joachim Trettin auf der Regio-Tour vor Journalisten.
Maciej Szykuła: „Auch die polnischen Fahrgäste sind an guten
Eisenbahnverbindungen zwischen den Grenzregionen interessiert. Berlin und
Umgebung sind attraktive Reiseziele. Unsere polnischen Städte und Gemeinden
freuen sich, wenn die Gäste aus Berlin zukünftig mit der Bahn anreisen
können.“
Damian Grabowski sagte: „Die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit unseren
Kollegen von DB Regio Nordost bietet Arriva hervorragende Möglichkeiten, um
eine wichtige Rolle bei den grenzüberschreitenden Verkehren in Polen zu
übernehmen. Mit der heutigen Tour zeigen wir, dass Arriva RP ein junges,
aber sehr kompetentes Unternehmen ist, das komplexe grenzüberschreitende
Verkehre mit hoher Qualität anbieten kann.“
DB Regio Nordost und Arriva RP planen, nach Polen künftig weitere
Regio-Touren anzubieten und wird sich auch weiterhin für einen
Schienenpersonennahverkehr in die polnische Grenzregion engagieren.
Nachdem in der Vergangenheit verstärkt der Wunsch nach einer Verbesserung
der grenzüberschreitenden Verkehre zwischen Deutschland und Polen geäußert
wurde, hat die Deutsche Bahn alle Anstrengungen unternommen, diesen Wunsch
umzusetzen. Eine Voraussetzung für eine solche Erweiterung des Angebotes
ist unter anderem der Einsatz von Fahrzeugen, die den technischen
Anforderungen auf beiden Seiten der Grenze entsprechen.
Nach einem aufwendigen Umbau- und Anpassungsprozess haben DB Regio und
Arriva RP die offizielle Zulassung durch das UTK in Warschau, der
Aufsichtsbehörde in Polen, erhalten, Dieseltriebwagen der Baureihe 646 im
grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und Polen einzusetzen.
Auch im Fernverkehr bieten die PKP Intercity gemeinsam mit DB Fernverkehr
grenzüberschreitende Verkehre an. Zwischen Berlin und Warschau fährt der
Berlin – Warszawa-Express. Auf der Strecke Hamburg – Berlin – Krakau ist
der InterCity „Wawel“ unterwegs und von Amsterdam (Schiphol) über Hannover
und Berlin verkehrt ein InterCity bis nach Stettin.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Schiffsverkehr + Häfen: Nur vier Schiffe pro Woche, Der wirtschaftliche Erfolg des Elbhafens in Wittenberge steht noch aus, aus MAZ
POTSDAM – Vier Schiffe aus Hamburg legen bislang pro Woche im Elbhafen von
Wittenberge (Prignitz) an. Auch die Zahl der Container, die auf dem
Wasserweg in die Prignitz kommen, hält sich in Grenzen. Das soll sich nun
ändern: Gestern wurde feierlich ein zweiter Anleger eröffnet, der helfen
soll, den Warenumschlag zu erhöhen.
Mit dem Hafen „geben wir auch den Bemühungen, leistungsfähige Unternehmen
am wichtigsten Industriestandort der Prignitz anzusiedeln, neuen Schub“,
sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gestern zur Eröffnung. Er
sieht in Wittenberge das ideale Hinterland für den Seehafen Hamburg.
Terminalleiter Michael Beyer vom Betreiber Elbeport Wittenberge jedoch wäre
schon zufrieden, wenn aus den vier Schiffen pro Woche künftig acht werden
würden.
Tatsächlich ist von den Plänen, Wittenberge zum Umschlagplatz für den
Seehafen-Hinterlandverkehr zu machen, noch …
Bus + Regionalverkehr + Mobilität: INFRASTRUKTUR: Der Linienbus war gestern, Jugendliche zeigen Verkehrsminister, wie sich der öffentliche Nahverkehr verbessern lässt, aus MAZ
POTSDAM – E-Bikes und Mitfahrgelegenheiten – das sind die Schlagworte.
Teilnehmer des Projektes „Jugendmobil“ haben gestern in Potsdam
Alternativen zum allzu ausgedünnten öffentlichen Nahverkehr in Brandenburg
aufgezeigt. Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hörte ihnen aufmerksam
zu, denn die Situation auf dem Land spitzt sich zu. Künftig werde das
klassische Mobilitätskonzept mit Linienbussen und Regionalzügen in
Brandenburg nicht mehr ausreichen, um die Bewohner ländlicher Regionen zu
befördern, sagte Vogelsänger.
Nach Angaben der überwiegend 14 bis 18 Jahre alten Projektteilnehmer fehlt
es vor allem den Jugendlichen schon jetzt an Fortbewegungsmitteln. Der
öffentliche Nahverkehr funktioniere noch zu Schulzeiten, sagten sie. Doch
wer am Nachmittag zum …
Radverkehr + Straßenverkehr: Schnellwege, breitere Spuren und ein Parkhaus, Der Fahrradverkehr boomt. Der Senat will ihm mehr Platz auf den Straßen schaffen – zu Lasten von Autos, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0825/berlin/
0020/index.html
Sie werden immer mehr – Berlins Radfahrer. Tag für Tag werden in dieser
Stadt im Durchschnitt 1,5 Millionen Wege mit dem Fahrrad als
Hauptverkehrsmittel zurückgelegt, mit steigender Tendenz. Aber schon heute
sind die Anlagen dem Radler-Ansturm oft nicht mehr gewachsen. Jetzt liegt
ein Senatskonzept auf dem Tisch, das Berlin fahrradfreundlicher gestalten
und fit für die Zukunft machen soll – zum Beispiel mit breiteren Haltezonen
vor Ampeln, „Radschnellwegen“ für zügiges Vorankommen, grünen Wellen für
Radfahrer und einem Fahrrad-Parkhaus. Zum Ausgleich sollen Autos weniger
Platz erhalten. Das Konzept sieht auch vor, die jährlichen Ausgaben für den
Radverkehr bis 2017 von fünf Millionen auf 17 Millionen Euro zu erhöhen.
„Wir sehen die Planung sehr positiv“, sagte Sarah Stark vom Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Doch für die Umsetzung fehle Personal.
Der Regisseur Wim Wenders hat sich als Radler geoutet, auch der
Schauspieler …