Der Streit um die Zukunft der S-Bahn wird immer heftiger. Die Christdemokraten bezeichneten SPD-Pläne, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit dem Zugbetrieb zu beauftragen, als „absurd“. „Eine Fusion aus zwei Kranken macht noch keinen Gesunden“, sagte der CDU-Abgeordnete Oliver Friederici gestern. S-Bahner verlangen dagegen, dass ihr Unternehmen bei der Deutschen Bahn (DB) bleibt. Mit einer Demonstration vor dem Dahlemer Seminaris-Hotel, in dem sich die SPD morgen zum Landesparteitag trifft, wollen der Betriebsrat und die Gewerkschaft Transnet dieser Forderung nun Nachdruck verleihen. Anträge für den SPD-Parteitag fordern, die S-Bahn in „kommunale Verantwortung“ zu übertragen- etwa durch eine Direktvergabe an die BVG. Das wäre falsch, sagte Friederici. „In Anbetracht der Tatsache, dass derzeit weder die technischen Probleme bei der …
Der Streit um die Zukunft der S-Bahn wird immer heftiger. Die Christdemokraten bezeichneten SPD-Pläne, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit dem Zugbetrieb zu beauftragen, als „absurd“. „Eine Fusion aus zwei Kranken macht noch keinen Gesunden“, sagte der CDU-Abgeordnete Oliver Friederici gestern. S-Bahner verlangen dagegen, dass ihr Unternehmen bei der Deutschen Bahn (DB) bleibt. Mit einer Demonstration vor dem Dahlemer Seminaris-Hotel, in dem sich die SPD morgen zum Landesparteitag trifft, wollen der Betriebsrat und die Gewerkschaft Transnet dieser Forderung nun Nachdruck verleihen. Anträge für den SPD-Parteitag fordern, die S-Bahn in „kommunale Verantwortung“ zu übertragen- etwa durch eine Direktvergabe an die BVG. Das wäre falsch, sagte Friederici. „In Anbetracht der Tatsache, dass derzeit weder die technischen Probleme bei der …
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) können es besser als die Deutsche Bahn (DB). Davon sind viele Sozialdemokraten überzeugt. Sie wünschen sich, dass das Landesunternehmen künftig auch S-Bahnen betreibt. Am Sonnabend wird der SPD-Landesparteitag über einige Anträge debattieren, die dies als eine Option für die nahe Zukunft vorsehen. Aber ist die BVG tatsächlich der bessere S-Bahn-Betreiber? Das ist jetzt erneut bezweifelt worden. Außerdem sieht die BVG-Bilanz nach Informationen der Berliner Zeitung auch 2010 nicht sehr rosig aus. Der Antrag der SPD Tempelhof-Schöneberg, über den der Parteitag beraten wird, trifft den Ton ziemlich genau. Die S-Bahn soll „als Ganzes in kommunale Verantwortung“ überführt werden, um sie „dauerhaft leistungsfähig, kundenfreundlich und bezahlbar“ zu machen, heißt es darin.Der Senat müsse entweder darüber verhandeln, die S-Bahn zu …
Nicht nur für den Krimiautor und Nahverkehrs-Fan Horst Bosetzky ist sie die „schönste der Berliner Straßenbahnlinien“. Seit 1912 führt die Uferbahn von Grünau nach Schmöckwitz – oft durch Wald und in Sichtweite des Langen Sees. Doch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) lassen ein klares Bekenntnis zu ihrem Erhalt vermissen. Die verschlissene Trasse muss dringend saniert werden, aber die BVG hat die Entscheidung, ob sie Geld dafür bereitstellt, vertagt. „Wenn wir keine zusätzlichen Mittel vom Senat bekommen, sanieren wir die Strecke nicht“, sagte ein Aufsichtsratsmitglied der Berliner Zeitung. Das Land will aber nicht noch mehr bezahlen. „Wir tragen schon rund die Hälfte“, sagte Mathias Gille von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Aus eingesparten S-Bahn-Geldern gibt das Land der BVG …
Nicht nur für den Krimiautor und Nahverkehrs-Fan Horst Bosetzky ist sie die „schönste der Berliner Straßenbahnlinien“. Seit 1912 führt die Uferbahn von Grünau nach Schmöckwitz – oft durch Wald und in Sichtweite des Langen Sees. Doch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) lassen ein klares Bekenntnis zu ihrem Erhalt vermissen. Die verschlissene Trasse muss dringend saniert werden, aber die BVG hat die Entscheidung, ob sie Geld dafür bereitstellt, vertagt. „Wenn wir keine zusätzlichen Mittel vom Senat bekommen, sanieren wir die Strecke nicht“, sagte ein Aufsichtsratsmitglied der Berliner Zeitung. Das Land will aber nicht noch mehr bezahlen. „Wir tragen schon rund die Hälfte“, sagte Mathias Gille von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Aus eingesparten S-Bahn-Geldern gibt das Land der BVG …
Als Reaktion auf eine Serie von Busbränden haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Nacht zu gestern 40 Busse vorerst aus dem Verkehr gezogen. Das teilte die neue BVG-Chefin Sigrid Nikutta gestern mit. „Die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität“, sagte sie. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um zwölf Meter lange Busse des Typs Mercedes-Benz Citaro EN 02, deren jüngste Untersuchung länger als zwei Monate zurückliegt. Innerhalb der vergangenen sechs Jahre sind acht BVG-Busse in Flammen aufgegangen und ausgebrannt. Fünf gehörten der im Jahr 2002 gelieferten Citaro-Serie an. Von diesem Typ hat die BVG derzeit noch 91 Fahrzeuge.
