Schon vor Jahren sollte dieses Straßenbauprojekt in Angriff genommen werden. Jetzt gibt es endlich einen Termin. „Im März 2011 wollen wir damit beginnen, die Axel-Springer-Straße in Mitte bis zum Spittelmarkt zu verlängern“, sagte Mathias Gille, Sprecher der Stadtentwicklungsverwaltung. Die Bauarbeiten sollen ein Jahr dauern. Dann wäre das 300-Meter-Stück fertig – und den Autofahrern bliebe die Zickzacktour, die sie derzeit noch in diesem Karree absolvieren müssen, erspart. Doch jetzt ist der Ausbau der Ost-West-Verbindung zu einem Fall für das Verwaltungsgericht Berlin geworden. Ein Anwohner sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) klagen gegen das Projekt. „Wir fordern, dass die neue Straße nur einen Fahrstreifen pro Richtung bekommt“, sagte der BUND-Verkehrsreferent Martin Schlegel. Dagegen plant der Senat zwei Spuren pro Richtung. Dadurch würde sich der Verkehr in diesem Bereich …
(26.8.2010) Am 28. August werden die Erstklässler in Berlin eingeschult. Ein Grund zur Freude für die frischgebackenen Pennäler und ihre Eltern. Aber auch Anlass über die Gefahren des Straßenverkehrs nachzudenken. Viele Eltern wollen die ABC-Schützen vor Unfällen bewahren und bringen sie deshalb mit dem Auto zur Schule. Sie tun dies, obwohl sie wissen, dass frische Luft und etwas Bewegung ihren Kindern gute täte und sie selbst in ihrer Kindheit selbstverständlich zu Fuß zur Schule unterwegs waren.
Eine Untersuchung des FUSS e.V. zeigt, dass die Gleichung „Mit dem Auto zur Schule = Sicher zur Schule“ nicht aufgeht. Der Fachverband Fußverkehr Deutschland hat herausgefunden: Das Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die mit dem „Elterntaxi“ zur Schule gebracht werden oder selber mit dem Auto zur Schule bzw. Hochschule fahren, um das Dreifache höher als bei ihren zu Fuß gehenden Mitschülern. In exakten Zahlen sieht das so aus: Während von 10.000 Verkehrsteilnehmern, die den Schulweg im Auto zurücklegten, im Jahre 2008 60 Personen verletzt wurden, waren es bei den Fußgängern nur 18 Verletzte.
Grundlage der Berechnungen sind die Daten des Mikrozensus 2008 („kleine Volkszählung“), die vom Statistischen Bundesamt erhoben werden, und Angaben der „Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung“, die im Gegensatz zur amtlichen Statistik der Polizei auf Unfallmeldungen von den Schulen und den behandelnden Ärzten beruhen und damit alle Straßenverkehrsunfälle auf Schulwegen erfassen.
„Und der Schulweg zu Fuß hat noch viele weitere positive Seiten“, meint FUSS e.V. -Sprecher Frank Biermann, „diese Bewegung gibt es zum Beispiel ohne zusätzlichen Zeitaufwand“. Eltern, die den „vollen Terminkalender“ vieler Schulkindern kennen, werden das zu schätzen wissen.
Der gemeinsame Schulweg ist auch eine gute Gelegenheit, soziale Kontakte zu Mitschülern zu pflegen. Dies ist ein weiteres Plus für „Per-pedes-zur Schule“ in einer Welt, in der soziale Kompetenzen für die Chancen im Beruf unabdingbar geworden sind.
Und schließlich schärft „Zu Fuß zur Schule“ auch die Sinne: Statt die Stadt nur am Autofenster „vorbeifliegen“ zu sehen, lernen gehende Schüler ihre Umwelt rechts und links des Schulwegs viel intensiver wahrzunehmen – und sind dann bei Unterrichtsbeginn hellwach und aufnahmebereit.
Der Fachverband Fußverkehr Deutschland will deshalb die Eltern ermuntern, ihre Kinder wieder öfter zu Fuß zur Schule zu schicken und lädt sie ein, zusammen mit ihren Lehrern an der Kampagne „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ teilzunehmen. Starttag ist in diesem Jahr wieder der 22. September. Die vom FUSS e.V. bundesweit koordinierte Kampagne findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.
