Über 100 Maschinen starteten zu dem Proteststernflug für den Erhalt des Flughafens Tempelhof. Hobbypilot Smudo, Rapper der Fantastischen Vier, war auch mit dabei. Ein kleiner Punkt am Himmel – weit entfernt. Für den kleinen Jonas ist es nicht einfach, das Flugzeug zu erkennen, das über den Dächern von Neukölln zum Flughafen Tempelhof schwebt. Zusammen mit seinen Großeltern steht Jonas auf der Tempelhofer Seite am Flughafenzaun. „Wir sind von Buckow hierherkommen, damit der Junge die vielen Flugzeuge sehen kann“, sagt Helma Hamisch. Und viele waren es, die gestern mit einer Demonstration am Himmel für den Weiterbetrieb von Tempelhof ein Zeichen setzen wollten. 102 Maschinen mit 235 Menschen an Bord waren nach Angaben von Sundus Rifaat, dem Initiator der Sternflugaktion, um die Mittagszeit in Tempelhof gelandet. Ohne Probleme. „Der Anflug war etwas wacklig, aber wie immer großartig“, sagte hinterher der …
Der Parlamentsbeschluss zur Schließung des Flughafens macht den Weg frei für Unterschriftensammlung. Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte mit den Stimmen von SPD, Linke und Grünen für einen Antrag, in dem der Schließungsbeschluss des Senats bekräftigt wird. Die Zielsetzung des Volksbegehrens, den City-Airport als Verkehrsflughafen zu erhalten, wurde damit abgelehnt. Die letzte Voraussetzung für das Volksbegehren wurde damit erfüllt. „Am Montag werden wir den Antrag beim Landeswahlleiter stellen“, kündigte Andreas Peter, Vorsitzender der Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT), gestern an. Am 15. Oktober soll die Unterschriftensammlung starten. Um erfolgreich zu sein, müssen 170 000 wahlberechtigte Berliner innerhalb von vier Monaten dem Begehren zustimmen. Die ICAT will dabei offenbar neue Wege gehen und sich das Plebiszit zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs durch …
PRITZWALK/PARCHIM Bis vor kurzem fristete der Flughafen Schwerin-Parchim ein eher unscheinbares Dasein. Niemand wusste so recht etwas mit ihm anzufangen: Erst versuchte Mecklenburg-Vorpommern den Flughafen mit seiner drei Kilometer langen Landebahn vergeblich an den Mann zu bringen, dann kaufte eine britische Immobiliengesellschaft den Platz – bezahlte aber nicht. Somit fanden in den vergangenen Jahren vor allem Übungsflüge diverser Fluggesellschaften am Rande Mecklenburgs statt, schließlich können hier sogar die großen Intercontinental-Flieger wie die Boing 747 landen. Nun hat der chinesische Investor Yuliang Pang den Kauf des Airports notariell beurkunden lassen: Die Gesellschaft „LinkGlobal Logistics“, an der Pang zu 51 Prozent beteiligt ist, will Parchim zu einem internationalen Hub für …
Offiziell äußern will sich die Flughafengesellschaft aber weiter nicht. Für den Bau des neuen Abfertigungsgebäudes in Schönefeld wollen, wie berichtet, alle vier Baukonzerne, die ein Angebot abgegeben haben, mehr als eine Milliarde Euro kassieren. Die Flughafenplaner hatten Kosten von etwa 630 Millionen Euro angesetzt. Völlig unklar ist nach wie vor, wie die Mehrkosten finanziert werden sollen. Bisher haben sich die Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg nur geeinigt, wie sie die bisher veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 2,018 Milliarden Euro aufbringen wollen. Mögliche Mehrkosten sind nicht berücksichtigt worden. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft tagt routinemäßig noch in diesem Monat. An eine Gebühr, die Passagiere für den Ausbau aufbringen müssten, denke man aber nicht, heißt es bei der Flughafengesellschaft. Solche Pläne hatte der Flughafen im Jahr 2000 …
Die Mehrheit im Verkehrsausschuss weist das Volksbegehren zurück. Die Stimmensammlung geht weiter. Berlin – Das Volksbegehren zur Offenhaltung Tempelhofs als Verkehrsflughafen geht in die nächste Runde. Mit den Stimmen von SPD, Linkspartei und Grünen lehnte es der Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses gestern ab, das Volksbegehren zu unterstützen. Da mit einer solchen Mehrheit auch im Parlament selbst zu rechnen ist, müssen die Befürworter eines weiteren Flugbetriebs in Tempelhof nun 170 000 Unterschriften sammeln. Start dazu soll im Oktober sein. Strittig bleibt aber, ob das Volksbegehren die bereits ausgesprochene und vom Gericht bestätigte Schließung des …
Wie hoch werden die Baukosten für den Terminal auf dem Flughafen Berlin Brandenburg International? Nach Medienberichten drohen höhere Kosten als die zuletzt genannten 630 Millionen Euro, da alle eingereichten Bewerber-Angebote über einer Milliarde Euro lägen. Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich für den Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International sind die Baukosten für das Terminal ungewiss. Die Flughafengesellschaft legte sich nicht auf eine Summe fest und verwies auf das noch laufende Bieterverfahren für den wichtigsten Teilauftrag. Nach Medienberichten drohen für das Abfertigungsgebäude höhere Kosten als die zuletzt genannten 630 Millionen Euro, da alle eingereichten Bewerber-Angebote über einer Milliarde Euro lägen. Die Flughafengesellschaft wollte zu Spekulationen keine Stellung nehmen. Sie verwies darauf, dass alle bisherigen Auftragsvergaben im Volumen …
