Bahnverkehr: Güterwagen auf Halde Peter Kirnich Der Güterverkehr auf Schienen hatte in den letzten Jahren gerade eine Art Comeback erlebt – nun trifft ihn die weltweite Krise mit aller Wucht., aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0901/wirtschaft/
0054/index.html

Der Güterverkehr auf Schienen hatte in den letzten Jahren gerade eine Art Comeback erlebt – nun trifft ihn die weltweite Krise mit aller Wucht. Im ersten Halbjahr wurden auf dem deutschen Schienennetz nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nur noch rund 147 Millionen Tonnen Güter transportiert. Das ist der stärkste Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik!
Der Grund liegt auf der Hand: Die Bahnen – allen voran die Deutsche Bahn – sind wichtigster Transporteur der deutschen Schlüsselindustrien wie dem Automobilbau, der Chemie und der Stahlbranche. Zudem werden zahlreiche Exporte innerhalb Europas mit der Bahn abgewickelt. Der dramatische Einbruch in den Industriebetrieben und bei den Exporten führte folgerichtig zu weniger Transportaufträgen. Allein die Exporte auf Schienen sanken im ersten Halbjahr um rund 30 Prozent. Um mehr als 40 Prozent brachen sogar die Transporte von Eisen und anderen Metallen sowie …

Bahnverkehr + Frankfurt/Oder: Das KV-Terminal in der Oderstadt soll sich auch zum Umschlagplatz für den europäischer Nord-Süd-Verkehr entwickeln., aus wirtschaftsmagazin-ostbrandenburg.de

http://www.wirtschaftsmagazin-ostbrandenburg.de/
content/artikel/1532.html

„Der Bedarf dafür ist schon jetzt vorhanden“, sagt Carmen-Sybille Rehse. Sie entwickelt im Auftrag des Euro Transport & Trade Centers (ETTC) in Frankfurt (Oder) das neue Transportprojekt. „Es gibt ein Unternehmen in der Region, dass regelmäßig große Warenmengen aus Slowenien bezieht.“ Ein Endpunkt der Containerlinie von Frankfurt (Oder) in den Süden könnte deshalb die Hafenstadt Koper sein. Das Ziel liegt ideal. „Waren und Rohstoffe aus Slowenien, Italien und Österreich würden per Containerzug schnell und effektiv nach Frankfurt (Oder) kommen und von hier aus zu Abnehmern in Ostbrandenburg und Westpolen gebracht, Produkte von hier gelangen so schnell in den Süden“, erklärt Carmen-Sybille Rehse.
Die Linie zum slowenischen Koper ist momentan der Favorit unter vier Möglichkeiten. Auch Triest in Italien sowie Sibiu oder Bukarest in Rumänien könnten Endpunkte sein. Die Streckenführung in Richtung Süden ist aber …

Tarife + Bahnverkehr: City Night Line startet Preis-Aktion Überspringen: City Night Line startet Preis-Aktion Ab September heißt es auf Reisen durch ganz Europa: Mitsparer gesucht!

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unternehmen/presse/presseinformationen/
ubp/p20090828.html

(Dortmund, 28. August 2009) Ab September geht City Night Line mit einer attraktiven Preisoffensive an den Start: Verreisen vom 4. September bis zum 12. Dezember 2009 zwei Personen gemeinsam im City Night Line, entfällt bei Buchungen im Schlaf-, Liege- oder Sitzwagen der sonst obligatorische Reservierungs-Aufpreis für den Mitfahrer. Im Rahmen des Aktionsangebots reisen „Mitsparer“ innerhalb Deutschlands bereits ab 29 Euro und europaweit bereits ab 39 Euro. So kann bei Fahrten zu zweit der Reisepreis im Liegewagen um 20 bis 30 Euro, im Schlafwagen sogar um 40 bis 60 Euro reduziert werden. Buchbar sind die vergünstigten Tickets für zwei vom 1. September bis zum 31. Oktober 2009.

