Binnenschifffahrt: Hafenausbau Koenigs Wusterhausen dient nicht dem Kraftwerk Klingenberg

Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen: Ein Ausbau für die Kohle?

Ereignis

Die Abgeordnete Felicitas Kubala fragte nach dem geplanten Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen und dessen Zusammenhang mit der Kohleversorgung des Heizkraftwerks Klingenberg. Der Senat bestätigte zwar, dass rund zwei Drittel des Hafenumschlags auf Kohletransporte entfallen, vertrat jedoch die Auffassung, dass die Ausbaupläne nicht primär dem Kraftwerk Klingenberg zugutekommen. Die Finanzierung soll überwiegend über Eigen- und Fördermittel des Landes Brandenburg erfolgen. 【2-aa9955】

Details

Quelle: Drucksache 15/10627, Kleine Anfrage der Abgeordneten Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grünen). 【2-aa9955】

Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen: Ein Ausbau für die Kohle? 【2-aa9955】

Ich frage den Senat:

  1. Mit welchen Kosten ist für den geplanten Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen zu rechnen und durch wen werden diese getragen?

  2. Ist es richtig, dass allein zwei Drittel der Umschlagsmenge des Hafens auf den Transport von Kohle für das Kraftwerk Klingenberg entfällt?

  3. Welche Kenntnisse hat der Senat über die Zukunftsplanung des Kraftwerks Klingenberg?

  4. Ist der Einsatz öffentlicher Mittel für den Hafenausbau angemessen, obwohl die Kohle auch per Bahn angeliefert werden könnte und ökologische Nachteile entstehen?

  5. Trifft es zu, dass bei den Planungen Träger öffentlicher Belange nicht ordnungsgemäß beteiligt wurden?

  6. Welche Kenntnisse bestehen über Staubemissionen beim Kohleumschlag?

  7. Welche immissionsschutzrechtlichen Anforderungen gelten und wie werden diese überwacht?

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【2-aa9955】

Zu 1.:

Nach Angaben des brandenburgischen Ministeriums für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr sind für den ersten Bauabschnitt von 2003 bis 2006 Investitionen in Höhe von 16 Mio. € vorgesehen.

Die Finanzierung soll erfolgen durch:

  • Eigenmittel des Hafenbetreibers,
  • Fördermittel des Landes Brandenburg,
  • beantragte GA-Fördermittel. 【2-aa9955】

Zu 2.:

Ja. Rund zwei Drittel der Umschlagsmenge entfallen auf die Kohleversorgung des Heizkraftwerks Klingenberg. 【2-aa9955】

Zu 3.:

Das Heizkraftwerk Klingenberg bleibt ein wichtiger Bestandteil der Strom-, Wärme- und Warmwasserversorgung im Ostteil Berlins. Ein Ausbau ist nach Angaben des Senats nicht vorgesehen. Die Kohlemengen werden daher voraussichtlich konstant bleiben. 【2-aa9955】

Zu 4.:

Der Senat verweist darauf, dass das Land Berlin den Hafenausbau nicht finanziert.

Eine Belieferung des Kraftwerks per Bahn wurde bereits in den 1980er Jahren geprüft und wegen der Belastung innerstädtischer Bahntrassen verworfen. Zudem verfügt das Kraftwerk nicht über Einrichtungen zur Entladung größerer Kohlemengen per Bahn.

Das Kraftwerk erzeugt jährlich rund:

  • 2.580 GWh Wärme
  • 880 GWh Strom

in Kraft-Wärme-Kopplung und verfügt seit 1990 über eine Rauchgasentschwefelungsanlage. 【2-aa9955】

Zu 5.:

Der Senat geht davon aus, dass die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durch die zuständigen Behörden des Landes Brandenburg ordnungsgemäß erfolgt ist. Weitere Einzelheiten lagen dem Senat nicht vor. 【2-aa9955】

Zu 6. und 7.:

Anlagen zum Umschlag staubender Schüttgüter unterliegen den Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) schreibt Grenzwerte und umfangreiche Vorsorgemaßnahmen vor. Die Überwachung erfolgt durch die zuständige Immissionsschutzbehörde des Landes Brandenburg. 【2-aa9955】

Berlin, den 06. Juni 2003

In Vertretung

Maria Krautzberger

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Binnenschifffahrt: Hafenstandort Spaethsfelde wird aufgegeben

Hafenanlage Späthsfelde

Ereignis

Die SPD-Abgeordnete Petra Hildebrandt fragte nach den Zukunftsplänen für die im Flächennutzungsplan vorgesehene Hafenanlage Späthsfelde. Der Senat erklärte, dass aufgrund neuer Untersuchungen kein Bedarf mehr für einen zusätzlichen Hafenstandort bestehe. Deshalb werde die Hafendarstellung im Flächennutzungsplan aufgegeben und die Fläche künftig einer anderen Nutzung zugeführt. 【1-b848a4】

Details

Quelle: Drucksache 15/10398, Kleine Anfrage der Abgeordneten Petra Hildebrandt (SPD). 【1-b848a4】

Hafenanlage Späthsfelde 【1-b848a4】

Ich frage den Senat:

  1. Welche Planung bestehen gegenwärtig in Anbetracht der revidierten Erwartungen zu dem Schifffahrtsaufkommen für die Hafenanlage in Späthsfelde (Bezirk Treptow-Köpenick)?

