Zum 1. Januar 1996 trat als Bestandteil der Bahnreform die Regionalisierung des SPNV in Kraft. Damit ging die Verantwortung für die Bestellung und Finanzierung des SPNV auf die Bundesländer über, die näheres dazu in ihren ÖPNV-Gesetzen regelten. Ziel war und ist es, den Bahnverkehr in der Region als Aufgabe der Daseinsvorsorge bedarfsgerecht und zugleich wirtschaftlich vertretbar aus einer Hand zu organisieren. „Die Verhandlungen der Länder mit dem Bund über die Regionalisierung gestalteten sich zunächst schwierig, da die jeweiligen Vorstellungen besonders hinsichtlich der Finanzierung noch weit auseinander lagen,“ erinnert sich Dr. Karlheinz Beilner, damals Referatsleiter Eisenbahnen im Brandenburger Verkehrsministerium. „Doch konnten schließlich vernünftige Kompromisse erzielt und mit dem Regionalisierungsgesetz eine ausreichende Finanzierung des SPNV sichergestellt werden. Es gelang auch, für die Vielzahl noch notwendiger Lückenschlüsse im Gleisnetz …
„Abgefahren-losgewandert. Wanderbahnhöfe in Brandenburg“ heißt ein gemeinsames Projekt des Infrastrukturministeriums und des Vereins Fuss e.V., das Infrastrukturminister Reinhold Dellmann und der Bundesgeschäftsführer Bernd Herzog-Schlagk heute in Potsdam vorstellten. Im Internet informiert Fuss e.V. über zahlreiche Wanderrouten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann: „Etwa 80 Prozent des Hauptwanderwegenetzes in Brandenburg sind bereits mit öffentlichen Verkehrsmitteln für eine Tagestour erreichbar. Das ist ein Erfolg. Wir wollen mit dem neuen Projekt Möglichkeiten aufzeigen, bei Spaziergängen, Wanderungen und selbst beim Wanderurlaub in Brandenburg ganz auf das Auto verzichten zu können. Tourismus und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel lassen sich sehr gut miteinander kombinieren. Mit den Wanderbahnhöfen können wir mehr Fahrgäste in die Züge und mehr Besucher nach Brandenburg bekommen.“ Bernd Herzog-Schlagk, Bundesgeschäftsführer des Fachverband Fußverkehr Deutschland: „Dieser Service für ein ganzes Bundesland ist bisher einmalig. Interessierte können sich Ihre Wander-Etappe aufgrund vielfältiger Gesichtspunkte aussuchen, erhalten Informationen zur Tour, können sich eine Karte ausdrucken, sofort die möglichen An- und Abreisezeiten anzeigen lassen oder auch direkt mit einem Übernachtungs-Anbieter in Kontakt treten. FUSS e.V. ruft alle Wanderinnen und Wanderer auf, die angegebenen Wander-Bahnhöfe zu benutzen, Fehler zu melden, weiterführende Hinweise zu geben und auch über weitere Touren zu informieren, die mit Bus und Bahn erreichbar sind.“ Ein besonderer Knüller ist die Erfüllung von „21 Wander-Wünschen für das 21. Jahrhundert“: es gibt zum Beispiel Empfehlungen für Wanderungen mit Kindern, für eher behutsame Spaziergänge oder sportliche Unternehmungen. Angeboten werden Jahreszeitenwege, Fluss, Wald- und auch Himmelswege. Es gibt Etappen, die zum Baden einladen oder Wege mit kulturellen Angeboten. Brandenburg hat Einiges zu bieten und das alles verbunden mit einer genussvollen An- und Abreise mit Bus und Bahn. Also: „abgefahren – losgewandert.“ • Für eine sehr kurze Wanderung von insgesamt etwa 8 Kilometern Länge wird z.B. der Abschnitt auf dem 66-Seen-Weg vom Bahnhof Fangschleuse bis zum Bahnhof Hangelsberg empfohlen. Er ist als Ruhe- und Kinderweg ausgewiesen, aber zum Beispiel auch als ein Schlemmerweg mit Fischspezialitäten. • Eine mit insgesamt 22 Kilometern Länge sehr abwechslungsreiche Strecke am Europäischen Fernwanderweg E 10 / Ruppiner-Land-Rundweg vom Bahnhof Zehdenick (Mark) über die Tonstichlandschaft an der Havel und entlang der beiden Wentowseen bis zum Bahnhof Dannenwalde (Gransee) ist ein Seen-, Kultur- und auch ein Pilgerweg (drei offene Kirchen am Weg). • Die 14 Kilometer lange Wanderung vom Potsdamer Hauptbahnhof zum Bahnhof Ferch-Lienewitz auf dem Europäischen Fernwanderweg E 11 ist ein Wald- und Naturweg, der sich darüber hinaus durch seine Stadtnähe auszeichnet und zu den empfohlenen Wegen mit kurzer Anfahrzeit gehört. Im Internet gibt es unter www.wander-bahnhoefe-brandenburg.de einen Überblick über das mit Bahn und Bus erreichbare Wanderwegenetz in Brandenburg. Derzeit werden für 86 Etappen Karten des Verlages Pharus-Plan für den Ausdruck zur Verfügung gestellt. Allein das rund 1.300 Kilometer lange Weitwanderwegenetz Brandenburgs bietet hunderte von möglichen Wanderetappen für Tageswanderungen oder auch Wanderungen mit Übernachtungen, deren Ausgangs- und Zielorte an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen sind. In das System der Wanderbahnhöfe sollen kontinuierlich weitere Halte aufgenommen werden, von denen aus Wanderungen unternommen werden können (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, 27.05.09).