Im Rahmen der Kampagne präsentiert sich der City Night Line auf den Bahnhöfen Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln und München. Die Aktionen finden am 3./4./10./11./17./18. September 2009 an den genannten Bahnhöfen statt. Promotionteams im City Night Line-Look werden „Mitsparer“ suchen, Info-Flyer sowie City Night Line-Reiseführer verteilen und attraktive Preise verlosen. Ähnliche Aktionen werden zudem auf den Bahnhöfen Zürich, Basel und Utrecht stattfinden.

Mit dem europaweiten Streckennetz erfüllen sich die unterschiedlichsten Reiseträume über Nacht. Schnell und unkompliziert geht es auf insgesamt 17 Verbindungen in acht europäische Länder. Gerade für Kurzreisen, Städte- und Wochenendtrips ist die An- und Abreise mit dem City Night Line bestens geeignet: Denn über Nacht wird wertvolle Zeit gewonnen. Abends in den City Night Line einsteigen und morgens ausgeschlafen zum Beispiel im Zentrum von Amsterdam, Hamburg, München, Paris, Prag oder Zürich ankommen.

Informationen und Buchung unter 0180 5 99 66 33* und überall, wo es Fahrkarten gibt.

*14ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Pro Bahn: Schienenausbauprojekt Berlin – Szczecin lässt noch immer auf sich warten

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Fast unbemerkt ging der 166. Jahrestag der Bahnstrecke Berlin – Uckermark – Stettin(Szczecin) am 15. August an der Öffentlichkeit vorüber. Lediglich zwei direkte Zugpaare Berlin – Szczecin, jeweils morgens und abends, mit rund 2 Stunden Fahrzeit sind alles andere als ein Grund zum Feiern. In der restlichen Tageszeit heißt es für Bahnfahrer Umsteigen in Angermünde. Insgesamt besteht mit den Direktzügen in etwa nur ein 2-Stundentakt.
„Die polnischen Bustransfere wie BERlinia (Atlas Transfer) oder InterGlobus (Follow Me) haben aufgrund des wenig attraktiven Bahnangebotes längst die Gunst der Stunde erkannt und bieten mit Direktverbindungen von unter 10 EUR pro Person den ganzen Tag über Fahrten zwischen beiden Metropolen an. Und dies sogar zum Teil von Haustür zu Haustür“, wertet Marcel Drews, Mitglied im Bundesvorstand des Fahrgastverbandes PRO BAHN die Situation zur Strecke.
Für deutlich attraktivere Bahnverbindungen hilft vom Prinzip nur der rasche Ausbau der Strecke, die ja auch seit 2003 im Bundesverkehrswegeplan als internationales Projekt enthalten ist. „Daher freut es uns, dass sowohl der Brandenburgische Verkehrsminister Dellmann, als auch Regionalpolitiker aus der Uckermark nun verstärkt den fälligen Ausbau einfordern und der notwendige Staatsvertrag zwischen Deutschland und Polen zu Stande kommt. Denn nur so könne auch die Finanzierung endlich gesichert werden, damit die Deutsche Bahn (DB) und Polnische Bahn (PKP) Planungssicherheit für die Investitionen erhalten“, erklärt Drews weiter.
„Knapp unter 90 Minuten Fahrzeit Berlin Szczecin inkl. der Anbindung von Halten in der Uckermark wären dabei schon ein sehenswertes Ergebnis nach dem Ausbau“, ist sich Andreas Schwarze, regionaler PRO BAHN Ansprechpartner in der Uckermark, sicher und verweist auch darauf, dass sich die DB selbst nur unbefriedigend in bisherige Planungen und Gespräche eingebracht hat.
„Der Nachtzug nach Kaliningrad/Elk (Masuren), welcher nach PRO BAHN Bemühungen bis Szczecin sogar für den VBB-Tarif freigegeben wurde, und die Strecke neben dem Intercity Szczecin – Amsterdam damit weitere europäische Bedeutung zurück erlangte, wurde bereits nach einem halben Jahr im Dez. 2007 wieder eingestellt“, bedauert Schwarze die Entscheidung.
Und das obwohl er meistens bis zu 80% Auslastung hatte. Dieser war aber immer noch profitabel genug, dass man ihn hätte nicht einstellen müssen. Auch der von DB und PKP betriebene Ausflugszug „Swinemünde-Express“ ist schon seit einigen Jahren wieder Geschichte und verkehrt gegenwärtig nur noch als „Stettiner Haff“-Express.
Den vom Land Brandenburg abbestellten Abendzug Angermünde – Szczecin kompensiert die Personenverkehrsgesellschaft Schwedt mit der von PRO BAHN erkämpften Nachtbuslinie 470a, während es für den abbestellten Zug in der Gegenrichtung keinen Ersatz gibt. Die letzte Verbindung mit der Deutschen Bahn geht nun Montag bis Donnerstag 20:54 Uhr über Pasewalk von Szczecin zurück in Richtung Berlin, zu der der VBB Verbundtarif jedoch nicht erhältlich ist.
„Aus politischer Sicht hat die Strecke bei den etablierten Parteien auf Landes- und Bundesebene weitgehend noch nicht ganz ihre tatsächliche Bedeutung im überregional und grenzüberschreitenden Deutsch-Polnischen Verkehrsnetz wieder erlangt und ist damit möglicher Weise ein Grund der zögerlichen Haltung des Bundes zur Ausverhandlung des Staatsvertrages“, resümiert Andreas Schwarze die Aktivitäten aus Gesprächen mit CDU, Linkspartei oder dem Bundestagsabgeordneten Marcus Meckel (SPD), die außer „gutgemeinten“ Liebesbekundungen für die Stettiner Bahn aber eher fruchtlos und ohne weitere Aktivitäten verliefen (Pressemeldung Pro Bahn, 29.08.09).