  2. Wird an der bisherigen im Flächennutzungsplan verzeichneten Nutzung als Hafen festgehalten?

  3. Wenn ja, wann ist mit einer Umsetzung der Planung zu rechnen und welche finanziellen Mittel wurden und werden dafür bereit gestellt?

  4. Wenn nein, wann wird die entsprechende Fläche im Flächennutzungsplan umgewidmet? Wenn ja, in welcher Weise?

Berlin, den 20. Februar 2003. 【1-b848a4】

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【1-b848a4】

Zu 1. bis 3.:

Der Senat hat im Oktober 2001 das Berliner Hafenkonzept beschlossen. Inhaltlich sieht das Konzept eine Reduzierung der Standortanzahl und eine Spezialisierung der Standorte vor.

Im Ergebnis von gutachtlichen Untersuchungen zu den Nachfragepotenzialen und einer umfassenden Standortanalyse sieht der Senat keinen Bedarf mehr für einen neuen Hafenstandort im Bereich Späthsfelde und hat die Aufgabe dieses Standorts mit der Maßgabe beschlossen, diesen aus der Flächennutzungsplanung zu entlassen. 【1-b848a4】

Zu 4.:

Die FNP-Änderung „Späthstraße/Britzer Zweigkanal“ mit dem Ziel der Aufgabe der Hafendarstellung wurde mit Beschluss vom 19.03.2002 eingeleitet.

Vom 27.05. bis 28.06.2002 fand die frühzeitige Bürgerbeteiligung sowie die Beteiligung der Planungsträger statt. Dabei wurden zwei Alternativen für eine Nutzung dieser künftig an der „Flughafenachse“ gelegenen und über die BAB hervorragend erschlossenen Fläche vorgestellt.

Das Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren wird fortgeführt, sobald die Auswertung der Anregungen abgeschlossen ist. Anschließend erfolgt die öffentliche Auslegung mit anschließender Beschlussfassung durch Senat und Abgeordnetenhaus. 【1-b848a4】

Berlin, den 20.03.2003

Ingeborg Junge-Reyer

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Binnenschifffahrt: Ausbau des Hafens Koenigs Wusterhausen wird befuerwortet

Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen

Ereignis

Die Abgeordnete Felicitas Kubala fragte nach dem geplanten Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen und dessen ökologischer Bewertung. Der Senat erklärte, dass die bestehenden Hafenkapazitäten ausgelastet seien und deshalb eine Erweiterung um rund 13 Hektar als notwendig angesehen werde. Zudem wurde betont, dass Schienen- und Wasserverkehr im Rahmen der Landesplanung Vorrang vor dem Straßenverkehr erhalten sollen. 【2-afd6ea】

Details

Quelle: Drucksache 15/10292, Kleine Anfrage der Abgeordneten Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grünen). 【2-afd6ea】

Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen 【2-afd6ea】

Ich frage den Senat:

  1. Welche Kenntnisse besitzt der Senat über den Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen und dem damit verbundenen Ausbau der Dahme und des Oder-Spree-Kanals?

  2. Welche Gütermengen werden im Hafen Königs Wusterhausen umgeschlagen?

  3. Welcher Anteil an der Umschlagsmenge entfällt auf den Transport von Kohle zum Heizkraftwerk Klingenberg?

  4. Wie bewertet der Senat die Ausbaupläne für den Hafen Königs Wusterhausen aus ökologischer und ökonomischer Sicht?

  5. Welche Möglichkeiten sieht der Senat im Rahmen der gemeinsamen Landesplanung mit Brandenburg seine mögliche Skepsis gegenüber einem Hafenausbau in Königs Wusterhausen in praktische Politik umzusetzen?

Berlin, den 14. Januar 2003.

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【2-afd6ea】

Zu 1.:

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens 1996 sowie in nachfolgenden Anpassungsbewertungen ist der Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen landesplanerisch befürwortet worden.

Dies betrifft eine Erweiterung der gegenwärtigen Bestandsfläche von insgesamt 29,3 Hektar einschließlich 5,2 Hektar Wasserfläche um etwa 13 Hektar im sogenannten Nordhafen.

Zu 2.:

Im Hafen Königs Wusterhausen werden jährlich etwa 2 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Nach Auskunft der LUTRA GmbH werden Umladungen zwischen Schiene und LKW dem Schiffsgüterverkehr nicht zugerechnet.

Zu 3.:

Der Anteil des Kohletransportes zum Heizkraftwerk Klingenberg beträgt mit rund 1,3 Millionen Tonnen etwa 65 Prozent des Umschlags.

Der Schienenanschluss des Kraftwerks sei für diese Umschlagsmenge kapazitätsseitig nicht ausreichend.

Zu 4.:

Der bestehende Hafen und der geplante Ausbau befinden sich in einem potentiellen Siedlungsbereich des gemeinsamen Landesentwicklungsplans Brandenburg-Berlin.

Gemäß Landesplanungsvertrag sollen schienengebundener Verkehr sowie Verkehr auf Wasserstraßen Vorrang gegenüber dem Straßenverkehr erhalten.

Die Kapazitäten des Hafens Königs Wusterhausen seien im Bestand erschöpft. Der Ausbau zur Kapazitätserweiterung werde daher als zwingend erforderlich angesehen.

Die Inanspruchnahme von Naturraum innerhalb des potentiellen Siedlungsbereiches sei minimiert worden.

Zu 5.:

Der Senat verweist auf die landesplanerische Befürwortung des Vorhabens im Rahmen der bestehenden Planungen.

Berlin, den 05.02.2003

In Vertretung

Dr. Stimmann

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.