BVG: Neue Niederflurstrassenbahnen sollen ab 2010 die Tatrazuege ersetzen

Neue Niederflurstrassenbahnen sollen ab 2010 die Tatrazuege ersetzen

Ereignis

Die BVG legte 2005 ihre langfristige Strategie zur Erneuerung des Straßenbahnfuhrparks vor. Nach erfolgreicher Vorserienerprobung sollten ab 2010 die modernisierten Tatra-Fahrzeuge schrittweise durch moderne Niederflurfahrzeuge ersetzt werden. Eine erneute Modernisierung der Tatra-Bahnen oder deren Umbau mit Niederflurmitteln wurde aus wirtschaftlichen, betrieblichen und barrierefreien Gründen verworfen. 【1-c2551a】

Details

Quelle: ka15-12738.pdf. 【1-c2551a】

Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) vom 17. August 2005

Neue Straßenbahnen oder Umbau von Tatra-Zügen? 【1-c2551a】

Frage 1

Über wie viele Straßenbahnzüge verfügt die BVG? 【1-c2551a】

Antwort zu 1:

„Die BVG verfügt über insgesamt 602 Straßenbahnfahrzeuge, bestehend aus 150 GT6-Niederflurfahrzeugen und 452 Tatrafahrzeugen.

Die Tatrafahrzeuge setzen sich zusammen aus:

  • 270 Gelenktriebwagen KT4
  • 118 Triebwagen T6
  • 64 Beiwagen B6“ 【1-c2551a】

Frage 2

Wie alt sind die Züge im Einzelnen und wie viele der Züge werden wann modernisiert? 【1-c2551a】

Antwort zu 2:

„Die Tatrafahrzeuge, die zum Zeitpunkt des Modernisierungsbeginns nicht älter als 10 Jahre waren, wurden im Zeitraum von 1994 bis 1997 für eine weitere Nutzungsdauer von 16 Jahren modernisiert. Dieser Zeitpunkt wird, je nach Modernisierungsjahr, zwischen 2010 und 2013 erreicht werden.

Eine weitere Modernisierung ist nicht wirtschaftlich und betrieblich nicht sinnvoll.“ 【1-c2551a】

Frage 3

Treffen Informationen zu, nach denen die BVG ab 2008 neue Straßenbahnzüge anschaffen will? 【1-c2551a】

Antwort zu 3:

Ja.

„Der Aufsichtsrat der BVG hat am 18. April 2005 der Beschaffungsstrategie für Neufahrzeuge der Straßenbahn zugestimmt.

Die BVG hat damit die Genehmigung, in den Jahren 2008 und 2009 vorerst insgesamt vier Vorserienfahrzeuge zu beschaffen und zu erproben.

Nach erfolgreicher Erprobung sollen ab 2010 beginnend, nach erneuter Genehmigung durch den Aufsichtsrat der BVG, die Tatrafahrzeuge sukzessive vollständig über einen Zeitraum von ca. 6 Jahren durch neue Niederflurfahrzeuge ersetzt werden.“ 【1-c2551a】

Frage 4

Wird alternativ zur Neubeschaffung ein behindertengerechter Umbau der vorhandenen Tatra-Fahrzeuge geprüft? 【1-c2551a】

Antwort zu 4:

Ja.

Die BVG hatte entsprechende Untersuchungen bereits etwa zehn Jahre zuvor durchgeführt.

„Im Ergebnis der Untersuchungen hat sich dieses Vorhaben für die BVG aufgrund der vorhandenen Fahrgastnachfragestruktur, der negativen Auswirkungen auf die fahrdynamischen Kennwerte der Fahrzeuge und damit für die Beschleunigung des Straßenbahnverkehrs als nicht vertretbar erwiesen.“

Zudem entspreche ein Einstieg über ein Niederflurmittelteil nicht den Anforderungen an einen behindertengerechten Vordereinstieg. 【1-c2551a】

Frage 5

Wie bewertet der Senat die Kosten eines Umbaus gegenüber einer Neubeschaffung? 【1-c2551a】

Antwort zu 5:

Der Senat bewertet die Entscheidung zur Neubeschaffung von 152 Niederflurfahrzeugen als gesamtwirtschaftlich sinnvoll.

