Berlin/Erkner – Die Bahn will ein großes Ärgernis durch ein noch größeres ersetzen. Betroffen ist die Strecke Ostbahnhof – Frankfurt (Oder), die parallel zur S 3 durch den Berliner Südosten verläuft. Dort wurde, wie berichtet, der seit Jahren geplante Neubau eines Regionalbahnhofes in Köpenick gestrichen, weil der Bund ihn nicht bezahlen will. Jetzt wird klar, dass auch die Alternative verschwinden soll – der Regionalbahnhof Karlshorst: Auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag teilt das Bundesverkehrsministerium mit, dass Regionalzüge in Karlshorst nur noch bis voraussichtlich 2016 halten werden, wenn der Regionalbahnsteig am Ostkreuz in Betrieb gehen soll.
„Insofern gibt es auch keine Planungen der …
(Berlin, 3. Februar 2011) Ein 19-Millionen-Euro-Projekt der Deutsche Bahn AG steht kurz vor der Vollendung: Nach Abschluss aller vorbereitenden Arbeiten kann der fertig montierte zweigleisige, 98 Meter lange Stahlüberbau der Eisenbahnbrücke über den Oder-Havel-Kanal bei Hennigsdorf auf das Gleis gehoben und zum westlichen Ufer gerollt werden. Auf dem Wasser übernimmt ein fast elf Meter breiter und 55 Meter langer Ponton die Last. Der Kanal ist in der kommenden Woche von Montag bis Mittwoch für den Schiffsverkehr gesperrt. Mitte März sollen die Züge wieder rollen, dann bis zu 120 Kilometer pro Stunde schnell.
Die beiden alten Stahlbrücken durften nur noch mit zehn bzw. 30 Kilometern pro Stunde befahren werden. Die Brücken mussten erneuert werden. Während der Bauarbeiten seit Juni des vergangenen Jahres sind beide Gleise zwischen Hennigsdorf Ost und Hohen Neuendorf West gesperrt. Als Ersatz für die ausfallenden Züge der RB 20 fahren Busse. Güterzüge werden umgeleitet.
Zunächst wurde die Baustelle einschließlich Vorfertigungsplatz und Baustraßen eingerichtet sowie im Rahmen der Naturschutzmaßnahmen der heimische Biber geschützt. Schon im März des vergangenen Jahres wurde dann begonnen, den Stahlüberbau vorzumontieren. Die bestehenden zwei eingleisigen Stahlfachwerküberbauten einschließlich der vorhandenen Vorlandbrücken und dazugehöriger Widerlager wurden komplett zurückgebaut. Die Widerlager wurden neu errichtet. Wegen Eis und Schnee konnte der aus Holland kommende Ponton nicht zugeführt und der vorgesehene Termin nicht eingehalten werden.
Im Schutz der Streckensperrung für das Vorhaben Eisenbahnüberführung Havel fanden weitere Baumaßnahmen im Bereich Hennigsdorf und auf dem Westlichen Berliner Außenring statt.
Ab 1. Februar setzt die ODEG auf der Linie OE46 (Cottbus – Forst) Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle RS1 im Regelbetrieb ein. Die bisher auf dieser Strecke eingesetzten Desiro werden dann ausschließlich auf den Linien OE65 und OE60V zwischen Cottbus – Görlitz (- Zittau) sowie Görlitz – Bischofswerda fahren. Zur Weiterfahrt mit der ODEG in Cottbus ist dadurch zukünftig ein Umstieg für Fahrgäste aus Forst in Richtung Görlitz und auch in die Gegenrichtung erforderlich. Die Fahrpläne sowie die Anschlüsse bleiben unverändert bestehen. „Bisher haben wir durch den Einsatz eines größeren Fahrzeuges eine zusätzliche Leistung erbracht, mit der auch die umsteigefreie Fahrt über Cottbus hinaus ermöglicht wurde. Die Vergütung dieser Mehrleistung ist dem Aufgabenträger nicht möglich. Aus diesem Grund passt die ODEG ihre Leistung an.“, erläutert ODEG-Geschäftsführerin Ute Flügge das veränderte Angebot. Die ODEG erbringt seit Dezember 2008 Verkehrsleistungen im Auftrag des Landes Brandenburg sowie des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien auf vier Strecken in der Lausitz. Die Finanzierung dieser Leistungen erfolgt über Betriebskostenzuschüsse der Länder sowie Fahrgelderlöse (Pressemeldung ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH, 02.02.11).
(Berlin, 25. Januar 2011) Wegen Bauarbeiten im Bahnhof Berlin-Spandau fallen am 28. und 29. Januar von 21 bis 0.45 Uhr die Züge der Linie RE 6 aus und werden durch Busse ersetzt. Die Busse verkehren zwischen Hennigsdorf und Falkensee. In Falkensee besteht Anschluss an die Züge der Linie RB 14 nach Berlin-Spandau. In der Gegenrichtung nutzen Reisende die Züge der Linie RB 14 bis Falkensee und haben dort Anschluss an den Ersatzverkehr nach Hennigsdorf und dort an die Züge der Linie RE 6.
Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls eine frühere Verbindung zu nutzen.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
Die Berichte in den Medien wiederholen sich inzwischen. Es geht leider immer noch nicht darum, aus vergangenen Fehlern zu lernen. Wichtig ist immer noch das Wegschieben der eigenen Verantwortung und das Zeigen auf andere. Sankt Florian lässt grüßen. Diese Verhaltensmuster mögen für eine psychologische Untersuchung interessant sein. Den Fahrgästen, die tagtäglich unter den Folgen zu leiden haben, helfen sie nicht weiter. Seit zwei Jahren schwächelt die S-Bahn. Warnungen vor den Folgen gab es von Anfang an mehr als genug, von Fachleuten, Eisenbahnern und auch den Fahrgastverbänden. Die politische Idee, geboren unter rot-grün, mit Zahlungen in Milliardenhöhe sich aus der Verantwortung für das deutsche Eisenbahnnetz und den Schienenverkehr freizukaufen, ist komplett gescheitert. Rot-schwarz und schwarz-gelb haben diese fatale Verkehrspolitik 1:1 übernommen. Das Herausholen von Millionengewinnen aus der DB Regio und der S-Bahn Berlin GmbH ist bis zum Exzess professionalisiert worden. Auf Kosten der Zuverlässigkeit, der Sicherheit, des Personals, der Fahrgäste und insgesamt des bis dahin hohen Ansehens. Für den Normalfahrgast nicht nachvollziehbar ist das straflose Ausgehen der Ermittlungen gegen die damals Verantwortlichen. Wenn es darum geht, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, ist das Fordern nach schnellst-möglichen Ausschreibungen des S-Bahn-Verkehrs wie auch die Integration in die BVG viel zu kurz gegriffen. Was ist, wenn die S-Bahn Berlin GmbH die Ausschreibung gewinnt? Und die BVG leidet selber unter einer chronischen Unterfinanzierung wegen ständig gekürzter Landesmittel. Auch eine Kündigung des S-Bahn-Verkehrsvertrages und Auferlegung wird keine spürbare Besserung zeigen. Denn diese Maßnahmen würden nicht sofort spürbar werden und nichts an dem jetzigen Zustand ändern. Bezogen auf Berlin und Brandenburg müssen sich auch die beiden Bundesländer bewegen. Warum nicht über einen Fahrzeugpool nachdenken, über die Regionalisierung des Schienennetzes oder die Bestellung der Zughalte durch den VBB? Und daran erinnert sei, dass das Land Brandenburg in den letzten Jahren seine Zahlungen an die Verkehrsunternehmen immer weiter zusammengestrichen hat (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg, 18.01.11).
PRITZWALK – Als Christel Köhler Heiligabend die erste Meldung über die Verspätung des Prignitz-Express in Richtung Neuruppin auf dem Pritzwalker Bahnhof las, da nahm die 84-Jährige das noch gelassen: „Die paar Minuten sind ja kein Problem.“ Doch aus den 15 Minuten, die dort angekündigt waren, wurde bald eine dreiviertel Stunde, bis sich die Mitteilung auf der elektronischen Fahrgaständerte: „Der RE 6 fährt mit 30 Minuten Verspätung.“ Insgesamt fünf Stunden sollte die Putlitzer Rentnerin an diesem Tag auf dem zugigen Pritzwalker Bahnhof warten – bei Schneesturm und Eiseskälte. „Irgendwann habe ich die Glocken von der Pritzwalker Kirche gehört“, erinnert sich Christel Köhler. Sie dachte sich: „Jetzt gehen sie alle zum Festgottesdienst.“ Etwas später dann erneut die Glocken: „Jetzt gehen sie alle nach Hause und feiern.“ Christel Köhler verbringt derweil ihre Zeit auf dem Bahnhof. Hätte dort nicht plötzlich die Prignitzer Eisenbahn …
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger erwartet von Bahn und S-Bahn Erklärungen, wie die unhaltbaren Zustände verbessert werden sollen. Neben den S-Bahn Einschränkungen kommt es jetzt auch noch zu erheblichen Zugausfällen im Regionalverkehr. Betroffen sind sowohl Brandenburger und Potsdamer Berlinpendler, aber auch der Süden des Landes.
