Die Krise der Berliner S-Bahn ist Thema im Bundestag – wieder einmal. Der Verkehrsausschuss befasst sich morgen mit den aktuellen Betriebseinschränkungen beim zweitgrößten Nahverkehrsunternehmen der Region. Eingeladen sind S-Bahn-Chef Peter Buchner, ein Vertreter des Betriebsrats und Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg. Im Sitzungssaal E 600 des Paul-Löbe-Hauses soll es voraussichtlich ab 11.30 Uhr auch um den Winterfahrplan gehen, der seit gestern Tempo 60 auf allen S-Bahn-Strecken vorsieht. Die ersten Erfahrungen sind zwiespältig. Und der Fahrgastverband IGEB warnt, dass der Fahrplan nicht allen Winterproblemen …
ORANIENBURG – Der ab Montag geltende Notfahrplan der S-Bahn, der offiziell Winterfahrplan heißt, hat Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis. In Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat die Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) vier ihrer Linien geändert (siehe Kasten). Wichtigste Änderung: Der 807er-Bus fährt ab Hennigsdorf bis Tegel. Damit soll vermieden werden, dass Fahrgäste in Hennigsdorf 27 Minuten auf den S-Bahnanschluss warten müssen. Die Änderungen wurden notwendig, weil die Höchstgeschwindigkeit der S-Bahn aus Sicherheitsgründen auf Tempo 60 gesenkt wurde. Dadurch müssen vor allem Kunden im Umland beim Umsteigen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. So verkehrt die S 25 nach Hennigsdorf nur noch im …
Die BVG hat die Fahrpläne der S-Bahn, die auf einer winterbedingt reduzierten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h beruhen, geprüft. Damit ist ein Mindestmaß an Fahrplansicherheit bei der S-Bahn gewährleistet, was für die Berlinerinnen und Berliner und die Gäste der Stadt eine wesentliche Erleichterung bedeutet.
Wegen der Kurzfristigkeit bis zur beabsichtigten Inkraftsetzung ab dem 24.01.2011, der begrenzten Gültigkeit sowie der vielen Änderungen bei den Ankunfts- und Abfahrtzeiten ist eine Anpassung der BVG-Fahrpläne aller derzeit 234 Linien (inkl. Nachtlinien) zeitnah nicht möglich.
Eine derart komplexe Fahrplanänderung, die ja auch die vielfältigen Anschlüsse im Netz der BVG berücksichtigen müsste, ist in so kurzer Zeit nicht zu realisieren. Nur in einer wirklich geringen Anzahl unkomplizierter Fälle, und zwar bei den fünf Buslinien 117, 161, 175, 275 und 399, können zum 24.01.2011 anschlussbezogenen Anpassungen realisiert werden.
Aufgrund der verlängerten Fahrzeiten können Busanschlüsse an S-Bahnhöfen nicht in gewohnter Form hergestellt werden. Wir empfehlen vor Fahrtantritt die Verbindung mit der Online-Fahrplanausunft zu überprüfen. Diese enthält ab 19. Januar den Winterfahrplan und berücksichtigt die Abfahrtzeiten aller Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg.
(Berlin, 21. Januar 2011) Die S-Bahn Berlin gewährleistet auch in diesem Jahr die gute Erreichbarkeit der „Internationalen Grünen Woche“ auf dem Berliner Messegelände. Die Fahrt vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Messe Süd dauert nur 17 Minuten. Innerhalb von 20 Minuten werden abhängig von der Tageszeit bis zu drei Züge pro Richtung angeboten. Gleiches gilt für den Bahnhof Messe Nord/ICC auf der Ringbahn. Dieser ist vom Fern- und Regionalbahnhof Südkreuz in 16 Minuten zu erreichen.
Am Wochenende 22./23. Januar ist der Bahnhof Messe Süd im 10-Minuten-Takt durch die nach Spandau fahrenden Züge der Linien S3 und S75 angebunden. Zusätzlich verkehren Züge der Linie S5 von und nach Olympiastadion. Zum Bahnhof Messe Nord/ICC fahren die Ringbahnlinien S41/S42 im 10-Minuten-Abstand, die durch Züge der Linie S46 im 20-Minuten-Abstand ergänzt werden. Diese fahren wegen Bauarbeiten zwischen Westend und Flughafen Schönefeld (statt nach Königs Wusterhausen).
Ab Montag, 24. Januar (Inkrafttreten des Winterfahrplans), wird während der Öffnungszeiten der Messe mit den Linien S3, S5 und S75 bis Olympiastadion weiterhin ein Angebot mit drei Zügen innerhalb von 20 Minuten zum Bahnhof Messe Süd sichergestellt. Der Abschnitt Olympiastadion – Spandau wird im 20-Minuten-Abstand bedient.
Auf den Ringbahnlinien S41/S42 und der Linie S46 zwischen Westend und Königs Wusterhausen fahren ebenfalls drei Züge pro Richtung innerhalb von 20 Minuten.