Tipps für Aktionen vor Ort und in den Schulen gibt es im Internet unter www.ZuFusszurSchule.de, einen Leitfaden zur Erstellung von Schulwegplänen unter www.Schulwegplaene.de. Faltblätter, Broschüren und Plakate erhalten Interessierte beim FUSS e.V. (Kontaktdaten siehe ganz unten).
———— # Quellen und Hintergrund-Informationen zu den Verkehrsunfallrisiko- Berechnungen:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV: Statistik Schülerunfallgeschehen 2008, Kapitel IV, 4. „Straßenverkehrsunfälle“, München, Oktober 2009 PDF-Download:
Statistisches Bundesamt: Pendler: Die Mehrheit nimmt weiter das Auto, Kapitel „Fahrrad und Fußweg bei Schülern und Studierenden auf dem Rückzug“, 30. Oktober 2009
Trotz einiger Einschränkungen der Vergleichbarkeit (die DGUV erfasst neben den auch beim Mikrozensus berücksichtigten Schülern und Schülerinnen von allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie Studierenden zusätzlich Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horte) ist das Ergebnis dennoch eindeutig: Es besteht ein erhebliches Gefälle beim Verkehrsunfallrisiko auf Schulwegen zwischen Fußgängern und den Insassen von Autos.
———— # Websites zur Kampagne „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ und zur Verkehrssicherheit von Fußgängern:
Wie es sich für eine Weltmeisterschaft gehört, hatten die Veranstalter ein internationales Teilnehmerfeld angekündigt. Zur ersten Velotaxi-WM am Sonnabend traten dann auch Fahrer aus 40 Nationen im Olympiapark gegeneinander an. Dass einige der ausländischen Starter sowieso in Berlin leben und vorher noch nie im Sattel eines Fahrradtaxis saßen, sollte den Spaß nicht schmälern. Es galt, das dreirädrige, mit bunter Werbung beklebte Gefährt über eine Sprintstrecke von 300 Meter zu katapultieren. Um es den Sportlern nicht zu leicht zu machen, nahmen zudem je zwei Zuschauer im Fonds eines jeden Velotaxis Platz. „Alles nur Spaß hier“, sagte einer der Fahrer, der unter iranischer Flagge antrat. Till Rumohr aus Schleswig-Holstein sah das anders. Er legte die 300 Meter in weniger als 40 Sekunden zurück und konnte die Meisterschaft als …
(Berlin, 23. August 2010) Im Zusammenhang mit dem Aufbau einer modernen Sicherungs- und Stellwerkstechnik auf dem Bahnhof Cottbus baut die Deutsche Bahn ab heute den ersten von zwei Bahnübergängen in der Sachsendorfer Straße um. Die kreuzende Straße wird hier auf fünfeinhalb Meter erweitert und erhält einen zwei Meter breiten Gehweg. Für die Arbeiten muss die Straße vom 6. bis 20. September in beide Richtungen gesperrt werden.
Der zweite Bahnübergang in der Sachsendorfer Straße ist voraussichtlich vom 21. September bis 1. Oktober für den Autoverkehr gesperrt. Mit einer einheitlichen Breite von fünfeinhalb Metern wird die Straßenführung angepasst und der Gehweg mit eineinhalb Meter Breite bis zur Straße „An der Werkstatt“ verlängert.
Fußgänger und Radfahrer können beide Überwege auch während der Bauarbeiten weiter benutzen. In den Umbau der beiden Bahnübergänge werden rund 915.000 Euro investiert.
Baubeginn am Bahnübergang „Klein Gaglower Straße“ ist am 7. September. Der Fuß- und Radweg wird im Kreuzungsbereich für rund 300.000 Euro auf dreieinhalb Meter erweitert.
Alle drei Bahnübergänge werden gemeinsam mit dem Elektronischen Stellwerk Cottbus am 22. November dieses Jahres in Betrieb gehen. Dann werden die gesetzlichen Anforderungen an Bahnübergänge, wie zum Beispiel die Anordnung der Lichtzeichen über dem Andreaskreuz, erfüllt sein.