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Zwei Anschläge auf Bahnstrecken Verkehr für jeweils knapp acht Stunden beeinträchtigt, aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0827/brandenburg/
0094/index.html

POTSDAM. Die Täter verübten ihre Anschläge ganz früh am Morgen: Gestern hatten Unbekannte sogenannte Hakenkrallen aus Metall an die stromführenden Oberleitungen zweier Hauptstecken der Deutschen Bahn gehängt. Als die Züge die Haken erreichten, wurden entweder die Stromabnehmer des Zuges oder die Leitung beschädigt. „Betroffen waren die Strecken Berlin-Hamburg und Berlin-Leipzig“, sagte ein Bahnsprecher der Berliner Zeitung. In Nordbrandenburg bei Karstädt (Prignitz) wurde um 4.57 Uhr ein mit Eisenerz beladener Güterzug beschädigt und musste stoppen. Der Verkehr war bis 13.22 Uhr eingeschränkt. Der Personenzug, der um 5.56 Uhr bei Luckenwalde (Teltow-Fläming) gegen die Metallkralle fuhr, konnte die Fahrt fortsetzen. Die Strecke wurde erst um 13 Uhr wieder freigegeben. „Da die Züge auf den zweigleisigen Strecken eingleisig weiterfahren konnten, betrugen die Verspätungen jeweils nur wenige Minuten“, sagte der Bahnsprecher.
Die acht- und siebenstündigen Sperrungen waren nötig für Reparaturarbeiten und …

Bahnverkehr + Museum: Alte Signaltechnik bestaunen Tag der offenen Tür bei der Arbeitsgemeinschaft Märkische Kleinbahn, aus Punkt 3

http://punkt3.de/p3/Punkt3.nsf/
f89cda9362f1398c80256a380044fd3c/
ab881bd80cf52f56c125761e0036a789?
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Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Märkische Kleinbahn öffnet am 12. und 13. September für Interessierte ihre Tore in der Betriebswerkstatt Schönow in Berlin-Lichterfelde. Unter anderem können eine Ausstellung zur über 100-jährigen regionalen Eisenbahngeschichte sowie alte Signal- und Stellwerkstechnik angeschaut und auch angefasst werden.
Am wieder instand gesetzten Gleis 5 stehen verschiedene Lokomotiven und Draisinen zum Mitfahren beziehungsweise eine zum Selber steuern bereit. Am Sonntag ist die Mitfahrt in historischen Berliner Linienbussen möglich. Des Weiteren ist für preiswerte Verpflegung vom Grill gesorgt. Der Eintritt ist das gesamte Wochenende kostenlos.
Die Märkische Kleinbahn verfügt über eine Vielzahl von Eisenbahnfahrzeugen, von denen einige auch betriebsfähig sind. Während der Saison, also etwa von März bis …

Bahnverkehr: DB-Chef stellt Kanzlerin Azubi-Programme vor Überspringen: DB-Chef stellt Kanzlerin Azubi-Programme vor Dr. Rüdiger Grube empfängt Dr. Angela Merkel gemeinsam mit 1.300 Azubis im ICE-Werk Berlin Rummelsburg

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unternehmen/presse/presseinformationen/
ubh/h20090825.html

(Berlin, 25. August 2009) Die Deutsche Bahn investiert als einer der größten Ausbilder in Deutschland verlässlich in die Zukunft. Trotz Wirtschaftskrise beginnen – wie im Vorjahr – wieder 2.700 Jugendliche im September ihre Ausbildung bei der DB.

Mit insgesamt 8.100 Auszubildenden beweist der DB-Konzern weiter seine Verantwortung für die Qualifizierung von jungen Menschen. Davon konnte sich heute Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei ihrem Besuch im ICE-Werk in Berlin Rummelsburg überzeugen. DB-Chef Dr. Rüdiger Grube informierte die Kanzlerin in Anwesenheit von 1.300 jungen Eisenbahnern, die aus ganz Deutschland nach Berlin gekommen waren, über die verschiedenen Ausbildungsberufe und die innovativen Ausbildungskonzepte bei der Bahn.

Bei seiner Begrüßungsrede betonte Dr. Grube, dass Ausbildung zur gesellschaftlichen Verantwortung der DB gehört: „Unsere Ausbildungszahlen sind seit 2006 um 30 Prozent gestiegen. Nach ihrer Ausbildung haben die Jugendlichen sehr gute Perspektiven bei der DB. Wir zeichnen uns generell durch eine hohe Übernahmequote aus.“ Er hob gleichzeitig auch den „Spirit“ hervor, der ihn in seinen ersten gut hundert Tagen als Bahnchef immer wieder begeistert habe: „Wenn ich durchs Unternehmen laufe und all die jungen Menschen sehe und ihre Energie, ihren Tatendrang, ihre Kreativität erlebe, dann ist mir um die Zukunft der DB nicht bange.“

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

Bahnverkehr + S-Bahn: Alle 30 Minuten mit dem ICE nach Hamburg Damit dies möglich wird, plant der Senat eine neue S-Bahn-Strecke in Richtung Falkensee, aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0826/berlin/
0040/index.html

Da kommt das Auto nicht mit. Im Intercity Express (ICE) dauert die Reise von Berlin nach Hamburg nur rund anderthalb Stunden. Das spricht sich immer weiter herum. Deshalb denkt die Deutsche Bahn darüber nach, das Zugangebot auf der Hamburger Bahn aufzustocken. Falls die Fahrgastzahlen weiter steigen, werde der jetzige ICE-Stundentakt in Spitzenzeiten auf lange Sicht nicht mehr ausreichen. „Wir werden es noch erleben, dass der ICE zwischen Berlin und Hamburg im 30-Minuten-Takt verkehrt“, sagte ein hochrangiger Bahn-Mitarbeiter der Berliner Zeitung. Um Platz für weitere Züge zu gewinnen, müsse ein Teil des Nahverkehrs von der Regionalbahn auf die S-Bahn verlagert werden. Ein erster Schritt ist nun in Sicht: Im Westen Berlins soll eine neue S-Bahn-Strecke entstehen.
Heute endet die S-Bahn in Spandau. Doch das soll nicht so bleiben, heißt es im Senat. Gutachter prüfen, ob es sinnvoll wäre, die Trasse um 3,3 Kilometer zu …