Kamineffekt facht Feuer an Die Brände hatten sich in Sekundenschnelle ausgebreitet, Fahrer und Fahrgäste mussten sich zügig in …
Die BVG hat mit Mercedes als Hersteller der Citaro-Busse eine gemeinsame Vorgehensweise vereinbart.
Danach sollen in zwei Schritten Maßnahmen ergriffen werden, die größtmögliche Sicherheit garantieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Busse weitgehend im Betrieb bleiben können.
In einem ersten Schritt werden umgehend die im Fokus stehenden 12-Meter-Busse aus dem Baujahr 2002 einer umfangreichen Begutachtung unterzogen, die in den BVG-Werkstätten zusammen mit Mercedes-Fachleuten und einem unabhängigen Gutachter stattfindet. Auffälligkeiten werden sofort beseitigt.
So werden 40 Busse, die im oder vor August ihre letzte Sicherheitsüberprüfung hatten, ab Freitag aus dem Verkehr genommen und bis Anfang kommender Woche untersucht. 51 weitere Fahrzeuge, bei denen die Untersuchung noch nicht so lange her ist, bleiben im Betrieb, werden aber bis Ende kommender Woche durchgecheckt. Dafür wird in den Werkstätten rund um die Uhr gearbeitet werden.
Um die entstehenden Ausfälle zumindest in Teilen zu kompensieren, sollen bei anderen Unternehmen Busse angemietet werden.
Als zweite Maßnahme werden zusammen mit den Gutachtern und Mercedes-Fachleuten zusätzliche Brandschutzmaßnahmen abgestimmt, die dann kurzfristig umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um Brandmelde- und Löscheinrichtungen.
Die Vorstandsvorsitzende der BVG Sigrid Nikutta: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesen kurzfristig vereinbarten Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Insbesondere dank der guten und engen Zusammenarbeit mit den Fachleuten von Mercedes haben wir in den gestrigen Abendstunden dieses umfangreiche Programm auflegen können.“ Sie könne der schwierigen Situation auch noch etwas Gutes abgewinnen, wie sie sagte: „Ich erlebe gerade, wie ein Team engagierter und motivierter Mitarbeiter zusammen mit der Personalvertretung und externen Fachleuten das Problem stemmt! Das von allen Seiten gezeigte Engagement wird uns helfen, Engpässe im Linienbetrieb möglichst gering zu halten.“ Gleichzeitig betonte Frau Nikutta, dass trotz der Ausfälle 99 Prozent der vereinbarten Leistung erbracht werde.
Die Maßnahmen betreffen alle 91 Fahrzeuge der 12-Meter-Citaroserie aus dem Jahr 2002 mit stehendem Motor, die von den Bränden besonders betroffen waren.
Der in der vergangenen Woche ausgebrannte Bus gehört nicht zu dieser Serie. Das gutachterliche Ergebnis dazu wird in wenigen Tagen erwartet. Danach soll entschieden werden, ob weitere Schritte auch bei dieser Serie notwendig werden.
Mariendorf – Ein Bus geht während voller Fahrt in Flammen auf. Was für ein Schock für den Fahrer und seine Passagiere! Gestern brannte ein Mercedes Citaro der BVG auf der Rixdorfer Straße. Die Fahrgäste konnten im letzten Moment flüchten. Dicker Qualm und lodernde Flammen. Punkt 11.07 Uhr sah ein Autofahrer hinter dem Bus der Linie 277 das Feuer. Der Mann alarmierte die Feuerwehr, warnte den Fahrer. Der winkte seine Fahrgäste schnell nach draußen. Gerade noch rechtzeitig, denn innerhalb von wenigen Minuten fraßen sich die Flammen durch den gesamten Innenraum. Da konnte die Feuerwehr …
Kommt der Bus? Oder kommt er nicht? Das sind Fragen, die sich Stammfahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) des Öfteren stellen. Viele von ihnen haben das Gefühl, dass sich die Qualität des Busverkehrs in den vergangenen Monaten massiv verschlechtert hat. Interne Daten, die der Berliner Zeitung vorliegen, bestätigen das. Danach sind allein im September fast 159 000 Fahrkilometer, die laut Plan stattfinden sollten, ausgefallen. Noch nie hat es bei dem Landesunternehmen in einem Monat so viele Busausfälle gegeben. Inzwischen rechnet die BVG damit, dass sie sich in diesem Jahr auf eine Million Kilometer summieren werden – mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Ursache sind technische, aber auch hausgemachte Probleme. BVG-Sprecherin Petra Reetz will gar nicht erst lange …