Kleine Ursache, große Wirkung: Weil in Wilmersdorf ein Gullydeckel kaputtgegangen war, standen gestern mehrere zehntausend Autos im Stau. Damit zeigte sich erneut, wie wichtig die Stadtautobahn für Berlin ist – aber auch, wie empfindlich der dortige Verkehr selbst auf minimale Störungen reagiert. „Sobald auch nur eine Fahrspur gesperrt werden muss, macht sich das über viele Kilometer hinweg bemerkbar“, hieß es in der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) Berlin, die über Staus informiert. Was war passiert? „Auf der A 100, dem Stadtring, war ein Gullydeckel gebrochen“, teilte der Polizeisprecher Michael Merkle mit. Daraufhin fiel die Abdeckung in den Schacht. Zwischen Halenseestraße und Kurfürstendamm tat sich auf der rechten Fahrspur in Richtung Schöneberg plötzlich ein Loch in der Fahrbahn auf. „Ein Autofahrer meldete uns den Schaden gegen 6.05 Uhr“, teilte die …
Da, schon wieder ein Auto, das zu schnell fährt. Noch eines. Und noch einer, der sich nicht an das Tempolimit hält! Die schwarzen Blitzer, die im Britzer Autobahntunnel den Verkehr überwachen, haben gut zu tun. Und zwar mit zunehmender Tendenz, wie die neueste Auswertung der Polizei belegt. Danach wurden vom 1. bis zum 11. Juni 15 145 Verfahren eingeleitet, weil die Tempomessgeräte angeschlagen hatten. Das teilte Thomas Goldack, Leiter der Polizei-Pressestelle, gestern der Berliner Zeitung mit. Im Durchschnitt gab es also fast 1 400 Verfahren täglich. Zum Vergleich: Ende Mai, kurz nach der Inbetriebnahme, waren es etwas mehr als tausend pro Tag. Damit zeichnet sich ab, dass die Investition in die Schwarzblitzer rentabel ist. Die Geräte heißen so, weil ihre Infrarotstrahlen für das menschliche Auge unsichtbar sind. Schließlich sollen die Fahrer nicht vor Schreck gegen die Wand …
Auf den ersten Blick ist es eine gute Nachricht. Die Zahl der Taxi-Fahrgäste, die sich beim Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) über ruppige und betrügerische Fahrer beschweren, ist zurückgegangen. Nachdem die Beschwerden im Jahr 2008 mit 407 einen Rekordwert erreicht hatten, wandten sich im vergangenen Jahr 358 Taxi-Fahrgäste an das Landesamt, weil sie sich schlecht behandelt oder übers Ohr gehauen fühlten. Im ersten Halbjahr 2010 trafen 157 Beschwerden ein. Doch die Behörde warnt davor, aus den Daten zu schließen, dass sich das Berliner Taxigewerbe umfassend und nachhaltig gebessert habe. Dafür seien sie „nicht aussagekräftig“, sagt Jutta Hardt vom Landesamt. Denn längst nicht jeder unzufriedene Fahrgast mache sich die Mühe, eine Beschwerde oder Anzeige zu schreiben. „Oft geschieht das erst nach dem zweiten oder dritten Mal, wenn dem Kunden endgültig …
Nein, sie hat nicht grundsätzlich etwas gegen Autos. „Ich besitze eine Fahrerlaubnis. Und hin und wieder fahre auch ich Auto“, sagt Jutta Matuschek, die Vize-Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus und oberste Verkehrspolitikerin ihrer Partei in Berlin. Doch wenn es um die Verlängerung der Autobahn A 100 geht, bleibt sie strikt. Auf dieses Projekt könne nicht nur sie, sondern ganz Berlin verzichten, bekräftigt die 49-Jährige. Matuschek fühlt sich von einem Gutachten unterstützt, das die negativen Auswirkungen innerstädtischer Autobahnen auf Wohngebiete aufzeigt. Und sie erwartet nicht, dass der Bau wie angekündigt 2011 beginnt. Die Friedrichshainerin weiß, dass Autofahrer aus den Ostbezirken die Verlängerung des Rings als Ost-West-Projekt betrachten. Auch der Ostteil müsse an die A 100 angeschlossen werden, sagen sie. „Doch es wäre fatal, die Fehler, die …