Nach Angaben der BVG berücksichtige ein reiner Vergleich der Investitionskosten nicht die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung habe ergeben, dass neue Niederflurfahrzeuge langfristig günstiger seien als eine weitere Modernisierung der technisch verschlissenen Tatra-Fahrzeuge. 【1-c2551a】

Frage 6

Wie hoch wäre die Kostenersparnis durch Umbauten statt Neubeschaffungen? 【1-c2551a】

Antwort zu 6:

„Ein solcher Vergleich würde nur einen Teilaspekt einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung erfassen. Da er in sich nicht aussagekräftig wäre, ist er nicht vorgenommen worden.“ 【1-c2551a】

Berlin, den 22. September 2005

In Vertretung

Volkmar Strauch

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen 【1-c2551a】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

BVG wird zum Bus-Endmonteur in eigenen Werkstaetten

BVG wird zum Bus-Endmonteur in eigenen Werkstaetten

Ereignis

Im Jahr 2004 begann die BVG, bei neu beschafften Linienbussen Teile der Endmontage selbst zu übernehmen. Hintergrund waren frei gewordene Werkstattkapazitäten sowie Beschäftigte, deren bisherige Aufgaben aufgrund innerbetrieblicher Umstrukturierungen wegfielen. Die Maßnahme wurde vom Senat als wirtschaftliche Nutzung vorhandener Ressourcen unterstützt. 【1-29868f】

Details

Quelle: Drucksache 15/12008 【1-29868f】

Kleine Anfrage des Abgeordneten Klaus-Peter von Lüdeke (FDP) vom 16. November 2004

Wird die BVG jetzt auch Fahrzeugbauer? 【1-29868f】

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【1-29868f】

Die Fragen beziehen sich überwiegend auf betriebliche Angelegenheiten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) – Anstalt des öffentlichen Rechts – und können in eigener Zuständigkeit des Senats deshalb nicht beantwortet werden. 【1-29868f】

Zu 1., teilweise 2. sowie 3. und 4. nimmt der Vorstand der BVG wie folgt Stellung: 【1-29868f】

1. Treffen Meldungen zu, wonach die BVG mit Buslieferanten die Endmontage von Bussen in ihren eigenen Werkstätten vereinbart hat? Welche Leistungen umfasst die „Endmontage“ und ist sie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für überzähliges Personal?

Zu 1.:

„Mit den Fahrzeuglieferanten wurde im Rahmen der Fahrzeugbeschaffung vereinbart, die Endmontage von Linienomnibussen in den Werkstätten der BVG durchzuführen.

Die zu erbringenden Leistungen umfassen Arbeiten zum Innenausbau (u. a. Einbau von Sitzen, Seitenverkleidungen, Haltestangen, Fahrgastinformationen) der Omnibusse. Der BVG werden fahrfertige Omnibusse übergeben und durch eigene Mitarbeiter komplettiert. Die BVG wird diese Leistungen als Subunternehmer der Fahrzeughersteller erbringen.

Bei den eingesetzten Mitarbeitern handelt es sich um Beschäftigte, welche auf Grund von innerbetrieblichen Umorganisationsmaßnahmen ihre bisherigen Arbeitsaufgaben nicht mehr ausüben werden.“ 【1-29868f】

2. Inwieweit handelt es sich hier um eine spezielle Form des „Insourcing“, nämlich die Ausdehnung öffentlicher Aufgaben im Bereich des Nahverkehrs auf das privatwirtschaftliche Feld des Fahrzeugbaus? Wie steht der Senat dazu auch unter ordnungspolitischen Gesichtspunkten?

Zu 2.:

„Bei der Endmontage handelt es sich um eine Eigenleistungsmaßnahme, um freigewordene Kapazitäten unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Situation des Landes Berlin effektiv und effizient zu nutzen.“ 【1-29868f】

Der Senat befürwortet diese Aktivitäten, da es sich um die Nutzung ohnehin vorhandener Instandsetzungskapazitäten handelt, und verweist im Übrigen auf die Antwort zu 4. 【1-29868f】

3. Welche öffentlichen Nahverkehrsunternehmen montieren in Deutschland ihre Fahrzeuge selbst?

Zu 3.:

„Uns liegen keine Informationen vor, dass andere Verkehrsunternehmen zurzeit ähnliche Maßnahmen planen bzw. umgesetzt haben. Seitens der Fahrzeughersteller wurde uns dies auch bestätigt.“ 【1-29868f】

4. Welche Vorteile gedenkt die BVG aus dieser neuerlichen Erweiterung ihres Geschäftsfeldes zu ziehen und wie hoch sind die absehbaren Kosten?

Zu 4.:

„Der BVG werden durch diese Maßnahmen keine erheblichen Kosten entstehen, da die Arbeitsinhalte mit dem verfügbaren KNOW-HOW einer Instandsetzungswerkstatt erbracht werden können.

Die Arbeiten werden von Mitarbeitern ausgeführt, die in den letzten Jahren als Fahrzeughandwerker im Omnibusbereich tätig waren und dadurch über ein fundiertes Fachwissen verfügen. Geplant sind einige vertiefende Lehrgänge für ausgewählte Mitarbeiter, um das vorhandene Wissen für spezielle Fahrzeugkomponenten zu vertiefen.“ 【1-29868f】

Berlin, den 07. Dezember 2004

In Vertretung

Volkmar Strauch

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen 【1-29868f】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.