Das Ausschreibungsziel einer Einsparung von mindestens 30 Mio. Euro pro Jahr wird durch das Vergabeverfahren „Netz Stadtbahn“ mehr als erreicht. Die Ausschreibung führt damit voraussichtlich zu einem sehr guten wirtschaftlichen Ergebnis. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Finanzkrise die Bedingungen der Fahrzeugfinanzierung für die Bieter stark verschlechtert hat. Der Wettbewerb bringt auch mehr Qualität für die Fahrgäste: Auf allen Linien werden neue Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit neuwertiger Innenausstattung eingesetzt. Qualitätseinbußen beim Sitzkomfort oder ähnliches wird es nicht geben. Verbesserungen gibt es unter anderem durch: • sechs zusätzliche Expresszüge zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus mit einer Fahrzeit von unter einer Stunde • Taktverdichtung zwischen Golm und Potsdam Hbf auf 30 Minuten • Fahrzeitverkürzung von 20 Minuten zwischen Berlin und Dessau • durch veränderte Einstiegshöhen und zusätzliche Spaltüberbrückungen und Schiebetritte • barrierefreie Wagen, die künftig in der Mitte des Zuges angeordnet sind. In der Mobilität eingeschränkte Personen finden dadurch schneller ihren Einstieg und können insgesamt besser betreut werden; • Steckdosen und Tische für Laptops auch in der 2. Klasse an mindestens 50 Prozent aller Sitze • Klimatisierung jetzt auf allen Linien, neu insbesondere auf RE7, RE11 und RB14 • Videoüberwachung in allen Zügen zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit • dynamische optische Fahrgastinformation mit Echtzeitanschlussmöglichkeiten, beim Flughafen-Shuttle RE9 zusätzlich Anzeigetafeln mit Abflugzeiten, Check-In-Schaltern und Gate-Nummern • Vertrieb und Anerkennung des VBB-Tarifs Durch das voraussichtlich sehr gute wirtschaftliche Ergebnis können folgende weitere Verbesserungen gegebenenfalls umgesetzt werden: • Die in der Ausschreibung enthaltene Option zusätzlicher Züge zwischen Potsdam und Berlin ist finanzierbar. • Für mehr Sicherheit und Service kann die Anzahl der Zugbegleiter erhöht werden. • Bei Bedarf kann das Sitzplatzangebot in den Zügen erhöht werden. Alle Aussagen stehen unter dem Vorbehalt der endgültigen Wertung der Angebote (Pressemeldung VBB, 19.05.09).
Der Landesverband Berlin-Brandenburg begrüßt die vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bekanntgegebene grundsätzliche Machbarkeit von Verbesserungen auf dem „Stadtbahnnetz“. Die Ausschreibung beinhaltet die Neuvergabe von Zugleistungen im Berliner und Brandenburger Schienennahverkehr von 16 Strecken und 22 Millionen Zugkilometern. Durch die Ausschreibung werden laut VBB — unter Vorbehalt — etwa 30 Millionen Euro pro Jahr eingespart. Aus diesen Einsparungen sollen teilweise auch Verbesserungen finanziert werden, die unmittelbar den Fahrgästen zugute kommen: Zusätzliche Züge zwischen Berlin und Potsdam, mehr Zugbegleiter in den Zügen, bedarfsgerechte Anpassung der Wagenanzahl an die Nachfrage. Was der DBV-Landesverband jedoch kritisiert, ist die völlig unnötige Geheimnistuerei im vorangegangenen Abgabeverfahren. Der Öffentlichkeit wurde der genaue Wortlaut der Ausschreibungsbedingungen vorenthalten. Leider wurde die Chance vertan, eine Offenlegung der wichtigsten Passagen aus den später abzuschließen Verkehrsverträgen festzuschreiben — eine langjährige Forderung des DBV. Die Einsparungen insgesamt sollten auch dazu genutzt werden, die Abbestellungen der letzten Jahre im gesamten Land Brandenburg kritisch zu überprüfen und ggf. rückgängig zu machen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 19.05.09).