Vogelsänger: „Die Bahn hat ohne vorherige Abstimmung mit uns einfach Züge gestrichen. Das kann nicht sein. Wenn ein fahrender Zug wegen der Witterung liegen bleibt, ist das schlimm genug. Wenn Züge aber erst gar nicht auf die Strecke geschickt werden, ist das ein Offenbarungseid. Es lässt sich den vielen Pendlern nicht mehr vermitteln, dass der Bahnkonzern weder genügend S-Bahnen noch Regionalzüge auf die Schienen bringen kann. Ich erwarte eine Erklärung von den Bahn und S-Bahn-Verantwortlichen. Erst kürzlich habe ich einen Brandbrief geschickt, weil einige Regionalzüge sehr unpünktlich fuhren. Morgen sollen mir die Verantwortlichen von DB Regio in einem Gespräch erklären, wie es im Regionalverkehr weitergehen wird und am Freitag gibt es einen Termin mit der Geschäftsführung der S-Bahn.“
RE1 Ausfall der Verdichterzüge in der Hauptverkehrszeit Brandenburg-Potsdam-Berlin-Golm.
RE2 Ausfall einzelner Umleiterzüge Berlin-Cottbus in der Hauptverkehrszeit.
RB13 Ausfall aller Verdichterzüge Spandau-Wustermark.
RB20 Ausfall aller Züge Potsdam-Golm-Hennigsdorf.
RB21 Ausfall der Verdichterzüge Potsdam-Golm.
Auch der Süden Brandenburgs ist betroffen:
Die Linien RE11 Leipzig-Falkenberg-Ruhland-Hoyerswerda und RE15 Dresden-Ruhland-Hoyerswerda von DB Regio Südost fallen gemäß einer Meldung im Internet vom 3. bis 15. Januar 2011 komplett aus. Als Ersatz wird auf die Linie RE18 Falkenberg/Dresden-Ruhland-Cottbus verwiesen und ein zweistündlicher Busersatzverkehr zwischen Ruhland und Hoyerswerda eingerichtet. Auch bei der Linie RB45 Elsterwerda-Chemnitz sind einzelne Verdichterzüge betroffen. Begründet wird der Ausfall mit der Witterung.
Bei der S-Bahn ist Brandenburg durch schlechtere Taktzeiten auf verschiedenen Strecken und Zugausfälle betroffen, zum Beispiel auf der Strecke nach Strausberg Nord sowie Hennigsdorf.
(Berlin, 4. Januar 2011) Die Brückenarbeiten zwischen Hohen Neuendorf und Hennigsdorf dauern witterungsbedingt noch bis voraussichtlich 1. März 2011 an.
Für die Züge der Linie RB 20 zwischen Hennigsdorf und Hohen Neuendorf fahren weiterhin Ersatzbusse. Ab Hohen Neuendorf bis Oranienburg nutzen Reisende die S-Bahn.
Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls eine frühere Verbindung zu nutzen.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.
Wer in diesen Tagen in Berlin, Brandenburg oder Sachsen am Bahnsteig auf seinen Regionalzug wartet, kann nicht sicher sein, ob er pünktlich oder überhaupt kommt. Auch mit steigenden Temperaturen, sagen Eisenbahner, sind die Probleme, die sich im gesamten Regionalverkehr selbst bei normalen Winterverhältnissen offenbart haben, nicht vom Tisch.
04.01.2011 Bahnsprecher in Dresden und Berlin machten auf RUNDSCHAU-Nachfrage deutlich: Die Schwachstellen im Fahrzeugbestand und bei der Infrastruktur der Bahn, die sich in den vergangenen Jahren aufgetürmt haben, treten immer deutlicher zu Tage und lassen sich auch nicht innerhalb weniger Wochen oder Monate beheben.
Hoyerswerda ohne Zugverkehr Auch mit Beginn des neuen Jahres ließen neben der Berliner S-Bahn viele Regionalverkehrszüge ihre Fahrgäste warten. Mit Hoyerswerda wurde am Montag sogar eine ganze Region vom …
Sehr geehrte Fahrgäste, zur Entlastung der S-Bahn zwischen Berlin-Karow und dem Bahnhof Gesundbrunnen verlängert die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) ihr Verkehrsangebot von und nach Berlin-Gesundbrunnen. Vom 03. bis 07. Januar 2011 fahren morgens und abends von Montag bis Freitag jeweils drei zusätzliche Züge der Heidekrautbahn (NE27) von und nach Berlin-Gesundbrunnen. Bitte beachten Sie, dass die Sonderzüge ohne Halt in Berlin-Karow zum Bahnhof Gesundbrunnen verkehren. Neben dem zusätzlichen Verkehrsangebot fährt die Heidekrautbahn (NE27) ohne Einschränkungen zwischen Berlin-Karow – Wensickendorf/ Schmachtenhagen bzw. Klosterfelde/Groß Schönebeck. Weitere Informationen erhalten Sie an unserem Kundentelefon unter der Rufnummer 030 / 39 60 11344 oder im Internet unter www.neb.de. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Fahrt. Ihr Team der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB)