Binnenschifffahrt: Ausbau des Hafens Koenigs Wusterhausen wird befuerwortet

Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen

Ereignis

Die Abgeordnete Felicitas Kubala fragte nach dem geplanten Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen und dessen ökologischer Bewertung. Der Senat erklärte, dass die bestehenden Hafenkapazitäten ausgelastet seien und deshalb eine Erweiterung um rund 13 Hektar als notwendig angesehen werde. Zudem wurde betont, dass Schienen- und Wasserverkehr im Rahmen der Landesplanung Vorrang vor dem Straßenverkehr erhalten sollen. 【2-afd6ea】

Details

Quelle: Drucksache 15/10292, Kleine Anfrage der Abgeordneten Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grünen). 【2-afd6ea】

Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen 【2-afd6ea】

Ich frage den Senat:

  1. Welche Kenntnisse besitzt der Senat über den Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen und dem damit verbundenen Ausbau der Dahme und des Oder-Spree-Kanals?

  2. Welche Gütermengen werden im Hafen Königs Wusterhausen umgeschlagen?

  3. Welcher Anteil an der Umschlagsmenge entfällt auf den Transport von Kohle zum Heizkraftwerk Klingenberg?

  4. Wie bewertet der Senat die Ausbaupläne für den Hafen Königs Wusterhausen aus ökologischer und ökonomischer Sicht?

  5. Welche Möglichkeiten sieht der Senat im Rahmen der gemeinsamen Landesplanung mit Brandenburg seine mögliche Skepsis gegenüber einem Hafenausbau in Königs Wusterhausen in praktische Politik umzusetzen?

Berlin, den 14. Januar 2003.

Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【2-afd6ea】

Zu 1.:

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens 1996 sowie in nachfolgenden Anpassungsbewertungen ist der Ausbau des Hafens Königs Wusterhausen landesplanerisch befürwortet worden.

Dies betrifft eine Erweiterung der gegenwärtigen Bestandsfläche von insgesamt 29,3 Hektar einschließlich 5,2 Hektar Wasserfläche um etwa 13 Hektar im sogenannten Nordhafen.

Zu 2.:

Im Hafen Königs Wusterhausen werden jährlich etwa 2 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Nach Auskunft der LUTRA GmbH werden Umladungen zwischen Schiene und LKW dem Schiffsgüterverkehr nicht zugerechnet.

Zu 3.:

Der Anteil des Kohletransportes zum Heizkraftwerk Klingenberg beträgt mit rund 1,3 Millionen Tonnen etwa 65 Prozent des Umschlags.

Der Schienenanschluss des Kraftwerks sei für diese Umschlagsmenge kapazitätsseitig nicht ausreichend.

Zu 4.:

Der bestehende Hafen und der geplante Ausbau befinden sich in einem potentiellen Siedlungsbereich des gemeinsamen Landesentwicklungsplans Brandenburg-Berlin.

Gemäß Landesplanungsvertrag sollen schienengebundener Verkehr sowie Verkehr auf Wasserstraßen Vorrang gegenüber dem Straßenverkehr erhalten.

Die Kapazitäten des Hafens Königs Wusterhausen seien im Bestand erschöpft. Der Ausbau zur Kapazitätserweiterung werde daher als zwingend erforderlich angesehen.

Die Inanspruchnahme von Naturraum innerhalb des potentiellen Siedlungsbereiches sei minimiert worden.

Zu 5.:

Der Senat verweist auf die landesplanerische Befürwortung des Vorhabens im Rahmen der bestehenden Planungen.

Berlin, den 05.02.2003

In Vertretung

Dr. Stimmann

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.