Bauleute, Anwohner und Fahrgäste treffen sich drei Wochen vor Ende der Bauarbeiten in Falkensee / Schnellumbauzug zum „Anfassen“ vor Ort
(Berlin, 19. Mai 2009) Am kommenden Sonnabend, 23. Mai 2009, lädt die Deutsche Bahn AG von 10 bis 13 Uhr Anwohner und Fahrgäste zum Bahnbautreff nach Falkensee ein.
Seit dem 1. März erneuert die Deutsche Bahn AG auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin rund 250.000 Schwellen. Bis heute wurden bereits rund 210.000 Schwellen gewechselt und fast 50.000 Tonnen zusätzlicher Schotter eingebracht. Damit sind bereits 250 Streckenkilometer umgebaut und die Arbeiten im Plan.
Der Bahnbautreff soll Anwohnern und Fahrgästen Gelegenheit bieten, vor der letzten Bauetappe sich über den Stand der Arbeiten zu informieren und sich mit den Projektverantwortlichen auszutauschen.
Dabei kann auch der Schnellumbauzug vom Bahnsteig aus bei der Arbeit beobachtet werden. Für einen Imbiss ist gesorgt.
Mehr Komfort, mehr Tempo und mehr Zugfahrten: Mit diesen Verbesserungen können die Bahn-Fahrgäste in dieser Region von 2011 an rechnen, kündigte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gestern an. Eine erste Auswertung der Angebote habe gezeigt, dass die Ausschreibung von 16 Regionalverkehrslinien zu einem „guten Ergebnis“ führen wird, sagte VBB-Chef Hans-Werner Franz gestern. „Damit bringt der Wettbewerb eine höhere Qualität für die Fahrgäste – bei geringeren Kosten für die Länder.“ Heute überweisen Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt jährlich 200 Millionen Euro für den Betrieb auf den ausgeschriebenen Strecken. In Zukunft werde das jetzige Angebot 30 Millionen Euro weniger kosten als heute – „mindestens“, so Franz. Gut möglich, dass sich sogar bis zu 25 Prozent sparen ließen. Fachleute halten Summen zwischen 36 Millionen und …
Auf der heutigen VBB-Regionalkonferenz im Ziegeleipark Mildenberg im Landkreis Oberhavel diskutierten Vertreter der Landkreise, der Kommunen sowie weitere Interessierte die Neuerungen im ÖPNV der Region. Der Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung, Staatssekretär Rainer Bretschneider, bekannte sich zur Verantwortung des Landes für den öffentlichen Nahverkehr: „Die Bürger erwarten einen funktionierenden und abgestimmten ÖPNV. Das Land stellt sich hier seiner Verantwortung.“ Gleichzeitig warb er für eine bessere Kooperation der Aufgabenträger: „Wir können diese Aufgabe nur gemeinsam vorantreiben: Land, Landkreise und Kommunen müssen intensiver zusammenarbeiten, zum Wohle des Fahrgastes.“ VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz machte deutlich: „Der ÖPNV ist eine entscheidende Säule für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Region Prignitz-Oberhavel. Wir müssen gemeinsam alles tun, damit der öffentliche Nahverkehr eine echte Alternative ist. Angebote, wie das neue Seniorenticket VBB-Abo 65plus oder das VBB-Schülerferienticket, das es für die Sommerferien wieder für 29 Euro zu kaufen gibt, sind ein Anfang.“ Franz begrüßte außerdem, dass über das Konjunkturpro-gramm des Bundes für die Verbesserung der Qualität der Bahnhöfe im Land Brandenburg finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrgastinformation, der Sicherheit für die Fahrgäste, des Wetterschutzes sowie des Erscheinungsbildes der Stationen können nun für ausgewählte Bahnhöfe umgesetzt werden. Weiterhin kündigte der VBB im Schienenpersonennahverkehr für die Nordbahn von Berlin nach Rostock erhebliche Verbesserungen an. So werden nach dem Abschluss der Bauarbeiten auf der Strecke Birkenwerder–Rostock die Züge künftig die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Die