Sie sind viele. Und sie werden immer mehr. Ihr Anteil am Verkehr nimmt zu. Doch immer noch fühlen sich Fußgänger vielerorts an den Rand gedrängt. Immer noch müssen sie an Ampeln oft zu lange auf Grün warten, zwingen Gitter sie zu Umwegen. Nun verspricht der Senat Besserung. Berlin soll als erste Metropole Europas einen Generalplan für den Fußverkehr bekommen. Inzwischen ist der Entwurf der „Fußverkehrsstrategie“ fertig. Er sieht höhere Ausgaben, zehn Modellprojekte und weitere Verbesserungen vor. Ein Beispiel: „Wir wollen längere Querungszeiten für Fußgänger an Ampeln“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) der Berliner Zeitung. Die Strategie soll noch in diesem Jahr beschlossen werden. Prenzlauer Berg, am Südende der Schönhauser Allee: Der schmale Gehweg steht voll mit Kneipentischen und Stühlen. Kurz darauf ist gar kein Durchkommen mehr, weil schon seit Monaten ein Baugerüst das Trottoir versperrt. Fußgänger weichen auf den …
Neuer Markenauftritt / Umstellung auf „Flinkster – Mein Carsharing“ bis Mitte 2011 / erfolgreiches Pilotprojekt Flinkster wird integriert
(Berlin, 16. Juli 2010) Heute wurde in Berlin der neue Markenauftritt von DB Carsharing vorgestellt. DB Carsharing, das kundenfreundliche und günstige Mietwagensystem der Deutschen Bahn, wird seinen Außenauftritt in der Kurzzeitmiete neu gestalten. Unter dem neuen Namen „Flinkster – Mein Carsharing“ werden alle Aktivitäten im Bereich Carsharing zusammengefasst. Innerhalb einer Übergangszeit von zwölf Monaten wird die Marke DB Carsharing durch den neuen Namen ersetzt.
Mit der Neuausrichtung der öffentlichen Kurzzeitmiete wird auch das erfolgreiche Pilotprojekt „Flinkster“ integriert. Bei diesem innovativen Carsharing-Projekt ist eine kostengünstige Verknüpfung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit individueller Automobilität getestet worden. In Verbindung mit den jeweiligen Verkehrsverbünden der Pilotstädte Stuttgart und Köln waren Carsharing-Stationen nicht nur wie bisher am Bahnhof, sondern im gesamten Stadtgebiet eingerichtet worden.
„Das Pilotprojekt mit mehr als 10.000 Kunden, die heute ÖPNV und Autofahren verbinden, ist ein voller Erfolg. Diesen Weg wollen wir weitergehen und haben uns deshalb entschlossen, ’Flinkster’ bundesweit einzuführen und die heutige Zweimarkenstrategie aufzugeben“, so Rolf Lübke, Geschäftsführer der DB Rent GmbH, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, bei der Vorstellung der Fahrzeuge im neuen Design in Berlin.
Umweltfreundliche Elektroautos, die in Verbindung mit erneuerbaren Energien ein ökonomisches und ökologisches Mobilitätsangebot innerhalb der Reisekette bilden, werden in dem neuen Markenauftritt als „e-Flinkster“ angeboten. Bereits heute können sie in Frankfurt, Berlin und Saarbrücken von Flinkster- und DB Carsharing-Kunden genutzt werden.
Rund um die Uhr stehen den über 110.000 Carsharing-Kunden der Bahn europaweit rund 4.500 Fahrzeuge an über 1.900 Stationen und in mehr als 580 Städten und Gemeinden zur Verfügung. In Deutschland können die Nutzer auf rund 2.100 Fahrzeuge in über 130 Städten zurückgreifen.
Alle Informationen zur Anmeldung und Nutzung gibt es im Internet unter www.dbcarsharing.de und www.flinkster.de.