Die S-Bahn-Krise ist noch nicht vorbei. Für die bald wieder drohenden Sommerprobleme gibt es weiterhin keine grundsätzliche Lösung. Und auch im kommenden Winter müssen die Fahrgäste mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen. Trotzdem sieht S-Bahn-Chef Peter Buchner jetzt „Licht am Ende des Tunnels“. Denn die wesentlichen technischen Schwierigkeiten werden in den ersten Monaten des kommenden Jahres bewältigt sein, sagt er. „Es ist nicht erkennbar, dass es 2012 nicht sehr steil aufwärts gehen kann.“ Buchner hält es für möglich, dass die S-Bahn irgendwann im nächsten Jahr wieder im Normalbetrieb fahren kann – auf allen Linien und mit Zügen, die so lang sind und so oft fahren wie bis 2009. Doch er bleibt vorsichtig. „Nach fast zwei Jahren bei der S-Bahn gebe ich Prognosen am liebsten für die …
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/ archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0519/berlin/ Nicht mehr lange, dann jährt sich einer der ersten großen Höhepunkte der S-Bahn-Krise zum zweiten Mal. Am 30. Juni 2009 brach das Chaos aus, weil auf Anweisung des Eisenbahn-Bundesamts fast ein Drittel der Flotte aus dem Verkehr gezogen werden musste. Die Prüfer hatten herausgefunden, dass die S-Bahn vereinbarte Wartungsfristen überzogen hatten – Resultat einer Firmenkultur, die auf Sparen ausgerichtet war. Die Deutsche Bahn (DB) setzte die alte S-Bahn-Geschäftsführung ab und berief eine neue mit Peter Buchner an der Spitze. Seitdem sollte alles besser werden. Gelang dies? Der damalige Betriebsratschef Heiner Wegner zieht Bilanz.
Seit fast zwei Jahren ist die S-Bahn in der Dauerkrise. Es gibt immer noch große Probleme, nur zwei Drittel der Flotte sind einsatzfähig. Hätten Sie das 2009 erwartet?
Die Situation war dramatisch, die Stellenstreichungen und andere Einsparungen der vorangegangenen …
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/ archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0519/berlin/ Nicht mehr lange, dann jährt sich einer der ersten großen Höhepunkte der S-Bahn-Krise zum zweiten Mal. Am 30. Juni 2009 brach das Chaos aus, weil auf Anweisung des Eisenbahn-Bundesamts fast ein Drittel der Flotte aus dem Verkehr gezogen werden musste. Die Prüfer hatten herausgefunden, dass die S-Bahn vereinbarte Wartungsfristen überzogen hatten – Resultat einer Firmenkultur, die auf Sparen ausgerichtet war. Die Deutsche Bahn (DB) setzte die alte S-Bahn-Geschäftsführung ab und berief eine neue mit Peter Buchner an der Spitze. Seitdem sollte alles besser werden. Gelang dies? Der damalige Betriebsratschef Heiner Wegner zieht Bilanz.
Seit fast zwei Jahren ist die S-Bahn in der Dauerkrise. Es gibt immer noch große Probleme, nur zwei Drittel der Flotte sind einsatzfähig. Hätten Sie das 2009 erwartet?
Die Situation war dramatisch, die Stellenstreichungen und andere Einsparungen der vorangegangenen …
Für die genervten Fahrgäste der S-Bahn Berlin gibt es Grund zu hoffen. 400 neue Wagen sollen von 2017 an in den Betrieb kommen und alte S-Bahn-Züge ablösen. Das hat Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gestern angekündigt. Die Fahrzeuge könnten auf dem Ring und auf den Strecken im Südosten fahren. Damit der Zeitplan gehalten werden kann, sucht der Senat jetzt mit einer europaweiten Ausschreibung ein Ingenieurbüro, das bis Ende 2011 die Anforderungen an die neuen Wagen ausarbeiten soll. Auch die Deutsche Bahn (DB), der die S-Bahn GmbH gehört, denkt über den Kauf von neuen Zügen nach. „Sie hat uns gegenüber erklärt, dass sie eine Beschaffung vorbereitet“, sagte Junge-Reyer. Bislang tat sich fast nichts, nun befassen sich mit dem Senat und der DB gleich zwei Institutionen mit der Frage, wie die neuen Berliner S-Bahnen aussehen sollen. Experten fragen sich, wie es zu dieser Doppelarbeit kam. Engelbert Recker vom Privatbahnverband Mofair argwöhnte gestern: „Die DB …
Die S-Bahn hat die geplante Wiedereinführung des Zehn-Minuten-Takts auf der Linie S 25 und dessen Verlängerung nach Teltow Stadt auf unbestimmte Zeit verschoben. Das teilte Elke Krokowski, Sprecherin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), der Berliner Zeitung gestern auf Anfrage mit. Anfangs sollte die Verbesserung zum 9. Mai kommen, später war vom 23. Mai die Rede. Nun musste sie wegen des Fahrzeugmangels auf unabsehbare Zeit vertagt werden, hieß es. Der Zehn-Minuten-Takt, der auf der S 25 jahrelang tagsüber bis Lichterfelde Süd galt, wurde …
BERLIN. Nach den jüngsten Gewaltvorfällen in der Berliner U-Bahn will der Senat ein umfassendes Konzept für mehr Sicherheit vorlegen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit an. „Wir brauchen mehr Präsenz auf den Bahnhöfen“, sagte er im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Höhere Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr will der Senatschef aber vermeiden. Das Konzept müsse bezahlbar bleiben, betonte der SPD-Politiker. Mehr Sicherheitsmaßnahmen sind nach den Worten Wowereits notwendig, weil die Hemmschwelle vor allem bei Jugendlichen offenbar gesunken ist. Statistisch sei die Zahl der Gewalt-Vorfälle zwar rückläufig. Subjektiv habe man aber den Eindruck, dass es brutaler geworden sei. „Besonders furchtbar finde ich diese Sinnlosigkeit. Es geht ja oft nicht darum, eine Geldbörse oder eine Jacke zu klauen, sondern es geht um …