Tarife + Bahnverkehr: Veolia: Seniorenwochen bei InterConnex

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In diesem Herbst fährt die „Generation 55+“ mit dem privaten Fernzug InterConnex besonders günstig. Vom 1. September bis 31. Oktober 2009 zahlen alle Personen, die 55 Jahre oder älter sind, für das InterConnex-Ticket 12 Euro – unabhängig davon, wie weit die Fahrt geht. Ob von Rostock nach Berlin, von Leipzig bis Waren (Müritz) oder auf der gesamten Strecke Warnemünde-Leipzig – der Preis bleibt immer gleich.
Im Unterschied zum 12-Euro-Superspar-Ticket, das nur im Internet zu erwerben ist, gibt es das Senioren-Ticket auch über Reiseagenturen im Vorverkauf. Und das Beste daran ist – die Anzahl der Fahrkarten ist mengenmäßig nicht begrenzt. Einzig zu beachten: Das Angebot gilt nicht bei Kauf der Fahrkarte im Zug.
„Mit der Aktion wollen wir uns verstärkt bei den Älteren bekannt machen und zeigen, dass sie in unserem Zug für dauerhaft günstige Preise einen sehr guten Service bekommen“, erklärt Andreas Winter, Produktmanager des InterConnex. „Bisher nutzen den InterConnex vor allem junge Menschen“, so Winter weiter. „Mit der Aktion für Senioren hoffen wir nun, auch die ältere Generation auf unser Angebot aufmerksam machen zu können.“
Die 12-Euro-Tickets sind ab 20. August 2009 im Internet buchbar und ab dem gleichen Tag in den Vorverkaufsstellen der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) sowie den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) erhältlich. Im Zug muss dann der ausgedruckte Fahrschein zusammen mit dem Personalausweis bei den Kundenbetreuern, die an den Platz kommen, vorgezeigt werden (Pressemeldung Veolia Verkehr, 22.08.09).

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Fairnessabkommen soll Ende 2009 unterzeichnet werden

http://www.lok-report.de/

Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hat ein Fairnessabkommen zwischen Bahngewerkschaften und Bahnunternehmen unter Beteiligung des Landes auf den Weg gebracht. Am 20.08.09 trafen sich auf Einladung des Ministers Vertreter von DB AG und Ostdeutscher Eisenbahngesellschaft (ODEG) mit Gewerkschaftern von TRANSNET, der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und der Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamten und Anwärter (GDBA) in Potsdam. Hintergrund sind die aktuelle Ausschreibung des Stadtbahnnetzes, für die DB AG und ODEG den Zuschlag bekommen hatten, sowie zukünftige Vergaben.
Reinhold Dellmann: „Die Verkehrsunternehmen und die Gewerkschaften sitzen jetzt mit uns an einem Tisch zusammen und reden über anstehende Fragen. Das ist ein Erfolg und der erste Schritt, Befürchtungen bezüglich Sozialabbau und Lohndumping zu entkräften. Ziel ist es, bis zum Jahresende ein Fairnessabkommen zu unterzeichnen.“
Auf folgende Eckpunkte haben sich die Teilnehmer geeinigt:
1. Die Gesprächspartner streben einheitliche tarifvertragliche Regelungen für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen an.
2. Das Land Brandenburg sichert zu, für künftige Vergaben die EU-Verordnung 1370/ 2007 anzuwenden. Im Rahmen der Gespräche zum Fairnessabkommen sollen hierzu erste Details vereinbart werden.
3. Das Land Brandenburg sichert die Vorgabe einer hundertprozentigen Zugbegleiterquote bei der aktuellen und künftigen Vergaben zu.
4. Die beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen streben an, die vorhandenen Instandsetzungs- und Umbaukapazitäten im Land Brandenburg zu nutzen.
5. Die Gesprächspartner streben an, Regelungen zur Berufsausbildung junger Menschen zu treffen.
6. Die beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen verpflichten sich, den betroffenen Beschäftigten Weiterbeschäftigungsangebote zu unterbreiten.
7. Es wird angestrebt, das Fairnessabkommen bis Ende 2009 zu unterzeichnen (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, 21.08.09).