Eine Frau räumt auf. Mit beträchtlicher Energie bemüht sich Sigrid Nikutta darum, dass der Busverkehr in Berlin wieder zuverlässiger und sicherer wird. Dabei schreckt die neue Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nicht davor zurück, Sparmaßnahmen rückgängig zu machen – wenigstens zum Teil. Nachdem in den Buswerkstätten viele Arbeitsplätze wegrationalisiert worden waren, lässt sie nun wieder Techniker einstellen. Wartungsintervalle werden verkürzt. „Sicherheit und Verlässlichkeit haben für mich Priorität. Die Kosten sind derzeit nicht mein erster Fokus“, sagte die 41-Jährige gestern. Noch bis zum Frühjahr 2011 müssten die Busfahrgäste mit Ausfällen leben – dann soll sich der Betrieb normalisiert haben, versprach sie. Die promovierte Psychologin weiß, dass der Ruf des BVG-Busverkehrs seit längerem nicht …
Für jeden S-Bahn-Zug der in Berlin und Brandenburg fährt, zahlen die Länder als Besteller ein Entgelt über den Verkehrsverbund an die S-Bahn Berlin GmbH. Fährt der Zug nicht, ist er verspätet oder kürzer, gibt es Abzüge, die in einem streng geheimen Vertrag festgelegt sind. 2010 wären es gut 265 Millionen Euro, die die GmbH bekommen würde. Nach Zeitungsmeldungen sind es etwa 45 Millionen, die ihr wegen sogenannter Schlechtleistung in diesem Jahr voraussichtlich vorenthalten werden. Die Forderung ist in den vergangenen Tagen vermehrt zu hören: das Land Berlin solle die S-Bahn zurückkaufen und mit der BVG fusionieren, dann gäbe es die jetzigen Probleme nicht. Quasi eine Re-Kommunalisierung. Der DBV-Landesverband hält diesen Vorschlag für interessant, aber nicht zielführend. Eine Zusammenführung mit der BVG würde die S-Bahn zwar aus dem finanziellen Würgegriff des DB-Konzerns befreien. Was aber wäre damit gewonnen, wenn sie in die ebenfalls chronisch unterfinanzierte BVG-Familie eingegliedert wird, die auch mit großen Problemen zu kämpfen hat? Vielleicht wären die Fahrzeugprobleme nicht so groß. Damit wäre die Liste der möglichen Vorteile auch schon zu Ende. Die anderen Probleme und Abhängigkeiten von der DB AG wären genau die gleichen wie vorher. Auf Netzzustand (DB Netz: Langsamfahrstellen, Weichenheizungen, Gleisverfügbarkeit) und Qualität der Stationen (DB Station & Service: Sauberkeit, Fahrgastinformation, Aufzüge) hätte auch eine BVG-S-Bahn keinen Einfluss. Es ist gut, wenn die Landespolitik über bestehende Probleme diskutiert. Eine BVG-S-Bahn würde wenig anders machen können. Alle DB-Töchter gehören irgendwie der Bundesrepublik Deutschland. Bundesverkehrsminister Ramsauer als zuständiger Fachminister muss endlich seine Aufsichtspflicht wahrnehmen. DB Netz und DB Station & Service müssen in erster Linie für ihre Kunden arbeiten — und nicht für die ständig steigenden Renditewünsche des Konzernvorstandes. Zu den Kunden von DB Netz und DB Station & Service gehört auch die S-Bahn Berlin GmbH – egal ob als DB- oder BVG-S-Bahn (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 14.12.10).
Viele Jahre halten sie nicht mehr durch. Immer noch sind in Berlin U-Bahn-Züge unterwegs, die bereits zu Beginn der 1970er Jahre gebaut worden sind. Sie sind fast vier Jahrzehnte alt – das ist für Nahverkehrsfahrzeuge ein biblisches Alter. Inzwischen warnen Gutachter vor einem „Substanzverschleiß“. So seien die Hauptquerträger, die ein wichtiges Element der Konstruktionen bilden, nur noch zu 50 Prozent dauerfest. Jetzt zeichnet sich nach langen internen Debatten endlich ab, dass die Uralt-Wagen durch neue U-Bahnen ersetzt werden. Anfang des kommenden Jahres wird der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) über den geplanten Kauf entscheiden – und ihm aller Voraussicht nach zustimmen. Noch gelten die 1972 und 1973 angeschafften U-Bahnen als sicher. Doch die vielen Jahre im Dauereinsatz auf den Linien U 1 bis …
Mit einem großen Sonderprogramm wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dafür sorgen, dass der Busverkehr wieder stabiler und zuverlässiger wird. Um Werkstattkapazitäten aufzustocken und Arbeitsabläufe zu verbessern, plant das Landesunternehmen zusätzliche Ausgaben. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist von rund 18 Millionen Euro die Rede. „Wir sind fest entschlossen, alles Nötige zu tun“, sagte Petra Reetz, die Sprecherin des Landesunternehmens. Die intern genannte Summe wollte sie aber noch nicht …
Der Winter wird den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) in diesem Jahr mehr Arbeit machen. Wegen des neuen Straßenreinigungsgesetzes, das am Sonntag in Kraft treten soll, sind die Männer in Orange ab sofort nämlich für alle 6447 Haltestellen der BVG an Gehwegen zuständig. Bisher musste sie nur 3250 von Schnee und Eis befreien. Außerdem kümmert sich die BSR künftig um sechs Fußgängerzonen, darunter die Wilmersdorfer Straße und die Marzahner Promenade, sowie um zwölf Plätze wie den Alexander-, Bebel- und Breitscheidplatz sowie den Gendarmen- und den Hackeschen Markt. Auf ausgewiesenen Radwegen, die begleitend zu Hauptstraßen verlaufen, wird der Schnee zeitnah zum Winterdienst auf der Fahrbahn geräumt. Während sich die 2100 Winterdienstmitarbeiter der BSR mit ihren …
BVG Weihnachtsmarkt im U-Bahnhof Innsbrucker Platz
Nachdem wir unseren Weihnachtsmarkt schon auf den U-Bahnhöfen Krumme Lanke, Pankow und Bundestag durchgeführt haben, findet unser diesjähriger Weihnachtsmarkt im U-Bahnhof Innsbrucker Platz statt. Und das hat seinen Grund: Die U4 feiert ihren 100. Geburtstag.
Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch unseres Weihnachtsmarkts und der Geburtstagsfeier der U4 ein. Der Eintritt ist frei.
Auf dem U-Bahnhof erwartet Sie ein vorweihnachtliches Vergnügen mit vielen Highlights. Wir haben natürlich wieder Handwerks- und Kunsthandwerksstände dabei. Ein abwechslungsreiches Programm bietet gute Unterhaltung für Groß und Klein. So dürfen sich die Kleinen auf Puppentheater, Backen und Basteln im U-Bahnwagen und ein Foto mit dem Weihnachtsmann freuen. Unser Bühnenprogramm gestaltet sich bunt und findet diesmal ganz originell auf einer U-Bahn-Lore statt, die auf dem Gleis steht. Unter anderem dabei sind Monalizzy, Claudio Maniscalco, Eva Maria Pieckert mit Le Pip und das Quintett des BVG-Orchesters.
An einem Stand wird gut erhaltenes Spielzeug für Kinder gesammelt, die es zu Weihnachten nicht so gut haben.
Leckeres für den Gaumen gibt es ebenfalls vor Ort.
Die BVG finden Sie mit im vorweihnachtlichen Getümmel und gerne beantworten wir Ihre Fragen und bieten Ihnen Informationsmaterialien, Souvenirartikel und Raritäten an.
Ein einmaliges Erlebnis zum 100. Geburtstag der U4 ist eine Fahrt mit dem historischen 3 Wagenzug vom Typ A1 aus den Baujahren 1913- 1925 zwischen Innsbrucker Platz und Nollendorfplatz. Die erste Fahrt beginnt um 12:07 Uhr ab Nollendorfplatz und die letzte Fahrt ist um 16:47 Uhr ab Innsbrucker Platz.
Eine Führung, jeweils um 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr, durch die U10 Baustelle ist ein besonderes Highlight. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen. Bitte melden Sie sich am Tag der Veranstaltung am BVG Stand an. Für diejenigen, die sich für die Geschichte der U4 interessieren, haben wir eine kleine Ausstellung vorbereitet. Mit Fotos und Texten können Sie sich über vergangene Ereignisse informieren.
Zur Feier des Tages setzen wir auch unseren schön geschmückten Weihnachtszug ein, der Sonderfahrten zwischen U Innsbrucker Platz und U Uhlandstraße (ohne Halt) durchführt. Ausnahmsweise ist diese Fahrt kostenlos, die natürlich von einem Weihnachtsmann begleitet wird, der kleine Überraschungen bereithält. Der Weihnachtszug fährt ab 12:30 Uhr jede Stunde. Die letzte Fahrt ist um 17:30 Uhr.
Mit einem Hilferuf hat sich Sigrid Nikutta, die neue Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), an die Politik gewandt. Nach ihren Angaben hat es in diesem Jahr von Anfang Januar bis Ende Oktober bereits 547 Übergriffe auf Beschäftigte des Landesunternehmens gegeben. Damit ereigneten sich im Durchschnitt fast zwei Attacken pro Tag. „Aus meiner Fürsorgepflicht für mein Personal heraus möchte ich Sie bitten, uns dabei zu helfen, diese Angriffe abzustellen“, schrieb Nikutta den Sozialdemokraten, die sich jüngst zum Landesparteitag getroffen haben. „Es muss gesellschaftlich geächtet sein, einen BVG-Mitarbeiter anzugreifen.“ In ihrem Brief beschrieb die seit Anfang Oktober amtierende Vorstandsvorsitzende den Alltag der Gewalt. „Ein Fahrgast …