Ein Jahr nach dem Baustart ist der BBI-Flughafen in Schönefeld im Zeitplan. Beim Bahnanschluss gibt es aber weiter Ungewissheit um die geplante ICE-Anbindung. Er wächst. Und er ist im Zeitplan. Ein Jahr nach dem offiziellen Baustart für den Flughafen Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld haben sich die Flächen rings um den bisherigen Flughafen in ein riesiges Baufeld verwandelt. Aufträge im Wert von 400 Millionen Euro sind bereits vergeben, davon erhielten nach Angaben von Flughafenchef Rainer Schwarz mittelständische Unternehmen der Region rund 70 Prozent. Ein „Heimspiel“ ist der Bau des neuen Bahnhofs, der unter dem künftigen …
Besucher dürfen in Schönefeld bald von einem Aussichtsturm auf Kräne und Sandhügel gucken / Landebahn wird zum Parkplatz Ulrich Paul
Die Baugrube ist 9,60 Meter tief, fast 300 Meter lang und 60 Meter breit. Ein Jahr nach dem ersten Spatenstich für den neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld sind die Konturen des künftigen Airport-Bahnhofs bereits zu erkennen. Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) und Flughafen-Chef Rainer Schwarz machten sich gestern vor Ort ein Bild von den Arbeiten. „Es geht voran, alle Projekte sind im Zeitplan“, sagte Dellmann zufrieden. Ende Oktober 2011 soll der neue Airport eröffnet werden. Der Bahnhof ist zunächst der wichtigste Teil des Projekts. Er wird insgesamt rund 400 Meter lang. Wenn er fertig ist, soll über ihm das Flughafen-Terminal gebaut werden. In acht Meter Tiefe werden später die Züge in den Bahnhof einrollen, sagt …
Größtes Infrastrukturprojekt Ostdeutschlands entwickelt sich erfolgreich. Die Bauarbeiten für den neuen #Hauptstadt-Airport #BBI gehen gut voran. Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung in Berlin, Reinhold Dellmann, Minister für Infrastruktur und Raumordnung in Brandenburg, und Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen überzeugten sich heute vor Ort von den Fortschritten beim #Flughafenbau.
Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass das bisher geplante Bahnanbindungskonzept der DB AG und der Länder Berlin und Brandenburg für die meisten Berliner und nahezu alle Brandenburger bedeutet, dass der neue Berliner Flughafen für Bahnfahrgäste nur mit Umsteigen und meist nur mit großen Umwegen erreichbar sein wird. Viele Berliner Bezirke und brandenburgische Kommunen sind mit diesem Konzept unzufrieden. Deshalb hat sich der Berliner Fahrgastverband IGEB eigene Gedanken gemacht. Das nachfolgende Konzept für eine bessere BBI-Anbindung der IGEB sieht ein Bahnangebot vor, • mit dem der neue Flughafen für möglichst viele Berliner und Brandenburger ohne Umwege und unnötiges Umsteigen erreichbar ist, • das auch für Fahrgäste mit anderen Zielen attraktiv ist, • das keine zusätzlichen Investitions- und Betriebskosten gegenüber den bisher vorgesehen Ausgaben erfordert. Zusammenfassung Das IGEB-Konzept erschließt den Flughafenbahnhof BBI Terminal • mit Airport-Express-Zügen, die den Nord-Süd-Tunnel durchqueren, • mit Airport-Express-Zügen, die über die Stadtbahn fahren • mit S-Bahn-Zügen vom Ostring über Ostkreuz kommend mit dortiger Anbindung an das östliche Regionalbahnnetz. Dieses Konzept ermöglicht umsteigfreie Direktverbindungen aus vielen Ortsteilen Berlins und aus der Landeshauptstadt Potsdam sowie vielen weiteren Kommunen Brandenburgs. Indem alle Airport-Express-Züge als Regionalbahnen auch andere Verkehrsbedürfnisse neben dem Flughafenzubringerverkehr bedienen, können sie sieben Tage die Woche ganztägig verkehren und werden gut ausgelastet sein. Das wiederum nutzt neben den Flugreisenden besonders den Arbeitnehmern am BBI. Ein weiterer Zusatznutzen des IGEB-Konzeptes ist die Nord-Süd-Anbindung des Berliner Hauptbahnhofes. Damit kann auf das Neubauprojekt S-Bahnlinie 21 verzichtet werden, was bei den Investitionskosten und bei den Betriebskosten Einsparungen ermöglicht, die mindestens so groß sind, wie die Investitions- und Bestellkosten des IGEB-Konzeptes. Die Investitionskosten für das IGEB-Konzept sind schon deshalb gering, weil kaum Baumaßnahmen erforderlich werden, die nicht ohnehin geplant sind. Hinzu kommen lediglich die neuen Stationen Buckower Chaussee, Messe und Buch sowie der Erhalt von Karlshorst. Sollte von den Baumaßnahmen die Dresdener Bahn bis zur Inbetriebnahme von BBI nicht fertig werden, dann sollte das Regionalverkehrsangebot im Wesentlichen so weitergeführt werden, wie es heute vorhanden ist, aber mit Nutzung der BBI-Tunnelstrecke mit neuem Bahnhof BBI Terminal. Ein Shuttle-Verkehr über die Anhalter statt Dresdener Bahn würde wegen der Engpässe im Streckennetz das heutige erfolgreiche RegionalExpress-Netz schwerwiegend beeinträchtigen. Das aber sollte gerade durch BBI, so das IGEB-Konzept, nahezu unangetastet weitergeführt werden (Pressemeldung Fahrgastverband IGEB e.V., 27.08.07).