Auf den Linien S41/42, S3 und S5 werden entsprechend der Verfügbarkeit Vollzüge mit acht Wagen eingesetzt.
Ab Montag gilt bei der S-Bahn Berlin GmbH ein weiterer neuer Notfahrplan. Da die S-Bahnfahrzeuge nur noch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde unterwegs sein werden, verändern sich die Ab- und Ankunftszeiten im gesamten S-Bahnnetz. Gleichzeitig verlängert sich die Fahrzeit um bis zu 10 Minuten. Zusätzlich kann es beim Umsteigen zu längeren Wartezeiten kommen, weil viele Anschlüsse zu Straßenbahnen und Bussen nicht in gewohnter Form hergestellt werden können. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) empfiehlt den Fahrgästen, sich unbedingt vor Fahrtbeginn über die neuen Fahrpläne zu informieren. Die Online-Fahrplanauskunft (VBBonline.de) des VBB enthält alle Fahrplananpassungen der S-Bahn und die Abfahrtzeiten aller Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg. Abrufbar sind ab sofort auch die zusätzlichen ergänzenden oder angepassten Fahrten von Straßenbahnen und Bussen der Verkehrs-unternehmen, die Ihre Fahrpläne auf die kurzfristigen Fahrplanänderungen der S-Bahn abstimmen konnten. Über die Funktion „Fahrplanbuch online“ kann man sich auch eigene Linienfahrpläne ausdrucken. Um die besonders betroffenen Fahrgäste in den Berliner Stadtrandgebieten und dem Umland über die veränderten und verlängerten Fahrzeiten zu informieren, hat der VBB ein S-Bahn-Sonderliniennetz entwickelt und auf der Homepage veröffentlicht. Alle Informationen und Maßnahmen finden sich unter www.VBBonline.de/aktuell und können auch telefonisch in der VBB-Info-Hotline unter 030-25 41 41 41 erfragt werden. Fahrplananpassungen und ergänzende Fahrten im Einzelnen: • DB Regio AG: Der Regionalexpress RE 6 aus Hennigsdorf nach Berlin-Spandau wird über Berlin-Jungfernheide zum Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen verlängert. • Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG): Die stündlich fahrende Linie 807 wird nicht in Hennigsdorf enden, sondern bis zum U-Bahnhof Alt-Tegel verlängert. In Richtung Hennigsdorf Nord / Oranienburg besteht Anschluss an die Linie 824. • Woltersdorfer Straßenbahn: Wesentliche Änderungen sind die um 2- Minuten früheren Abfahrtzeiten, der veränderte Nachtverkehr und die etwas kürzeren Umsteigezeiten zur S- Bahnlinie S3. Weitere Informationen unter www.woltersdorfer-strassenbahn.de • Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH: Um den Fahrgästen weiter einen direkten Anschluss an die S-Bahnlinie S3 bieten zu können, verschieben sich die Fahrzeiten auf der Tram 88 prinzipiell um zwei Minuten nach vorne. Die Übergangszeiten am Bahnhof Friedrichshagen in Richtung Berlin verkürzen sich auf drei Minuten, die in Richtung Schöneiche/Rüdersdorf auf fünf Minuten. Weitere Informationen dazu unter www.srs-tram.de. • Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF): Die Buslinien 704, 710, 711, 713, 720, 792, 793, 794, 797 werden zeitlich an den S-Bahnnotfahrplan angepasst. Die Haltestellenaushänge werden so schnell wie möglich aktualisiert. Weitere Informationen unter www.vtf-online.de (Pressemitteilung VBB, 24.01.11).
Ab kommenden Montag, 24. Januar 2011, wird die S-Bahn nur noch mit 60 km/h unterwegs sein. Während es in der Innenstadt zu kaum spürbaren Fahrzeitverlängerungen kommt, sind die Fahrgäste aus und die Verkehrsunternehmen in Brandenburg die Verlierer. Die Fahrgäste, die für ihre täglichen Wege aus dem Umland auf öffentliche Verkehrsmittel gesetzt haben, brauchen mehr Zeit. Sind es innerhalb Berlins in der Regel nur wenige Minuten mehr, können sich die Fahrzeitverlängerungen für Fahrgäste aus Brandenburg schon auf zwanzig und mehr Minuten pro Weg addieren. Das ist grundsätzlich ärgerlich. Der DBV-Landesverband sieht jedoch im „Schleichfahrplan“ der S-Bahn ab Montag den großen Vorteil, dass die Gesamtfahrzeit wieder kalkulierbar und einigermaßen sicher wird. Eine weitere Gruppe von Betroffenen sind die Verkehrsbetriebe im Berliner Umland. Sie haben in den letzten Jahren wegen ständiger Mittelkürzungen von Land und Kommunen ihr Angebot ebenfalls erheblich „einfrieren“ müssen und sind auf jeden Fahrgast und jeden Cent angewiesen. Wer im Moment Berlin als Ziel ansteuert und einen Pkw zur Verfügung hat, wird es sich dreimal überlegen, ob er mit Bus und Bahn nach Berlin fährt oder gleich das Auto nimmt. Damit gehen viele Fahrgäste verloren! Andererseits wird von den Betrieben wie selbstverständlich auch erwartet, dass sie die Ausfälle bei der S-Bahn durch eigene Mehrleistungen kompensieren. Ganz zu schweigen von den ständigen Fahrplananpassungen, die ja auch irgendwie geplant und abgerechnet werden müssen. Diese Mehrleistungen bei Personal und Fahrzeugen jedoch bekommen die Betriebe im Moment nicht vergütet! Deshalb fordert der DBV-Landesverband nicht nur eine sofortige Rücknahme der Fahrpreiserhöhung — mindestens für den Tarifbereich Berlin ABC. Auch die geschilderten Mehraufwendungen bei den Verkehrsunternehmen im Berliner Umland müssen durch das Land Brandenburg abgegolten werden. Es kann nicht sein, dass Brandenburg die zurückbehaltenen Gelder, die für die S-Bahn-Bestellungen vorgesehen waren — als Sanierungsbeitrag für den allgemeinen Landeshaushalt verbucht (Pressemitteilung DBV Berlin-Brandenburg, 24.01.11).