Fahrzeit von Berlin nach Rostock wird weniger als zwei Stunden betragen. Für die Fahrgäste von Fürstenberg nach Berlin wird sich die Reisezeit um zehn Minuten verkürzen. Die Streckenabschnitte werden nach und nach modernisiert: Dannenwalde–Fürstenberg (Bauende 2009), Gransee– Dannenwalde (Ausbau 2010) und Birkenwerder–Löwenberg (ab Juni 2010). Um Ersatzverkehre zu vermeiden, werden leichte Fahrplanänderungen für die RB12 (Oranienburg–Löwenberg) und die RE5/RB12 (Löwenberg) sowie für die RB54 (Löwenberg– Rheinsberg) nötig sein. Auch die Verknüpfung zwischen Bus und Bahn wird weiter ausgebaut: In Wittenberge wird ab September 2009 die Einführung eines Stadtbussystems geplant. Mit einer besseren Vertaktung des Angebots und einem besseren Anschluss an den Schienenpersonennahverkehr am Bahnhof sollen künftig mehr Fahrgäste gewonnen werden. Gespräche hierzu werden zurzeit mit allen Beteiligten geführt. Die Folienvorträge der VBB-Regionalkonferenz Prignitz- Oberhavel werden im Internet unter www.VBBonline.de veröffentlicht.
Auf der heutigen VBB-Regionalkonferenz Berlin sprach Verkehrssenatorin Junge-Reyer über den aktuellen Stand der Verkehrspolitik. Der Nahverkehrsplan 2014 werde derzeit bearbeitet. Schwerpunkte seien darin: die Sicherstellung der Qualität, die Anpassungen an den demographischen Wandel und die Beschleunigung des öffentlichen Nahverkehrs. Für Letztere werden Vorrangregelungen für Straßenbahn und Bus geprüft. Die Senatorin betonte den Vorrang des ÖPNV vor dem Auto, v. a. in Hinblick auf die Anbindung des neuen Flughafens BBI. Ungewohnt scharf kritisierte die Senatorin dabei den schleppenden Fortschritt beim Ausbau der Dresdner Bahn: „Das, was die Deutsche Bahn da macht, dauert mir eindeutig zu lange.“ In der Diskussion favorisierte Junge-Reyer erneut die Tunnelvariante, um die unmittelbar Betroffenen vor Lärmimmissionen zu schützen. Im nachfolgenden Vortrag unterstrich Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburgs, die positiven Entwicklungen im ÖPNV. Fahrgastzahlen und Einnahmen seien gestiegen. Zahlreiche Neuentwicklungen des VBB hätten sich als erfolgreich erwiesen: U. a. das Seniorenticket VBB-Abo 65plus, das schon über 50 000 Abonnementen gewinnen konnte. Franz bekräftigte seine Kritik an der Qualität der S-Bahn. Nach den chaotischen Zuständen im Januar, als tausende Züge ausfie-len und teils erheblich verspätet fuhren, habe die S-Bahn die vertraglich vereinbarte Pünktlichkeit im April erneut nicht erreicht. „Wir können mit der Leistung der S-Bahn weiterhin nicht zufrieden sein: Die Qualität sinkt, während die wirtschaftlichen Gewinne steigen. Es ist höchste Zeit, dass bei der S-Bahn eine andere Unternehmensphilosophie einkehrt. Ziel muss es sein, dass annähernd jeder Zug pünktlich ist.“ Besorgt zeigte sich VBBGeschäftsführer Franz auch über die Qualität der S-Bahnstationen und konstatierte ein Zuständigkeitsproblem: „Die Fahrgäste beschweren sich zurecht über den desolaten Zustand der SBahnhöfe. Wenn der Bund auf sein Unternehmen, die Deutsche Bahn, keinen Einfluss nimmt, dann müssen es die Bundesländer machen.“ Anschließend sprach Frau Susanna Weber, Leiterin Produktmanagement Berlin-Tourismus Marketing GmbH, zum Thema Berlin-Tourismus und Nahverkehr. Sie berichtete, dass der Berliner ÖPNV im internationalen Vergleich Bestnoten erhalten würde. Dies sei ein erheblicher wirtschaftlicher Faktor: Die Mehrheit der Reisenden käme per Bahn angereist und gebe pro Tag 195 Euro in der Hauptstadt aus. Die Folienvorträge der VBB-Regionalkonferenz Berlin sind im Internet unter www.VBBonline.de veröffentlicht.