Mal sind es sechs oder neun Minuten, in anderen Fällen dauert die Fahrt schon zwölf oder 17 Minuten länger. Auf jeden Fall ist klar: Von Montag an müssen Nahverkehrs-Fahrgäste in Berlin und Brandenburg mehr Zeit einplanen, wenn sie die S-Bahn nutzen. Denn an diesem Tag setzt das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) seinen neuen Winterfahrplan in Kraft, der im gesamten S-Bahn-Netz nur noch Tempo 60 und auf mehreren Strecken weitere Einschränkungen vorsieht. „Er bedeutet ein weiteres Mal mehr Stress für die Fahrgäste – vor allem, wenn sie umsteigen müssen“, sagte Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Denn bis auf wenige Ausnahmen konnten die anderen Verkehrsbetriebe ihre Fahrpläne in der kurzen Zeit nicht ändern. Anschlüsse gehen verloren, Umsteigezeiten verlängern sich. Hier ein paar Beispiele: Bislang dauerte die Fahrt von Alt-Schmöckwitz zur Schönhauser Allee …
KÖNIGS WUSTERHAUSEN – Ab Montag gilt bei der S-Bahn ein Winterfahrplan. Dann tuckern die Bahnen nur noch mit Tempo 60 ins Dahmeland. Reisende müssen sich voraussichtlich bis zum 27. Februar auf längere Fahrzeiten einrichten. Auch bei Anschlussverbindungen könnte es zu Problemen kommen. Die Fahrzeit etwa mit der S 46 von Königs Wusterhausen zum Berliner Südkreuz wird sich um sechs Minuten verlängern. Bis zum Ostkreuz müssen die Reisenden ebenfalls sechs Minuten länger einplanen. Die Fahrt vom Flughafen Schönefeld bis Ostkreuz verzögert sich um eine Minute. Nach Angaben des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg haben die lahmen S-Bahnen auf das …
Erkner (moz) Ab Montag fährt die Berliner S-Bahn nach einem sogenannten Winterfahrplan. Um ihre Zeiten einzuhalten, wird jetzt von vornherein nur noch mit Tempo 60 kalkuliert. Das zieht auch Fahrplan-Änderungen bei den Straßenbahnen und der Buslinie 161 nach sich. Nach dem monatelangen Chaos zieht die S-Bahn mit dem Winterfahrplan die bittere Konsequenz aus den technischen Unzulänglichkeiten ihrer Züge und stellt Verlässlichkeit über Geschwindigkeit. Die Züge, die sonst auch mit Tempo 80 fahren, sind dann nur noch mit Tempo 60 unterwegs. Das entlastet unter anderem den Druck auf die häufige Kontrolle der Bremssysteme. Die S 3 braucht künftig von Erkner 45 Minuten bis zur Friedrichstraße statt wie nach bisherigem Fahrplan 41 Minuten, bis Ostkreuz sind es 31 statt 28 Minuten. Die Züge fahren nur noch alle 20 Minuten von und nach Erkner, dafür sollen sie immer acht Wagen haben. Die Straßenbahnen in Woltersdorf und Schöneiche, für die S-Bahn-Fahrer ab Rahnsdorf und Friedrichshagen …
Auch für die Ausfälle und Störungen dieses Winters will sich die Berliner S-Bahn bei ihren Fahrgästen entschuldigen. Die nächste Entschädigung soll aber nach Informationen der Berliner Zeitung geringer ausfallen als die zuletzt gewährte Kompensation. Dagegen hat Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) einen Ausgleich wie am Ende des vergangenen Jahres gefordert, als Stammkunden zwei Monate gratis fahren durften. Ende Januar will die S-Bahn bekannt geben, welche Entschädigungen sie im Einzelnen gewähren will. Die Preisnachlässe im November und Dezember 2010 hatten sich auf …