(Berlin, 12. Mai 2009) Die Reiseauskunft auf bahn.de, dem Mobilitätsportal der Deutschen Bahn, ist jetzt ganz aktuell. Durch die Integration der Daten des Reisendeninformationssystems (RIS) in die Reiseauskunft bekommen Kunden unmittelbar angezeigt, ob der Zug pünktlich ist oder es Beeinträchtigungen gibt. Neben Verspätungsprognosen werden auch Gleiswechsel, möglicherweise nicht erreichbare Anschlüsse oder Zugausfälle übersichtlich mit entsprechenden grafischen Elementen verdeutlicht. Liegen Meldungen über Störungen vor, die sich auf den Fahrplan auswirken (zum Beispiel Unwetter oder Streckensperrungen), werden diese den betroffenen Verbindungen zugeordnet.
Weiterhin wurde der Vorschau-Zeitrahmen für Pünktlichkeitsprognosen von 60 auf 120 Minuten verdoppelt, so dass die Reisenden nun deutlich früher informiert werden, ob ihr Zug pünktlich ist. Sonstige Störungsinformationen, wie Zugausfälle, Umleitungen und Großstörungen, werden nun unmittelbar nach dem Erfassen durch die Transportleitung kommuniziert.
Pro Tag werden bis zu 3,8 Millionen Reiseauskünfte über bahn.de abgefragt. Um weiterhin eine stabile Verfügbarkeit des Systems auch bei einem solch hohen Anfragevolumen sicherzustellen, stellten die IT-Experten der DB auf eine sogenannte Push-Datenversorgung um. Damit werden aktuelle RIS-Meldungen jetzt aktiv und rund um die Uhr in bahn.de integriert und nicht mehr nur bei entsprechender Kundenabfrage. Vorteil der neuen IT-Prozesse: schnellere und einfacher zugängliche Reiseinformationen für den Fahrgast.
In einem nächsten Schritt sollen auch alternative Verbindungen direkt in der Reiseauskunft angezeigt werden.
Auf der heutigen VBB-Regionalkonferenz in Cottbus hat Bürgermeister, Holger Kelch, die Bedeutung der Straßenbahn für die Stadt Cottbus hervorgehoben. In seinem Grußwort sagte Kelch: „Die Straßenbahn wird der Stadt erhalten bleiben.“ Weiter ging Kelch auf die Planungen für das Lausitzer Seenland ein. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und dem Verkehrsverbund Oberelbe werde ein gemeinsames Konzept entwickelt, die ehemaligen Braunkohle-Tagebauen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar zu machen. Damit werde der Tourismus in der Region weiter gestärkt, so Kelch. Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des VBB, machte deutlich, dass die Zukunft der Region in einem integrierten ÖPNV-System liege: „Die Vernetzung zwischen Bahn- und Busverkehr muss funktionieren. Für die Fahrgäste ist es wichtig, dass die Anbindung an den Bahnregionalverkehr reibungslos verläuft, dazu gehören verlässliche Fahrzeiten, gute Umsteigemöglichkeiten, Fahrgastinformationen und Wegeleitsysteme.“ Vorgestellt wurde u.a. das VBB-Projekt „Zentrales Anschluss-Management“ (ZAM). Damit sollen in der Region Südost-Brandenburg bis Ende 2009 automatisierte Lösungen zur Anschlusssicherung zwischen den Verkehrsunternehmen geschaffen werden. Weiter verwies VBB-Geschäftsführer Franz auf steigende Verkaufszahlen beim Schülerferienticket und beim Semesterticket. Auch das neue VBB-Abo 65plus sei bei einem Preis von nur 45 Euro im Monat ein ausgesprochen attraktives Angebot für Seniorinnen und Senioren. Trotz sinkender Bevölkerungszahlen in Brandenburg steige erfreulicherweise die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen stetig an. Jörg Kiehn von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH stellte das ODEG-Servicekonzept im Spree-Neiße-Netz vor. Auf den vier Linien: OE46, OE60V, OE64 und OE65 seien 100% aller Fahrten mit Servicemitarbeitern besetzt. Für die Fahrgäste bedeute dies Fahrausweisverkauf am Platz, Ein- und Ausstiegshilfen und Ansprechpartner bei Bedarf. Persönliche Betreuung und Begleitung im Zug seien durch nichts zu ersetzen, sagte Kiehn. Die Folienvorträge der VBB-Regionalkonferenz Lausitz-Spreewald werden im Internet unter www.vbbonline.de veröffentlicht.